Stapler-Bedienung – Deutschland – Österreich

Stapler-Bedienung – Deutschland – Österreich

Gelernt ist gelernt – die gekonnte Hubstaplerbedienung

 

Die Bedienung des Hubstaplers und das „Knowhow“

Hubstapler sind fester Bestandteil der betrieblichen Logistik. Scheinbar leichtfüßig, jonglieren selbst die kleinen, schmalen Kraftpakete große Lasten – auch in größere Höhen.

Auch, wenn der Eindruck entstehen könnte, das Ganze geschieht auf spielerisch leichte Art – der Umgang mit einem Hubstapler ist harte Arbeit. Einen Hubstapler zu bändigen und zu bedienen, muss erlernt sein, stellt hohe Anforderungen an: Vorausschauen, Disziplin, räumliches Sehen und Vorstellungsvermögen und nicht zuletzt auch an viel technisches Verständnis und Wissen.

 

Verantwortungsvoll, vorausschauend und Vorschriften

Ein Hubstaplerfahrer übernimmt mit der Bedienung des Staplers auch eine hohe Verantwortung:

  • für Gesundheit, Unversehrtheit und Leben für Dritte und sich selbst,
  • für den Hubstapler und
  • für das Transportgut.

 

Den täglichen Betrieb und die Bedienung der Hubstapler regeln eine Anzahl von Vorschriften:

  • betriebliche Anweisung,
  • Bedienungsanleitung mit Regelwerk,
  • berufsgenossenschaftliches Regelwerk sowie andere
  • greifende Gesetze, Richtlinien und Verordnungen.

Die Erlaubnis zum selbständigen Führen eines Hubstaplers

Die greifenden Vorschriften, Gesetze und Regeln schreiben vor, welche Eigenschaften der Bediener eines Hubstaplers mitbringen muss, bzw. die zwingend vorausgesetzt werden:

  • das Mindestalter von 18 Jahren
  • Eignung und Ausbildung für das selbständige Führen
  • den Nachweis der Befähigung
  • die schriftliche Beauftragung des Unternehmers

 

Ausbildung

In der Ausbildung erlangt der Teilnehmer alle notwendigen Fachkenntnisse für das Führen von Hubstaplern – basierend auf § 62 des Arbeitnehmerinnen Schutzgesetzes BGBl. Nr. 450/1994 und der Fachkenntnisnachweis-Verordnung BGBl. II Nr. 13/2007.

 

Die Ausbildung zum selbständigen Führen eines Hubstaplers kann erfolgen:

  • durch den Betrieb,
  • durch Prüforganisationen und
  • zertifizierte Privatunternehmen.

 

Nach bestandener Prüfung erhält der Ausgebildete den sogenannten „Staplerschein“

oder „Staplerführerausweis“, wie er häufig auch genannt wird.

 

Neues, Gewohntes und trotzdem…

Alles Vorgenannte mag verwirrend und kompliziert erscheinen, rein sachlich betrachtet, ist der Hubstapler auch nur ein Fahrzeug und als solches sind die Fahrfunktionen ähnlich gestaltet wie bei einem Personenkraftwagen, nämlich ein Lenkrad übernimmt die Steuerung und Pedale beschleunigen oder bremsen. Fast alle Hubstapler sind mit einem Automatikgetriebe ausgestattet, Kuppeln und Schalten entfallen daher. Vorwärts oder rückwärts wird über einen Handhebel geregelt. Ähnlich wie beim Pkw, gibt es eine komplette Beleuchtung, Fahrtrichtungsanzeiger, Hupe und Feststellbremse.

Etwas aufwendiger ist die Bedienung der eigentlichen Staplerfunktionen. Hier regelt ein Handhebel das Heben oder Senken des Gabelträgers, er regelt auch das Neigen des Hubgerüstes. Bei manchen Staplern übernimmt ein Joystick die Funktionen der Handhebel und häufiger auch die des Lenkrades.

 

Die Theorie zur Praxis – Praxis zur Theorie

Wären Theorie und Praxis nicht unmittelbare Verbündete, wäre vielleicht alles nicht so schwer. Doch so halten beide in der täglichen Herausforderung mache Tücken bereit.

Die erste Herausforderung: die Lenkachse eines Staplers liegt hinten, das macht den Stapler unglaublich wendig. Das ist zwar für das Rangieren in räumlich engen Situationen hervorragend, doch gleichzeitig – durch den schnellen Bewegungsablauf – gefährlich für andere Fahrzeuge und besonders Fußgänger, die solche Bewegung nicht einschätzen können.

Eine weitere Herausforderung: die zu transportierende Last liegt vorne, verlagert den Schwerpunkt bei der Lastaufnahme. Bei schweren Lasten besonders, wenn sie hoch angehoben werden, neigt der Stapler zum Kippen. Diese Gefahr besteht auch beim Rangieren mit starkem Lenkeinschlag.

Verhindert das Ladegut die Sicht nach vorn, sollte der Stapler rückwärtsgefahren werden. Eine Schwierigkeit dabei – gleichzeitig Fahrtrichtung und Transportgut im Auge zu behalten.

Staplerfahren – Arbeit für Vorausschauende

Viele weitere Themen müssen beim Führen eines Staplers beachtet werden:

  • Das Arbeitsgerät ist täglich vor dem Einsatz auf seinen technischen Zustand zu prüfen.
  • Bei offensichtlichen Mängeln ist eine Verwendung untersagt.
  • Lastdiagramme sind zu beachten, um den Stapler nicht zu überlasten.
  • Die richtige Aufnahme und Ablage von Lasten hat ihre Besonderheiten.
  • Das Arbeiten in engen Gängen erfordert volle Konzentration. Besonders, wenn mit Gefahrgut umgegangen wird.

 

Das sind nur einige Herausforderungen im alltäglichen Betrieb. Eine gute Ausbildung gepaart mit entsprechender Praxiserfahrung sind die beste Grundlage für die sichere Staplerführung – eine Notwendigkeit in jedem Unternehmen.

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Staplerfahrer Berufsbild

Staplerfahrer Berufsbild

Das Berufsbild des Staplerfahrers

Staplerfahrer ist kein Lehrberuf, es ist eine komfortable Zusatzqualifikation, die in vielen Berufen erhebliche Vorteile bietet. Nach Kurs und Prüfung wird die Qualifikation zum Stapler fahren durch den sogenannten Staplerschein nachgewiesen.

In Betrieben haben Staplerfahrer vor allem in der Logistik eine wichtige Funktion, denn Be- und Entladevorgänge, das innerbetriebliche Transportieren von Waren und Gütern, wären ohne Stapler heute kaum noch denkbar.

Welche Branchen und Unternehmen Staplerfahrer beschäftigen

Üblicherweise werden Staplerfahrer in Unternehmen und Betrieben aus den Bereichen Logistik, Spedition und Handel eingesetzt. Zunehmend sind sie aber auch in produzierenden Unternehmen im Einsatz. Mithilfe von Gabelstaplern und anderen Flurförderzeugen transportieren und lagern Staplerfahrer Waren, die schnell und sicher transportiert, ein-, aus- oder umgelagert werden müssen.

Bestimmte Voraussetzungen sind zu erfüllen

In einer speziellen Ausbildung zum Staplerfahrer werden theoretische und praktische Kenntnisse zum Führen eines Staplers oder anderer Flurförderzeuge erworben. Nach der positiv abgeschlossenen Prüfung bekommt man seinen Staplerschein in die Hand.

Als Staplerfahrer muss man mindestens das 18. Lebensjahr vollendet haben, in Ausnahmefällen kann der erforderliche Staplerschein bereits ab einem Alter von 16 Jahren erworben werden, wenn dieser im Rahmen einer Berufsausbildung benötigt wird, allerdings ist dies an weitere betriebliche Voraussetzungen geknüpft.

Wichtig ist, dass ein Staplerfahrer über ein gutes Hör- und Sehvermögen und eine gute Auge-Hand-Koordination verfügt, er sollte generell körperlich gut dazu geeignet sein Flurförderzeuge zu fahren. Solche körperliche Eignung kann durch eine ärztliche, arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung überprüft und nachgewiesen werden. Ein interessierter Arbeitgeber übernimmt die Kosten solcher Vorsorgeuntersuchung.

Erfahrungen im Lager, ein Grundverständnis für technische und physikalische Zusammenhänge sind natürlich von Vorteil. Grundsätzlich sollte sich ein Staplerfahrer durch eine sorgfältige, präzise und geschickte Arbeitsweise auszeichnen. Auch in Stresssituationen sollte er ruhig bleiben und den Überblick bewahren können.

Ein Grundverständnis und das erforderliche Fachwissen für die betrieblichen Prozesse und ihre Abbildung in der IT ist heute notwendig, da zunehmend nicht mehr nur Stapler bedient werden, sondern auch Tätigkeiten in und mit der IT.  Das wird in der Regel durch einen Vorgesetzten im Rahmen der betrieblichen Einarbeitung vermittelt.

Wie lange dauert die Ausbildung

Wie oben erwähnt, ist die Ausbildung zum Fahrer von Flurförderzeugen eine
Zusatzausbildung, die etwa ein bis drei Tage dauert und einen theoretischen und einen praktischen Teil beinhaltet.

Was verdient ein Staplerfahrer

Auf der Basis einer 38 Stundenwoche finden sich Angaben im Bereich von etwa 1.600 bis 2.400 Euro pro Monat. Je nach Arbeitgeber werden aber auch deutlich höhere Löhne für Staplerfahrer bezahlt. Die ist der Fall, wenn der Staplerfahrer für weitere Tätigkeiten vorgesehen ist, die zusätzlich in seinen Verantwortungsbereich fallen. Ebenfalls hängt es von den jeweiligen Anforderungen des Unternehmens ab, ob zusätzlich Zulagen, für Schicht-, Nacht- oder Wochenendarbeit, auf den Grundlohn angerechnet werden.

Arbeitsbedingungen für einen Staplerfahrer

Geprägt ist die Arbeit eines Staplerfahrers durch die Arbeit mit Flurförderzeugen, Anbaugeräten, Fördertechnik, Ladegeräten, also durchweg mit technischen Geräten. Manuelle Tätigkeiten wie das regelmäßige Warten und Reinigen des Staplers fallen auch in den Arbeitsbereich eines Staplers. Staplerfahrer müssen oft unter verschiedenen Umgebungsbedingungen arbeiten, deshalb sind in vielen Bereichen Schutzkleidung und -ausrüstung, wie Gehörschutz, Handschuhe und Sicherheitsschuhe zu tragen.

Zu beachten ist auch, dass Staplerfahrer oft wechselnden Temperaturen und Zugluft, Nässe, Kälte oder Hitze ausgesetzt sind. Auch kann ein Stapler Stressoren wie Lärm, Staub oder hohem Verkehrsaufkommen ausgesetzt sein.

Vor allem arbeiten Staplerfahrer in Fabrikhallen, Lagerhallen, Kühl- und Tiefkühlhäusern, Ladehöfen oder auf Lagerplätzen im Freien. Je nach Unternehmen können die Arbeitszeiten variieren, auch unregelmäßig sein, denn oft haben Betriebe Saisongeschäfte und in Zeiten von Hochbetrieb müssen Überstunden geleistet werden oder Arbeiten an Feiertagen, an Wochenenden oder in der Nacht absolviert werden.

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Einsatzprüfung

Einsatzprüfung

Man darf nur der eigenen täglichen Einsatzprüfung vertrauen

 

Hubstapler sind die Maultiere der modernen Logistik. Diese energiegeladenen Mulis machen es möglich, schwere Lasten schnell, sicher und besonders flexibel zu transportieren und umzuschlagen.

 

Hubstapler sind immer auf Trab

Hubstapler müssen immer zuverlässig und funktionstüchtig sein, da sie fast ständig in Bewegung und im Einsatz sind. In einigen Unternehmen sind die Hubstapler rund um die Uhr und das fast 360 Tage im Jahr in Bewegung. Hoch ist die Beanspruchung, der Hubstapler permanent ausgesetzt sind. Da ist es besonders wichtig, dass das Zusammenspiel von Antrieb, Lenkung, Elektrik, Elektronik, Mechanik und Hydraulik perfekt gewartet und voll funktionsfähig ist.

 

Voraussetzung ist die tägliche Sicht- und Funktionsprüfung

Die Durchführung der täglichen Sicht- und Funktionsprüfung des Staplers gewährleistet die Betriebssicherheit eines Hubstaplers. Es gehört zu den Pflichten des zuständigen Staplerfahrers, täglich vor der Arbeitsaufnahme eine Sicht- und Funktionsprüfung des Staplers durchzuführen.

 

Die Sichtprüfung

Es geht zunächst – bei der täglichen Sichtprüfung rund um den Hubstapler – nur um seinen äußeren Zustand:

 

  • Gibt es sichtbare Beschädigungen an Karosserie oder Hubmast?
  • Ist die Bereifung in Ordnung? Gibt es Schäden an oder Fremdkörper in den Reifen? Sind die Radmuttern fest angezogen? Stimmt der Druck bei Luftreifen?
  • Weisen die Gabelzinken Beschädigungen auf und sind sie ordnungsgemäß gesichert?
  • Ist eine vorhandene Anhängevorrichtung beschädigt oder unbrauchbar?
  • Ist die Spannung der Lastketten gleichmäßig und ausreichend?
  • Sind das Fahrerschutzdach und seine Befestigung in Ordnung?
  • Ist das Lastschutzgitter ordnungsgemäß?
  • Hat das Hydrauliköl den richtigen Füllstand? Tropft es oder tritt Hydrauliköl aus?
  • Sind die Pedale griffig und sauber?
  • Sind – je nach Antriebsart – die Füllstände von Kühlwasser und Motoröl richtig bzw. ist die Batteriespannung in Ordnung?
  • Sind – bei Verbrennungsmotoren – die Luftfilter sauber?
  • Sind bei Staplern mit Gasabtrieb die Flaschen richtig befestigt und die Anschlüsse fest?

 

Die Funktionsprüfung

Bei der täglichen Funktionsprüfung des Hubstaplers geht es um die perfekte Funktion des fahrbaren Arbeitsmittels:

 

  • Sind Beleuchtung, Hupe und ggf. akustischer Rückfahrwarner funktionstüchtig?
  • Ist das Lenkungsspiel maximal zwei Finger breit?
  • Funktionieren Betriebs- und Feststellbremse?
  • Ist die Führung des Lastaufnahmemittels in Ordnung? Gibt es Unregelmäßigkeiten der Führung beim Ausfahren bis Maximalstellung?
  • Ist die Abgasanlage dicht?
  • Tritt bei Neutralstellung des Hydrauliksystems kein Nachsenken auf?

 

Mängel versetzen den Hubstapler in „außer Betrieb“

Der geprüfte Hubstapler darf nur in Betrieb gestellt werden, wenn keinerlei Mängel festgestellt wurden.

So ist es unerlässlich, dass festgestellte Mängel umgehend vom Staplerfahrer seinem Vorgesetzten gemeldet werden. Es ist auch sinnvoll, wenn festgestellte Mängel schriftlich in einem Protokoll festgehalten werden.

Ein nicht betriebsbereiter Stapler sollte an einem geeigneten Ort abgestellt und mit einem Schild „Außer Betrieb“ gekennzeichnet werden. Selbstverständlich sollte es sein, dass der Stapler durch Abziehen des Startschlüssels, Anziehen der Feststellbremse und ggf. durch Unterlegen von Keilen gesichert wird. Diese Maßnahmen hindern Kollegen daran, einen nicht betriebsbereiten Hubstapler zu bewegen.

Nur Fachpersonal für die Instandsetzung

Nur autorisiertes Fachpersonal darf die Mängelbeseitigung vornehmen – weder der Staplerfahrer selbst noch ein anderer Kollege haben die Befugnis. Eine Wiederinbetriebnahme ist erst nach durchgeführter Mängelbeseitigung erlaubt.

 

Die tägliche Zustandsprüfung kann kompliziert und zeitraubend erscheinen. Praktisch ist der Zeitaufwand jedoch eher gering. Groß aber ist der Gewinn an Sicherheit. Das gilt für Fahrer, seine Kollegen und natürlich auch für den Unternehmer.

 

Außerdem trägt die tägliche Prüfung dazu bei, Verschleißerscheinungen frühzeitig zu erkennen, durch vorbeugende Instandhaltung Totalausfälle des Staplers zu verhindern und hohe anfallende Kosten zu vermeiden.


Wahl des richtigen Staplers

Wahl des richtigen Staplers

Auswahlkriterien für den Richtigen

Vor der Anschaffung eines Staplers ist es sinnvoll, eine Betriebsanalyse und ein Anforderungsprofil für das Gerät zu erstellen. Bei dem ausgewählten Geräteanbieter kann solch ein Profil angefragt werden oder durch das Unternehmen selbst entwickelt werden. Zu beachten sind wichtige Aspekte wie: Funktion, Antriebsart, Tragkraft, Nutzungshäufigkeit, Abmessungen und Hubhöhe

Was ist grundsätzlich wichtig

Manche Betriebe nutzen einen Stapler lediglich zum Be- und Entladen, wie z. B. in einem Produktionsbetrieb, der komplette Aggregate auf Paletten zum Versand oder fertige Massenteile in Gitterboxen zum Versand bereitstellt. Wieder andere Betriebe haben ihren Schwerpunkt in der Regalarbeit. In einem Unternehmen oder einer Werkstatt sind die Aufgaben doch sehr unterschiedlich, vom Ladebetrieb über die Regalbedienung oder sogar bis Montagearbeiten. Stapler für den horizontalen Warentransport werden meist im Einzelhandelsbereich verwendet. Für jedes Unternehmen gibt es passende Staplertypen zur Auswahl, die für jede Anwendung die technisch wie wirtschaftlich beste Lösung ermöglichen.

Wenn der Anwendungsbereich und der Nutzen definiert sind, gilt es richtig auszuwählen. Ein Stapler ist ein Produktionsmittel und wird deshalb nach ähnlichen Gesichtspunkten ausgewählt wie eine Maschine oder ein Werkzeug. Für einen einfachen Handhubwagen ist die Investition überschaubar im oberen dreistelligen Bereich angesiedelt, die Amortisation ist schnell erreicht. Braucht das Unternehmen stark leistungsfähige Stapler oder sogar Spezialausführungen, sind die Investitionen in fünfstelliger Höhe oder im sechsstelligen Bereich angesiedelt, dies setzt eine differenziertere Betrachtung für den Anwendungsbereich und den Nutzen voraus.

Gabelstapler kaufen

Es gibt eine Vielzahl von Anbietern für Stapler und ebenso viele Modelle, dies macht es nicht einfach, den richtigen Stapler zu finden.

Vieles muss bedacht werden

Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal von Staplern ist die Tragfähigkeit und das wirkt sich direkt auf den Anschaffungspreis und die Betriebskosten aus. Die Frontstapler sind generell für Lasten bis ca. 6,5 t ausgelegt. Werden höhere Lastkapazitäten benötigt, müssen es spezielle Staplermodelle oder alternativ Decken-, Dreh- oder Portalkrane sein. Viele Hersteller haben Staplermodelle mit unterschiedlichen Kapazitäten. Deshalb lohnt sich auf jeden Fall auch bei dem Anbieter Ihres Vertauens ein Vergleich der Tragfähigkeit in t von den angebotenen Staplern.

Müssen Lasten schnell bewegt werden?

In der Logistik ist Geschwindigkeit ein wesentliches Kriterium, deshalb sollte auch die Geschwindigkeit des Flurfördergerätes bedacht werden. Wichtig ist dabei die Fahrgeschwindigkeit des Staplers ohne Last und mit Volllast und die Geschwindigkeit von Anheben und Absenken der Gabel. Entnehmen Sie diese Werte aus den Datenblättern der Hersteller, dort sind sie in m/sek. angegeben.

Welche Hubhöhe ist nötig

Die generelle Leistungsfähigkeit eines Staplers ist durch die Hubhöhe und die maximale Tragfähigkeit limitiert. Ein Standardmodell mit einer Hubhöhe von 5,5-7 Metern reicht vollkommen aus, wenn Lasten vor allem am Boden transportiert und verladen werden sollen. Frontstapler stoßen schnell an ihre Grenzen, wenn der Stapler auch zur Bestückung und Entnahme in Hochregallagern eingesetzt werden soll. Hier sollten dann z. B. Schwenkschub-Stapler eingesetzt werden.

Die Anschaffung

Die Investition eines Staplers, ist mit einem erheblichen Betrag je nach Hersteller, Modell und Ausstattung etwa zwischen 20.000 und 50.000 Euro verbunden. Dies ist für die meisten Unternehmen eine Summe, die nicht so einfach gestemmt werden kann. Deshalb ist es wichtig eine Betriebsanalyse und ein Anforderungsprofil für das Gerät zu erstellen, damit wichtige Informationen zur Anschaffung eines Gabelstaplers zusammengetragen sind und einem etwaigen Geldgeber vorgelegt werden können.

 


Stapler Fahren

Stapler Fahren

 

Trotz Staplers eigener Gesetzmäßigkeit –

sicher Stapler fahren

 

Stapler führen unterliegt eigenen Gesetzmäßigkeiten. Durch die Arbeitsschritte – Aufnehmen, Heben, Senken, Absetzen von Lasten – und einer gänzlich anderen Fahrweise, unterscheidet sich das Staplerfahren deutlich vom Führen eines Fahrzeugs im normalen Straßenverkehr.

 

Gedanken, die helfen können, den Hubstapler sicher zu führen.

 

Hubstapler-Sicherheit für Neulinge:

Das selbstständige Führen eines Gabelstaplers erfordert neben speziellen Fertigkeiten vor allem

Umsicht, Verantwortungsgefühl und natürlich extra erlernte Fertigkeiten. Diese bilden die Basis für das selbständige Führen eines Hubstaplers. Hat ein Arbeitnehmer die Ausbildung zum Staplerfahrer gerade erfolgreich abgeschlossen, kann er selbstverständlich noch nicht über die Praxis verfügen, die ein praxiserfahrener Mitarbeiter generell mitbringt. Die frisch erworbenen Kenntnisse und Handgriffe sind noch längst nicht „in Fleisch und Blut übergegangen“, sind noch nicht zur Selbstverständlichkeit geworden. Das kann manchmal ein Vorteil sein, denn wird etwas zur Routine, wird oft leichtsinnigerweise nach dem Prinzip gehandelt: „Geht schon, ist ja immer gut gegangen.“

Wichtiges zum Hubstaplerführen in mehreren Absätzen

Der Inhalt der zehn Abschnitte wendet sich speziell an Staplerfahrer „Frischlinge“, das soll aber keinesfalls heißen, dass sich nicht auch „alte Hasen“ mit dem Inhalt auseinandersetzen setzen dürfen:

 

Prinzipielles

Für das Führen eines Hubstaplers benötigen Sie einen sogenannten „Staplerschein“. Der wiederum setzt eine spezielle Ausbildung voraus, die mit der Prüfung und dem Erhalt des Scheins abschließt. Nicht nur, aber gerade unmittelbar nach der Ausbildung sollten Sie diese – immer gültigen – Tipps beachten:

 

  • Lassen Sie sich niemals durch stressige Situationen hetzen. Hektik verleitet fast immer zu Fehlern, einige der schweren Fehler lassen sich nie mehr korrigieren.
  • Beachten Sie alle vorgegebenen Regeln genau und halten sie diese ein.
  • Überlassen Sie den Stapler nicht einem Mitarbeiter, der keine Berechtigung und Beauftragung zum Führen des Staplers besitzt.
  • Wenn Sie Fragen haben – stellen Sie diese Ihrem Vorgesetzten.

 

 

Einsatzprüfung

Die tägliche Einsatzprüfung wird manchmal als lästige, zeitraubende Pflicht empfunden, dabei dient diese nur ihrer eigenen Sicherheit und der Sicherheit anderer Mitarbeiter

 

  • Führen Sie eine tägliche Sicht- und Funktionsprüfung durch.
  • Nutzen Sie am besten eine Checkliste.
  • Informieren Sie Ihren Vorgesetzten über Mängel.
  • Benutzen Sie einen fehlerhaften Stapler nicht. Stellen Sie diesen an einem geeigneten Ort ab und sichern Sie ihn gegen versehentliche Benutzung. (Schlüssel abziehen, Warnschild „Außer Betrieb“ anbringen, Feststellbremse ziehen).

 

Sicht & Sichtbarkeit

Es ist das Grundprinzip der Sicherheit in allen Situationen: „Sehen und gesehen werden.“ In Betrieben geht es im Alltag oft hektisch, um nicht zu sagen chaotisch zu. Oberstes Ziel ist dann: Ruhe bewahren, den Überblick zu behalten.

 

  • Achten Sie stete auf die toten Winkel.
  • Achten Sie beim Rangieren auf Personen, die sich in Staplernähe bewegen.
  • Wenn die Last den Blick auf die Fahrbahn verdecken sollte, kann es besser sein rückwärts zu fahren. Im Zweifelsfall einen Kollegen um entsprechende Einweisung bitten.
  • Vor dem Rückwärtsfahren zuerst immer nach hinten schauen.

 

 

Staplerbedienung

„Stapler führen“ bedeutet gleichzeitig: eine hohe Verantwortung übernehmen. Für Gesundheit

und Leben anderer und für sich selbst, für das Transportgut und für das Transportmittel.

 

  • Benutzen Sie immer das Fahrer-Rückhaltesystem.
  • Informieren Sie Ihren Vorgesetzten, wenn Sie den Eindruck von sich haben, aus welchen Gründen auch immer, nicht fahrtüchtig zu sein.
  • So reizvoll es manchmal sein mag – ein Hubstapler ist kein Spielgerät und ein Handhubwagen ist niemals ein Tretroller. Bei unvorschriftsmäßigem Gebrauch gefährden Sie u. a. Ihren Versicherungsschutz.
  • Wenn Ihnen etwas unklar ist oder fragwürdig erscheint, fragen Sie Ihren Vorgesetzten.

 

 

Lasten bewegen

Lasten aufnehmen, befördern und absetzen – der Umgang mit Lasten birgt die meisten Gefahren. Diese Hinweise sollten Sie immer beachten:

 

  • Beachten Sie immer die Tragfähigkeit des Staplers. Behalten Sie das Lastdiagramm im Auge.
  • Fahren Sie beim Aufnehmen die Gabelzinken so weit unter die Last, bis diese am Gabelrücken anliegt.
  • Senken Sie anschließend die Last auf Transportniveau ab und neigen Sie

den Mast nach hinten.

  • Sichern Sie die Ladung stets gegen Verrutschen und Kippen.
  • Vermeiden Sie abrupte Lenkausschläge und hartes Bremsen.
  • Heben Sie die Last erst unmittelbar vor dem Einstapeln und Absetzen aus Fahrstellung an.
  • Bleiben Sie bei angehobener Last generell auf dem Stapler.

 

 

Standsicherheit

Das Gabelstapler-System gleicht im Prinzip einer Kinder-Wippe. Ist er überladen, wird er instabil, kann er unaufhaltsam umkippen – nach vorne oder zur Seite.

  • Achten Sie immer auf den Lastschwerpunkt. Er muss innerhalb des Sicherheitsdreiecks
  • Je höher die Last angehoben wird, desto instabiler wird der Stapler.
  • Fahren Sie in Kurven langsam und in einem großen Radius.
  • Vermeiden Sie unbedingt abruptes Lenken und Bremsen.
  • Sollte der Stapler umkippen, verharren Sie im Fahrzeug, da ist es für Sie am sichersten.

 

Gefahren lauern überall auch versteckt

Zu den besonders prekären Situationen bei dem Einsatz von Hubstaplern zählen das Fahren auf Verkehrs- und Bewegungsflächen in den Betrieben, das Fahren auf Öffentlichen Verkehrsgrund und der Einsatz mit Anbaugeräten.

 

Besondere Gefahrenstellen

Verkehrs- und Bewegungsflächen in Betrieben sind häufig komplex und manchmal unübersichtlich.

  • Stets auf vorhandene Fußgänger achten, sie sind meist in Bewegung.
  • Fahren Sie immer mit angemessener Geschwindigkeit – besonders mit Last in Kurven.
  • Fahren Sie vorausschauend und bleiben Sie bremsbereit.

 

Hier ist besondere Vorsicht angeraten:

  • An Kreuzungen und Abzweigungen besonders auf Querverkehr achten!
  • Hallentore bilden immer Gefahren-Schwerpunkte
  • Auf Rampen die Last immer bergseitig führen und nicht wenden.
  • Bei ungedeckten Abflussrinnen, Gullys oder Bodenwellen besteht erhöhte Kippgefahr!

 

Einsatz mit Anbaugeräten

Anbaugeräte sind häufig sehr nützlich. Nur dann mit einem Anbaugerät arbeiten, wenn darin unterwiesen worden ist. Jedes Anbaugerät reagiert anders.

Beachten Sie zu Ihrer Sicherheit:

  • Das Anbaugerät immer vorschriftsmäßig sichern.
  • Anbaugeräte verändern das Verhalten des Staplers.
  • Zusätzliche Funktionen erfordern ein Mehr an Aufmerksamkeit.
  • Ein Anbaugerät verringert die Tragfähigkeit des Staplers.
  • Mit dem Anbaugerät verändert der Stapler seine Abmessungen.

 

Fahren im Öffentlichen Verkehr

Sowohl Stapler als auch Fahrer müssen im Öffentlichen Verkehr besondere Anforderungen erfüllen.

Nur dann mit einem Stapler im Öffentlichen Verkehr fahren, wenn die entsprechende Fahrerlaubnis nach der StVO. Vorhanden ist. Der Staplerschein allein reicht nicht.

 

  • Nur einen Stapler fahren, der für den Öffentlichen Verkehr zugelassen ist.
  • Beachten Sie die Geschwindigkeitsdifferenz zu Straßen-Fahrzeugen. Stapler

sind meist langsam und können sich zum Verkehrshindernis entwickeln.

  • Immer die Beleuchtung und die Rundumleuchte einschalten und stets die Blinker benutzen.
  • Biegen Sie nicht plötzlich ab. Achten Sie auch auf den rückwärtigen Verkehr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Kurs Staplerschein Graz

Bewerbung als Staplerfahrer

Bewerbung als Staplerfahrer

Wichtige Voraussetzungen

Wer den Staplerschein, bzw. den Flurfördermittelschein erfolgreich absolviert hat, ist nicht nur befähigt, sondern auch berechtigt, Gabelstapler zu benutzen. Der Staplerschein ist die wesentliche Zugangsvoraussetzung um in einem Betrieb als Staplerfahrer angenommen und tätig zu werden. Vor allem Logistikunternehmen im Großhandel und in der Industrie suchen ausgebildete Fachlageristen und Lagerfachkräfte. Häufig suchen auch Zeitarbeitsunternehmen Staplerfahrer, die sie dann bei wechselnden Arbeitgebern einsetzen. Größere Chancen auf einen sicheren und gut bezahlten Job hat, wer neben dem Staplerschein auch einen LKW Führerschein besitzt.

Offene Stellen finden

Staplerfahrer werden auch in den nächsten Jahren, sogar Jahrzehnten in der Industrie, im Handel, im Handwerk überall dort gefragt sein, wo LKW, Schiffe oder Züge be- und entladen werden müssen – sind sie doch das Rückgrat der Logistikbranche. Staplerfahrer sorgen in einem Unternehmen dafür, dass fertige Sendungen möglichst schnell verladen werden und so schnell zugestellt werden können. Ihre Aufmerksamkeit ist darauf gerichtet, dass Güter schnell umgeschlagen, ein- oder ausgelagert werden und die Lagerbestände aufgefüllt sind.
Passende Ausschreibung findet man heutzutage am schnellsten im Internet auf großen Jobsuchportalen. Die Zeiten haben sich geändert, offene Positionen werden kaum noch über eine Zeitungsanzeige ausgeschrieben, die Jobsuche auf lokale und überregionale Tageszeitungen zu beschränken ist nicht mehr gegeben. Immer mehr Unternehmen gehen in die Offensive und veröffentlichen freie Stellen selbst. Es lohnt sich auf den entsprechenden Webseiten und sozialen Medien gezielt nach offenen Stellen zu suchen und Kontakt mit Unternehmen aufzunehmen, die Interesse wecken.

Bewerbung

Eine klassische Bewerbung besteht aus drei Elementen. 1. Der Bewerber stellt sich mit einem Anschreiben vor, beschreibt seine Motivation und seine Qualifikation. Weitere Informationen wären die Gehaltsvorstellung und einen etwaigen Eintrittstermin zu präsentieren. 2. Der Lebenslauf, der am besten in tabellarischer Form die beruflichen Erfahrungen, die Ausbildung, Qualifikationen und Kenntnisse darstellt. 3. ein Bewerbungsfoto.
Von Vorteil ist es, bezugnehmende Belege und Nachweise, wie Ausbildungs- und Arbeitszeugnisse, Qualifikationsnachweise, wie Staplerschein, Weiter- und Fortbildungen beizufügen. Achten Sie darauf, dass das Anschreiben auf keinen Fall länger ist als eine DIN-A4-Seite. Der Personalentscheider sollte dennoch in diesem Format alle wesentlichen Informationen erhalten. Wichtig ist, dass alle Formalkriterien bedacht sind. Alle aufgesetzten Anschreiben und selbsterstellte Dokumente müssen auf Fehler überprüft und korrigiert werden. Papierausdrucke müssen ohne Knicke und sauber sein, denn gerade bei größeren Unternehmen achten die Personalverantwortlichen besonders auf solche Formalkriterien.
Die meisten Arbeitgeber wollen in der heutigen Zeit nur noch digital Bewerbungsunterlagen zugesandt bekommen, anstatt auf postalischem Weg. Dies entbindet die Unternehmen davon Unterlagen zurückzusenden, sollte es zu einer Absage kommen. Scannen Sie daher alle Zeugnisse und andere Dokumente und benennen Sie sie entsprechend.

Das Bewerbungsgespräch

Hat ein Arbeitgeber Interesse gezeigt Sie einzustellen, erhalten Sie eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Alle Bewerbungsunterlagen sollten Sie ausgedruckt zu dem Gespräch mitbringen, ihre Inhalte genauestens kennen. Lesen Sie alles kurz vor dem Gespräch noch einmal durch, denn dies macht der jeweilige Gesprächspartner auch. Sie sollten auch genauestens über das Unternehmen informiert sein. Recherchieren Sie auf der Firmenwebseite, notieren und lernen Sie einige wichtige Eckdaten, lassen Sie diese Informationen im Gespräch einfließen, denn dies zeigt dem Personalleiter, dass Sie tatsächlich motiviert sind.
Denn es ist wichtig, dass Ihr potenzieller Arbeitgeber erkennen kann, was Sie mitbringen, welche Qualifikationen oder Kenntnisse Sie haben, die vielleicht auch für sein Unternehmen von Vorteil sein könnten.

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Gabelstapler

Gabelstapler

Überblick

Aus der modernen Logistik sind Gabelstapler nicht mehr wegzudenken. Sind sie doch wichtige Helfer, schwere Lasten schnell, sicher und flexibel zu stapeln, zu transportieren und umzuschlagen.

Kurzbeschreibung Gabelstapler

Der Gabelstapler gehört zu den Flurförderzeugen und wird auch als Frontstapler oder Hubmaststapler bezeichnet. Er besitzt einen eigenen Antrieb, wird von einem Fahrer bedient und gesteuert. Ein verstellbares Hubgerüst ist an dem unteren Ende des Gabelträgers angebracht. Hier werden die Staplergabeln – zwei gabelartige, parallel verlaufende Metallzinken – angebracht, zwei verstellbare Stahlzinken, die hydraulisch angehoben und abgesenkt werden können. Ihr Abstand wird jeweils an das Ladehilfsmittel angepasst oder ein anderes Anbaugerät wird montiert. Mit seinem Hubgerüst nimmt der Gabelstapler Paletten und andere unterfahrbare Ladungsträger auf, transportiert und stapelt sie.

Ein Gabelstapler kann ein Fahrwerk haben, das mit drei oder vier Rädern ausgestattet ist. Als Dreiradfahrwerk ist er sehr wendig, allerdings nur auf glatten Böden, deswegen ist er nur für den Inneneinsatz geeignet. Als Vierradfahrwerk mit zwei parallel angeordneten Reifenpaaren ist er kippstabiler und eignet sich so auch für den Einsatz außerhalb von Hallen und für höhere Traglasten.

Aufbau eines Gabelstaplers

Sein Grundgerüst ist der Hubrahmen, der Standmast, in dem sich Fahrmaste in verschiedenen Höhen teleskopartig bewegen können. Hubzylinder treiben die Hubmaste an, die durch hydraulische Kraftübertragung bewegt werden. Die meisten Stapler arbeiten mit einem hydrostatischen Antrieb, der die mechanische Leistung des Motors durch eine Pumpe in hydraulische Leistung umwandelt. Stufenlos wird diese Leistung in den Hydraulikzylindern wieder in mechanische Leistung umgewandelt – in lineare Heb- oder Senkbewegung. Ein Vorteil für den Bediener, der so die Bewegungen des Hubgerüstes mit den Lastaufnahmemitteln sehr exakt und fein dosieren kann, unabhängig vom eigentlichen Lastgewicht.

Gut gerüstet

Das Hubgerüst ist bei einem Frontstapler am Fahrzeugrahmen montiert und verbunden mit einem hydraulischen Neigezylinder, damit das Hubgerüst in einem bestimmten Rahmen nach hinten oder vorne kippen kann. So wird die Fahrsicherheit erhöht, denn der Schwerpunkt der aufgenommenen Last, wird näher zum Schwerpunkt des Staplers verlagert. Das ist deshalb wichtig, weil bei einem Frontstapler die Last vor der Radbasis aufgenommen wird im Gegensatz zum Hubwagen, bei dem befindet sich der Lastschwerpunkt immer innerhalb der Radbasis. Der Lastenschwerpunkt, um Gewichte von mehreren Tonnen zu transportieren, liegt also beim Gabelstapler ziemlich ungünstig, deshalb muss er für ausreichend großes Gegengewicht sorgen. Ein elektrisch angetriebener Gabelstapler hat große, schwere Akkumulatoren, welche die Antriebsenergie als Gegengewicht speichert. Ein Stapler mit Verbrennungsmotor muss zusätzliche beschwerende Elemente montieren, damit er eine ausreichende Stabilität und Standfestigkeit aufweist.

Gabelstapler Antrieb

Seine Hydraulik und auch die Bewegung des gesamten Staplers besorgt sein Antrieb. Der Fahrer steuert den Gabelstapler über Pedale und ein Lenkrad und manövriert so den Frontstapler. Viele Stapler haben einen Fahrtrichtungsschalter am Lenkrad, über den die Fahrtrichtung, vor- oder rückwärts am Lenkrad ausgewählt wird, um dann über das Gaspedal zu beschleunigen. Einigen Modellen sind mit zwei Gaspedale ausgestattet, eines für Vorwärts- und eines für Rückwärtsfahrten.

Um den Wendekreis möglichst gering zu halten, verfügen Gabelstapler über eine Hecklenkung, die einen extra großen Lenkeinschlag ermöglicht. Stapler mit dreirädrigem Fahrwerk haben das lenkbare und angetriebene Einzelrad hinten. Die vierrädrigen Modelle haben die beiden angetriebenen Lenkräder mit einer Starrachse verbunden, die nur an einem Punkt mit dem Staplergerüst verbunden ist. Das ergibt zwar eine größere Wendigkeit, geht allerdings zulasten der Standsicherheit, wie bei dreirädrigen Staplervarianten.

Gabelstapler Lenkung

Das klassische Lenkrad wird überwiegend bei Frontstaplern eingesetzt, hat meistens einen Lenkknauf, durch den es leicht mit einer Hand zu bedienen ist.

Modernere Staplermodelle, wie Schubmaststapler, Schmalgangstapler, werden durch einen Joystick gelenkt. Hierbei hat der Fahrer den Vorteil weitere Funktionen, wie Senken und Heben der Gabel, anzusteuern, ohne dass er umgreifen muss. Auch starke Lenkbewegungen unter Volllast kann der Fahrer ohne Kraftaufwand umsetzen, da die Lenkung hydraulisch unterstützt wird.

Bereifung und Federung

Gabelstapler sind in der Regel nicht mit einer Achsfederung ausgestattet, damit ihre Standsicherheit gewährleistet ist. Es gibt zuweilen Ausnahmen wie z. B. bei dieselbetriebenen Staplern für den Geländeeinsatz. Die Vierradfahrwerk-Stapler werden oft mit einem Schwingungsdämpfer an der hinteren Pendelachse ausgestattet, damit der Stapler besonders bei Kurvenfahrten mehr Stabilität aufweist. Reifen aus Vollgummi oder Superelastikgummi sowie der gefederte Fahrersitz verleihen die notwendige Federung. Der Fahrersitz muss außerdem unter dem Aspekt der Arbeitssicherheit individuell auf das Gewicht des Fahrers eingestellt werden.

Betriebsanleitung informiert

Die EU-Maschinenverordnung legt fest, dass jeder Gabelstapler die gesetzlichen Anforderungen erfüllt und dies über das, außen am Stapler angebrachte Fabrikschild mit dem CE-Zeichen, nachzuweisen ist. Eine deutschsprachige Betriebsanleitung ist für jeden Stapler vom Hersteller mitzuliefern. Die Maschinenverordnung sieht ebenfalls vor, dass in der jeweiligen Betriebsanleitung die bestimmungsgemäße Verwendung und Bedienung des Staplers genau beschrieben ist. Ausführliche Anleitungen über die Bedienung des Gabelstaplers, genaue Beschreibung der einzelnen Bedienelemente und ihrer Funktionen, ebenso wie Leistungseckdaten über Hubhöhe und maximale Tragfähigkeit, dürfen nicht fehlen.

Die Maschinenverordnung sieht ebenfalls vor, dass sichergestellt ist das der Staplerfahrer so unterwiesen wurde, dass er weiß wie ein Gabelstapler funktioniert, wie er bedient, gesteuert und gepflegt werden muss. Ein Staplerfahrer muss wissen, dass sein Gerät bei unsachgemäßer Pflege, erheblich verkürzte Lebensdauer und geringere Leistung aufweist.

Verantwortung

Ein Staplerfahrer muss wissen, dass das Führen eines Gabelstaplers seine ganz eigenen Gesetzmäßigkeiten hat. Das Aufnehmen, Heben, Senken und Absetzen von Lasten, ist deutlich zu unterscheiden vom Führen eines Fahrzeugs im normalen Straßenverkehr. Ein Staplerfahrer hat große Verantwortung nicht nur für sich selbst, sondern besonders für die Gesundheit und das Leben anderer, genauso wie für sein Gerät und das Transportgut. Die Pflicht eines jeden Unternehmens, das mit Gabelstaplern arbeitet, ist es, entsprechend ausgebildete Fahrer zu beschäftigen. Die allgemeine, körperliche wie auch geistige und psychische Eignung muss vorher geprüft sein. Ausreichende Allgemeinbildung und Lesekenntnisse zählen zur Eignung, ebenso wie ein ausreichendes Sehvermögen. Ganz speziell muss die Sehschärfe, das räumliche Sehen und des Sehfeldes in Betracht gezogen werden, eine gute Reaktionsfähigkeit muss ebenfalls vorhanden sein.  Auch ein gutes bis normales Hörvermögen sind erforderliche Eigenschaften, ebenso wichtig ist eine ausreichende Beweglichkeit der Gliedmaßen.

Die Eignung als Staplerfahrer setzt ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit, umsichtiges und rücksichtsvolles Verhalten voraus. Sind all diese Voraussetzungen gegeben, kann die Ausbildung zum selbstständigen Führen von Gabelstaplern beginnen. Ist die Prüfung einmal erfolgreich abgeschlossen, können Unternehmen schriftliche Aufträge vergeben, mit dem ein Staplerfahrer jederzeit seine Berechtigung nachweisen kann. Der Besitz eines Staplerscheins berechtigt aber nicht zum Führen eines Staplers im öffentlichen Straßenverkehr, hierfür bedarf es einer zusätzlichen Fahrerlaubnis für die jeweilige Fahrzeugklasse.

www.staplerschein-oesterreich.at


Kurs Staplerschein Graz

Staplerschein Österreich

Staplerschein Österreich

 

Paragrafen als treue Wegbegleiter der Staplerfahrer

 

Stapeln, bewegen und absetzen

Hubstapler (Gabelstapler) zählen zu der Gruppe der Flurförderzeuge, sie dienen in erster Linie dem innerbetrieblichen Transport bzw. Warenumschlag. Hubstapler sind selbstfahrende Arbeitsmittel mit hydraulischem Hubsystem. Sie sind mit Lastaufnahmemitteln wie Gabeln, Plattformen etc. ausgerüstet, um Lasten zu heben, sie zu befördern oder zu stapeln bzw. in Regalen abzusetzen. Je nach Größe und Gewicht fällt auch die Tragkraft des Staplers aus.

 

Ohne Staplerschein geht gar nichts

Zum Führen von Hubstaplern dürfen nur solche Arbeitnehmer eingesetzt werden, die eine entsprechende Fachkenntnis durch Zeugnis nachweisen. Im Klartext heißt das: der Staplerfahrer muss mindestens 18 Jahre alt sein, seine gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung (20,5 Std.) und die Befähigung zum Staplerfahrer mit der bestandenen Prüfung (in Theorie und Praxis) und dem Erhalt des Staplerscheins abgeschlossen haben. Dieser Schein ist grundsätzlich zeitlich unbegrenzt gültig.

 

Theorie in zehn Schritten

Bei der theoretischen Ausbildung für den Staplerschein ist ein breites Wissen über rechtliche, technische und physikalische Zusammenhänge – den Vorgaben entsprechend – zu vermitteln.

 

  • Rechtliche Grundlagen – Überblick über Gesetze, Verordnungen und Unfallverhütungsvorschriften.

 

  • Unfallgeschehen – Statistiken über Unfälle mit Staplern und Analysen zu Unfällen.

 

  • Aufbau und Funktion von Hubstaplern und Anbaugeräten – Aufbau eines Hubstaplers, Unterschiede Gabelstapler und Kraftfahrzeug hinsichtlich Lenkung, Fahrverhalten und Antrieb, Funktionen von Anbaugeräten.

 

  • Antriebsarten – Batterie-elektrischer Antrieb, Batteriewechsel und Laden bei elektrischem Antrieb, verbrennungsmotorischer Antrieb (Diesel, Benzin, Flüssiggas, Erdgas), Einsatz in komplett oder teilweise geschlossenen Räumlichkeiten.

 

  • Standsicherheit – Schwerpunkt von Stapler und Last, Einfluss von Anbaugeräten, Standfläche, Anfahren, Kurvenfahrten und Bremsen, Einfluss von Bodenbeschaffenheit, Bereifung und Achskonstruktion, Wenden auf schiefer Ebene, Verhalten bei umstürzendem Gabelstapler.

 

  • Betrieb allgemein – Betriebsanleitungen und -anweisungen, angemessene Fahrgeschwindigkeit, Verlassen des Staplers, mögliche Gefährdungen Dritter, Befahren von Steigung und Gefälle.

 

  • Regelmäßige Prüfung – tägliche Sicht- und Funktionsprüfung, regelmäßige Prüfung durch Sachverständigen, Prüfnachweis, Prüfplakette.

 

  • Umgang mit Last – Zustand von Last und Lastaufnahmemittel, Lastaufnahme, Umgang mit nicht palettierten Lasten, Einsatz von Lastschutzgittern und Fahrerschutzdach, Tragfähigkeit von Regalen, Sicht auf Fahrbahn, Transport hängender Lasten, Transport von Gefahrstoffen, Be- und Entladen von Fahrzeugen.

 

  • Sondereinsätze – Verwendung von Arbeitsbühnen, Fahren im öffentlichen Raum, Verziehen von Anhängern, Einsatz im Tiefkühlbereich, Transport feuerflüssiger Massen.

 

  • Verkehrsregeln/Verkehrswege – innerbetriebliche Verkehrsregelungen, Befahren von Laderampen, Aufzügen, Engpässen, Toren, Durchfahrten und Regalgängen sowie Überqueren von Gleisanlagen.

 

Praxis in sieben Schwerpunkten

Praktische Ausbildung mit sieben vorgegebenen Themenschwerpunkten, die vom Kurs-Teilnehmer unter Anleitung mit einem Hubstapler durchzuführen sind.

 

  • Einweisung am Flurförderzeug – Stellteile für Fahren, Bremsen, Lenkung, Lasthandhabung, Sonderstellteile (Multifunktionshebel, Rücktasteinrichtungen), Sicherung und Sicherheitseinrichtungen.

 

  • Tägliche Einsatzprüfung – Sichtprüfung, Funktionsprüfung.

 

  • Lastschwerpunktdiagramm, Gewichtsverteilung und zulässige Lasten.

 

  • Hinweise auf Gefahrstellen am Flurförderzeug – Hubgerüst, Zugang, Fahrzeugrahmen, bei Gabelaustausch, Batteriewechsel, Montage von Anbaugeräten.

 

  • Gewöhnung an das Flurförderzeug – Einstellen Fahrersitz, Rückhalteeinrichtung, Anlassen/Starten, Betätigung aller Stellteile ohne Last.

 

  • Verlassen des Flurförderzeugs – Sichern von Last und Gerät.

 

  • Fahr- und Staplerübungen – hier sollen typische Fahr- und Stapelsituationen eingeübt werden. Unter anderem sollen Fahrten mit und ohne Last, vor- und rückwärts sowie Kurven- und Tor-Durchfahrten trainiert werden. Auch das Be- und Entladen sowie das Ein- und Ausstapeln von Palettenstapeln oder Gitterboxen an einem Palettenregal gehören zum praktischen Übungsteil.

 

Der Erwerb des Staplerscheins und die Voraussetzungen

Ob ein Bewerber für die Tätigkeit geeignet ist, entscheidet die körperliche sowie die geistig-charakterliche Eignung.

Natürlich müssen Staplerfahrer auch geistig und charakterlich geeignet sein, einen Hubstapler zu führen. Dabei ist ein technisches und physikalisches Grundverständnis für Zusammenhänge ebenso erforderlich wie die Voraussetzung, Signale zu erlernen, sie richtig umzusetzen.

Weitere wichtige Eigenschaften sind Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein sowie Umsichtigkeit.

 

Nur schriftlich gilt grundsätzlich als erlaubt

Um einen Hubstapler steuern zu dürfen, bedarf es eines schriftlichen Auftrags. Dieser setzt zwingend voraus, dass eine gerätespezifische Einweisung und eine betriebsspezifische Unterweisung stattfinden. In einigen Betrieben wird die Beauftragung durch einen betrieblichen Fahrausweis umgesetzt. Im Fahrausweis werden Einsatzort, Gerätemodell und Zeitpunkt der letzten Unterweisung festgehalten. Es gibt Ausnahmefälle wo auch eine mündliche Erlaubnis möglich ist. (Ähnlich wie beim Dienstvertrag schriftlich / mündlich)

 

Hier herrscht Ordnung

Alle vorstehenden Themen und Punkte stehen unter Aufsicht von Verordnungen oder sind gesetzlich geregelt, lassen sich nicht frei interpretieren. So trägt grundsätzlich jeder Mensch für seine eigenen Handlungen die Verantwortung. Das gilt auch im beruflichen Zusammenhang und ist nicht nur ein moralisches, sondern auch ein juristisches Faktum. Denn aus der Verantwortung leiten sich juristische Konsequenzen wie Haftung oder Schuld ab.

 

Jeder Mitarbeiter trägt Verantwortung

Wer als Staplerfahrer seine Verantwortlichkeiten nicht erfüllt, ist für die sich daraus ergebenden Folgen verantwortlich und kann zur Verantwortung gezogen werden. Wer seinen Stapler verlässt, ohne die Bremse zu betätigen, ist für einen Unfall durch den wegrollenden Stapler verantwortlich und muss in der Folge dafür haften. Selbst am Arbeitsplatz greift der Gesetzgeber ordnend ein, schafft in kritischen Situationen Klarheit.

 

Wenn der Staplerfahrer im Rahmen seines Arbeitsverhältnisses schuldhaft eine Vertragsverletzung begeht, muss er für den entstandenen Schaden haften, nicht der Arbeitgeber. Durch das Arbeitsrecht wird zwischen Vorsatz und Fahrlässigkeit unterschieden. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Arbeitnehmer nicht. Die mittlere Fahrlässigkeit bedingt hingegen eine anteilmäßige Haftung. Die grobe Fahrlässigkeit bedingt die vollständige Haftung durch den Staplerfahrer. Der Hubstapler reagiert empfindlich auf kleine Fahrfehler, die können Unfälle zur Folge haben, die meist einer juristischen Klärung bedürfen.

Mehr Info unter: www.staplerschein-oesterreich.at

Quelle: http://www.recht-empfinden.at/haftungsfragen-bei-der-benutzung-von-hubstaplern

Quelle: https://www.arbeitsinspektion.gv.at/inspektorat/Maschinen_Werkzeuge/selbstfahrende_Arbeitsmittel/


Schmalgangstapler

Schmalgangstapler

Auf engstem Raum hoch hinaus
Für einen effektiven Einsatz in modernen Hochregallagern wurde der Schmalgangstapler
entwickelt. Hier wird er zum Ein- und Auslagern von kompletten Paletten eingesetzt oder zum
Kommissionieren. Schmalgangstapler sind echte Raumwunder, bieten sie doch den höchsten
Flächennutzungsgrad aller Flurförderzeuge, nur in einem automatisierten Hochregallager lassen
sich Waren noch dichter lagern.
Schmalgangstapler lassen sich in zwei Typen einteilen: Man-Up-Modell und Man-Down-Modell.
Beim Man-Up Modell wie Kommissionierer wird die Fahrerkabine am Hubgerüst angehoben, um
den Werker so auf die Ebene der gelagerten Waren zu bringen. Beim Man-Down Modell wie
Schwenkschubstapler wird die Fahrerkabine nicht vertikal bewegt und nur der Hubmast wird mit
der Gabel angehoben. An dieser ist eine Kamera mit Signal zum Monitor in der Fahrerkabine
montiert. So kann der Fahrer die Höhe der Gabel korrekt einschätzen. Auch eine
Höhenskalierung ist möglich, dafür werden elektrische Signalgeber (RFID-Responder) oder
optisch (über Barcodes) eingesetzt.

Geländestapler

Geländestapler sind Großreifenstapler
Konventionelle Gabelstapler haben eine geringe Bodenfreiheit und relativ kleine Räder, sie sind
deshalb für den Einsatz im Außenbereich begrenzt einsatzbar. Der Geländestapler oder
Großreifenstapler ist die Staplervariation für schwieriges Gelände im Außenbereich. Konzipiert für
unbefestigte Flächen, Schlamm, Geröll, Steigungen oder Querneigungen, werden hohe
Anforderungen an die Geländegängigkeit der Geländestapler gestellt.
Ein Stapler gerüstet für schwieriges Terrain
Ein Geländestapler besitzt große grobstollige Niederdruck-Reifen, die guten Grip bieten. Für
einen schonenden Transport empfindlicher Lasten sorgt ihre Federwirkung.
Wie bei Ackerschleppern tragen diese Maschinen häufig an der Antriebsachse Reifen in deutlich
größeren Dimensionen als an der Lenkachse hinten. Zur Erhöhung von Traktion und
Tragfähigkeit sind große Geländestapler oft mit Zwillingsreifen ausgerüstet. Für den Betrieb auf
besonders schwierigem Untergrund und den Wintereinsatz gibt es Schneeketten.
Für erhöhte Geländegängigkeit sorgt eine große Bodenfreiheit. Ein weiteres Merkmal der
Geländestapler ist ein Allradantrieb mit Differenzialsperre sowie extremer Lenkeinschlag für
erhöhte Wendigkeit. Auch verfügen diese Stapler über erheblich größere Neigungswinkel, die
eine einfache und sichere Lastaufnahme im Gelände möglich machen.

Staplerarten im Überblick

Staplerarten im Überblick
Da es eine sehr große Zahl von Staplerarten und Modellvarianten gibt, hier einmal ein Überblick
über die gängigsten Staplerarten.
Meist bekannt ist der Gabelstapler oder Hubstapler, daneben gibt es noch viele verschiedene Stapler-Varianten.
Hubmaststapler
Ob in Handel, Gewerbe oder Industrie, Gabelstapler sind unentbehrliche Transportmittel
-bewegen sie doch Welten. Sie gehören technisch gesehen zu den Flurförderzeugen und sind
rechtlich als selbstfahrende Arbeitsmaschinen eingestuft.
Gabelstapler sind Arbeitsmaschinen, die Lasten selbstständig aufnehmen, transportieren und
wieder absetzen, praktisch das Rückgrat einer innerbetrieblichen Logistik. Die
Lastaufnahmevorrichtung liegt dabei außerhalb der Maschine.
Ein Gabelstapler hebt die Last auf eine Höhe, die deutlich über der eigenen Bauhöhe liegt,
dadurch kann der Stapler auch obere Böden von Regalen erreichen. Beim Transport ist er niedrig
genug, um Tore oder auch abgehängte Leitungen zu unterqueren.
Containerstapler
Diese Greifstapler sind wendig, schnell und sehr günstig
Containerstapler sind eine preiswerte Alternative zu den viel teureren Großlösungen, wie riesige
Containerbrücken und Portalkrane in den Seehäfen. Für kleine bis mittlere Umschlagplätze sind
sie gut geeignet, dabei platzsparend und sehr wendig. Die einfachen leichten Modelle bedienen
nur die erste Containerreihe oder stapeln Leercontainer. Lasten bis etwa 50000 kg heben die
großen Greifstapler, auch Reachstacker genannt, die Eigengewichte bis 100000 kg haben.
Ein Greifstapler greift einen Container von oben, denn diese Flurförderzeuge verfügen über einen
Ausleger, den Spreader, einen auf die verschiedenen Containermaße einstellbaren Rahmen, der
greift und sich automatisch zum Anheben verriegelt.
Viele dieser Containerstapler können bis in die dritte Reihe stapeln, da sie über zwei
Containerbreiten über andere Container hinweg greifen können. Im Bahnverkehr beispielsweise
kann ein Container von einem Zug auf den Nachbarzug umgeladen werden, ohne den Standort
zu wechseln.
Sehr hohe Greifweiten
Greifstapler mit einem gebogenen teleskopierbaren Ausleger besitzen noch größere Greifweiten.
Sie können z.B. bei einem Containerstapel von 3 Reihen Höhe und 2 Reihen Tiefe, den obersten
Container in der zweiten Reihe umpositionieren, ohne zuvor einen Container in der vordersten
Reihe zu entfernen. Besondere Konstruktionen des Auslegers ermöglichen es sogar einen
Container unter Grund zu greifen und ohne spezielles Containergeschirr von Flussschiffen zu
entladen.
In vielen großen Containerterminals von Seehäfen schwirren Porthalhubwagen umher. Sie
gehören auch zu den Flurförderzeugen, sind so genannte Topspreader. Sie fahren über den zu
ladenden Container und greifen ihn von oben. Ihre hohe Beweglichkeit ist ideal, um große
Container innerhalb großer Terminals zu transportieren, Sie können jedoch Schiffe nicht
selbstständig bedienen, das Laden und Löschen erfolgt hier über Containerbrücken oder riesige
Postalkrane.