Fahrbare Hubarbeitsbühnen

Fahrbare Hubarbeitsbühnen

 

Hubarbeitsbühnen – fahrbar – effizient – ein Arbeitsmittel für die Höhe

 

FHAB und die Gefahr

Fahrbare Hubarbeitsbühnen, verfügbar in vielen Modellen und für viele Einsatzmöglichkeiten werden immer häufiger für Arbeiten in der Höhe eingesetzt – auch in größeren Höhen. Hier führen gefahrbringende Kriterien häufiger zu Unfällen schwererer Art, oft enden diese tödlich. Nachstehen die häufigsten Gefahren

  • Umkippen der Arbeitsbühne
  • Absturz von Personen
  • Einklemmen von Personen, Quetschungen von Gliedmaßen
  • Herabfallen von Gegenständen oder Werkzeug

 

Die Qual der richtigen FHAB-Auswahl

Nur die sachlich richtige Verwendung der Hubarbeitsbühne bietet Gewähr für einen sicheren, flexiblen Höhen-Arbeitsplatz. Besonders wichtig ist dabei, dass sich Arbeitgeber und die Benützer vor Einsatzbeginn gut informieren über:

  • die Auswahl der geeigneten Hubarbeitsbühne
  • die Erkennung und Vermeidung etwaiger Gefahren
  • die Verwendung der geeigneten persönlichen Schutzausrüstung (PSA)
  • die Anforderungen an das Bedienpersonal
  • der Umgang mit eventuellen Notsituationen

 

Der Unterschied bei Art und Typ

Bei den fahrbaren Hubarbeitsbühnen (FHAB) gibt es verschiedene Arten und Typen, die auf der Basis von EN 280 definiert werden. Eine FHAB ist ein fahrbares Betriebsmittel, die Personen zu Arbeitsplätzen befördert, an denen diese von der Arbeitsbühne aus Montage- oder Instandhaltungsarbeiten und Ähnliches durchführen.

 

Grundsätzliche Einteilung

FHAB werden generell in zwei Gruppen und drei Typen eingeteilt, jeweils abhängig von der Lage des Lastschwerpunktes:

  • Gruppe A: Lastschwerpunkt ist immer innerhalb der Kippkanten
  • Gruppe B: Lastschwerpunkt ist außerhalb der Kippkanten

 

Einteilung in Typen

teilt die FHAB in Abhängigkeit von Fahrbetrieb und Steuerung:

  • Typ 1: Fahren ist nur möglich mit der Bühne in Transportstellung.
  • Typ 2: Fahren mit angehobener Arbeitsbühne, Steuerung vom Untergestell aus.
  • Typ 3: Fahren mit angehobener Arbeitsbühne, Steuerung von der Arbeitsbühne aus.

 

Anmerkung: Unter dem Begriff „Fahren“ versteht man hierbei alle Bewegungen des angetriebenen Untergestells.

 

Einsatzzweck und Ort sind vorher abzuklären

Vor jeder Anmietung oder gar Kauf ist abzuklären, welchen Einsatzzweck die Hubarbeitsbühne erfüllen soll. Der Einsatzort stellt immer die meisten und größten Herausforderungen.

Wesentliche Auswahlkriterien dabei sind:

 

  • Innen- oder Außenbereich.

Nicht alle Bühnen sind für den Außenbereich geeignet (z. B. Windlast, Bereifung)

  • Antriebsart: Diesel- oder Elektroantrieb

Diese richtet sich nach den Einsatzbedingungen und Anforderungen. Bühnen mit Dieselmotoren sind für geschlossene Räume nicht geeignet.

Bei Bühnen mit elektrischem Antrieb muss beim Ladevorgang der Batterien auf gut belüftete Räumen geachtet werden.

  • Die Bodenbeschaffenheit hat Einfluss auf die Art des Fahrwerks (Reifen, Raupen, Allradantrieb oder Fahrwerk mit Pendelachse)
  • Je nach Tragfähigkeit des Untergrundes am Einsatzort (Erdreich, Asphalt, Betondecken, etc.) ist eine geeignete FHAB auszuwählen. Eventuell erforderliche Unterlegplatten müssen immer vorhanden sein. Bei Einbauten (Kanäle, Schächte) oder Bodenabdeckungen mit unbekannter Tragfähigkeit ist eine tragfähige Abdeckung vorzusehen.
  • Für die am Einsatzort vorhandene Neigung ist eine geeignete FHAB auszuwählen, erforderlichenfalls mit Niveauausgleich (Stützen).
  • Das Platzangebot bei der Zufahrt und am Einsatzort ist zu berücksichtigen, sowohl für die Bühne als auch für die seitliche Abstützeinrichtung.
  • FHAB mit hydraulischem Fahrantrieb sind nur bedingt für lange Fahrstrecken und starke Steigungen geeignet, es könnte zur Überlastung und zum Ausfall des hydraulischen Antriebs kommen.
  • Gewünschte Arbeitshöhe (Plattformhöhe + Greifhöhe) und seitliche Reichweite muss abgeklärt sein. Bei einer FHAB mit einer Arbeitshöhe von 12 m ist die maximale Plattformhöhe ca. 10 m in senkrechter Position! Eine entsprechende Reserve bei der Auswahl verhindert, dass bei zu geringer Arbeitshöhe, die auf der Plattform befindlichen Personen ihren Standplatz verbotenerweise erhöhen oder auf das Geländer steigen.

 

Die Spezialisten unter den FHABs

Spezielle Hubarbeitsbühnen je nach Aufgabe und besonderen Einsatzort

  • Scheren-Bühnen sind zu bevorzugen, wenn nur vertikale Hubbewegungen ausgeführt werden.
  • Mehr Flexibilität aber auch größere Risiken erhält man beim Einsatz einer Ausleger-Schwenkarmbühne. Zusätzlich zur vertikalen ist auch eine horizontale Bewegung mit der Arbeitsplattform möglich. Die Verwendung des Sicherheitsgeschirrs ist erforderlich.
  • Sind Störkanten zu umfahren (z. B. Gebäude- oder Dachkante), sind Gelenk-Teleskop-Arbeitsbühnen empfehlenswert. Auch hier ist die Verwendung des Sicherheitsgeschirrs erforderlich.

 

Die Tragkraft beim FHAB beachten

Maximal benötigte Tragkraft (Mensch und Material)

  • Die Tragfähigkeit soll entsprechend höher sein, wenn im angehobenen Zustand Materialien auf die Arbeitsplattform aufgenommen werden müssen.
  • FHAB niemals für Hebearbeiten (Kranersatz) von Lasten der Arbeitsbühne einsetzen, erforderlichenfalls einen Kran verwenden!

 

Sondereinsätze der FHABs

  • Isolierte FHAB

Für besondere Einsatzzwecke wie Arbeiten unter Spannung müssen elektrisch isolierte FHAB verwendet werden. Diese sind die laut Hersteller speziell dafür geeignet. Im Besonderen ist die Spannungshöhe zu beachten. Die Wirksamkeit der Isolation ist vor der täglichen Inbetriebnahme vor Ort zu überprüfen

  • Baumschnitt

Bei Arbeiten mit Motorkettensägen ist ein Mindestabstand von 2 m (Schwenkbereich der Motorsäge) zu anderen Personen einzuhalten. Trenngitter sind notwendig, sofern sich zwei Personen im Korb aufhalten. Weiters muss die Brustwehr mit einem zerspanbaren Material zumindest abgedeckt sein.

 

 

Sicherheit bei Überlastung der Arbeitsbühne

Gewichtsüberschreitung bei zusätzlicher Zuladung in die Arbeitsbühne bzw. Arbeitskorb.

  • Wird im ausgefahrenen Zustand durch eine Zuladung die Nennlast überschritten, so spricht die Korbüberlastsicherung an und es sind keine Bewegungen der gesamten Arbeitsbühne mehr möglich. Nur durch die Entfernung der Zuladung kann die Bühne wieder bewegt werden. Es kann aber auch passieren, dass die Bühne durch die Zuladung zum Umstürzen gebracht wird.

Selbstfahrende Arbeitsbühnen

Selbstfahrende Arbeitsbühnen

 

Fahrbare Hubarbeitsbühnen mieten

 

Warum eine fahrbare Arbeitsbühne?

Immer dann, wenn ein Arbeitsplatz die Griffhöhe verlässt und eine Leiter die Arbeit nur schwer übernehmen kann, bietet sich eine fahrbare Arbeitsbühne an. Ein Gerüst aufzustellen wäre vielleicht eine Alternative – aber der in der Höhe liegende Arbeitsplatz geht ums Eck und der Aufbau eines Gerüstes kaum machbar und wenn doch, einfach zu aufwendig.

 

Die fahrbaren Arbeitsbühnen sind vielfältig einsetzbar, es gibt sie für jedes Einsatzgebiet. Gelenk-Teleskop-Arbeitsbühnen werden gern zum Zurückschneiden und Ausästen von alten höheren Bäumen eingesetzt. Die regelmäßige Kontrolle von Straßenlampen und das Auswechseln der Leuchtkörper wäre ohne fahrbare Gelenk-Teleskop-Arbeitsbühnen kaum zu bewältigen.

Fahrbare Scherenarbeitsbühnen dienen bei Wartungsarbeiten an Häusern und Hallen. In Theatern und Opernhäusern werden so hohe, hängende Teile der Bühnenbilder gewartet. Arbeitsbühnen können auf kurzer Distanz auch von Hand verfahren werden, bei längeren Strecken übernimmt der eingebaute Motor das Verstellen. Die Steuerung erfolgt über das Bedienungspult am Fahrgestell oder ohne lästiges Auf- und Absteigen das Bedienungspult auf der Arbeitsplattform.

Fahrbare Hubarbeitsbühnen sind ohne längere Vorbereitungszeiten, schnell und effektiv einsetzbar.

 

 

Was ist eine Arbeitsbühne – die Definition

Eine Arbeitsbühnen oder auch Arbeitskorb ist eine Höhen-variable und seitlich verschiebbare Plattform, die Arbeitnehmer, notwendiges Werkzeug und Material auf die vorgesehene Arbeitshöhe zum Einsatz bringt. Fahrbare Arbeitsbühnen können – selbstfahrend (mit Fahrgestell und Motor oder direkt auf einem LKW montiert) – mit Muskelkraft verschiebbar – als Anhänger mit Stützen – konzipiert sein.

Die Arbeitsbühne muss so ausgeführt sein, dass die darauf befindlichen Personen vor Abstürzen und mitgeführte Gegenstände vor Herabfallen geschützt sind. Es muss ein massives Geländer vorhanden sein und entsprechende Anschlagpunkte/Befestigungspunkte für die PSA gegen Absturzgefahren.

 

Gelenk-Teleskopmast-Arbeitsbühnen besitzen Ausleger, die geschwenkt und ausgefahren werden können. Ausfahrbaren Ausleger überspannen Bodenareale, auf denen ein Aufstellen von Arbeitsbühnen unmöglich ist, umgehen Hindernisse in der Höhe oder auf dem Boden.

 

Anhänger-Arbeitsbühnen haben häufiger einen Elektroantrieb für die Hub- und Schwenkfunktionen. Diese Geräte sind mit Batterien-Paketen ausgestattet. Die Anhänger-Arbeitsbühnen werden bevorzugt im Außenbereich eingesetzt.

 

Scheren- und Teleskop-Arbeitsbühnen sind ausschließlich auf vertikale Bewegungen der Arbeitsplattform ausgelegt. Die Aufstellung geschieht unmittelbar unter dem Arbeitsort. Ihr Einsatz erfolgt vorzugsweise im Innenbereich. Sie sind verfahrbar, verfügen meist nur über kleinere Räder, die nur auf glatten Böden gut rollen.

Diese Arbeitsbühnen erreichen Arbeitshöhen bis ca. 30 m. Sie können auch größere Lasten heben. Die Arbeitsplattformen sind meist für mehrere Personen, ermöglichen auch die Mitnahme größerer Mengen an Material und Werkzeug.

 

Kettenarbeitsbühnen sind eine Sonderbauform, sie sind mit einem Raupenketten-Fahrwerk ausgestattet. Diese Geräte sind wendig, durch die Raupenketten ist eine Richtungsänderung am Standort ohne einen Wendekreis möglich. Das macht diese Arbeitsbühnen zu idealen Hebe-Werkzeugen an engen und schwer erreichbaren Stellen. Im Außenbereich verhindern die Raupenketten das Einsinken in weiche Gründe.

 

Alle Arbeitsbühnen besitzen ausfahrbare Stützen am Fahrgestell, die die Arbeitsbühne abstützen und ein Umkippen verhindern. Häufiger wird das Fahrgestell von den Stützen komplett vom Boden abgehoben, die Last liegt komplett auf den Stützen und schont alle Elemente des Fahrgestells. Der Druck der Stützen wird durch stabile Holz- oder Metallplatten auf eine größere Fläche verteilt.

 

Arbeitsbühnen mieten

In den unterschiedlichen Branchen und auch privat ist das Mieten einer Arbeitsbühne möglich geworden. Viele Arbeiten werden durch die Anmietung einer fahrbaren Hubarbeitsbühne schnell und zuverlässig ausgeführt. Das Anmieten ermöglicht Unternehmern flexibel auf Aufträge zu reagieren, ohne kurzfristig größere Summen für eine Hubarbeitsbühne investieren zu müssen. Außerdem kann er genau die Bühne mieten, die der Auftrag erfordert.

 

Wo, welche Arbeitsbühne mieten?

Heute kann in Standortnähe fast überall eine Arbeitsbühne gemietet werden. Viele Vermieter haben sich spezialisiert, aber spätestens in den Ballungszentren sollte es gelingen, fündig zu werden.

Fast alle Vermieter-Betriebe sind qualitätsgeprüft. Wo immer ein Interessent eine Bühne mietet, kann er mit einer guten Qualität der Geräte rechnen, erhält zudem noch einen Top-Service und darf davon ausgehen, dass auf die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsstandards geachtet wird.

 

Arbeitsbühne mieten – Preise

Der Miet-Preis für eine Hub-Arbeitsbühne wird pro Tag berechnet. Je nach Modell, Größe und Mietdauer können sich die Tagespreise zwischen 150 Euro und weit über 200 Euro bewegen. Jeder Mieter tut gut daran, wenn er im Voraus den Einsatz der Bühne genau durchdenkt, den Ablauf plant und für den Fall der Fälle vorausschauend ein wenig Reserve einplant. Je nach Projekt ist ein durch Zeitdruck erzwungener Abbruch gleichzusetzen mit einem Neubeginn der Arbeit am Tag X.


Stapler-Anbaugeräte (12) Deutschland

Stapler-Anbaugeräte (12) Deutschland

 

Etwas oder einen auf die Schaufel nehmen

 

Gabelstapler Anbaugeräte: Schaufeln

Schüttgüter mit dem Stapler einfach aufnehmen, transportieren und abkippen? Mit dem „Stapler-Anbaugerät Schaufeln“ überhaupt kein Problem. Was es auch immer sein soll, ob für Sand, Kies, Schotter oder Splitt, für Pellets oder Granulate, für Kartoffeln oder Getreide und andere landwirtschaftliche Produkte – als günstige Alternative zum Schaufellader kann ein Gabelstapler mit Schaufel in Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft wirtschaftlich eingesetzt werden.

Angeboten werden die nützlichen Helfer mit Fassungsvermögen von 0,3 cbm bis 3 cbm. Wie die meisten Anbaugeräte werden Schaufeln in der Regel einfach mit den Gabeln des Staplers über Einfahrtaschen aufgenommen und anschließend beispielsweise mit einer Kette, einer Klemmschraube oder einem Bolzen gegen ungewolltes Abrutschen gesichert.

Die Ausführungen für den Anbau direkt an den Staplerträgerzinken sind meist für ein Schnellwechselsystem konzipiert. Die Umrüstzeiten sind daher sehr kurz. Wechselsysteme mit geringem Vorbaumaß erhöhen die Stabilität und die Resttragfähigkeit des Staplers.

 

Ausstattung ganz nach Bedarf

Die Kippfunktion kann mechanisch über einen Seilzug vom Fahrersitz aus betätigt werden. Die Rückstellung der Schaufel in die Grundposition erfolgt durch kurzes Absetzen auf den Boden. Bei hoher Beanspruchung empfiehlt sich eine Lösung, bei der die Kippfunktion über die Hydraulik des Staplers erfolgt.

Ausführungen mit zwei Zylindern eignen sich besonders für das dosierte Abkippen. Um das Sichtfeld des Bedieners zu verbessern und zu erweitern, wurden sogenannte Durchsichtsysteme geschaffen. Die Lebensdauer und Haltbarkeit der Schaufeln wird durch ein umlaufendes Randprofil wesentlich verlängert. Die aus hochfestem Werkstoff Manganstahl hergestellten und stark beanspruchten Schürfleisten, lassen sich bei Bedarf schnell und leicht auswechseln.

Schüttgut- und Spezialschaufeln

Neben den üblichen Schüttgutschaufeln werden auch Spezialschaufeln gefertigt, welche speziell für den jeweiligen Einsatz in der Industrie, der Recycling-Wirtschaft oder der Landwirtschaft konstruiert sind. Einige Produkte aus dem Angebot:

Steinschaufeln werden auch Siebschaufeln genannt. Es gibt sie in verschiedenen Breiten und entsprechendem Fassungsvermögen.

Beißschaufeln: Die Greif-Beißschaufel ist besonders auch für die Befüllung von Futtermischwagen geeignet. Nach vorn hat die Schaufel einen Abkippwinkel von 90 Grad, damit ist eine sofortige und komplette Entleerung sichergestellt.  Hub- und Kipphöhe sind identisch.

Greifschaufeln u. Kipp-Greifschaufel: Die Schaufel ist speziell für den Einsatz am Stapler konstruiert. Jedoch lässt sich diese Schaufel noch zusätzlich öffnen, allerdings sind zwei zusätzliche Steuerkreise für diese Schaufel nötig. Gefertigt werden die Greifschaufel bis 2m³ und nach Kundenwunsch.

Recycling-Schaufeln: Das Verladen und der Transport von Recyclingmaterial sind mit einer robusten Schaufel ideal, denn die Staplerschaufeln können einfach und schnell mit den Gabelzinken aufgenommen werden. Per Seilzug oder über die Hydraulik des Staplers erfolgt die Entleerung der Gabelschaufel.

Schwergutschaufel für Stapler. Die Schwergutschaufel ist geeignet für schwere Ladegüter und Erdarbeiten.


Sicher Stapler fahren – Deutschland

Sicher Stapler fahren

Deutschland

Das Be- und Entladen von Fahrzeugen – Achtung Unfallrisiko!

 

Stapler werden nicht nur für den Transport von Gütern von einem Punkt zum anderen eingesetzt, sie müssen auch häufig Fahrzeuge be- und entladen. Hierbei muss der Stapler meist über eine Laderampe oder -brücke auf einen LKW gefahren werden, muss dort Paletten aufnehmen oder absetzen. Solche Arbeiten beinhalten naturgemäß ein erhöhtes Unfallrisiko und jeder Staplerfahrer muss wissen, worauf er beim Umgang mit solchen Betriebsmitteln zu achten hat.

 

Laderampen, fahrbare Rampen und mehr

All diese baulichen Einrichtungen dienen dem Be- und Entladen von Fahrzeugen.

 

Laderampen erfüllen oft mehrere Funktionen gleichzeitig, denn sie sind manchmal sowohl Verkehrsweg als auch Abstell- und Lagerplatz, dienen zur Sortierung von Kommissionen oder Zusammenstellungen von Sendungen. Dies erhöht das Unfallrisiko und vom Fahrer ist durchgehend volle Aufmerksamkeit gefordert.

Laderampen, die hauptsächlich für die Nutzung durch Fußgänger vorgesehen sind, müssen eine Mindestbreite von 0,80 m haben. Werden Flurförderzeuge darauf eingesetzt, kommt zur Mindestbreite von 0,80 m noch auf beiden Seiten ein zusätzlicher Sicherheitsabstand von jeweils 0,30 m dazu, d. h. die Rampe muss also mindestens 1,40 m Breite aufweisen, bzw. eine Mindestbreite von 2,20 m haben, wenn die  Laderampen auch für motorbetriebene FFZ nutzbar sein sollen.

Wenn Laderampen überdacht sind, erhöht sich für Stapler und Hubwagen die Gleitsichertheit und die Auffahrt sollte einen Steigungswinkel von 7 Grad nicht überschreiten. Um ein Abstürzen des Staplers von der Rampenkante zu verhindern, haben sich Leitplankensegmente bewährt.

 

Ladeplattformen werden für das stirnseitige Be- und Entladen von Sattelaufliefern, Containern oder Wechselaufbaubrücken benötigt. Sie werden z.B. vor Laderampen installiert und sollten mindestens so breit sein wie die zu beladenden Fahrzeuge oder Container; an ihrer offenen Seite muss für FFZ eine Absturzsicherung angebracht sein – Radabweiser oder Leitplankensegmente.

 

Fahrbare Rampen – der Name sagt es schon – sie sind ortsveränderlich. Auch hier darf die Auffahrt einen Steigungswinkel von 7 Grad nicht überschreiten und auch für die Mindestbreite gelten die gleichen Anforderungen wie für ortsfeste Einrichtungen. Ungesicherte Rampenkanten sind durch gelb-schwarze Schrägstreifen, die eine Mindestbreite von 10 cm haben müssen, zu kennzeichnen, damit dieser Gefahrenbereich weithin sichtbar ist. Besonders große Laderampen sollten mit umlaufender farbiger Markierung gekennzeichnet sein, damit sie sich deutlich erkennbar von regulären Verkehrswegen abgrenzt.

Ladestege eignen sich nicht mit dem Stapler oder anderen motorbetriebenen Flurförderzeugen befahren zu werden, bauartbedingt sind sie nur für handbetätigte und handgeführte Geräte geeignet. Sie ähneln zwar in ihrem Aufbau den fahrbaren Rampen, sind aber deutlich leichter konstruiert. Deshalb sollte ihre Mindestbreite nicht unter 0,55 m liegen, mit Geländer sollten sie eine Breite von mindestens 0,79 m haben. Ihre Steigung kann höher sein als bei Rampen oder Plattformen, um ein sicheres Begehen und Befahren zu ermöglichen, sollte sie 17 Grad nicht überschreiten.

 

Ladeschienen werden verwendet, um motorbetriebene Fahrzeuge wie Bagger oder Lader auf einen LKW oder anderes Gerät zu verladen. Es sind ortsveränderliche Einrichtungen, werden paarweise eingesetzt, müssen so breit sein, dass eventuelle Lenkkorrekturen des zu verladenden Fahrzeugs möglich sind, ohne dabei die Seitenkanten zu überfahren. Damit sie immer sicher an der Ladefläche befestigt werden, sind meist an den Schienen Haken angebracht, die in den Zwischenraum der Ladefläche und der herunter gelegten Bordwand eingehängt werden. Auch bei den Ladeschienen sollte der Steigungswinkel 17 Grad nicht übersteigen.

Ladebrücken sind technische Einrichtungen, die in der Regel an Laderampen oder Ladezonen fest installiert sind. Mit ihnen wird der Abstand zwischen Fahrzeug und Ladezone überbrückt, deshalb müssen sie eine ausreichende Tragfähigkeit aufweisen, ausreichend ausgeleuchtet und sicher zu befahren sein. Vor jedem Befahren oder Begehen müssen die Sicherheitseinrichtungen in Funktionsstellung gebracht werden und sind gegen unabsichtliches Lösen zu sichern.

Selbsttätig sichernden Ladebrücken sind zu bevorzugen, denn in Bereitschaft sind sie gegen ein Umfallen gesichert. Ladebrücken die manuell angelegt werden, bergen immer die Gefahr, dass der Stapler auf der Ladebrücke abrutschen kann, weil die Sicherung nicht ordnungsgemäß eingestellt wurde.

Ladebrücken sollen möglichst waagerecht an die Fahrzeugbodenkante anschließen und einen Steigungswinkel von 17 Grad nicht übersteigen, dann ist die Benutzung z. B. mit Gabelhubwagen und Mitgänger-Flurförderzeugen, einfacher und sicherer, auch sollte sie mindestens 1,25 m breit sein.

Wenn eine Ladebrücke in Verkehrsflächen eingebaut ist, muss sie mit der angrenzenden Fläche in Ruhestellung eine Ebene bilden und sollte in dieser Stellung tragfähig abgestützt sein. Anders verhält es sich bei ortsveränderlichen Ladebrücken, sie sollten nach der Benutzung hochgestellt werden, so sind sie beim Anlegen eines LKW in Bereitschaftsstellung und tragen so zur Arbeitssicherheit bei.

Ladebordwände sind in der Regel nur mit einer Abstützung am Fahrzeug befestigt und weisen eine Tragfähigkeit von 1.600 kg auf, müssen aber den Belastungen, die beim Be- und Entladen auftreten, unter allen Umständen standhalten. Ein Elektrostapler oder ein elektrisch angetriebenes Mitgängerfahrzeug ist selbst ohne Last deutlich schwerer als 1.600 kg, deshalb dürfen diese Bühnen bei einseitiger Abstützung nur mit einem handbetriebenen Handhubwagen befahren werden.

 

Wird solch eine Bühne, etwa auf einer stationären Laderampe mit einer zweiten Abstützung gesichert, ist die Belastungsfähigkeit erhöht und dann reicht es auch für das Befahren mit einem Stapler aus.

Wenn Fahrzeuge von hinten über eine Ladebordwand be- und entladen werden müssen, muss deren Zunge vollständig und ganz gleichmäßig auf der Ladefläche aufliegen. Ladebordwände verfügen über eine Schwimmstellung, damit sie immer nach oben ausweichen können, immer genügend Auflagefläche bieten, wenn sich die Ladefläche beim Beladen des Fahrzeugs, aufgrund des steigenden Gewichtes stetig langsam nach unten bewegt.

 

Beim Entladen ergibt sich der gleiche Effekt, aber in umgekehrter Richtung. Die Ladefläche wird hier nach und nach entlastet, bewegt sich also leicht nach oben. Bauartbedingt kann eine Ladebordwand den Höhenunterschied nicht automatisch ausgleichen, über die Hubkorrektur muss manuell nivelliert werden, damit die Ladebordwand weiterhin plan auf der Laderampe aufliegt und nicht höher steht. Beim Befahren wäre sie sonst überlastet, besonders wenn neben dem Eigengewicht des FFZ auch noch das Lastgewicht auf die Ladebordwand wirkt. Damit das Material aller Geräte nicht vorzeitig ermüdet und spontan nachgibt, soll all das Beschriebene genauestens beachtet werden.

 

Regelmäßige Überprüfungen auf ihren betriebssicheren Zustand an allen baulichen Einrichtungen zum Be- und Entladen, müssen mindestens einmal im Jahr durch eine sachkundige befähigte Person vorgenommen werden.

Werden in der Zwischenzeit Sicherheitsmängel oder Beschädigungen festgestellt, die die Arbeitssicherheit gefährden können, muss das im Betrieb gemeldet werden. Der verantwortliche Vorgesetzte wird das Lademittel dann stilllegen, bis der betriebssichere Zustand wiederhergestellt ist.

 


Sicher Stapler fahren – Deutschland

Sicher Stapler fahren

 

Sicheres Befahren von Regalgängen mit Staplern

 

In Logistikunternehmen mit angegliedertem Lager werden vielfach Flurförderzeuge mit verstellbarem Fahrerplatz eingesetzt, damit auch in über Bodenniveau liegenden Lagerplätzen Waren ein- oder ausgelagert oder inventiert werden können. In Regalanlagen bis zu 12 Metern Höhe können Kommissionierer oder Schwenkschubstapler einzelne Pakete oder ganze Paletten kommissionieren oder einlagern.

Arbeiten im Breitgang- oder Schmalganglager

Breitganglager sind im Vergleich zu Schmalganglagern, die am weitesten verbreiteten Lagereinrichtungen und haben viele Vorteile. Sie sind technisch deutlich einfacher und günstiger zu realisieren, sind sehr flexibel, denn sie können schnell erweitert oder umgebaut werden und eignen sich für fast alle Lagergüter. Meist werden Breitganglager aus Mehrplatzregalen gebildet, damit pro Ebene etwa 2 bis 4 Paletten längs oder quer zwischen zwei Regalständern gelagert werden können. Ist vor den Regalfächern ausreichend Rangierfläche vorhanden, können diese auch mit einem Frontstapler oder Hubwagen bedient werden.

Werden Stapler mit verstellbarem Fahrerplatz bei Breitgangarbeiten eingesetzt, müssen unbedingt bestimmte Sicherheitsvorschriften beachtet werden. Bei Fahrten mit angehobenem Fahrerstand verlagert sich der Gesamtschwerpunkt des Gerätes mit zunehmender Arbeitshöhe immer weiter nach oben, deshalb ist eine Warnleuchte für Stapler mit einem Fahrerplatz, der mehr als drei Meter angehoben werden kann vorgeschrieben. Diese Warnleuchte signalisiert, wenn das Gerät fährt und die Fahrerkabine angehoben oder abgesenkt wird. Es gibt sogar Standardkommissionierergeräte, die erreichen problemlos auch erheblich mehr Meter.

Je höher sich der Schwerpunkt verlagert, umso mehr steigt die Kippgefahr, deshalb haben die Hersteller die Geschwindigkeit der Fahrzeuge, abhängig von der Hubhöhe, runtergeregelt. Die Verlangsamung erfolgt in mehreren Schritten, verringert sich mit zunehmender Arbeitshöhe sehr stark.

 

Staplerfahrer müssen im Breitganglager besonders umsichtig und vorsichtig fahren, weil jederzeit Hindernisse, Fußgänger oder Querverkehr erscheinen können und die Gefahr von Quetschungen oder Scherungen gegeben ist. Um diese zu reduzieren, müssen mindestens 50 cm Sicherheitsabstand zwischen Stapler und Regal eingehalten werden. Verringert werden darf dieser Abstand nur, wenn im Regal z. B. eine Palette ein- oder auszulagern ist. Der Fahrer muss beim Annähern an Regale immer die Geschwindigkeit drosseln, sehr genau auf den Abstand zwischen Stapler und Regal sowie auf eventuelle überstehende Ladegüter achten. Die Annäherung muss immer auf Bodenhöhe erfolgen, wenn das Fahrzeug dann stillsteht, kann die Fahrerkabine auf die erforderliche Arbeitshöhe verfahren werden.

 

Schmalganglager bieten mehr Platz auf gleicher Fläche

Die nutzbare Lagerfläche ist immer durch eine räumliche Hülle begrenzt. Die Anzahl der Lagergänge und somit der Lagerfächer kann gesteigert werden, wenn die Gangbreite zwischen zwei Regalen verringert wird. Hier liegt der wesentliche Nachteil von Breitganglagern – die geringe Lagerdichte, die aus diesem Grund eine optimale Flächennutzung verhindert. Schmalganglager bieten sich hier für eine optimale Flächennutzung an und sind deshalb eine logische Konsequenz, wenn die vorhandene Grundfläche möglichst vollständig für die Lagerung genutzt werden soll. Schmalganglager reduzieren die Gangbreite auf ein Minimum und müssen von speziellen FFZ befahren werden. In Schmalganglagern werden Stapler mit einer Schwenkschubgabel eingesetzt, welche die Paletten nicht mehr von vorne, sondern nur noch seitlich ein- und auslagern. Um die Stabilität zu erhöhen, wird zwischen zwei Regalständern jeweils nur ein Palettenfach pro Ebene eingerichtet, Paletten werden also in der Regel in Einzelplätzen gelagert.

Systembedingt ist bei Schmalganglagern der seitliche Sicherheitsabstand von 50 cm nicht eizuhalten.

Die Gefahr von Quetschungen oder Scherungen sind hier erheblich größer als beim Breitganglager. Um jede Art von Schäden zu vermeiden und Gefahren einzudämmen, müssen im Schmalgang zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden:

 

  1. Es müssen sich immer alle Extremitäten innerhalb der Fahrerkabine befinden, bei horizontalen oder vertikalen Bewegungen des Staplers im Schmalgang. Die technischen Einrichtungen des FFZ-Herstellers zur Sicherheit, dürfen unter keinen Umständen überbrückt werden, um das Fahrzeug mit nur einer Hand zu bewegen.
  2. Nur geeignete und zugelassene FFZ dürfen die Regalgänge befahren.

 

  1. Ein FFZ darf im Schmalgang nur exakt geradeaus fahren. Dies muss technisch sichergestellt sein, z. B. durch seitlich angebrachte Führungsschienen und durch eine Schaltung am Stapler selbst, die die Lenkräder gerade ausrichtet.

 

  1. Schmalgangstapler müssen zur Verhinderung von Unfällen mit einer Personenschutzanlage, PSA, versehen sein. Diese prüft die Fahrstrecke direkt vor dem Gerät per Infrarot oder Laser. Bei Hindernissen, etwa Fußgänger, FFZ oder Palette wird die Weiterfahrt dann sofort gestoppt.

 

  1. Im Gang muss die Geschwindigkeit der Geräte muss gedrosselt werden und ab einer gewissen Arbeitshöhe ist auf Kriechgang umzuschalten.

 

Schmalganglager müssen ab einer bestimmten Länge ihrer Regalgänge, die Quergänge als Notausgänge ausweisen. Im Notfall werden sie gebraucht, um im Gang einen Fluchtweg zu bieten oder bei einem Notfall schnelle Bergung von Verletzten zu gewährleisten. Ein Ausgang muss in allen Räumen in einer Distanz von höchstens 35 Metern erreichbar sein, z. B. bei Feuerausbruch. Noch kürzere Distanzen sind vorgeschrieben, wenn es sich um Räume handelt, in denen erhöhte Feuer- oder Explosionsgefahr besteht. In Räumen, die durch Explosivstoff gefährdet sind, muss ein Ausgang in maximal 10 Metern erreichbar sein.

Durch Lichtschranken, Alarmmatten oder andere Sensoren, die ein akustisches und optisches Signal ausgeben, kann erreicht werden, dass ein Fluchtweg gefahrlos passiert werden kann. Wichtig dafür ist, dass die Durchgänge in den Quergängen auf gleicher Höhe integriert sind, damit auch keine Gefahr durch FFZ-Querverkehr entsteht.

Wichtiger Hinweis: Wird die Personenschutzanlage, PSA, ausgelöst, muss der Fahrer das Gerät unverzüglich selbst stillsetzen, wenn dies nicht durch eine Kopplung von PSA und FFZ automatisch erfolgt. Hat der Fahrer sich ausreichend davon überzeugt, dass die Fahrstrecke komplett sicher und frei ist, kann er die Fahrt fortsetzen.

 

Wichtiger Hinweis: Einmal im Jahr müssen die Regal- und Personenschutzanlagen von einem Sachverständigen gut geprüft und abgenommen werden. Davon abgesehen, sollte sich jeder Fahrer und Mitarbeiter im Betrieb und den Lagern täglich persönlich davon überzeugen, dass Gefährdungen weder organisatorisch noch technisch ausgeschlossen werden können. Sollten Defekte oder Fehler an Elementen der Personenschutzanlagen, PSA, oder Regalen festgestellt werden, muss das sofort an den Vorgesetzten gemeldet werden, damit der betroffene Gang sofort gesperrt wird und erst wieder geöffnet wird, wenn die Arbeitssicherheit neuerlich gewährleistet ist. Wenn beim Ein- oder Auslagern einer Palette z.B. ein Regalständer beschädigt wird, gilt das Gleiche. Denn es kann hierdurch ein ganzer Regalgang seine Stabilität verlieren, womöglich das gesamte Lager – ein Dominoeffekt kann unvorhersehbare Folgen haben.

 

Die Arbeit in Schmalganglagern erfordert dauerhaft die ganze Aufmerksamkeit des Fahrers – nur so schützt er sich und andere vor Gefährdungen.

 


Stapler-Anbaugeräte (11) Deutschland

Stapler-Anbaugeräte (11) Deutschland

 

Der Tragdorn – ideal zum Transport von Teppichen

 

Gabelstapler Anbaugeräte: Tragdorne

Nahezu ideal zum Transport von Drahtbunden, Stahlcoils, kurzen Rohren – gefertigt aus Beton, Keramik oder Stahl, sowie gerollten Teppichen und Papierrollen oder anderen Gütern mit ähnlichen Strukturen sind Stapler mit Tragdornen.

In den meisten Fällen verfügen die Trag-Dorne über eine Rückenplatte zum direkten Anbau an den Hubschlitten des Staplers. Eine Besonderheit kann eine u- oder v-förmig ausgeschnittene Rückenplatte sein, die die Sichtverhältnisse des Staplerfahrers etwas verbessern soll. Es gibt aber auch Tragdorne, die können direkt über die Staplergabeln aufgenommen werden.

 

Die Tragfähigkeit der Dorne liegt zwischen 1.000 kg und 52.000 Kilogramm. Je nach Tragfähigkeit, Länge und Durchmesser werden die Anbaugeräte aus Stahlrohren oder massiven Material gefertigt. Neben den gängigen runden Formen stehen auch Tragdorne in eckiger oder konischer Ausführung zur Verfügung. Teppichdorne werden wegen ihres geringen Durchmessers meist aus Vollmaterial gefertigt und verfügen über FEM-Aufhängungen.

Tragdorn-Varianten mit eingebautem Seitenschub, erlauben trotz Anfahrungenauigkeiten ohne weitere Rangiermanöver ein präzises Handling.

Optionale Beschichtungen schützen das Transportgut vor Beschädigung und können es – in rutschhemmender Ausführung – stabilisieren.

Für spezielle Aufgaben können ausgewählt werden:

  • Doppeldorne,
  • hydraulisch teleskopierbare Doppeldorne,
  • Dreifachdorne und
  • hydraulisch verstellbare Vierfachdorne

 

Coilschuhe

Alternativen zu den Tragdornen stellen die Coilschuhe dar, die in Verbindung mit Zinkenverstellgeräten direkt auf die Gabelzinken montiert werden. Die Auflageflächen lassen sich dabei exakt auf das Transportgut trimmen.

 

C-Haken mit Tragdorn

Eine weitere Möglichkeit zum Transport von Rollen und Rohren sind C-Haken mit Tragdorn und gegebenenfalls einem manuell einstellbarem Gegengewicht.

 

Prismen-Deichselgeräte

Auf diesen Anbaugeräten liegt das rollenförmige Transportgut auf prismenförmig angeordneten Auflageflächen. Durch zusätzliche Klappen sind diese auch für kleinere Rollen-Durchmesser anpassbar.

 

 


Stapler-Anbaugeräte (14) Deutschland

Stapler-Anbaugeräte (14) Deutschland

Saubere Wege im Sommer, schneefrei im Winter

 

Kehrbesen – Kehrmaschinen – Winterdienstgeräte & Co.

Ob auf Zufahrten, Werksstraßen, Park- oder Lagerplätzen, in Produktions- und Lagerhallen – Sauberkeit gehört dazu. Es ergibt keinen Sinn, große Flächen von Hand zu kehren und der Erwerb einer leistungsfähigen Kehrmaschine ist teuer und für kleine Betriebe absolut unwirtschaftlich. Dazu kommt, dass auch im Winter die Freiflächen des Betriebes von Schnee und Eis freigehalten werden müssen. Nur unter guten Bedingungen können sich Mitarbeiter und Besucher auf dem Werksgelände sicher bewegen, kann der Werksverkehr ungehindert ablaufen. Eine gute Lösung bietet der bereits vorhandenen Gabelstapler in Ergänzung und Kombination mit einem entsprechenden und passenden Anbaugerät. Am besten eignet sich für den Außenbetrieb der Gabelstapler mit Dieselmotor und den grobstolligen Reifen.

 

Neue, motorisierte Besen kehren gut

Mal eben einen schnellen Kehreinsatz – so etwas gelingt mit einem Kehrbesen vor dem Stapler besonders gut und reibungslos. Das Gerät wird in Sekundenschnelle mit den Gabelzinken über die Einfahrtaschen am Gerät aufgenommen, gegen das Abrutschen gesichert und schon geht es los. In kürzester Zeit sind Schmutz und Staub, Sand, Holz- oder Metallspäne, Dünger oder Salz fort oder zusammen gefegt. Die Kehrbesen-Lösung ist eine der günstigsten Varianten.

Das Anbaugerät ist komplett nach rechts oder links verstellbar und Knebelschrauben sichern das Gerät auf der Gabel. Einzeln austauschbare Bürstenelemente beispielsweise aus Polypropylen sind austauschbar und der Verschleißteile-Wechsel ermöglicht einen langjährigen Betrieb.

Der Kehrbesen ist auch bei kleineren Schneemengen Winterdienst-tauglich. Wenn irgendwie möglich sollten alle Winterdienst-Anbaugeräte in jedem Fall breiter sein als die Fahrzeugbreite, damit der Gabelstapler auf dem bereits geräumten Untergrund fährt.

 

Kehrmaschinen

Für großflächige Reinigung ist eine Kehrmaschine mit rotierender Bürste die beste Lösung. Zwei Varianten stehen dabei zur Auswahl, entscheidend ist, ob nur zusammengekehrt werden soll oder ob das Kehrgut auch aufgenommen werden soll:

  1. Bei der einfacheren Form der Reinigung übernimmt eine freikehrend, rotierende Bürste das Kehren. Sie schleudert dabei das Kehrgut einfach noch vorn. Damit ist diese Variante auch winterdiensttauglich und bei der Schneeräumung einsetzbar.
  2. Die aufwändigeren Geräte schleudern das Kehrgut mit der Bürste nach hinten, wo es in einen Sammelbehälter fällt.

 

Die Anbaugeräte stützen sich während der Arbeit auf verstellbare Stützräder. Als zusätzlichen Kehrer kann eine seitlich rotierende Bürste eingesetzt werden, sie transportiert rotierend das Kehrgut vor die eigentliche Reinigungsbürste. Der Antrieb erfolgt über die Staplerhydraulik. Das jedoch setzt voraus, dass eine entsprechend leistungsfähige, größere Hydraulikpumpe vorhanden bzw. eingebaut ist.

 

Schneeschilde

Wenn der Schnee so hoch liegt, dass ein Kehrmaschinen-Anbaugerät mit rotierender Bürste das Räumen nicht mehr übernehmen kann oder der Schnee ist schon festgefahren, dann wird ein Schneeschild erforderlich. Diese Geräte werden ebenfalls über die Gabelzinken aufgenommen und mit Knebelschrauben gesichert.

 

Schneeschieber oder Schneepflug

Es gibt die Winterdienst-Anbaugeräte einmal als Schneeschieber und als Schneepflug. Beide Ausführungen gibt es mit Arbeitsbreiten zwischen 1,20 cm und etwa 2,00 cm. Die Schildhöhen variieren um die 0,60 cm. Das Eigengewicht beträgt je nach Größe rund 200 bis 350 kg.

Der Schild ist nach rechts und links mehrfach verstellbar. Die Umstellung erfolgt mechanisch oder bei den größeren Modellen ist auch eine Umstellung durch hydraulische Betätigung möglich.

Eine verschleißfeste Gummileiste hält durch ihre Elastizität den direkten Kontakt zum Boden und schont den Untergrund.

Während die Schneeschieber am Stapler ohne automatischen Niveauausgleich befestigt sind, verfügen Schneepflüge – die sich automatisch anpassen – über eine Spezialfederung und eine Höhenverstellung. Schneepflüge können auf besonderen Wunsch mit einer Schürfleiste aus Stahl oder Kunststoff ausgerüstet werden.

 

Schneefräsen

Schneefräsen werden für Stapler zurzeit noch nicht angeboten. Sie sind eher Anbaugeräte für Radlader oder Ackerschlepper, die über eine Zapfwelle verfügen.

 

Streugeräte und Streuwagen

In aller Regel wird diese Art der Anbaugeräte als Anhänger ausgeführt. Die Rotation der Streu-Einheit erfolgt über die Räder des Streuwagens oder kann auch über die Hydraulik des Staplers erfolgen.

Der zusätzliche Streuer am Heck der Stapler erzeugt einen doppelten Effekt, es wird geräumt und gleichzeitig wird Streusalz, Splitt oder Granulat ausgebracht, um Vereisungen zu beseitigen.

Schneeketten für Gabelstapler

Und wenn es einmal ganz glatt wird, der Schnee höher liegt oder sehr schwer ist, dann schaffen Schneeketten für Gabelstapler den nötigen Grip auch auf vereisten Böden oder festgefahrener Schneefahrbahn.


Stapler-Anbaugeräte (13) Deutschland

Stapler-Anbaugeräte (13) Deutschland

 

Der Winterdienst – eine lösbare Aufgabe

 

Anbaugeräte, die einen Stapler fit machen

Öffentliche Verkehrswege werden von kommunalen Räumdiensten von Eis und Schnee befreit. Private Unternehmen dagegen müssen in Eigenregie für die Sauberkeit und Verkehrssicherheit ihrer Zufahrten und Wege sorgen. Das kann gerade bei größeren Flächen zu einer sehr zeitintensive Aufgabe anwachsen. Mit den passenden Anbaugeräten für den Gabelstapler lässt sich die zeitaufwendige Arbeit wesentlich effektiver und viel schneller erledigen.

 

Ordnung muss sein

Grundsätzlich gilt auch auf beschränkt öffentlichen Wegen, Straßen oder Verkehrsräumen die Straßenverkehrsordnung (StVO) und die beschreibt neben Grundsätzlichem u. a. auch:

„Beschränkt öffentliche Wege sind zum Beispiel Zufahrten zu Verladestraßen, allgemein benutzbare Wege zu Privatgrundstücken, Parkplätze und Parkhäuser, Betriebshöfe und Ladestraßen. Selbst bei abgegrenzten oder nur zeitweise öffentlich zugänglichen Verkehrsräumen muss der Unternehmer sicherstellen, dass diese jederzeit für alle Verkehrsteilnehmer sicher sind. Aus diesem Grund obliegt es der Verantwortung des Unternehmers, auch bei Eis und Schnee zu gewährleisten, dass Fußgänger, Lkw- und Staplerfahrer auf dem Parkplatz oder den Zufahrten nicht unvermeidbar behindert oder gefährdet werden“.

 

Welche Stapler sind für den Winterdienst geeignet?

Grundsätzlich können alle motorbetriebene Stapler mit Winterdienst-Anbaugeräten ausgerüstet werden. Hier sind die greifenden Vorschriften zu beachten, insbesondere die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Diese gilt für alle Fahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 6 km/h.

Flurförderzeuge (FFZ) mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 6 km/h unterliegen keiner Zulassungspflicht. Sie benötigen kein amtliches Kennzeichen und auch keine Haftpflichtversicherung. Allerdings muss auf der linken Fahrzeugseite ein dauerhaft lesbares Schild mit Namen und Anschrift des Besitzers angebracht sein.

FFZ mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 6 bis maximal 20 km/h brauchen eine Einzelbetriebserlaubnis nach § 21 StVZO sowie ein dauerhaft lesbares Schild mit Namen und Anschrift des Besitzers. Eine Haftpflichtversicherung ist für sie jedoch ebenfalls nicht vorgeschrieben – außer für Wagen und Schlepper.

FFZ mit einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 20 km/h benötigen eine amtliche Zulassung und ein amtliches Kennzeichen. Ebenfalls vorgeschrieben sind für sie eine Einzelbetriebserlaubnis und eine Haftpflichtversicherung. Zudem müssen sie regelmäßig zur Haupt- und Abgasuntersuchung.

Daraus ergibt sich, dass nur motorbetriebene Stapler mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 6 km/h ohne zusätzliche behördliche Genehmigungen im Winterdienst eingesetzt werden dürfen. Bei stärker motorisierten Staplern muss zunächst die örtliche Zulassungsbehörde eingeschaltet werden, um die erforderlichen Zulassungen zu erhalten.

Maximal geeignet für den harten Einsatz in Schnee und Eis sind Stapler mit Verbrennungsmotor. Diese Geräte sind weniger empfänglich für eindringende Feuchtigkeit. Doch ein Verbrennungsmotor ist nur ein Anfang – es braucht die passenden Anbaugeräte. Nur diese können aus einem gewöhnlichen Gabelstapler einen Schneepflug oder ein anderes Räumfahrzeug machen, welches schon in den frühen Morgenstunden für freie Zufahrten und sichere Verkehrsflächen sorgt.

 

Sicher unterwegs, auch auf rutschigem Untergrund

Stapler, die nur in einem Gebäude eingesetzt werden, sind häufig mit profillosen Reifen ausgestattet, Was in der Halle mit glattem, trockenen Boden okay ist, kann bereits auf einer dünnen Schneedecke zum Problem werden. Die Reifen haben keinen oder nicht genug Grip auf der Schneedecke und das Fahrzeug lässt sich nicht zuverlässig handhaben. Abhilfe lässt sich hier nur schaffen – entweder grobstollige Reifen (die jedoch in der Halle wieder gewechselt werden müssen) – oder das Anlegen von Schneeketten.

Schneeketten für Stapler sind – nach anfänglichen Schwierigkeiten – inzwischen für alle Reifengrößen erhältlich. Bei entsprechender Übung lassen sich die Ketten innerhalb weniger Minuten aufziehen oder abnehmen. Es sollten aber nur Schneeketten verwendet werden, die speziell für Stapler entwickelt worden sind.

 

Schnee räumen – Schnee beseitigen

Um die Verkehrswege zügig und gründlich vom Schnee zu räumen, sind sogenannte Schneeschilde besonders gut geeignet. Die leicht konkav geformten Räumschilde werden auf die Staplergabeln geschoben und in der gewünschten Position gesichert. Je nach Position des Schildes wird der Schnee bei der Fahrt vor sich hergeschoben oder direkt beim Fahren zur Seite geräumt, wobei der Anstellwinkel des Räumschildes variabel ist.

 

Die Varianten der Stapler-Schneeschilde

Schneeschilde sind in zwei Varianten erhältlich:

Stapler-Schneeschieber sind einfacher gebaut und dienen vor allem zur Räumung glatter Flächen. Stapler-Schneepflüge sind zusätzlich mit einer Niveauregulierung ausgestattet. Das Räumen von unebenen Flächen wird dadurch vereinfacht und erleichtert.

Um den Untergrund beim Räumen nicht zu beschädigen, ist an der Unterseite der Schneeschilde eine austauschbare Schürfleiste aus Gummi oder Hartkunststoff angebracht. So kann ein Schneeschild viele Jahre genutzt werden.

Fallen großen Schneemengen (2018/2019) reicht es nicht, den Schnee einfach an die Seite zu schieben. Der Schnee muss aufgenommen und entsorgt oder gelagert werden, wo er keine weitere Behinderung ist. So etwas ist meist nicht durch reines Schieben der Schneemassen zu erreichen, hier kann nur eine Stapler-Schaufel helfen. Diese Anbauschaufeln werden in unterschiedlichen Größen (Schaufelinhalt in m³) und Ausführungen (mechanische oder hydraulische gesteuert) angeboten. Stapler-Schaufeln eignen sich nicht nur für Schnee, sondern für alle losen Güter und Schüttgüter.

 

Verkehrswege dauerhaft schnee- und eisfrei halten

Neuschnee ist nicht die einzige Gefährdung, die im Winter auftreten kann. Wenn die frische Schneedecke geräumt ist, müssen die Verkehrswege noch von Restschnee und Eis befreit werden. Fußgänger und Fahrzeuge erwarten einen rutschsicherer Untergrund.

Der klassische Besen ist besonders gut geeignet. Der lässt sich als Anbaugerät auch für den Stapler nachrüsten. Stapler-Kehrbesen werden einfach auf die Gabelzinken geschoben und mit Schrauben oder Splinten gesichert. Der Stapler wird schnell zu einem flexiblen Reinigungsgerät, das übrigens nicht nur zum Fegen von Schnee, sondern für alle Arten von Kehrgut eingesetzt werden kann.