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Der Hubstapler und sein spezieller Funktionsablauf

Der Hubstapler und sein spezieller Funktionsablauf

 

Die Funktion des Hub-/Gabelstapler?   

Hubstapler zählen zu den Flurförderzeugen, die motorgetrieben, frei lenkbar mit den Rädern auf dem Boden laufen. Die Bauform Hubmaststapler – auch Frontstapler oder Gegengewichtsstapler genannt – wird mit Abstand am häufigsten innerbetrieblich eingesetzt. Die Hubstapler verfügen über einen eigenen Antrieb und ein Hubgerüst. Hiermit werden Paletten und andere unterfahrbare Ladungen aufgenommen, transportiert und gestapelt.

Charakteristisch für Gabelstapler sind die Hubeinrichtung – Hubgerüst und Gabelträger (mit zwei verstellbaren Stahlzinken), die können hydraulisch angehoben/abgesenkt werden.

 

Aufbau eines Gabelstaplers

Grundsätzlich besteht das Hubgerüst aus dem Hubrahmen (Standmast), hier drinnen bewegen sich teleskopartig je nach Hubhöhe ein oder mehrere Fahrmaste. Die meisten Stapler arbeiten mit einem hydrostatischen Antrieb, bei dem die mechanische Motor-Leistung mittels einer Pumpe in hydraulische Leistung umgewandelt wird. Diese Leistung wird in Hydraulikzylindern wieder mechanische Leistung für stufenlose Heb- oder Senkbewegung umgewandelt. Nur so können die Bewegungen des Hubgerüstes und damit des Lastaufnahmemittels sehr exakt und fein dosiert werden.

 

Stapler sind gut gerĂĽstet

Bei Frontstaplern ist das Hubgerüst am Fahrzeugrahmen montiert und mit einem hydraulischen Neigezylinder verbunden. Dieser ermöglicht, das Hubgerüst innerhalb gewisser Grenzen auch nach vorne oder hinten zu kippen, um so den Schwerpunkt der Last näher zum Stapler-Schwerpunkt zu verlagern. Das erhöht die Fahrsicherheit, da Frontstapler grundsätzlich die Last außerhalb der Radbasis aufnehmen. Um trotzdem Gewichte von mehreren Tonnen zu transportierten, muss ein Gabelstapler über ein ausreichend großes Gegengewicht verfügen. Bei elektrisch angetriebenen Staplern dienen die großen und schweren Akkumulatoren als entsprechendes Gegengewicht.

Bei Staplern mit Verbrennungsmotoren müssen zusätzliche schwere Elemente angebracht werden, um eine ausreichende Stabilität und Standfestigkeit zu gewährleisten.

 

Der Antrieb

Der Stapler-Antrieb sorgt nicht nur für die Bewegungsabläufe des Staplers, er versorgt auch das Hydraulik-System. Die Steuerung erfolgt dabei über Pedale und ein Lenkrad. Die Fahrtrichtung (vor- oder rückwärts) wird meistens über einen Fahrtrichtungsschalter am Lenkrad ausgewählt und dann über das Gaspedal beschleunigt. Es gibt auch Modelle, die verfügen über zwei Gaspedale, eines für Vorwärts- und eines für Rückwärtsfahrten.

Gabelstapler verfügen über eine Hecklenkung. Die ermöglicht eine sehr große Wendigkeit, einen möglichst geringen Wendekreis. Es gibt Modelle mit drei oder vier angetriebenen Rädern. Die große Wendigkeit geht allerdings zulasten der Standsicherheit.

 

Die Lenkung

Frontstapler haben in der Mehrzahl das klassische Lenkrad, um es sicher mit einer Hand zu bedienen, ist es meist mit einem Lenkknauf versehen. Moderne Geräte können auch mittels Joystick gelenkt werden. Der Vorteil ist, dass mit dem Joystick auch weitere Funktionen (z. B. Heben/Senken der Gabel) angesteuert werden können. Die Lenkung wird dabei hydraulisch unterstützt, sodass auch starke Lenkbewegungen unter Volllast ohne Kraftaufwand des Fahrers umgesetzt werden können. 

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Federung und Bereifung

Um die Standsicherheit zu verbessern, verfügen Gabelstapler über keine Achsfederung. Vierrädrige Ausführungen können jedoch mit Schwingungsdämpfern an der hinteren Pendelachse versehen werden, sie verleihen dem Stapler bei Kurvenfahrten etwas mehr Stabilität. Die notwendige Federung für den Stapler übernehmen die Reifen aus Vollgummi oder Superelastikgummi. Der gefederte Fahrersitz, der individuell auf das Gewicht des Fahrers eingestellt werden kann, schützt den Fahrer.

 

Die Betriebsanleitung informiert

Jeder Gabelstapler muss den Anforderungen der EU-Maschinenverordnung entsprechen, belegt durch das CE-Zeichen auf dem Fabrikschild, das sich außen am Stapler befindet. Die Maschinenverordnung schreibt vor, dass für jede Maschine vom Hersteller eine Betriebsanleitung in deutscher Sprache mitzuliefern ist. In der Betriebsanleitung beschreibt die konstruktiven Merkmale des Staplers und seine bestimmungsgemäße Verwendung und Bedienung. Weiters finden sich hier genaue Anleitungen über die Bedienung des Gerätes, die einzelnen Bedienelemente und ihre Funktion sowie die Leistungseckdaten (u. a. maximale Tragfähigkeit, Hubhöhe etc.).

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Betriebliche Unterweisung

Im Rahmen der Unterweisung und Beauftragung von Staplerfahrern muss sichergestellt werden, dass der Fahrer weiß, wie sein Gabelstapler funktioniert und wie er bedient, gesteuert und gepflegt werden muss. Das betrifft bei Elektrostaplern auch die Pflege der Batterien (Auffüllen von destilliertem Wasser, rechtzeitiges und ausreichendes Aufladen), die bei unsachgemäßer Pflege eine erheblich verkürzte Lebensdauer und geringere Leistung aufweisen.

Ausbildungsleiter Mst. Fuchshofer Martin


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Unfallrisiko Stapler – gewusst, wo und warum

Unfallrisiko – gewusst, wo und warum

Das Be- und Entladen von Fahrzeugen ist eine gefährliche Aufgabe – häufiger auch als gefährliche Nebentätigkeit beim Transportieren von Gütern für die Gruppe der Berufskraftfahrer bezeichnet. Jährlich verunglücken Fahrer und Ladepersonal tödlich oder ziehen sich schwere bis schwerste Verletzungen zu – durch Stürze vom Fahrzeug – angefahren oder überrollt beim Be- oder Entladen von anderen Fahrzeugen oder die Ladung war nicht ausreichend gesichert. 

Der Versuch das Unfallrisiko einzugrenzen

  • Be- und Entladetätigkeiten dĂĽrfen nur von unterwiesenen Personen durchgefĂĽhrt werden.
  • Geeignete Körperschutzmittel, wie Sicherheitsschuhe, Schutzhelm, Handschuhe und Warnweste sollten getragen werden.
  • Be- und Entladestellen mĂĽssen im öffentlichen Verkehrsbereich ausreichend gesichert sein.
  • Nur geeignete Lastaufnahmemittel, wie Greifer, Zangen, Gabelzinken verwenden.
  • Gabelstapler dĂĽrfen nur von Personen mit Staplerschein und Unterweisung nach Angaben des Herstellers eingesetzt werden.
  • Personen dĂĽrfen sich nie unter der schwebenden Last aufhalten.
  • Beim Befahren von Rampen ist bei Bedarf ein Einweiser einzusetzen.
  • Ladebordwände sind vorsichtig zu öffnen, dabei nur seitlich neben die Bordwand stehen.
  • Jederzeit ist auf eine ausreichende Ladungssicherung zu achten.
  • Unbefugten ist der Aufenthalt im Gefahrenbereich der Ladestelle untersagt.

Prägnante Unfallschwerpunkte

  • AbstĂĽrze vom Fahrzeug – von der Ladefläche oder Ladebordwand und von der Rampe.

Der Fahrer muss sich – beim Be- und Entladen – immer wieder auf die Ladefläche seines    Fahrzeugs begeben – muss das Be- und Entladen überwachen – muss die Ladung kontrollieren   und sichern – muss zum Schluss das Schließen des Fahrzeugs vornehmen.

Wenn Aufstiegshilfen vorhanden sind, sind diese meist schlecht angeordnet oder in einem fragwürdigen Zustand. Die Fahrer behelfen sich mit absolut ungeeigneten Gegenständen, wenn es sein muss auch mit der Anhängerkupplung. Doch das alles sind keine Aufstiegshilfen, es sind eher Unglücksfallen, die leicht zu schwereren Stürzen führen.

  • angefahren- / ĂĽberrollt werden vom zurĂĽcksetzenden Lkw, durch Fahrzeuge Dritter (Lkw oder Pkw) auch durch Gabelstapler usw.

Der zweite Gefährdungspunkt umfasst mögliche Schädigungen durch Angefahren- bzw. Überrollt werden. Ein typischer Vorgang – das zu be- oder zu entladene Fahrzeug fährt rückwärts an die Rampe. Die Heckentladung stellt aufgrund ihrer Häufigkeit einen Schwerpunkt der Unfallhäufigkeit dar. Das Anstellen des Fahrzeugs an die Rampe birgt die Gefahren in sich, besonders dann, wenn es sich um unbekanntes Terrain handelt. ArbeiterInnen, die beim Anstellen oder Ausrichten behilflich sein wollen, setzen sich unbewusst der Gefahr des Über- bzw. Angefahren-werdens aus. Schnell kann diese Person, die sich hinter dem Fahrzeug aufhält, zwischen der Rampe und dem Fahrzeug eingequetscht werden. Zu dieser Dramatik gesellen sich auch noch die eingesetzten Hubstapler, die wieselflink die Transportwege kreuzen und dadurch zu einer Unfallquelle werden können.

Die Gefährdung durch umstürzende oder herabfallende Ladung bilden den dritten Unfallschwerpunkt, hierbei fällt die Ladung direkt vom Fahrzeug, von der Ladebordwand bzw. von den Gabeln des Staplers oder wird am Boden durch Anfahren umgestoßen.

  • herabfallende / umstĂĽrzende Ladung von der Ladefläche, von der Rampe oder von den Gabeln des Gabelstaplers. Wenn die Ladung hinter den Klappen oder der Plane nicht ordentlich gesichert wurde, so kann sie beim Ă–ffnen des Fahrzeugs herunterfallen.

Dies ist extrem gefährlich, da sich die Arbeitsperson beim Öffnen gezwungenermaßen im Gefahrenbereich aufhält. Für den Fahrer besonders kritisch wird es, wenn er das Fahrzeug beladen übernommen hat, muss er sich doch darauf verlassen können, dass die Ladung ordnungsgemäß gesichert wurde und keine Zeitbombe darstellt.

Der freie Fall eines Staplers

Zu obigen Unfall- Anmerkungen gesellen sich noch weitere, schwerwiegende Unfallmöglichkeiten zwischen den schwergewichtigen Staplern und den nicht immer stabilen Ladeflächen der Fahrzeuge.

Ungenügende Absprachen und Missverständnisse führen häufig zu Unfällen. Klären Sie als Betroffener sachliche Zuständigkeiten und notwendige Verantwortungen. Legen Sie schriftlich fest – wer zuständig ist für die Nutzung und Instandhaltung von Betriebsmitteln (Gabelstapler etc.) – wer verfügt über die Weisungsbefugnisse – bzw. Kontrollbefugnis zur Ladungssicherung. Lassen Sie sich die exakte Be- bzw. Entladeposition für Ihr Fahrzeug zuweisen. Treffen Sie als Fahrer vor Ort klare und unmissverständliche Absprachen vor allem informieren Sie sich über betriebsspezifische Regelungen und Gegebenheiten.

Sicheres Abstellen

MaĂźnahmen zur Vermeidung des Wegrollens

  • Feststellbremsen betätigen. Das Abkuppeln der Vorratsleitung beim Anhänger reicht nicht aus!
  • Bei Gefälle sowohl am Zugfahrzeug als auch am Anhänger Unterlegkeile in Abrollrichtung anlegen (jedoch nicht an den Rädern von Lenk- oder Liftachsen).

Keile geben Sicherheit

  • Unterlegkeile nach beiden Richtungen anlegen, wenn die Ladefläche mit Gabelstaplern befahren wird.
  • Unbedingt den ZĂĽndschlĂĽssel abziehen, wenn das Fahrzeug verlassen wird. So kann niemand das Fahrzeug unbefugt starten.

Luftgefederte Fahrzeuge

  • Besonderheiten sind bei luftgefederten Fahrzeugen zu beachten. In den Betriebsanleitungen der Fahrzeuge werden Hinweise ĂĽber die Einstellung der Federungsanlagen während des Be- und Entladens gegeben, die stets eingehalten werden mĂĽssen.
  • Mit dem Steuergerät bzw. mit dem Drehschieber die Ladefläche auf Höhe der Rampe einstellen und falls notwendig – während des Be- und Entladevorganges – nachregulieren.
  • Darauf achten, dass rollfähige LadegĂĽter nicht durch einseitiges Heben bzw. Senken der Aufbauten in Bewegung gesetzt werden.
  • Vor Antritt jeder Fahrt die Luftfederungen von Lkw und Anhänger in Fahrstellung bringen.

Absturzgefahr zwischen Rampe und Fahrzeug

Bei luftgefederten Fahrzeugen kann sich der Fahrzeugaufbau beim Einfedern ein StĂĽck nach vorn bewegen.

  • Um ein AbstĂĽrzen von Rampen, LadebrĂĽcken oder Ladeflächen zu vermeiden, Fahrzeuge oder LadebrĂĽcken nicht schräg an die Rampe anstellen!
  • Die LadebrĂĽcken oder Ăśberfahrlippen nicht zu knapp auf die Ladefläche auflegen.

WechselbrĂĽcken

Beim Abstellen von WechselbrĂĽcken muss besonders darauf geachtet werden:

  • Tragfähigkeit des Untergrundes (ggf. geeignete Unterlagen verwenden),
  • Schubkräfte beim Befahren mit Gabelstapler,
  • immer die Streben einsetzen,
  • die WechselbrĂĽcke ggf. am Gebäude befestigen.
  • Die StĂĽtzbeine immer an der zur Quetsch- und Scherstelle abgewandten Seite fassen. Die Streben festhalten. Nie die StĂĽtzbeine herabfallen lassen.

Zusätzliche Sattelstützen

Sind die Sattelstützeinrichtungen nur für das Leergewicht des Sattelanhängers ausgelegt oder kann der Sattelanhänger durch das Be- und Entladen kippen, ist die Verwendung zusätzlicher, ausreichend bemessener Stützeinrichtungen vorn am Sattelanhänger erforderlich. 

  • Verfahrbarer Unterstellbock zur Sicherung von Sattelaufliegern.

Starrdeichselanhänger

Starrdeichselanhänger mit den Stützeinrichtungen gegen Kippen in Längsrichtung – auch am Fahrzeugheck sichern!

Drehschemellenkung

Bei Anhängern mit Drehschemellenkung (Gelenkdeichselanhängern) besteht bei stark eingeschlagener Vorderachse Kippgefahr!

  • Anhänger nur mit gerade stehender Vorderachse abstellen!
  • Erforderlichenfalls den Drehschemel von Hand ausrichten.

Vorsicht!

Die Zuggabel kann bei unebenem Boden nach Lösen der Vorderachsbremse zur Seite ausschlagen! Die Hinterachse muss immer von der Feststellbremse gebremst sein.

Wichtig!

Immer daran denken, dass der Staplerfahrer durch Ladung und Hubmast eine erheblich eingeschränkte Sicht hat. Beachten, dass bei Ladevorgängen über die Fahrzeuglängsseiten die Gefahr besteht, dass Ladegüter beidseitig von der Ladefläche herunterfallen können.

Richtige Lastverteilung

Eine falsche Lastverteilung kann das Fahrverhalten des Fahrzeuges beeinträchtigen.

  • Einseitige Beladung vermeiden.
  • Fahrzeuge nur so beladen, dass die zulässigen Werte fĂĽr

– Gesamtgewicht,

– Achslasten (Mindest- u. Maximallast),

– statische Stützlast (bei Starrdeichselanhängern) und

– Sattellast eingehalten werden.

Der Lastverteilungsplan (LVP) des Fahrzeuges sollte beachtet werden.

Ausbildungsleiter Mst. Martin Fuchshofer

 

 


Betriebsanweisung Hubstapler – Sicherheitsregeln rundum

Betriebsanweisung Hubstapler – Sicherheitsregeln rundum

In Österreich sind Betriebsanweisungen nur für eine ausgewählte Gruppe von Arbeitsmitteln gesetzlich vorgeschrieben. Wichtige Vorteile sprechen jedoch dafür, diese generell zu erstellen.

Es ist durchaus empfehlenswert – auf freiwilliger Basis – Betriebsanweisungen auch für Maschinen und andere Arbeitsmittel, für den Umgang mit gefährlichen Stoffen und für Arbeitsprozesse generell zu erstellen.

In Österreich sind Betriebsanweisungen in der Arbeitsmittelverordnung BGBl. II 164/2000 i. d. g. F. geregelt. Schriftliche Betriebsanweisungen sind ausschließlich für folgende Geräte zu erstellen:

  • Krane (§ 19)
  • Selbstfahrende Arbeitsmittel (§ 23)
  • Geräte fĂĽr autogenes SchweiĂźen, Schneiden und verwandte Verfahren (§ 26)
  • Bolzensetzgeräte (§ 29)

Die vorgeschriebenen Inhalte der Betriebsanweisung sind in den entsprechenden Paragrafen der Arbeitsmittelverordnung geregelt.

 

Experte fĂĽr selbstfahrende Arbeitsmittel

Martin Fuchshofer ist Meister für Maschinen und Fertigungstechnik, Ausbildungsleiter der Bildungseinrichtung „Ausbildung für das Führen von Hubstaplern“ – Experte und Sachverständiger für den Bereich Hubstapler, der auch weiß, worauf es bei der Betriebsanweisung ankommt – Staplerschein Österreich, Gössendorf, Steiermark.

Ausbildungsleiter Mst Fuchshofer Martin

Stellt sich die Frage: Was ist eine Betriebsanweisung?

Während eine Betriebsanleitung nur Herstellerinformationen über den richtigen Umgang, die richtige Verwendung eines Arbeitsmittels gibt – regelt die Betriebsanweisung die Verwendung und den Sicherheitsanspruch im konkreten betrieblichen Umfeld. Basierend auf den Angaben des Herstellers zeigt eine Betriebsanweisung mögliche Gefahren auf, die von einem Arbeitsmittel oder einem Arbeitsstoff ausgehen können und definiert entsprechende Schutzmaßnahmen im Umgang mit dem Arbeitsmittel bzw. -stoff.

 

Vorteile einer Betriebsanweisung

Betriebsanleitungen und/oder Sicherheitsdatenblätter haben häufig den Nachteil: Sie sind umfangreich, sind schwierig zu lesen und meist auch unübersichtlich. Soll heißen, die Herstellerangaben sind für den Arbeitsplatz selbst nur bedingt brauchbar.

Eine gut verfasste Betriebsanweisung ist eine kompakte, ĂĽbersichtliche und gut lesbare Vorlage, bietet zugleich Hilfestellung, welche sicherheitsrelevanten Aspekte beachten werden mĂĽssen und wie mit einem bestimmten Arbeitsmittel oder -stoff umzugehen ist. Der Inhalt der Betriebsanweisung ist kompaktes Wissen, der Umfang sollte zwei Seiten nicht ĂĽberschreiten.

Selbstfahrende Arbeitsmittel, Ladevorrichtungen

  • 23. (1) Durch geeignete MaĂźnahmen ist fĂĽr eine sichere Abwicklung des innerbetrieblichen Verkehrs mit selbstfahrenden Arbeitsmitteln zu sorgen. Insbesondere sind geeignete MaĂźnahmen festzulegen und durchzufĂĽhren, um eine Gefährdung der ArbeitnehmerInnen durch Umkippen, Ăśberrollen, Wegrollen oder AnstoĂźen des Arbeitsmittels oder durch einen ZusammenstoĂź von Arbeitsmitteln und einen Gefahr bringenden Kontakt von ArbeitnehmerInnen mit dem Arbeitsmittel zu verhindern.

(2) FĂĽr die Benutzung von selbstfahrenden Arbeitsmitteln sind unter BerĂĽcksichtigung der betrieblichen Gegebenheiten schriftliche Betriebsanweisungen zu erstellen. FĂĽr die Einhaltung der Betriebsanweisungen ist zu sorgen. Durch diese Betriebsanweisungen sind die notwendigen MaĂźnahmen im Sinne des Abs. 1 festzulegen, insbesondere Sicherheits- und Verkehrsregeln.

  1. fĂĽr das Aufnehmen, die Sicherung, den Transport und das Absetzen von Lasten,
  2. fĂĽr das Be- und Entladen des Arbeitsmittels,
  3. gegebenenfalls fĂĽr den Transport von Personen,
  4. gegen die Inbetriebnahme des Arbeitsmittels durch Unbefugte,
  5. fĂĽr den Fahrbetrieb,
  6. fĂĽr die In- und AuĂźerbetriebnahme.

 

(3) Wird ein selbstfahrendes Arbeitsmittel auch für das Heben von Lasten eingesetzt, so ist in der Betriebsanweisung nach Abs. 2 auch auf die Anforderungen nach § 18 Abs. 2 bis 8 Bedacht zu nehmen.

(5) Der Sicherheit dienende Vorrichtungen von Fahrzeugen, wie Bremsen, Beleuchtung und Warneinrichtungen, sind täglich bei der erstmaligen Inbetriebnahme durch die LenkerInnen zu überprüfen.

(6) ArbeitnehmerInnen dürfen nur auf sicheren und für diesen Zweck ausgerüsteten Plätzen befördert werden.

(7) Soweit sich aus § 35 Abs. 1 Z 2 ASchG in Verbindung mit der Bedienungsanleitung nicht etwas anderes ergibt, darf die Fahrgeschwindigkeit 2,5 m/s nicht überschreiten, wenn ArbeitnehmerInnen Arbeiten von selbstfahrenden Arbeitsmitteln aus durchführen müssen.

(8) Besteht die Gefahr eines Brandes durch selbstfahrende Arbeitsmittel oder Ladungen, sind die Arbeitsmittel mit entsprechenden Brandbekämpfungseinrichtungen auszurüsten. Dies gilt nicht, wenn am Einsatzort ausreichend nahe Brandbekämpfungseinrichtungen vorhanden sind.

 

(9) FĂĽr die Verwendung von Ladevorrichtungen, wie Gleitschienen, Gleitpfosten oder LadebrĂĽcken, gilt Folgendes:

  1. Sie dürfen nur verwendet werden, wenn sie genügend tragfähig sind.
  2. Sie sind gegen Abrutschen, unzulässiges Durchbiegen, unbeabsichtigtes Verschieben und Umkanten zu sichern.
  3. Es dürfen nur Ladebrücken verwendet werden, von denen Flüssigkeiten leicht abfließen können.
  4. Bereiche unter Ladevorrichtungen sowie Bereiche zwischen Gleitschienen und Gleitpfosten dürfen während des Transportes von Lasten nicht betreten werden.

Betriebsanweisung und Unterweisung

Eine gute Betriebsanweisung kann zugleich eine gute Unterlage und Grundlage fĂĽr die Unterweisung der Arbeitnehmer werden. Wird anhand der Betriebsanweisung unterwiesen, ist dies auch gleich der Nachweis ĂĽber die Inhalte der Unterweisung.

Quelle:

https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20000727


Be- und Entladen von Fahrzeugen mit dem Stapler

Staplerschein Ă–sterreich

Be- und Entladen von Fahrzeugen mit dem Stapler

Es ist eine vertraute Feststellung, dass Staplerfahrer mit ihrem Arbeitsgerät Güter von B nach A transportieren. Hinzu kommt, dass Stapler immer häufiger zum Be- und Entladen von Fahrzeugen aller Art eingespannt werden.

Das Unfallrisiko ist ohnehin ständiger Begleiter der Staplerfahrer, geht es aber um das Be- bzw. Entladen von Kraftfahrzeugen, erhöht sich dieses Unfallrisiko wesentlich. Um Paletten auf einem LKW aufzunehmen oder abzusetzen, muss der Stapler über Laderampen oder -brücken fahren und hier sollte der Staplerfahrer wissen, was genauestens zu beachten ist.

Zwar überträgt der Gesetzgeber dem Unternehmer die Verantwortung dafür, dass Rampen, Brücken oder Ladebordwände in einem betriebssicheren Zustand sind, der Staplerfahrer aber steht im unkalkulierbarem Risiko.

Im täglichen Umgang mit Be- und Entladen von Fahrzeugen ist Planung und Einrichtung der wichtigsten Hilfsmittel, ursächliche Bedingung für einen reibungslosen Ablauf.

Laderampen, Ladeplattformen und fahrbare Rampen

Laderampen sind Einrichtungen, die dem Be- und Entladen von Fahrzeugen dienen. Sollen diese u. a. auch für Hubstapler nutzbar sein, ist eine Mindestbreite von 2,20 m vorgeschrieben (1,20 m Fahrbahn-Breite + 2 x 0,50 m beidseitiger Sicherheitsabstand).

Die Rampen sollten keinen größeren Steigungswinkel als 7 Grad aufweisen. Geeignete Maßnahmen, um ein Abstürzen des Staplers von der Rampenkante zu verhindern sind Leitplankensegmente oder vergleichbare Konstruktionen, die mindestens so breit sein sollten, wie die auf der Laderampe fahrenden Fahrzeuge. Ideal ist es, wenn die Laderampe überdacht ist, das erhöht die Gleitsicherheit des Hubstaplers. Rampen fordern zu jederzeit die volle Aufmerksamkeit des Staplerfahrers.

Ladeplattformen, die z. B. vor Laderampen oder seitlichen Toren für das stirnseitige Be- und Entladen von Sattelaufliegern oder Containern installiert werden, sollten zusätzlich mit einer Absturzsicherung für Stapler versehen werden, z. B. in Form eines an der Plattformkante angebrachten Radabweisers. Die Höhe des Abweisers sollte mindestens dem größten Rad-Durchmesser entsprechen, das auf der Plattform eingesetzt wird.

Fahrbare Rampen sind im Gegensatz zu festen Laderampen oder Ladeplattformen ortsveränderlich. An sie gelten in Bezug auf die Mindestbreite die gleichen Anforderungen wie für ortsfeste Rampen. Die Rampen sollten keinen größeren Steigungswinkel als 7 Grad aufweisen. Die ungesicherte Rampenkanten sind durch gelb-schwarze Schrägstreifen (Mindestbreite 10 cm) zu kennzeichnen, um diesen Gefahrenbereich weithin sichtbar zu markieren.

 

Sicheres Be- und Entladen von Fahrzeugen

Zeitdruck, ungenügende Absprachen und Missverständnisse führen häufig zu Unfällen bei Be- und Entlade-Vorgängen

Unternehmerin bzw. Unternehmer sollten vorab Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten klären und diese dann schriftlich festlegen z. B. Weisungsbefugnisse, Nutzung und Instandhaltung von Arbeitsmitteln (Hubstapler, Hebebühnen), Ladungssicherung.

Beschäftigte dürfen Gabelstapler nur führen, wenn sie einen Staplerschein besitzen, geeignet und darin unterwiesen sind sowie durch die Unternehmerin oder den Unternehmer schriftlich beauftragt worden sind.

Sich über betriebsspezifische Regelungen und Gegebenheiten zu informieren kann Ärger ersparen z. B.: muss die persönliche Schutzausrüstung benutzt werden – wo soll das Fahrzeug abgestellt werden – herrscht im Betrieb ein generelles Rauchverbot.

Vor Ort klare und unmissverständliche Absprachen treffen. Fahrzeuge sind durch Betätigen der Feststellbremsen (auch am Anhänger oder Auflieger) sowie Anlegen von Unterlegkeilen gegen Wegrollen zu sichern – die Be- bzw. Entladeposition für das Fahrzeug zuweisen lassen – keine Verkehrswege oder Notausgänge zustellen – klappbare oder versenkbare Geländer, Haltegriffe, Laufstege, Stand- und Arbeitsflächen für das Begehen der Arbeitsplätze auf Fahrzeugen nutzen – persönliche Schutzausrüstung oder Warnkleidung zur besseren Sichtbarkeit tragen.

 

Aufenthalt im Gefahrenbereich

Beschäftigte dürfen sich beim Be- und Entladen nicht in Gefahrenbereichen aufhalten. Dazu gehören z. B.: abrutschende Ladung, sich absenkenden Aufbauten, ungesicherten Fahrzeugteile in geöffneter oder angehobener Stellung.

Immer daran denken, dass der Staplerfahrer durch die Ladung und den Hubmast eine erheblich eingeschränkte Sicht hat.

Mehr dazu auch unter:

http://www.staplerschein-oesterreich.at

Mst. Ausbildungsleiter Fuchshofer Martin

 

 


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Sicherheitsvorschriften beim Einsatz von Hubstaplern

Sicherheitsvorschriften beim Einsatz von Hubstaplern

Bei dem Einsatz von Hubstaplern sind eine Anzahl von Vorschriften zu beachten. Unterschieden werden diese nach technischen Vorschriften, den Stapler betreffend und solchen, die allein den Staplerfahrer betreffen. Die wichtigsten und grundlegenden Regelungen sind.

  • ohne Staplerschein geht gar nichts und
  • Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr dĂĽrfen selbstfahrende Arbeitsmittel, wie z. B. Hubstapler, grundsätzlich nicht betreiben.
  • Arbeitgeber dĂĽrfen ausschlieĂźlich nur solche Arbeitnehmer (w/m) mit der FĂĽhrung von Hubstaplern beauftragen, die entsprechende Fachkenntnisse durch ein Zeugnis („Staplerschein“) nachweisen können.
  •  

Hubstapler

Hubstapler sind in der Regel selbstfahrende Arbeitsmittel mit einem Hubmast, die mittels Gabeln,

Plattformen o. Ä., Lasten heben, absetzen oder stapeln können.

Arbeitsmittel, die vergleichbar eingesetzt werden können und keinen Hubmast besitzen, sind keine Hubstapler im herkömmlichen Sinn (z. B. Radlader mit Gabeln zum Heben oder Stapeln von Lasten).

Gefahren

Arbeiten mit oder auf Hubstaplern bergen Risiken – darüber muss sich der Fahrer jederzeit im Klaren sein. Der Hubstapler kann – ohne sichtbare Kraftanstrengung durch den Fahrer – Lasten von einer Tonne und mehr in verschiedene Richtungen bewegen, das fordert Vorausschauen und die ständige Aufmerksamkeit des Fahrers. Erhöhte Aufmerksamkeit vermeidet Schäden an anderen Fahrzeugen, Personen, Gütern oder der Lagereinrichtung.

Ein Stapler ist aber nur dann sicher zu beherrschen, wenn das Gerät allzeit einwandfrei funktioniert. Hubstapler müssen daher mindestens einmal pro Jahr zur wiederkehrenden Prüfung.

 

Wiederkehrende PrĂĽfung

Diese jährliche wiederkehrende Prüfung umfasst den Zustand der Verschleißteile, die Einstellung und Funktionsprüfung sicherheitsrelevanter Bauteile. Diese Prüfungen dürfen akkreditierte Prüfstellen, Technische Büros einschlägiger Fachrichtung, Ziviltechniker oder sonstige geeignete fachkundige Personen durchführen.

 

Innerbetriebliche Fahrbewilligung

Arbeitnehmer (w/m) benötigen generell – unabhängig vom Staplerschein zum Führen von Hubstaplern auch eine innerbetriebliche Fahrbewilligung des Arbeitgebers. Vor ihrer Erteilung ist der betroffene Staplerfahrer (w/m) speziell im Umgang mit dem zu fahrenden Hubstapler zu unterweisen.

 

Mit dem Führen und Lenken von selbstfahrenden Arbeitsmitteln (Hubstapler), in Arbeitsstätten, auf Baustellen und auf auswärtigen Arbeitsstellen, auf denen die StVO nicht gilt, dürfen nur Arbeitnehmer (w/m) beschäftigt werden, die über eine Fahrbewilligung des Arbeitgebers (w/m) verfügen. Die Fahrbewilligung für das Führen von Staplern darf nur erteilt werden, wenn der Nachweis der erforderlichen Fachkenntnisse (Staplerprüfung, Staplerschein o. Ä.) vorliegt.

 

Hinweis:

Die Fahrbewilligung ist für alle selbstfahrenden Arbeitsmittel erforderlich, also z. B. auch für motorisch angetriebene deichselgeführte Stapler, Portalstapler oder Teleskopstapler.

Für die Fahrbewilligung können Vordrucke verwendet werden oder Sie können formlos ausgestellt werden.

 

Beachten!

Für Arbeitskörbe bzw. für Hubstapler mit Arbeitskörben zum Anheben von Personen gelten strengere Bestimmungen für Abnahme und wiederkehrende Prüfung.

 

Öffentlicher Verkehrsflächen

In nachfolgenden Fällen sind das Kraftfahrgesetz (KFG – betrifft insbesondere technische Bau- und Ausstattungsvorschriften sowie die Zulassung zum Verkehr) und das Führerscheingesetz

(FSG) nicht anzuwenden:

  • öffentliche Verkehrsflächen werden mit dem Stapler nur ĂĽberquert oder auf ganz

  kurzen Strecken oder auf gekennzeichneten Baustellen befahren, oder

  • der Stapler besitzt eine Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 10 km/h (Kennzeichnung hinten mit weiĂźer Tafel mit Aufschrift „10 km“).

 

Andernfalls sind das Kraftfahrgesetz und das FĂĽhrerscheingesetz zu beachten.

Mehr dazu auch unter:

Haftung beim Einsatz von Arbeitnehmern ohne Staplerschein

Informationen und Rechtsvorschriften

Weitergehende praktische Hinweise für den Betrieb von Staplern finden Sie in folgenden Gesetzestexten oder Merkblättern:

  • Stapler mit Fahrersitz

                www.auva.at/cdscontent/?contentid=10007.756395

www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20005222

  • Verordnung ĂĽber Beschäftigungsverbote fĂĽr Jugendliche

www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10009096

  • Arbeitsmittelverordnung

www. ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20000727

  • Kraftfahrgesetz 1967

www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10011384&Sho

  • FĂĽhrerscheingesetz

https://ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10012723

 


Staplerschein Kurs

Be- und Entladen von LKW mit dem Hubstapler

Fahrzeuge unterschiedlichster Bauart mit dem Hubstapler Be- oder Entladen zählt zu den gefährlichen Aufgaben. Jahr für Jahr verunglücken bei dieser Arbeit Staplerfahrer und Ladepersonal tödlich oder sie ziehen sich schwerste Verletzungen zu. Häufigste Unfallursachen sind Stürze von Fahrzeugen, bei der Arbeit angefahren oder gar überrollt werden und Kollisionen mit mangelhaft gesicherter Ladung.

Absprachen

Ungenügende Absprachen und Missverständnisse über die Arbeitsabläufe beim Be- und Entladen von Fahrzeugen führen häufig zu Unfällen.  Es ist die Aufgabe des zuständigen Unternehmers vorab Zuständigkeiten und Verantwortungen zu klären und diese schriftlich festzulegen. Das betrifft in erster Linie die Nutzung und Instandhaltung der einzusetzenden Betriebsmittel, der Ladungssicherung und natürlich die Weisungsbefugnisse. Vom Fahrer vor Ort werden klare und unmissverständliche Absprachen erwartet.

Ladestege und Ladeschienen

Ladestege ähneln zwar in ihrem Aufbau den fahrbaren Rampen, sind jedoch deutlich leichter ausgeführt, daher in keiner Weise geeignet, mit dem Hubstapler befahren zu werden. Sie sind nur für handbetätigte und handgeführte Geräte geeignet.

Ladeschienen werden paarweise eingesetzt, sind ortsveränderliche Einrichtungen. Üblicherweise werden diese verwendet, um Fahrzeuge wie Bagger oder Radlader auf einen LKW zu verladen, sie sind vollkommen ungeeignet für Einsätze mit Hubstaplern.

LadebrĂĽcken

Ladebrücken sind meist fest installierte technische Einrichtungen an Laderampen, mit denen der Abstand zwischen Fahrzeug und Ladezone überbrückt wird. Ausreichende Tragfähigkeit ist Grundvoraussetzung, sie sollten außerdem ausreichend ausgeleuchtet und sicher zu befahren sein.

Sicherheitseinrichtungen der Ladebrücke sind vor jedem Befahren oder Begehen in Funktionsstellung zu bringen und gegen das unabsichtliche Lösen zu sichern. Die Sicherung muss von der Rampe in den LKW als auch vom LKW auf die Rampe wirken. Wird die Sicherung nicht ordnungsgemäß eingestellt, kann der Stapler auf der Ladebrücke abrutschen. Selbsttätig sichernde Ladebrücken zu bevorzugen.

Die Ladebrücken-Steigung sollten von 12,5 Prozent nicht überschreiten, dabei möglichst waagerecht an die Fahrzeugbodenkante anschließen.

Regelmäßige Prüfungen

Fest verbundene Ladebrücken und separat stehende Laderampen, fahrbare Rampen oder Ladebordwände und auch Hubladebühnen unterliegen der regelmäßigen Prüfung, d. h. mindestens einmal im Jahr müssen sie durch eine befähigte Person oder einen Sachkundigen auf ihren betriebssicheren Zustand überprüft werden.

Die Prüfung einer an einem LKW festverbundenen Hubladebühne erfolgt im Rahmen der wiederkehrende Begutachtung. Dies ist nur eine Prüfung auf Augenschein und Funktionsfähigkeit der Steuerung und Warnleuchten. Daher muss eine weitergehende jährliche Prüfung auf sicherheitsrelevante Aspekte zusätzlich erfolgen und nachgewiesen werden.

Vergleichbare Regelungen gelten auch für Ladeplattformen, Ladestege, Ladeschienen und freibewegliche Ladebrücken: Diese müssen ebenfalls regelmäßig – mindestens einmal im Jahr – fachkundig geprüft und freigegeben werden.

Fallen beim Betrieb Sicherheitsmängel oder Beschädigungen auf – die geeignet sind – die Arbeitssicherheit zu gefährden, muss das sofort an den Vorgesetzten gemeldet werden. Der ist dafür verantwortlich, dass die Geräte stillgelegt werden, bis die Mängel beseitigt sind und die Betriebssicherheit hergestellt ist. 

 


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Innerbetriebliche Verkehrsführung – eine Aufgabe für Experten

Innerbetriebliche Verkehrsführung – eine Aufgabe für Experten

 

Generell besteht in jedem Unternehmen, in dem Hubstapler und Fußgänger auf einer Ebene unterwegs sind, ein erhöhtes Unfallrisiko. Das betrifft zum einen den Staplerfahrer selbst, doch immer häufiger auch unbeteiligte Dritte, die durch falsches Verhalten, unangemessene Geschwindigkeit, Fahrlässigkeit oder das Zusammentreffen ungünstiger Umstände in einen Unfall verwickelt werden.

 

Anfahrunfälle

Unfälle dieser Art entstehen meist durch eine eingeschränkte Sicht des Fahrers, häufiger auch in Verbindung mit nicht angepasster Geschwindigkeit und in der Folge einem verlängerten Brems- und Anhalteweg. Gerade Fußgänger müssen darum auf Verkehrswegen mit Staplerverkehr besonders aufmerksam agieren und darauf achten, dass sie sich nie in den toten Winkel des Staplers geraten.

 

In dieser Situation sollte es selbstverständlich sein, dass erst dann losgefahren wird, wenn die Sicht in Fahrtrichtung frei ist, Fußgänger den Fahrbereich verlassen haben. Bei unübersichtlichem Terrain ist es sicherer, wenn sich der Staplerfahrer durch eine weitere Person am Boden einweisen lässt oder wenn möglich vorhandene Hilfsmittel wie Kameras und Monitor verwenden. Grundvoraussetzung ist dabei immer, mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren und stets bremsbereit zu sein, insbesondere bei Begegnungen mit Fußgängern und/oder andere Stapler im Begegnungsbereich operieren.

 

Innerbetriebliche Verkehrswege – die sorgen für Sicherheit

Experten es zu – auf den innerbetrieblichen Verkehrswegen vieler Unternehmen sind Sicherheitsmängel eher die Regel als die Ausnahme. Lkw, Rollcontainer und Flurförderzeuge fahren, rangieren und laden auf oder ab, Betriebsangehörige und Besucher nutzen als Fußgänger die Wege. Rund 25 Prozent aller Arbeitsunfälle ereignen sich auf innerbetrieblichen Verkehrswegen.

 

Sichere Verkehrswege drinnen und drauĂźen

Verkehrswege im Betrieb dienen dem Zugang zu Arbeitsplätzen, dem Güter-Transport und den selbstfahrenden Arbeitsmitteln. Der Gesetzgeber unterscheidet Verkehrswege mit Fußgängerverkehr, mit Fahrverkehr und mit gemeinsamem Geh- und Fahrverkehr. Die wichtigsten Formen sind:

 

Zugänge zu und Verbindungen von Arbeitsplätzen

  • Treppen, Rampen, Leitern und sonstige Aufstiege
  • FahrstraĂźen im Freien und in Gebäuden
  • Wege zur Aufnahme des Wartungs- und Reparaturverkehrs
  • Rettungswege

 

Der Gesetzgeber schreibt nur vage vor, dass Verkehrswege „in ausreichender Anzahl“ vorhanden sein müssen. Dies lässt Unternehmen viel Gestaltungsspielraum. Die Mindestbreite der Gehwege wird anhand der Personen-Höchstzahl, die diesen Weg zu einem bestimmten Zeitpunkt nutzen, festgelegt.

 

Die Breite der Wege des Fahrverkehrs hängt vom Umfang des innerbetrieblichen Fahrverkehrs, von den eingesetzten Transportmitteln und vom Ladegut ab. Auch die vorgeschriebene Höhe variiert stark, da sie von vielen Nutzungsparametern abhängt.

 

Trennung von Fahr- und Fußgängerverkehr

Optimal: Als wichtigste Sicherheitsmaßnahme gilt die möglichst strikte Trennung von Wegen für den Geh- und den Fahrverkehr. Farbige Markierungen zeigen auf dem Boden, wo nur gefahren werden darf und welche Bereiche den Fußgängern vorbehalten sind. Hindernisse werden durch gelb-schwarze Markierungen hervorgehoben, vorübergehende Behinderungen mit rot-weißen Streifen markiert, Gefahrenzonen durch Spiegel o. Ä. entschärft. Bereiche, die generell von Fußgängern nicht betreten werden dürfen, sollten zusätzlich mit Verbotsschildern gekennzeichnet sein.

 

Wo Fußgänger-Wege und Fahrverkehrswege kreuzen, sollten an günstiger Stelle die Fußübergänge mit Zebrastreifen gekennzeichnet sein. Kurze Wege entschärfen die Gefahren innerbetrieblicher Transporte. Verkehrswege in Gebäuden und im Freien müssen während der Betriebszeit ausreichend beleuchtet sein, besonders zu beachten sind gefährdete Bereiche wie Treppen, Stufen etc. Eine Notbeleuchtung für alle Verkehrswege muss gewährleistet sein. Geländer, feste Abschrankungen und Brüstungen dienen dazu, für Sicherheit auf hoch gelegenen Verkehrswegen, Rampen, Laufstegen, Treppen u. Ä. zu sorgen.

 

„Konsequente Trennung der Nutzungen schafft Sicherheit“

Dem Zustand der innerbetrieblichen Verkehrswege in deutschen Unternehmen kann generell ein gutes Zeugnis ausgestellt werden. Beanstandungen dagegen gibt es häufiger bei doppelter oder unzulässiger Nutzung der Verkehrsflächen. Wo Fußgänger und z. B. Hubstapler gemeinsame Verkehrswege benutzen, kommt es häufig zu Unfällen. Auch Kreuzungen, Ein- und Ausgänge sowie Tore sind Orte, an denen die Unfallgefahr steigt.

Fast selbstverständlich ist häufig leider eine Zweckentfremdung von Verkehrswegen als Lagerersatz, werden diese vollgestellt – steigt das Unfallrisiko deutlich.

 

Allen Verantwortlichen wird ans Herz gelegt, solche Schlampereien bei den jährlichen Unterweisungen klar reklamieren. Es ist unmöglich, dass Verkehrswege aus grundsätzlichem Platzmangel zu Lagerflächen umfunktioniert werden, hier muss die Unternehmensleitung umgehend Abhilfe schaffen. Werden Flucht- und Rettungswege nicht freigehalten, kann dies dramatische Folgen haben. Deshalb sollten hier keinerlei Nachlässigkeiten geduldet werden.

 

Unterweisungen sind vorgeschrieben und sinnvoll

Mitarbeiter müssen mindestens einmal jährlich dazu angehalten werden, sich auf innerbetrieblichen Verkehrswegen sicherheitsbewusst zu bewegen. Dabei ist auf die Gefahren aufmerksam zu machen, welche sich aus unvorsichtigem Verhalten ergeben. Für Fahrer von Hubstaplern und anderen Fahrzeugen gelten zusätzliche Unterweisungen.

 

Innerbetriebliche Verkehrswege und der Experte als Sachverständiger

Meist enden innerbetriebliche Diskussionen über die Neugestaltung oder Neu- und Ausbau mit den Worten „Passt scho“. Dabei wird häufig übersehen, dass in den Jahren zuvor, der Betrieb zwar gewachsen ist, für die Betriebswege im Innern aber ist die Zeit stehen geblieben. Eine typische Aufgabe für einen Sachverständigen der Branche:

 

Martin Fuchshofer von „Staplerschein Österreich“ ist Ausbildungsleiter der Bildungseinrichtung für das Führen von Hubstaplern, ist Meister für Maschinen- und Fertigungstechnik, ist Experte und Sachverständiger. Aus vielen Kursen in Unternehmen hat er Detailkenntnis der Arbeitsabläufe mit Hubstaplern. Unvoreingenommen kann er die innerbetrieblichen Verkehrsabläufe beurteilen, kann sie neu zuordnen und Vorschläge zur Neugestaltung unterbreiten. Nutzen Sie die Chance.

 


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Gutachten fĂĽr Versicherungen, Firmen und Privatpersonen?

Gutachten fĂĽr Versicherungen, Firmen und Privatpersonen?

Stapler – Hublast – Hubhöhe

Gabelstapler oder Hubstapler gehören zu den selbstfahrenden Flurförderzeugen, ihr Einsatzgebiet ist der innerbetriebliche Warenumschlag und Transport. Die gebräuchliche Hublast liegt zwischen einer und acht Tonnen. Hubhöhen von bis zu sechs Metern sind normal möglich. Moderne Hubgerüste können jedoch auf bis zu 12 Meter ausgelegt werden und können problemlos Hochregale bedienen. Kraftprotze unter den größeren Staplern können bis zu 70 Tonnen Last tragen.

Technik – Antrieb – Lenkung – Stand

Hub- oder Gabelstapler werden fast immer durch einen mitfahrenden Bediener gesteuert, der Antrieb erfolgt durch einem Verbrennungs- oder Elektromotor. Die Motoren verbrennen Flüssig-, Erdgas oder Dieselkraftstoff. In Innenräumen dürfen nur elektrisch oder mit Gas betriebene Hubstapler eingesetzt werden. Die Kraft zum Heben, Kippen und teilweise der Lenkhilfe wird hydraulisch übertragen.

Der Antrieb mit einem Elektromotor vermeidet Schadstoffemissionen. Der benötigt eine Traktionsbatterie, deren Masse zum Schwerpunktausgleich im Stapler beiträgt. In der Regel werden Bleibatterien in Stahltrögen, oft mit einer Nennspannung von 80 Volt eingesetzt.

Hubstapler haben eine gewöhnungsbedürftige Lenkung mit großem Lenkeinschlag und einen geringen Wendekreis. Der Wendekreis ist etwa nur so groß wie die Fahrzeuglänge, Stapler haben drei oder vier Räder. Die dreirädrige Bauweise hat das Einzelrad hinten, bei der vierrädrigen sind die hinteren Räder meist durch eine Pendel-Starrachse verbunden, die an einem Punkt mit dem Stapler tragend fixiert ist.

Die meisten Gabelstapler keine Achsfederung, das verbessert die Standsicherheit.  Bei vierrädrigen Staplern können jedoch Schwingungsdämpfer an der hinteren Pendelachse montiert sein, die ein Schwanken verhindern sollen.

 

Unfall geschehen

Die tragischen Unfälle zeigen: Sicherheit im Umgang mit Gabelstaplern ist nach wie vor ein heikles brandaktuelles Thema. Die Zahlen der Unfallstatistiken und Unfallursachen stimmen nachdenklich, obwohl die Zahl der meldepflichtigen Unfälle am Arbeitsplatz bei Hubstaplern nur etwa 1,3 Prozent am Gesamtunfallgeschehen ausmacht, die Zahl der tödlichen Unfälle rückläufig ist.

  • 58 % Anfahrunfälle – Unfälle, bei denen Beteiligte vom Stapler angefahren, gestreift oder eingequetscht werden.
  • 18 % Unfälle geschehen beim Auf- und Absteigen am Stapler.
  • 4 % Kippunfälle, ausgelöst durch zu hohe Kurvengeschwindigkeit oder Fahrten mit angehobener Last.
  • 20 % der restlichen Unfälle entfallen auf abstĂĽrzende Lasten, unbefugtes Mitfahren, Reparaturen oder Montage.

Die Ursache der meisten Unfälle sind Fahrfehler (menschliches Versagen). Aber auch unzureichende Regelung des innerbetrieblichen Verkehrs (Stapler und Fußgänger auf einer Ebene) und Wartungsmängel haben ihren Anteil.

 

Rechtsvorschrift fĂĽr Fachkenntnisnachweis-Verordnung

Geltungsbereich

  • 1. Diese Verordnung gilt fĂĽr die Beschäftigung von Arbeitnehmern/Arbeitnehmerinnen in Arbeitsstätten, auf Baustellen oder an auswärtigen Arbeitsstellen im Sinn des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes (ASchG).

 

  • 2. Mit nachfolgenden Arbeiten dĂĽrfen Arbeitgeber/innen nur Arbeitnehmer/innen beschäftigen, die die entsprechenden Fachkenntnisse durch ein Zeugnis gemäß § 4 nachweisen:

1.DurchfĂĽhrung folgender Arbeiten mit besonderen Gefahren:

  1. b) Führen von Hubstaplern (§ 2 Abs. 9 AM-VO),

 

Fachkenntnisausbildungsgebiete

  • 6. Die Ausbildung muss je nach Ausbildungsgebiet mindestens die nachfolgend angefĂĽhrte Gesamtzahl an Unterrichtseinheiten (einschlieĂźlich praktischer Ăśbungen) umfassen:
  1. FĂĽhren von Hubstaplern: Mindestens 20,5 Unterrichtseinheiten (Anhang 2).

Quelle: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20005222

Hubstaplereinsatz & Sachverständiger

Vorstehende Texte machen klar, Staplerfahren ist einerseits eine abwechslungsreiche Tätigkeit, andererseits eine risikoreiche, vielseitiger Möglichkeit einen Unfall zu verursachen, in einen Unfall verwickelt zu werden oder unbewusst gegen bestehende Vorschriften zu verstoßen. Denn selbst der ausgereifte Hubstapler hat bei Fahren unter Last Schwachstellen, die selbst die verbaute Elektronik nicht ausbügeln kann. Das macht die Unfall-Analyse unter Umständen schwierig, fordert unendlich viel Sachkenntnis, setzt eigene Erfahrungen mit der Staplerarbeit voraus – Arbeit für einen Sachverständigen.

Gutachter & Sachverständiger

Martin Fuchshofer von „Staplerschein Österreich“ Gössendorf, ist Ausbildungsleiter der Bildungseinrichtung für das Führen von Hubstaplern, ist geprüfter Meister für Maschinen- und Fertigungstechnik und ist Experte und Sachverständiger. Er verfügt über Detailkenntnisse der innerbetrieblichen Verkehrsabläufe mit Hubstaplern, kennt die Vorteile der Trennung von Hubstaplerstraßen und Fußgängerwegen. Seine gewichtigen, innerbetrieblichen Anregungen für einen besseren Verkehrsfluss finden Gehör bei den Verantwortlichen.

Seine verfassten Gutachten und Exposés dienen der Sache, sind bei Interessenkonflikten eine profunde Entscheidungshilfe. 


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Die häufig zitierte tägliche Einsatzprüfung

Die häufig zitierte tägliche Einsatzprüfung

 

Hubstapler sind die eisernen „Arbeitspferde“ eines Unternehmens. Sie heben, transportieren und stapeln zuverlässig auch schwere Lasten, sind fast in jedem Winkel des Betriebs unterwegs und das an 360 Tagen im Jahr – rund um die Uhr. Die Beanspruchung – denen diese Kraftpakete ausgesetzt sind – ist entsprechend hoch. Das fordert Perfektion von Antrieb, Lenkung, Elektrik, Elektronik, Mechanik und Hydraulik, setz ein reibungsloses Zusammenspiel der einzelnen Segmente voraus.

 

Die Betriebssicherheit des Staplers ist jederzeit gefordert und um diese zu gewährleisten, ist der Staplerfahrer täglich verpflichtet, vor dem eigentlichen Arbeitsbeginn mit dem Stapler eine Sicht- und Funktionsprüfung des Hubstaplers durchzuführen.

 

Die SichtprĂĽfung

Bei der Sichtprüfung rund um den Stapler geht es um den äußeren Zustand, die Unversehrtheit des Staplers:

 

  • Gibt es erkennbare Beschädigungen an Karosserie oder Hubmast?
  • Sind die Reifen in Ordnung? Gibt es Schäden oder Fremdkörper in den Reifen? Sind die Radmuttern richtig angezogen? Stimmt der Druck bei Luftreifen?
  • Weisen die Gabelzinken Beschädigungen auf? Sind sie ordnungsgemäß gesichert?
  • Ist eine vorhandene Anhängevorrichtung unbeschädigt?
  • Ist die Spannung der Lastketten gleichmäßig und ausreichend?
  • Sind das Fahrerschutzdaches und seine Befestigung in Ordnung?
  • Ist das Lastschutzgitter in Ordnung?
  • Hat das Hydrauliköl den richtigen FĂĽllstand? Tropft etwas oder tritt Hydrauliköl irgendwo aus?
  • Sind – bei Verbrennungsmotoren – Luftfilter sauber?
  • Sind die Pedale griffig?
  • Sind bei Staplern mit Gasabtrieb die Flaschen richtig befestigt und die AnschlĂĽsse fest?
  • Sind – je nach Antriebsart – die FĂĽllstände von KĂĽhlwasser und Motoröl richtig bzw. ist die Batteriespannung in Ordnung?

 

Die FunktionsprĂĽfung

Die tägliche Prüfung dient der rechtzeitigen Erkennung von Ausfällen vitaler Funktionen:

 

  • Sind Beleuchtung, Hupe und ggf. akustischer RĂĽckfahrwarner funktionstĂĽchtig?
  • Ist das Lenkungsspiel maximal zwei Finger breit?
  • Funktionieren Betriebs- und Feststellbremse?
  • Ist die FĂĽhrung des Lastaufnahmemittels in Ordnung? Gibt es Unregelmäßigkeiten der FĂĽhrung beim Ausfahren bis Maximalstellung?
  • Ist die Abgasanlage dicht?
  • Tritt bei Neutralstellung des Hydrauliksystems kein Nachsenken auf?

 

Die Mängel – Stapler außer Betrieb

Wenn keine Mängel am Stapler vorhanden sind, darf der Stapler wieder in Betrieb genommen werden. Mängeln sind unverzüglich vom Staplerfahrer dem Vorgesetzten zu melden. Bewährt hat sich, Mängel schriftlich in einem Protokoll festzuhalten.

 

Ein Stapler, der außer Betrieb ist, wird – mit einem Schild gekennzeichnet – auf einer dafür vorgesehenen Fläche abgestellt. Der Stapler ist durch Abziehen des Schlüssels, Anziehen der Feststellbremse und ggf. durch Unterlegen von Keilen zu sichern.

 

Die Instandsetzung

Nur autorisiertes Fachpersonal aus dem eigenen Betrieb oder Fremdservice dürfen die Mängelbeseitigung vornehmen. Eine Wiederinbetriebnahme ist erst nach durchgeführter Mängelbeseitigung gestattet.

Die tägliche Zustandsprüfung kann kompliziert und zeitraubend erscheinen. In der Praxis ist der reale Zeitaufwand gering. Keinesfalls sollte die Sorgfaltspflicht der Routine zum Opfer fallen. Geht es doch um die Sicherheit für den Fahrer, für die Kollegen und für das Unternehmen. Auch trägt eine tägliche Prüfung dazu bei, Verschleißerscheinungen frühzeitig zu erkennen, vorbeugende Instandhaltung verhindert teure Ausfälle des Hubstaplers.

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Besondere Gefahrenstellen fĂĽr Hubstapler-Fahrer

Besondere Gefahrenstellen fĂĽr Hubstapler-Fahrer

Überall, wo sich Hubstapler und Fußgänger die Verkehrsflächen im Unternehmen teilen, herrscht erhöhtes Gefahrenpotenzial. Immer mehr Betriebe gehen aus diesem Grund dazu über, die Verkehrsflächen für Fußgänger und Stapler zu trennen bzw. entsprechend zu markieren. Nicht immer lassen die Räumlichkeiten das zu, außerdem funktioniert eine solche Regelung nur dann, wenn sich alle Beteiligten daran halten.

 

Vorsicht

Kreuzungen und Verzweigungen sind typische Gefahrenpunkte. Regale, Maschinen und Abgestelltes schränken die Sicht ein, der Staplerfahrer kann nicht sehen, wer oder was ihn erwartet, ihm entgegenkommt – vielleicht ist es ein Stapler. Hier heißt es besonders umsichtig handeln, die Fahrgeschwindigkeit so weit drosseln, dass ein Unfall ausgeschlossen werden kann.

 

Von Fußgängern erfordern erwähnte Stellen nicht nur erhöhte Aufmerksamkeit, keinesfalls sollten sie gedankenlos oder gar im Gespräch vertieft in eine Kreuzung oder Einmündung eintreten. Sich nur auf das Gehör zu verlassen – ist gefährlich, Elektrohubstapler sind heute sehr leise und ihre akustische Wahrnehmbarkeit stark eingeschränkt – dies ist vor allem der Fall, wenn Gehörschutz tragen Pflicht ist.

 

Aufmerksamkeit

Bei Lade- und Stapeltätigkeiten ist der Fahrer voll auf die Arbeitsabläufe konzentriert, hat dabei vor allem die Ladung im Auge – für Fußgänger stellt dies eine potenzielle Gefährdung dar. Den Stapler sollten sie erst passieren, wenn der Fahrer sie zur Kenntnis genommen hat. Blickkontakt zum Fahrer entspannt die Situation, zumal stets mit Rangierbewegungen des Staplers zu rechnen ist.

Das befreit den Staplerfahrer nicht, sein Umfeld im Auge zu halten und anstehende Manöver nur durchzuführen, wenn keine Personen im Aktionsradius sind.

 

Vorausschauend

Herkömmliche Begriffe aus dem Straßenverkehr wie angepasste Geschwindigkeit und Sicherheitsabstand sind auch für den Hubstaplerfahrer von Bedeutung und sind zu beachten. Eine abrupte Bremsung macht deutlich, dass sich Reaktionsweg und Bremsweg zum Anhalteweg addieren und starke Bremsung die Zuladung gefährden kann.

 

Hell, dunkel, vergilbt

Speziell für ein- oder ausfahrende Hubstapler bilden Hallen Tore eine Gefahrenquelle, denn eine Begegnung mit einem anderen Fahrzeug oder Fußgängern ist nie auszuschließen. Kein Grund, den Ort der Gefahr möglichst schnell zu verlassen, die Geschwindigkeit absenken ist der bessere Rat. Große Helligkeitsunterschiede sind bei Toren eine weitere Gefahr, denn die Augen brauchen Zeit sich an die jeweilige Helligkeit anzupassen.

 

Lamellenvorhänge schützen zwar gegen Zugluft, aber häufig sind sie verschmutzt oder total vergilbt. Das einst glasklare Material ist trüb geworden und verzerrt zusätzlich die Sicht, bleibt nur erhöhte Vorsicht bei Annäherung an diese Tore.

 

Ideal ist es, wenn an exponierten Stellen – Hallentoren – die Verkehrsbereiche voneinander getrennt sind. Fußgänger verringern die Gefahr, wenn sie die markierten Bereiche benutzen, nie an einem Tor den Verkehrsweg kreuzen.

Im Außenbereich ist Aufmerksamkeit angesagt, wenn Stapler, Fußgänger oder Radfahrer an der Toraußenseite zu dicht den Fahrweg kreuzen. Hier kann es blitzschnell zu brenzligen Gefahrensituation kommen.

 

Abseits

Weitere Gefahrenstellen warten im Außenbereich auf den Staplerfahrer. Dort wo Bodenunebenheiten wie ungedeckte Abflussrinnen, Gullys oder Bodenwellen die Fahrt erschweren. Langsames Überfahren und möglichst im rechten Winkel kann das Problem lösen. Obwohl der Staplerverkehr im Außenbereich Vorfahrt hat, muss der Fahrer immer damit rechnen, dass sich andere Verkehrsteilnehmer nicht an diese Vorschrift halten.

Gefahrenstellen für Hubstapler gibt es genug. Kein Staplerfahrer sollte eine Gefahrensituation dadurch schaffen, dass er seinen Stapler abstellt und Verkehrswege blockiert. Gefahrenträchtig ist es, wenn der Stapler nicht gegen Wegrollen bzw. unbefugte Benutzung gesichert ist.

www.staplerschein-oesterreich.at