Staplerschein – Österreich

Fragen, die die Welt der Staplerfahrer widerspiegeln

 

Sie bemühen sich um einen Staplerschein, sind bereits Profi – Fragen stellen sich immer wieder und Antworten darauf werden auch gefunden.

 

Was gibt es für Stapler?

Hubmaststapler. Gabelstapler bewegen Logistik-Welten in Handel, Gewerbe oder Industrie. Gabelstapler sind zum unentbehrlichen Transportmittel in der Logistik geworden.

Containerstapler – Kommissionierstapler – Schlepper – Schubmaststapler – Schwerlaststapler – Geländestapler –Teleskopstapler, um einige zu nennen.

 

Wie hoch kann ein Stapler heben?

Bei den gängigsten Hubstaplern bewegt sich die Hubhöhe zwischen 3 Meter und 6 Meter. Es werden aber auch Hubhöhen erreicht, die sich im Bereich zwischen 12 und 16 Metern bewegen können.

 

Was versteht man allgemein unter dem Begriff Flurförderzeuge?

Als Flurförderzeug werden alle gleislosen, gleisgebundenen oder spurgeführten Fahrzeuge bezeichnet, die im innerbetrieblichen Warentransport verwendet werden.

 

Was macht ein Teleskoplader/Teleskopstapler?

Ein Teleskoplader kann schwere Lasten tragen und befördern. Er kann als Gabelstapler, Hubarbeitsbühne, Traktor, Radlader, Kompaktlader oder als Kran eingesetzt werden. Unterschiedliche Anbaugeräte ermöglichen verschiedene Arbeitsbereiche.

 

Welchen Führerschein brauche ich für einen Teleskopstapler?

Der Besitz eines Führerscheins mindestens der Klasse F ist für das Fahren eines Teleskopladers auf öffentlichen Straßen, Wegen und Verkehrsflächen erforderlich. Genauer definiert es der Gesetzgeber:

Demnach wird für Telelader bis 3,5 t ein Führerschein der Klasse B und für Telelader über 3,5 t ein Führerschein der Klasse C oder F verlangt.

 

Was ist ein Gegengewichtsstapler?

Gegengewichtsstapler gehören zu den motorisierten Flurförderzeugen. Ein Gegengewichtsstapler ist ein Stapler in freitragender Bauweise. Das als Gegengewicht ausgebildete Heck des Staplers sorgt für den benötigten Kräfteausgleich. Universell eingesetzt werden sie in Lagern zum Ein- und Ausstapeln von Gütern in und aus Regalen, aber auch zum Be- und Entladen von Zulieferfahrzeugen.

 

Was ist ein Hubmaststapler?

Hubmaststapler sind fast immer als Gegengewichtsstapler ausgelegt. Dabei entspricht der Stapler dem Prinzip einer Wippe, die Vorderachse stellt die Kippachse dar. Das Eigengewicht des Staplers bildet das Gegengewicht zu der Last, die angehoben und transportiert werden soll.

 

Warum ein Schubmaststapler?

Der Vorteil des Schubmaststaplers überwiegt in der Möglichkeit, schwere Lasten sicher in sehr große Höhen zu heben. Ein weiterer Vorteil ist die Wendigkeit, die erlaubt, lange und schwere Gegenstände durch schmale Gänge zu transportieren.

 

Wie viel kann ein Gabelstapler heben?

Gängig sind Hubhöhen bis zu sechs Meter. Es gibt auch weit größere Fahrzeuge; die Tragkraft von Gabelstaplern kann je nach Größe und Eigengewicht über 70 Tonnen betragen. Spezielle Hubgerüste können auf zwölf Meter und mehr ausgelegt sein, um Hochregale zu bedienen.

 

Wann ist ein Lastschutzgitter notwendig?

Das Lastschutzgitter bei Flurförderzeugen sorgt dafür, dass Lasten nicht nach hinten rutschen können, wenn der Lastträger angehoben wird. Ohne sicherndes Gitter könnten die Lasten theoretisch auf den Fahrer stürzen, wäre eventuell lebensbedrohlich. Flurförderzeuge mit Fahrersitz ab einer Hubhöhe von 2,5 Metern müssen laut Vorschrift ein Lastschutzgitter aufweisen.

 

Was muss vor Benutzung des Hubstaplers täglich erfolgen?

Täglich vor Arbeitsbeginn muss der Fahrer den Hubstapler einer Sicht- und Funktionsprüfung unterziehen. Erst wenn keine Mängel ersichtlich sind, die Hydraulik keine Leckverluste aufweist, darf der Stapler in Bewegung gesetzt werden.

 

Welchen Einfluss hat der Lastschwerpunkt auf die Tragfähigkeit des Gabelstaplers?

Die Tragfähigkeit des Staplers ist dabei vom Lastschwerpunkt abhängig: Je länger, höher und breiter eine Last ist, desto mehr beeinflusst diese den Schwerpunkt eines Staplers. Die Tragfähigkeit nimmt mit zunehmender Hubhöhe und Lastschwerpunktabstand ab.


Staplerschein

Staplerschein Österreich / Deutschland

Wie viel kostet ein Staplerschein?

Diese Kosten entstehen beim Staplerschein

Die Kosten für zwei Tage bei 233,24 € und für drei Tage bei 327,25 €.


Ist es schwer Staplerschein zu machen?

Wer Stapler fahren will, muss zunächst einen Staplerschein erwerben. Wer bei der Schulung gut aufpasst, wird die theoretische Gabelstapler Prüfung meist ohne Probleme erfolgreich bewältigen, zumal eine falsche Antwort nicht automatisch bedeutet, dass die gesamte Prüfung nicht bestanden wird.


Wie lange dauert es, einen Staplerschein zu machen?

Diese Frage kann nur der Fragende selbst abschließend beantworten, den fix sind nur die Termine für die Vorbereitungs-Kurse. Wie viel Zeit in die Vorbereitung zum Kurs – Studium des Skriptums zum Kurs, ca. auf 70 Seiten komprimierter Lehrstoff zu Kurs und Prüfung – kann nur individuell erfasst werden. Hier entscheidet die Leistungs- und Aufnahmefähigkeit der einzelnen Kursteilnehmer und deren zeitliche Möglichkeiten zum Studium der Inhalte.


Was kostet der Staplerschein in Österreich?

Kursgebühr: Je nach Anbieter belaufen sich diese zwischen 280,00 € und 380,00 € und beinhalten folgende Leistungen: 21 Unterrichtseinheiten Theorie und Praxis, Abschlussprüfung und Ausstellung des Hubstaplerführerscheins. Staplerschein Österreich www.staplerschein-oesterreich.at bietet einen kompletten Service zum Preis von 279,00 €.


Wann darf ich einen Gabelstapler fahren?

Zum Stapler Fahren benötigst du einen Staplerschein. Mindestalter: 18 Jahre. Im Rahmen einer Berufsausbildung können unter bestimmten Bedingungen auch Jugendliche unter 18 Jahren Flurförderfahrzeuge unter Aufsicht selbstständig steuern.


Was für Fragen kommen beim Staplerschein?

Weitere Beispiele sind folgende Fragen: , „Welches Anbaugerät setzen Sie ein, um Papierrollen sicher und vorschriftsmäßig zu transportieren und zu stapeln?“ oder „Was prüft der Staplerfahrer laut den 4×4 Merkregeln der Einsatzprüfung im Fußraum des …


Ist ein Staplerschein immer gültig?

Der Staplerschein gilt in Deutschland ein Leben lang, wer die Prüfung einmal erfolgreich bestand hat, ist also sein gesamtes Berufsleben lang berechtigt, einen Stapler zu führen. Allerdings muss mindestens einmal im Jahr eine Unterweisung erfolgen.


Welche Klasse ist der Staplerschein?

Für die Ausübung mancher Berufe ist ein Staplerschein der Führerscheinklasse L notwendig. Mit diesem dürfen Sie nämlich Gabelstapler und andere sogenannte Flurfördergeräte steuern.


Wie viel verdient man als Gabelstaplerfahrer?

Gehälter für Staplerfahrer liegen zwischen einem Minimum von 1.565 € brutto pro Monat und einem Maximum von über 3.192 € brutto pro Monat. Zusätzlich zum Grundgehalt können auch Schichtzulagen und -zuschlägen anfallen, wie etwa eine Zulage für Nachtarbeit. Jobs als Staplerfahrer finden!


Wer muss die jährliche Unterweisung für Gabelstapler machen?


Staplerschein wie schwer?

Was heißt hier schwer? Gut machbar trifft es schon eher!

 

Was ist schon schwer, wenn man das Ziel – den Staplerschein – vor Augen hat, etwas erreichen will. Immerhin ist Staplerfahren eine verantwortungsvolle Aufgabe. Der Gesetzgeber schreibt die Mindestzahl der Ausbildungsstunden vor und weist den einzelnen Sachgebieten spezielle Unterrichtseinheiten (UE) zu.

Staplerschein

LEHRINHALTE FÜR DEN STAPLERFÜHRERSCHEIN

Welche Inhalte die Mindest- Ausbildung umfasst, ist exakt festgehalten. Es werden wichtige Kenntnisse zur Nutzung und Pflege von Hubstaplern vermittelt.

 

4 UE.                     Grundbegriffe der Elektrotechnik und der Mechanik,

4 UE.                     Funktionen eines Hubstaplers u. dessen mechanischer und elektrischer Ausrüstung,

4 UE.                     rechtliche Bedingungen wie Arbeitnehmerschutzvorschriften,

3,5 UE.                  Kenntnisse über Betrieb und Wartung,

2 UE.                     Sicherheitseinrichtungen des Hubstaplers,

2 UE.                     zur freien Verfügung,

1 UE.                     Praxis.

 

Die Gesamtzahl der UE muss mindestens 20,5 UE betragen, wobei eine UE mindestens 50 Unterrichtsminuten betragen muss.

 

Wie schnell sich jeder nach dem Erhalt der Unterlagen auf das abschließende Seminar zum Staplerschein vorbereitet, bleibt der Eigeninitiative überlassen. Sicher ist, dass es gut tut, einen Partner wie Staplerschein Österreich an der Seite zu haben, das verkürzt das Procedere und steigert die Chancen nach bestandener Prüfung mit dem Staplerschein im Scheckkartenformat den Heimweg anzutreten.

Staplerschein Kurs

Staplerschein Kurse

Übrigens der Staplerschein begleitet Sie ein Leben lang, er ist unbeschränkt gültig. Darf aber nicht heißen, dass er bei entsprechender Verfehlung vorübergehend oder auf Lebenszeit entzogen werden kann.

www.staplerschein-oesterreich.at

Staplerschein Österreich


Mit Führerscheinklasse „F“ein Flurförderzeug steuern

Mit Führerscheinklasse „F“ein Flurförderzeug steuern

 

Das Einsatzgebiet für Hubstapler ist hauptsächlich die innerbetriebliche Logistik, doch auch beim Be- und Entladen von Lkw oder anderen Fahrzeugen sind die selbstfahrenden Arbeitsmittel (Flurförderzeuge) die 1. Wahl. Hierbei kommen Stapler mehr oder weniger regelmäßig mit dem Verkehr auf öffentlichen Straßen in Kontakt. Wenn z. B. die Be- oder Entladung nicht an der Firmenrampe, sondern bedingt durch besondere Umstände auf einem öffentlichen Parkplatz oder einer Zufahrtsstraße durchgeführt werden muss.

 

Hubstapler im öffentlichen Verkehr

Diese Tätigkeiten bilden ein besonderes Risiko nicht nur für die andere Verkehrsteilnehmer, daher unterliegen sie auch weiteren rechtlichen Bedingungen.

 

Werden mit einem Hubstapler öffentliche Verkehrsflächen befahren, so treten das Kraftfahrgesetz und das Führerscheingesetz in Kraft. Demnach wird für Stapler bis 3,5 t ein Führerschein der Klasse B und für Stapler über 3,5 t ein Führerschein der Klasse C oder F verlangt, wenn öffentliche Verkehrsflächen mit dem Arbeitsmittel befahren werden. Der Hubstapler muss in diesem Fall auch über technische Ausstattungen verfügen, die die Verkehrstauglichkeit garantieren. Dazu gehören zum Beispiel Blinker, Abblendlicht, Bremslicht usw.

 

Führerscheine

Klasse B: Kraftwagen mit nicht mehr als acht Plätzen für beförderte Personen außer dem Lenkerplatz und mit einer höchsten zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 3.500 kg

Klasse F: Selbstfahrende Arbeitsmaschinen mit einer Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 50 km/h.

 

Ausnahmeregelung

Das Kraftfahrzeuggesetz und das Führerscheingesetz finden beim Befahren öffentlicher Straßenflächen in zwei Ausnahmefällen keine Anwendung. Erstens, wenn diese nur überquert werden, beziehungsweise der Stapler kurze oder gekennzeichnete Baustellenabschnitte befährt. Und zweitens, wenn der Stapler aufgrund seiner Bauart eine maximale Geschwindigkeit von 10 km/h erreichen kann und dies auch hinten am Stapler gekennzeichnet ist.

 

Definition der öffentlich-rechtlichen Verkehrsräume

Das sind Straßen, Wege und Plätze, die dem öffentlichen Straßenverkehr dienen und der Allgemeinheit zu Verkehrszwecken offenstehen. Also Autobahnen, Landstraßen, kommunale Straßen, Radwege und Bürgersteige, öffentliche Parkplätze usw. Diese Flächen gehören in der Regel dem Staat, sind also nicht in privatem Besitz.

 

Wichtige Hinweise:

  • Der Verkehr auf einer öffentlichen Straße ist nicht öffentlich, solange sie durch Absperrschranken oder ähnliche wirksame Mittel für alle Verkehrsarten gesperrt ist, z. B. wegen Bauarbeiten.

 

  • Promillegrenze, etc.: Es gilt im öffentlichen als auch im innerbetrieblichen Verkehr, dass Hubstapler unter Alkohol-, Drogen- oder Medikamenteneinfluss nicht gefahren werden dürfen.

 

  • Gültigkeit: Ist ein Staplerschein immer gültig? Der Staplerschein ist zeitlich unbegrenzt gültig, da heißt aber nicht, dass er auch bei Verfehlungen eingezogen werden kann.

 

WICHTIG:

Mehr auch unter: https://www.recht-empfinden.at/blog/2019/02/11/haftungsfragen-bei-der-benutzung-von-hubstaplern/

 

 

 

 

 

 

 

 


Stapler oder Kran? Das ist hier die Frage!

Stapler oder Kran? Das ist hier die Frage!

 

Hubstapler sind vielseitig einsetzbar. Ihr klassisches Spezialgebiet das Anheben, Befördern und Absetzen von Teil- oder Endprodukten auf Paletten oder in Boxen. Doch diese kleinen, wendigen Kraftprotze mit einer auf Leistung getrimmten Elektrik und Hydraulik, können noch viel mehr leisten.

 

Anbaugeräte in Kombination

Zahlreiche Anbaugeräte, speziell für den Einsatz an Hubstaplern entwickelt, bieten Funktionen an, die nicht nur die Produktivität erweitern, sondern neue Aufgabenbereiche erschließen, deren Ausmaß selbst den Gültigkeitsbereich des Staplerscheins überschreitet.

 

Anbaugeräte, die sowohl ohne Antrieb als auch mit hydraulischem oder elektrischem Antrieb – je nach gefordertem Einsatz – geliefert werden können. Diese Kombinationen erweitern den Einsatzbereich der Hubstapler.

 

Den Gesamtschwerpunkt beachten

Bei der Verwendung von Anbaugeräten ist darauf zu achten – der Gesamtschwerpunkt des Hubstaplers verschiebt sich. Dieser Schwerpunkt liegt ohne Last (Anbaugerät) etwa unter dem Fahrersitz und verschiebt sich mit Last nach vorn, die Tragfähigkeit verringert sich. Anbaugeräte können bis zu 800 kg wiegen, dies muss beim Anheben einer Last mit einem Anbaugerät stets zu berücksichtigen werden.

 

Mehr Einsatzmöglichkeiten – mehr Verantwortung

Die Kombination Hubstapler/Anbaugerät muss stimmig sein – hinsichtlich der Tragfähigkeit, der Befestigung und den Hydraulikanschlüssen. Bevor das Gerät benutzt werden darf, ist eine spezielle Unterweisung des Staplerfahrers erforderlich, dabei ist die jeweilige Betriebsanweisung zu beachten.

 

Stapler oder Kran – der Schein

Wenn der Hubstapler durch den Einsatz von Anbaugeräten zum Kran wird, dann greifen Teile der

Rechtsvorschrift für Fachkenntnisnachweis-Verordnung, Fassung vom 15.05.2021 – hier der:

 

Nachweis der Fachkenntnisse

  • 4. (1) Der Nachweis der für die Durchführung von Arbeiten gemäß § 2 erforderlichen Fachkenntnisse im Sinn des § 62 Abs. 1 Z 2 i. V. m. Abs. 2 und 4 ASchG gilt als erbracht, wenn

 

  1. der erfolgreiche Abschluss einer Ausbildung, die die Voraussetzungen nach dieser Verordnung erfüllt, durch ein Zeugnis gemäß § 11 bestätigt wird, oder
  2. die jeweiligen Fachkenntnisse durch ein Abschlusszeugnis einer Unterrichtsanstalt gemäß § 15 nachgewiesen werden.

 

(4) Entspricht beim Führen von motorisch betriebenen selbstfahrenden Arbeitsmitteln mit wechselbarer Zusatzausrüstung zum Einsatz als Kran oder als Hubstapler (Kran-Stapler-Kombinationsgeräte) der durchzuführende Arbeitsvorgang

 

  1. dem Führen von Kranen, ist der Nachweis der Fachkenntnisse für das Führen von Kranen erforderlich,
  2. dem Führen von Hubstaplern, ist der Nachweis der Fachkenntnisse für das Führen von Hubstaplern erforderlich.

 

Im Klartext heißt das: Gabelstapler Anbaugeräte wie Kranhaken, Kranarme und Traversen machen einen Fachkenntnisnachweis für das Führen von Kranen erforderlich – der Staplerschein ist in diesem Fall nicht gültig.

 

Kran-Anbaugeräte

Dort, wo Lasten von oben gefasst werden, kommen Krane zum Einsatz. Mit Lasthaken oder Kranarm wird der Hubstapler in wenigen Minuten zu einem mobilen Kran. Mit einem zum Kran gewandeltem Stapler lassen sich Fertigteile, Big-Bags und schwere Behälter wirtschaftlich anheben und transportieren.

 

Kranhaken

Eine einfache Lösung bestehend aus Kranhaken oder Lasthaken, der auf die Gabelzinken gesteckt und gesichert wird. Die Tragfähigkeit kann zwischen 500 kg und rund 8.000 kg liegen.

 

Teleskop-Kranarme

Teleskopierbare Kranarme bestehen aus einem starren äußeren Kranarm und einem innenliegenden ausziehbaren Teil. Der ausziehbare Teleskopteil wird in jeweiliger Position mit Steckbolzen gesichert. Einige Teleskop-Kranarme können direkt am Hubgerüst befestigt werden.

 

Quelle: RIS Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Fachkenntnisnachweis-Verordnung, Fassung vom 15.05.2021

Staplerschein

 

 

 

 

 

 

 


Hubstapler und die verpflichtende „Tägliche Einsatzprüfung“

Staplerschein Österreich

 

Hubstapler und die verpflichtende „Tägliche Einsatzprüfung“

 

Für jeden Flugzeugkapitän und seinen Co-Piloten ist der ausführliche Check seines Flugzeugs vor jedem Start eine Selbstverständlichkeit – ein Muss. Was am Rollfeld mit einer ausführlichen Sichtkontrolle beginnt, endet im Cockpit mit der Abarbeitung einer umfangreichen Checkliste. Sicherheit hat ihren Preis und kostet Zeit nicht nur bei hochsensiblen Flugzeugen.

 

Hubstapler sind die „Arbeitspferde“ der Logistikbranche, sind zugleich hochkomplexe selbstfahrende Arbeitsgeräte. Elektronik, Mechanik und Hydraulik greifen nahtlos ineinander, funktionieren, um größere Lasten zu heben und von A nach B zu transportieren, um sie dort passgenau abzusetzen oder einzulagern. Auch hier ist der Faktor Sicherheit unverzichtbar – vom Gesetzgeber fixiert in einer „Sicht- und Funktionsprüfung“ des Staplers.

 

Betriebssicherheit

Um die Betriebssicherheit eines Hubstaplers zu gewährleisten, ist der Staplerfahrer verpflichtet, vor der täglichen Arbeitsaufnahme eine Sicht- und Funktionsprüfung des Staplers durchzuführen. Dieser Zeitaufwand ist offizieller Teil der regulären Arbeitszeit.

 

Sichtprüfung

Bei der Sichtprüfung rund um den Stapler geht es zunächst einmal um den äußeren Zustand:

 

  • Sind erkennbare Beschädigungen an Karosserie oder Hubmast vorhanden?
  • Ist die Bereifung in Ordnung – gibt es Schäden oder Fremdkörper in den Reifen – sind die Radmuttern richtig angezogen – stimmt der vorgeschriebene Luftdruck bei der Bereifung?
  • Zeigen Gabelzinken Beschädigungen und sind sie ordnungsgemäß gesichert?
  • Ist eine Anhängevorrichtung beschädigt?
  • Ist die Lastketten-Spannung gleichmäßig und ausreichend?
  • Sind Fahrerschutzdach und die Befestigung im ordnungsgemäßen Zustand?
  • Ist das Lastschutzgitter fehlerlos?
  • Hydrauliköl – richtiger Füllstand? Tropft oder tritt Hydrauliköl aus?
  • sind die Luftfilter bei Verbrennungsmotoren sauber?
  • Sind die Pedale abrutschsicher?
  • Staplern mit Gasabtrieb – sind die Flaschen sicher befestigt, Anschlüsse festgezogen/dicht?
  • je nach Antriebsart – Kontrolle der Füllstände von Kühlwasser und Motoröl bzw. Kontrolle der Batteriespannung.

 

Funktionsprüfung

Es kann vorkommen, dass irgendetwas nicht ordnungsgemäß funktioniert. Deshalb ist es wichtig, dass selbst kleine Unregelmäßigkeiten rechtzeitig bemerkt bzw. erkannt werden.

 

  • Sind Beleuchtung, Hupe und ggf. akustischer Rückfahrwarner funktionstüchtig?
  • Ist das Lenkungsspiel maximal zwei Finger breit?
  • Funktionieren Betriebs- und Feststellbremse nach Vorschrift?
  • Ist die Führung des Lastaufnahmemittels in Ordnung? Gibt es eventuelle Unregelmäßigkeiten in der Führung beim Ausfahren bis Maximalstellung?
  • Ist die Abgasanlage dicht?
  • Tritt bei Neutralstellung des Hydrauliksystems kein Nachsenken auf?

 

Tritt ein Fehler am Stapler auf, ist es im Notfall sicherer, den Vorfall zu melden und den betroffenen Stapler bis zur Klärung der Situation vorübergehen stillzulegen, bevor ernsthafte Schäden an Personen oder dem Stapler entstehen.

 

Teile einer Kette

Hubstapler müssen zu jeder Zeit zuverlässig Lasten heben und transportieren, sind fast ständig in Bewegung – in vielen Unternehmen an 360 Tagen im Jahr und dann noch rund um die Uhr. Die Beanspruchungen dieser kleinen Kraftpakete sind enorm, setzt voraus, dass das Zusammenspiel von Antrieb, Lenkung, Elektrik, Elektronik, Mechanik und Hydraulik in jeder Phase perfekt ist, fehler- und reibungslos zu funktionieren hat – keine Schwachstellen aufweist.

 

Verhängnisvolle Fehleinschätzung

Wenn am Vortag ein Gabelstapler im voll funktionstüchtigen Zustand abgestellt wurde, heißt das nicht automatisch, dass er auch heute noch voll einsatzfähig ist und ohne Kontrolle eingesetzt werden kann bzw. darf. Auch hier gilt, um die Betriebssicherheit eines Hubstaplers zu gewährleisten, ist der Staplerfahrer verpflichtet, vor der täglichen Arbeitsaufnahme eine Sicht- und Funktionsprüfung des Staplers durchzuführen.

Die geforderte tägliche Kontrolle ist weder Schikane noch eine Fleißübung, sie ist eine absolute Pflicht!

 

Gefahren lauern

Folgende Kriterien können sich auf die geforderte reibungslose Funktionsweise des Staplers auswirken:

  • Witterungseinflüsse – Kälte, Hitze oder Feuchtigkeit,
  • Verschleiß: Glühbirnen, Reifen oder Bremsen.

 

„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“. Auf den Hubstapler gemünzt, hat diese alte Redewendung immer und zu jeder Zeit ihre Rechtfertigung.

Türkisch Staplerschein

Ungarisch Staplerschein

 


Staplerschein Kurs

Staplerschein + Fahrbewilligung und innerbetriebliche Betriebsanweisung

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Frage zur Fahrbewilligung von Flurförderfahrzeugen, evtl. können Sie mir weiterhelfen.

Für Stapler mit Fahrersitz benötigt man Staplerschein + Fahrbewilligung und auch eine innerbetriebliche Betriebsanweisung?

Für Flurförderfahrzeuge wie beispielsweise Stapler mit einer hochklappbaren Plattform (Stehstapler) benötigt man ebenfalls Staplerschein + Fahrbewilligung und innerbetriebliche Betriebsanweisung?

Meine Hauptfrage nun – benötigt man für deichselgeführte Stapler (Geh-Flurförderfahrzeuge) ebenfalls eine Fahrbewilligung oder in diesem Fall nicht und hat die Fahrbewilligung etwas mit dem Gewicht des Arbeitsgerätes zu tun?

Es wäre sehr freundlich, wenn Sie meine Fragen beantworten könnten.

Vielen Dank vorab !

ANTWORT:

Sehr geehrter Herr XY

Wir danken Ihnen für Ihre freundliche Anfrage, die wir im Detail nachstehend beantworten. Vorab die gesetzlichen Vorgaben:

Betriebsanweisung

Die Verpflichtung zur Erstellung von Betriebsanweisungen ist in § 23 (2) Arbeitsmittelverordnung (AM-VO) „Selbstfahrende Arbeitsmittel, Ladevorrichtungen“ geregelt.

„Für die Benutzung von selbstfahrenden Arbeitsmitteln sind unter Berücksichtigung der betrieblichen Gegebenheiten schriftliche Betriebsanweisungen zu erstellen. Für die Einhaltung der Betriebsanweisungen ist zu sorgen. Durch diese Betriebsanweisungen sind die notwendigen Maßnahmen im Sinne des Abs 1(Hinweis: Abs. 1 fordert die sichere Abwicklung des innerbetrieblichen Verkehrs) festzulegen, insbesondere Sicherheits- und Verkehrsregeln

  1. für das Aufnehmen, die Sicherung, den Transport und das Absetzen von Lasten,
  2. für das Be- und Entladen des Arbeitsmittels,
  3. gegebenenfalls für den Transport von Personen
  4. gegen die Inbetriebnahme des Arbeitsmittels durch Unbefugte,
  5. für den Fahrbetrieb,
  6. für die In- und Außerbetriebnahme“

Weiters müssen nach § 8 der AM-VO selbstfahrende Arbeitsmittel nur verwendet werden, wenn die wiederkehrenden Prüfungen durchgeführt wurden. Besteht eine Prüfpflicht nach dem Kraftfahrgesetz (KFG), so gilt diese.

 

Fahrbewilligung

Mit dem Führen eines selbstfahrenden Arbeitsmittels dürfen nur Personen beschäftigt werden, die über eine Fahrbewilligung im Sinne des § 33 AM-VO verfügen und besonders unterwiesen wurden. Bei Einsatz von betriebsfremden Arbeitnehmern muss zusätzlich zur Fahrbewilligung des Arbeitgebers auch eine Fahrbewilligung des für die Arbeitsstätte verantwortlichen Arbeitgebers vorhanden sein.

 

Für das Fahren mit Gabelstaplern braucht man einen Staplerschein und eine Fahrbewilligung.  Die Fahrbewilligung darf natürlich nur erteilt werden, wenn auch ein Staplerschein vorhanden ist.

 

Fragen

Für Stapler mit Fahrersitz benötigt man Staplerschein + Fahrbewilligung und auch eine innerbetriebliche Betriebsanweisung? Das ist so richtig: Staplerschein, Fahrbewilligung und Betriebsanweisung sind Pflicht!

 

Für Flurförderfahrzeuge wie beispielsweise Stapler mit einer hochklappbaren Plattform (Stehstapler) benötigt man ebenfalls Staplerschein + Fahrbewilligung und innerbetriebliche Betriebsanweisung? Das ist so richtig: Staplerschein, Fahrbewilligung und Betriebsanweisung sind Pflicht

Meine Hauptfrage nun – benötigt man für deichselgeführte Stapler (Geh-Flurförderfahrzeuge) ebenfalls eine Fahrbewilligung oder in diesem Fall nicht und hat die Fahrbewilligung etwas mit dem Gewicht des Arbeitsgerätes zu tun? Nachstehend die Besonderheiten für deichselgeführte Stapler.

 

Deichselgeführte Stapler sind Geh-Flurförderzeuge, die von Mitgängern über eine Deichsel bedient werden. Mit einer Gabel, einer Plattform oder einem anderen Lastträger werden Lasten angehoben, um sie zu stapeln oder in Regale einzubringen.

 

Anforderung

Wer darf einen deichselgeführten Stapler bedienen? Nur mindestens 18 Jahre alte, körperlich und geistig geeignete Personen dürfen deichselgeführte Stapler führen.

 

Unterweisung

Unterweisung Unterweisungen müssen vor dem erstmaligen Einsatz, in regelmäßigen Abständen sowie nach Unfällen und Beinaheunfällen nachweislich durchgeführt werden. Wichtige Punkte zur Unterweisung finden Sie u. a. in

  • den Evaluierungsunterlagen,
  • der Betriebsanleitung des Herstellers,
  • den Betriebsanweisungen der Firma.

Die Bedienungsperson muss in die Funktionsweise und Handhabung des Staplers sowie in die sichere Arbeitsweise eingeschult werden. Diese Schulung kann durch geeignete fachkundige Personen des eigenen Betriebes oder durch den Hersteller erfolgen.

 

Betriebsanweisung

Für den Staplerbetrieb ist eine schriftliche Betriebsanweisung notwendig. Darin finden Sie folgende Sicherheits- und Verkehrsregeln:

  • Aufnehmen, Sicherung, Transport und Absetzen von Lasten
  • Be- und Entladen des Staplers
  • Sicherung gegen unbefugte Inbetriebnahme durch Unbefugte
  • Fahrbetrieb
  • In- und Außerbetriebnahme
  • Wechseln und Laden der Batterien
  • Sondereinsätze

 

Wir hoffen, Ihre gestellten Fragen ausreichend (Stand 22. April 2021) und gewissenhaft beantwortet zu haben. Eine Rechtsverbindlichkeit und eine daraus eventuell resultierende Haftung müssen wir ausschließen.

Mit freundlichen Grüßen

Staplerschein Österreich

 

 


Staplerschein Kurs

Staplerschein – kein Garant für einen Arbeitsplatz

Staplerschein – kein Garant für einen Arbeitsplatz

 

Ausgegebenem Anlass soll klargestellt werden, dass der Erwerb des Staplerscheins zwar helfen kann, einen bestehenden Arbeitsplatz zu sichern aber generell eine Zusatzqualifikation für ein bestehendes Arbeitsverhältnis sein sollte. Arbeitnehmer können dadurch ihre Arbeitsmarkt- und Karrierechancen verbessern.

 

Staplerfahrer

Schnelle Be- und Entladevorgänge von Zulieferfahrzeugen, innerbetrieblicher Transport von Gütern und Waren wären in der modernen Logistik und Lagerhaltung ohne Hubstapler nicht durchführbar. Hauptsächlich Unternehmen und Betriebe in Bereichen der Logistik, der Speditionen sowie im Handel und in der Produktion kommen Staplerfahrer zum Einsatz.

 

Staplerfahrer erfüllen dabei wichtige Funktionen. Trotzdem ist Staplerfahrer kein Lehrberuf, sondern „nur“ eine anspruchsvolle Zusatzqualifikation, nachzuweisen durch den Staplerschein, den Nachweis über entsprechende Sach- und Fachkenntnisse im Umgang mit Hubstaplern.

Arbeitgebern ist es nicht erlaubt, Arbeitnehmer/Innen zum Führen von Staplern zu veranlassen, die nicht im Besitz eines gültigen Staplerscheines sind.

 

Anforderungen

Der Staplerfahrer muss mindestens das 18. Lebensjahr vollendet haben, muss generell körperlich geeignet sein, d. h. muss über ein gutes Hör- und Sehvermögen verfügen und muss im Rahmen einer gezielten Ausbildung die erforderlichen theoretischen und praktischen Kenntnisse nachweisen.  

 

Dabei sind Erfahrungen im Lager und gewisse Grundverständnisse für technische und physikalische Zusammenhänge von Vorteil. Staplerfahrer sollten gewohnt sein, sorgfältig, präzise und geschickt zu arbeiten, in Stresssituationen den Überblick zu behalten und Ruhe bewahren.

 

Inzwischen werden auch wesentliche Abläufe der Logistik in die Informationstechnik eingebunden. Für den Staplerfahrer bedeutet das, er muss nicht nur den Stapler bedienen, sondern auch Aufgaben im IT-Bereich übernehmen. Das wiederum erfordert Grundverständnis der betrieblichen Arbeitsabläufe und des IT-Bereichs, wobei das geforderte Fachwissen im Rahmen der innerbetrieblichen Einarbeitung vermittelt wird.

 

Jobaussichten

Für Staplerfahrer mit viel Erfahrung und entsprechender Routine sind die Aussichten auf einen Arbeitsplatz in normalen Zeiten gut. Denn solange Güter oder Waren produziert oder gelagert werden, sind Stapler im Einsatz und das nicht nur im Inland. Geübte zuverlässige Staplerfahrer werden auch jenseits der eigenen Landesgrenzen gesucht. Doch Achtung: Nicht überall wird der auf das jeweilige Land bezogene Staplerschein auch anerkannt. Es kann geschehen, dass selbst ein erfahrener Staplerfahrer nochmals seine Eignung oder Qualifikation nachweisen muss.

 

Erfahrungen sammeln

Wer also als Greenhorn unter den Staplerfahrern auf Jobsuche ist, sollte nicht zu hohe Ansprüche an den neuen Job stellen. Zugreifen, wenn sich eine Gelegenheit bietet, auch wenn der Arbeitsplatz nicht unbedingt den gestellten Erwartungen entspricht. Staplerfahrer für den Schichtdienst (Nachtschicht) – oder für ein Tiefkühllager – oder auch als Urlaubsvertretung sind für den Beginn einer Staplerkarriere durchaus machbar. Getreu dem Motto: „Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg“.

 

Auch ein Praktikum in einem Logistikunternehmen bietet sich an, für eine begrenzte Zeit ausgelegt, besteht die Chance der Vertiefung bereits erworbener oder noch zu erwerbender Kenntnisse in praktischer Anwendung des Hubstaplers oder auch eine Mitarbeit im IT-Bereich für das Erlernen neuer Kenntnisse und Fähigkeiten in einem Bereich der Logistik.

www.staplerschein-oesterreich.at


Tödlicher Unfall mit einem Hubstapler

Tödlicher Unfall mit einem Hubstapler

 

Anlass zu diesen Notizen ist ein tragischer Unfall in Deutschland, bei dem ein 16-Jähriger von einem Stapler überfahren und tödlich verletzt wurde, für den Jungen kam jede Hilfe zu spät.

Angeblich hat der 16-jährige Junge vorn auf den Zinken des Gabelstaplers gesessen als sie auf einer Landstraße unterwegs waren. Gelenkt wurde der Stapler von einem anderen Jungen. Der Unfall ereignete sich beim Abbiegen in eine Seitenstraße.

Der Junge rutschte von den Zinken auf die Straße, der 17-jährige Fahrer konnte nicht mehr bremsen, überrollte ihn mit dem Stapler, er erlag seinen schweren Verletzungen. 

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Gesetzliche Sicherheitsvorschriften

Nachstehend einige gesetzliche Vorgaben, die einem Fahrer eines Staplers bekannt oder vertraut sein sollten. Die Vorgaben wurden festgeschrieben, um die Sicherheit der Fahrer und eventuell betroffener Dritter zu gewährleisten.

 

Fachkenntnisnachweis-Verordnung, Fassung vom 06.04.2021

Beschäftigung der Arbeitnehmer/innen mit Fachkenntnissen

  • 2. Mit nachfolgenden Arbeiten dürfen Arbeitgeber/innen nur Arbeitnehmer/innen beschäftigen, die die entsprechenden Fachkenntnisse durch ein Zeugnis gemäß § 4 nachweisen:
  1. b) Führen von Hubstaplern (§ 2 Abs. 9 AM-VO),
  • 4.(1) Der Nachweis der für die Durchführung von Arbeiten gemäß § 2 erforderlichen Fachkenntnisse im Sinn des § 62 Abs. 1 Z 2 i. V. m. Abs. 2 und 4 ASchG gilt als erbracht, wenn
  1. der erfolgreiche Abschluss einer Ausbildung, die die Voraussetzungen nach dieser Verordnung erfüllt, durch ein Zeugnis gemäß § 11 bestätigt wird, oder
  2. die jeweiligen Fachkenntnisse durch ein Abschlusszeugnis einer Unterrichtsanstalt gemäß § 15

        nachgewiesen werden.

 

Ausbildung zum Erwerb von Fachkenntnissen

  • 5. (1) Eine Ausbildung zum Erwerb von Fachkenntnissen nach dieser Verordnung muss die notwendigen theoretischen Kenntnisse und praktischen Fähigkeiten auf den in § 6 angeführten Gebieten vermitteln. Sie hat den/die Auszubildende/n in die Lage zu versetzen,
  1. Arbeiten mit besonderen Gefahren gemäß § 2 Z 1 sicher durchzuführen.

 

(2) Die Ausbildung muss die in § 6 angeführte Mindestgesamtzahl an Unterrichtseinheiten des Ausbildungsgebiets sowie Ausbildungsinhalte und Mindestanzahl verbindlich vorgesehener und frei gestaltbarer Unterrichtseinheiten und praktischer Übungen laut Anhang umfassen.

 

(3) Eine theoretische Unterrichtseinheit muss mindestens 50 Minuten betragen. Frei gestaltbare Unterrichtseinheiten sind von der Ausbildungseinrichtung im Sinn der Ausbildungsziele inhaltlich und didaktisch zu gestalten. Praktische Übungen sind mindestens in dem im Anhang angeführten Ausmaß als Praxisübung pro Ausbildungsteilnehmer/in durchzuführen, soweit nicht ausdrücklich gemeinsame Vorführungen zulässig sind.

 

Fachkenntnisausbildungsgebiete

  • 6. Die Ausbildung muss je nach Ausbildungsgebiet mindestens die nachfolgend angeführte Gesamtzahl an Unterrichtseinheiten (einschließlich praktischer Übungen) umfassen:
  1. Führen von Hubstaplern: mindestens 20,5 Unterrichtseinheiten.

 

Arbeitsmittelverordnung (AM-VO), Fassung vom 06.04.2021

Begriffsbestimmungen

  • 2 Abs. (9) Hubstapler sind mit Gabeln, Plattformen oder anderen Lastaufnahmemitteln ausgerüstete selbstfahrende Arbeitsmittel mit Hubmast, die dazu bestimmt sind, Lasten zu heben, sie an einen anderen Ort zu verbringen, dort abzusetzen oder zu stapeln oder in Regale einzubringen oder um sonstige Manipulationstätigkeiten mit Lasten unter Verwendung besonderer Zusatzgeräte durchzuführen.

Hubstapler mit hubbewegtem Fahrersitz sind Hubstapler, die mit einem Fahrerplatz ausgerüstet sind, der mit dem Lastaufnahmemittel zum Einlagern von Lasten in Regale angehoben wird.

 

Selbstfahrende Arbeitsmittel

  • 23 (2) Für die Benutzung von selbstfahrenden Arbeitsmitteln sind unter Berücksichtigung der betrieblichen Gegebenheiten schriftliche Betriebsanweisungen zu erstellen. Für die Einhaltung der Betriebsanweisungen ist zu sorgen. Durch diese Betriebsanweisungen sind die notwendigen Maßnahmen im Sinne des Abs. 1 festzulegen, insbesondere Sicherheits- und Verkehrsregeln
  1. für das Aufnehmen, die Sicherung, den Transport und das Absetzen von Lasten,
  2. für das Be- und Entladen des Arbeitsmittels,
  3. gegebenenfalls für den Transport von Personen,
  4. gegen die Inbetriebnahme des Arbeitsmittels durch Unbefugte,
  5. für den Fahrbetrieb,
  6. für die In- und Außerbetriebnahme.

(5) Der Sicherheit dienende Vorrichtungen von Fahrzeugen, wie Bremsen, Beleuchtung und Warneinrichtungen, sind täglich bei der erstmaligen Inbetriebnahme durch die LenkerInnen zu überprüfen.

(6) ArbeitnehmerInnen dürfen nur auf sicheren und für diesen Zweck ausgerüsteten Plätzen befördert werden. (Personenbeförderung nur nach Vorschrift Auf Ihrem Gabelstapler dürfen Sie Personen nur mitnehmen, wenn Beifahrersitz und Festhaltemöglichkeit vorhanden sind und genutzt werden.)

Staplerschein

Vorgaben zum Staplerschein

Um in Österreich einen Hubstapler bedienen zu dürfen, benötigt man einen Fachkenntnisnachweis.

  • Personen, welche das 18. Lebensjahr vollendet haben,
  • geistig und körperlich fit sind,
  • gut hören und sehen,
  • Verständnis für die Technik aufbringen und
  • die Prüfung erfolgreich ablegen,

Staplerkurs

erhalten einen Staplerschein im Scheckkartenformat bei AC Nautik e.U. – Staplerschein Österreich.

Der Staplerschein (Fachkenntnisnachweis) erlaubt nach der Fahrerlaubniserteilung das Bedienen des jeweiligen Staplers.

08.04.2021