Tipps für mehr Sicherheit beim Hubstapler fahren

Gemeldete Unfälle mit Hubstaplern sind eher selten. Meist geschehen sie aus Unachtsamkeit und resultieren aus Fahrfehlern des Fahrers, er ist dafür verantwortlich. Nicht nur Fahranfängern sind davon betroffen: Auch Fahrer mit langer Erfahrung sind nicht davor gefeit, in einem Sekundenbruchteil der Unachtsamkeit einen Unfall mit dem Hubstapler zu provozieren.

 

Nur der Staplerschein ist die Platzkarte für den Fahrersitz

Wer den Hubstapler in Betrieb nimmt, muss dafür ausgebildet und befähigt sein. Als Befähigungsnachweis gilt der gültige Hubstaplerführerausweis (Staplerschein), den jeder Hubstaplerfahrer erwerben muss. Ohne die im Rahmen dieser Ausbildung erworbenen theoretischen und praktischen – durch die Prüfung bestätigten – Kenntnisse darf in Österreich niemand einen Hubstapler fahren.

 

Erst gurten, dann starten

Ist ein Sicherheitsgurt am Fahrersitz vorhanden, muss dieser – wie beim Autoverkehr – vor jedem Fahrtantritt angelegt und auf die Größe des Fahrers eingestellt werden. Ist die Fahrerkabine mit Türen ausgestattet, müssen diese immer geschlossen werden, bevor die Arbeit aufgenommen wird.

 

Staplerfahrer müssen den Hubstapler gegen unbefugte Nutzung sichern

Ob Zündschlüssel, Chipkarte oder ein PIN-Code: Es muss sichergestellt sein, dass der Hubstapler nur von dem beauftragten Fahrer benutzt werden kann. Bei Pausen oder sonstigen Arbeitsunterbrechungen und am Feierabend ist der Stapler zu sichern. Keinesfalls dürfen Schlüssel oder Chipkarte und PIN-Codes nicht weitergegeben werden, sondern sicher verwahrt werden.

 

Den abgestellten Hubstapler sichern

Wird der Hubstapler abgestellt, muss die Feststellbremse betätigt werden und die Gabel auf den Boden abgesenkt werden. Beim Abstellen auf abschüssigem Gelände müssen zusätzlich Vorlegeklötze unter die vorderen Räder geschoben werden, um ein Wegrollen zu verhindern.

 

Hubstapler dürfen nur auf dafür freigegebenen Verkehrswegen fahren

Gleich dem öffentlichen Straßenverkehr sind auch in Betriebsstätten festgelegte Verkehrswege ausgewiesen. Nur dort können Hubstapler sicher gefahren werden. Ohne eine gültige Straßenzulassung darf ein Hubstapler nur auf dem Betriebsgelände gefahren werden. Auf Parkplätzen oder öffentlichen Straßen ist eine Straßenzulassung mit allen Konsequenzen unerlässlich.

 

Vor dem Starten den morgendlichen Sicherheitscheck durchführen

Um zu gewährleisten, dass beim Arbeiten mit dem Hubstapler nichts schiefgehen kann, muss das Arbeitsgerät vor Arbeitsbeginn auf Sicherheitsstandards überprüft werden: sind Reifendruck und Profil in Ordnung – funktionieren Hupe, Beleuchtung und Bedienelemente, wie zu erwarten – sind sichtbare Schäden vorhanden, die eine sichere Funktion beeinträchtigen könnten? Entspricht alles den Vorgaben, kann die Arbeit aufgenommen werden, liegen Mängel vor, sind diese umgehend zu melden.

 

Ohne ausreichende Sicht geht nichts

Ohne ausreichende Sicht auf Fahrbahn oder mögliche Hindernisse darf keine Hubstaplerfahrt gestartet werden. Schränkt die Last die Sicht nach vorne ein, muss der Stapler rückwärtsgefahren werden. Spiegel können die Übersicht verbessern, diese müssen jedoch für den Fahrer richtig eingestellt werden. Im Notfall muss ein Einweiser den Stapler begleiten.

 

Fahr-Geschwindigkeit den Gegebenheiten anpassen

Selbst wenn es im Lager oder beim Verladen über normal hektisch wird: Guter Staplerfahrer lassen sich nicht hetzen, sie schützen sich und das Ladegut. Sie bewahren Ruhe und Umsicht und achten auf nasse, rutschige Böden und reduzieren bei Sichtbehinderungen oder stärkerem Verkehr sowie an Kreuzungen das Tempo.

 

Rampen machen immer Probleme

Bei einer Rampen-Fahrt mit Last kann der Hubstapler im Fall einer Lenkbewegung schnell das Gleichgewicht verlieren und kippen. Aus Sicherheitsgründen wird die Last immer bergseitig geführt, das Lenkrad gerade ausgerichtet und nicht eingeschlagen. Beschleunigt wird nur vorsichtig, um sicher und unversehrt die Rampe zu nehmen und heil oben anzukommen.

 

Im Falle eines Kippens – unbedingt sitzenbleiben

Wenn der Hubstapler, etwa bei zu schneller Kurvenfahrt, zu kippen droht oder gar umkippt. Gilt es, Ruhe zu bewahren. Staplerkabinen sind sicher, sind so konstruiert, dass sie den Fahrer schützen. Nur nicht abspringen, sondern beide Hände fest ans Lenkrad pressen, die Füße gegen den Boden drücken und sitzenbleiben. Wer abspringt, riskiert den Verlust von Gliedmaßen oder sogar sein Leben.

 

Unter der angehobenen Last ist kein sicherer Platz

Angehobene Lasten haben ein übergroßes Gefährdungspotential. Jeder Aufenthalt unter der angehobenen Last ist grundsätzlich verboten. Das gilt selbstverständlich auch für vermeintlich „leichte“ Lasten. Unter einer angehobenen Last ist ein generelles Sperrgebiet – für den Staplerfahrer ebenso wie für andere Mitarbeiter.

 

Stapler und Personenbeförderung schließen einander aus

Nur auf einem Hubstapler mit Beifahrersitz und Festhaltemöglichkeiten darf eine zweite Person neben dem Fahrer Platz nehmen. Andere Möglichkeiten der Personenbeförderung sind bei Staplern nicht möglich und mehr als gefährlich, sind generell verboten.

 

Anbaugeräte müssen passgenau zum Stapler sein

Bei Anbaugeräten gilt der Grundsatz: Sie müssen passgenau und korrekt montiert und vor der ersten Inbetriebnahme auf einwandfreie Funktionsabläufe überprüft werden. Anbaugeräte verändern meistens den Schwerpunkt und die Tragfähigkeit des Hubstaplers. Es dürfen nur speziell dafür unterwiesenen Fahrer eingesetzt werden. Natürlich muss das Anbaugerät für den jeweiligen Hubstapler zugelassen sein.

 

Ein- und Auslagerungen am Regal sind besonders gefährlich

Arbeiten an Regalen erfordern höchste Konzentration vom Staplerführer. Beim Ein- und Auslagern können die Gabeln oder die Last an den Regal-Traversen anstoßen und/oder hängenbleiben. Hierdurch kann eine Verschiebung des Lastschwerpunktes erfolgen und die Last kann abstürzen oder das Regal beschädigen. Im schlimmsten Fall kann dies zu erheblichem Sach- und Personenschaden führen.

 

Die Hupe kann für Sicherheit sorgen

Der Hubstapler mit elektrischem Antrieb ist nahezu geräuschlos unterwegs. In Bereichen mit erhöhtem Verkehr und möglichem Querverkehr sowie an unübersichtlichen Stellen ist die Hupe die Möglichkeit, andere Verkehrsteilnehmer frühzeitig auf sich aufmerksam zu machen. Doch Hupen kann niemals ein Ersatz für eine vorausschauende, defensive Fahrweise sein.

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Staplerschein Kurs

Staplerschein Kurse

 

 


Staplerprüfung

Tipps für Hubstaplerfahrer – Sicherheit hat Vorrang

Tipps für Hubstaplerfahrer – Sicherheit hat Vorrang

 

Gemessen an der Zahl der im Einsatz befindlichen Hubstapler, sind die Unfallzahlen hinnehmbar. Andere meinen, die Unfälle mit Staplern seien eher selten. Meist geschehen sie aus Unachtsamkeit und resultieren aus Fahrfehlern des Fahrers, der ist dafür verantwortlich. Schon Sekundenbruchteile der Unachtsamkeit können einen Unfall mit dem Hubstapler provozieren.

 

Lasten unfallfrei transportieren

Der Lastschwerpunkt sollte möglichst nahe am Stapler-Schwerpunkt liegen und sollte mittig zwischen den Gabeln liegen. Dabei muss die Last so fest gesichert werden, dass sie bei Gefälle oder Kurvenfahrten nicht verrutschen kann. Die Fahrgeschwindigkeit muss der Last angepasst werden, da beim Bremsen oder Beschleunigen gefährlichen Instabilitäten entstehen können.

 

Lasten aufnehmen und anheben

Unterfahrbare Lasten müssen immer am Gabelrücken anliegen. Dann erst das Hubgerüst etwas anheben und vollständig nach hinten neigen, bevor die Fahrt beginnt. Beim Absetzen zunächst das Hubgerüst wieder auf Bodenniveau absenken, dann nach vorne neigen und langsam zurückfahren.

 

Die Last muss immer sicher sein

Beim Bremsen, Beschleunigen und bei Kurvenfahrten wirken starke Fliehkräfte auf die transportierte Last. Diese muss immer ausreichend gegen Verrutschen, Auseinander- oder Herunterfallen gesichert werden. Das gilt auch bei kurzen Transportwegen.

 

Arbeitsbühnen erfordern besondere Aufmerksamkeit

Hubstapler und Arbeitsbühne – eine Kombination – die hohe Ansprüche an Sicherheit und Aufmerksamkeit stellt. Sie wird gern benutzt, um an schwer zugänglichen Stellen zu arbeiten. Die Arbeitsbühne für den Hubstapler muss zugelassen und gesichert sein. Ist die Arbeitsbühne angehoben, muss der Stapler mit der Feststellbremse gesichert sein und beaufsichtigt werden.

Achtung:

Für den Einsatz von Stapler-Arbeitskörben gibt es in Österreich einige spezielle Regeln, die bei der Benutzung beachtet werden müssen. Die wichtigste Regel – Arbeitskörbe für Österreich eine spezielle Prüfung des TÜV Austria vorweisen können, damit diese in Betrieben in Österreich zum Einsatz kommen können.

 

Der Lastschwerpunkt muss immer bodennah sein

Beim Transport von Lasten ist es ausreichend, wenn die Gabelzinken nur so weit angehoben werden, dass die Last keinen Bodenkontakt mehr hat und frei fahren kann. Jeder Zentimeter Hubhöhe mehr verringert die Hubstapler-Stabilität und engt das Sichtfeld des Fahrers ein. Der Hubmast sollte so weit wie möglich zurückgeneigt werden, um den Lastschwerpunkt möglichst nahe an den Staplerschwerpunkt zu verlagern.

 

Daten des Staplers kennen und beachten

Die maximale Tragfähigkeit stellt die Obergrenze der möglichen Belastung jedes Staplers dar. Sie ist auf dem Typenschild am Gerät abzulesen und darf nicht/nie überschritten werden – auch nicht kurzzeitig. Schließlich geht es darum, die Gefährdungen für Last, Mensch und Maschine auszuschließen.

 

Zwei Gabeln für Stabilität

Lasten müssen immer auf beiden Gabeln des Hubstaplers ruhen, um sicher transportiert zu werden. Bei kleinen Lasten Palette oder Gitterbox unterlegen und niemals Lasten nur auf einer einzelnen Gabel transportieren. Den Abstand zwischen den Gabeln immer an die zu transportierende Last anpassen, um einen möglichst stabilen Lastschwerpunkt zu erzielen.

 

Vorsicht bei Rampen

Laderampen bergen ein hohes Unfallrisiko. Das Befahren von Rampen erfordert volle Konzentration und Aufmerksamkeit. Zudem sollte genau geprüft werden, ob die Rampe auf beiden Seiten komplett aufliegt und gegen Verrutschen gesichert ist. Erst dann darf sie mit größter Vorsicht befahren werden.

Defekte Rampen dürfen nicht befahren werden: Sie sind sofort stillzulegen und zu melden.

  

Sicherheitsabstand zu Fußwegen

Ein erhöhtes Unfallrisiko besteht an Türen, Toren, Durchfahrten und Treppen. Vorsichtig fahren und allzeit ausreichender Sicherheitsabstand zu Fußwegen oder Arbeitsstationen halten. Unübersichtlichen Kurven langsam anfahren und die Hupe benutzen, um Fußgänger zu warnen.

 

Vorrausschauend Fahren – Unfälle vermeiden 

Das Unfallrisiko fährt immer mit, doch lässt es sich minimieren: langsam und vorausschauend fahren, keine plötzlichen Richtungs- oder Tempowechsel vollziehen und an unübersichtlichen oder gefährlichen Stellen immer bremsbereit sein.

 

Sauberkeit sorgt für mehr Sicherheit

Stapler müssen regelmäßig auf Verschmutzungen kontrollieren werden. Im Winter erhöhen Eis, Schnee oder Schmelzwasser die Verletzungsgefahr beim Ein- und Aussteigen. Auch Scheiben müssen sauber gehalten werden, damit immer der Durchblick behalten wird.

 

Schutzkleidung schützt – wenn Sie sie tragen

Die persönliche Schutzausrüstung (PSA) muss immer vor Arbeitsbeginn angelegt werden. Sicherheitsschuhe mit rutschfester Sohle, um Ihre Zehen und Sprunggelenke zu schützen, sollten stets getragen werden – bei einem Unfall können sie schlimme Verletzungen verhindern.

 

Ein Stapler ist kein PKW –Unterschiede, die man kennen sollte

Das Heck des Gabelstaplers schert beim Lenken aus. Fahren Sie also vorausschauend in Kurven. Und reduzieren Sie die Geschwindigkeit bei Kurvenfahrten – vor allem ohne Last kann der Stapler bei zu schneller Fahrt ins Kippen kommen.

 

Nur zugelassene, geprüfte Anbaugeräte verwenden

Gabelverlängerungen oder spezielle Lastaufnahmemittel müssen für den Stapler geeignet sein. Sicher stellen, dass sie korrekt montiert, gesichert und funktionsbereit sind, bevor sie mit Last oder über Bodenniveau verwendet werden. Und immer daran denken: Jedes Anbaugerät verringert die Tragkraft des Staplers.

 

Die Betriebsanweisung informiert bei Störungen oder Unfällen

Wenn ein Stapler im Betrieb eingesetzt wird, muss eine Betriebsanweisung erstellt und öffentlich ausgehängt werden. Darin findet man wichtige Hinweise für die Bedienung und zum richtigen Verhalten bei Störungen oder Unfällen.

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Staplerschein Österreich

 

 


Verkehrswege für Hubstapler – sie dienen nicht nur der Sicherheit

Für die Sicherheit im Umgang mit Staplern sind vorgezeichnete Verkehrswege wichtig. Sie sollten möglichst waagerecht und eben ausgeführt sein. Nur so dienen diese der besseren Übersicht und können sicherstellen, dass die unsichtbaren – aber durchaus spürbaren – Schwer- und Fliehkräfte des Staplers während der Fahrt stets beherrschbar sind und der Stapler mit Last zuverlässig die Spur hält. Unebenheiten und kleinere Hindernisse auf Fahrbahnen, können beim Überfahren Kräfte freisetzen, die den Stapler gefährlich ins Schwanken bringen. Schlimmsten Falls den Stapler zum Kippen bringen. Zügige Kurvenfahrten sind aufgrund – der auf den Stapler einwirkenden Kräfte – das größere Kipp-Risiko. Häufiger aber verrutscht die Last, beschädigt den Stapler oder die Regale. Nicht selten sind dabei Fahrer oder anderes Personal gefährdet.

 

Vorausschauend fahren

Es ist unmöglich, einen Stapler aus voller Fahrt zu stoppen. Trifft der Fahrer auf ein Hindernis, muss er reagieren, muss die Bremse betätigen. Selbst dann stoppt ein Stapler nicht abrupt, sondern braucht seinen Bremsweg. Ein Anhalteweg, der von verschiedenen Faktoren wie Geschwindigkeit, Bodenbeschaffenheit, Fahrzeuggewicht und Last, etc. abhängig ist.

Der Reaktionsweg liegt beim Fahrer, der Anhalteweg ist abhängig von der Geschwindigkeit und dem Gesamtgewicht des Staplers. Wobei sich letzteres bei einer Vollbremsung sekundenschnell reduzieren kann, wenn die Last von den Gabelzinken rutscht.

 

Bemerkenswert

Die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Staplers mit Last beträgt etwa 10 km/h, selbst bei dieser geringen Geschwindigkeit beträgt der gesamte Bremsweg etwa 4 Meter.

 

Das bedeutet für den Fahrer: Die Geschwindigkeit muss stets der Situation angepasst sein. Unübersichtliche Passagen sind vorsichtig und langsam zu fahren – bei Kurvenfahrten oder vor Kreuzungen ist die Geschwindigkeiten zu reduzieren. Fußgängern fordern immer besondere Rücksichtnahme.

 

Flächenbelastung

Jeder Verkehrsweg muss ausreichend tragfähig sein, die Tragfähigkeit auch bei Hitze oder Kälte halten.

Bei einem Stapler mit einer Tragfähigkeit von bis zu 4 t wird das Gesamtgewicht auf etwa 2 m² verteilt. Allerdings geht diese Schätzung von idealen Bedingungen aus, in der Praxis wirkt oft eine erheblich höhere Punktbelastung. Denn die Lastaufnahme verschiebt den Gesamtschwerpunkt des Staplers in die Nähe der Vorderachse.

Bei besonders schweren Lasten kann das Gesamtgewicht fast ausschließlich auf die Vorderachse wirken. Diese Kräfte werden durch Anheben oder Absenken einer Last noch verstärkt.

 

Sind Verkehrswege sicher

Betriebliche Verkehrswege sollen eben und tragfähig sein, die Beläge müssen stabil und abriebfest sein. Bei höherer Belastung dürfen keine Mängel auftreten. Es ist daher wichtig, die Verkehrswege regelmäßig zu warten, um Beschädigungen oder Verschleiß frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen.

 

Es liegt in der Verantwortung des Unternehmers, Verkehrswege festzulegen und so auszuführen, dass Gefährdungen von Personen vorgebeugt wird. Die Wegführung ist so anzulegen, dass möglichst kein oder wenig Begegnungsverkehr entsteht. Ist das nicht möglich, sollten die Wege die Breite haben, dass bei Gegenverkehr ausreichend Fahrbahn zur Verfügung steht.

 

Fußgänger und Lastverkehr sollten aus Sicherheitsgründen grundsätzlich getrennt werden. Große Tore sollten, wenn möglich, mit einem Personeneingang ausgestattet sein. An Türen, Treppen oder ähnlich kritischen Passagen mit Fußgängerverkehr müssen Fahrzeuge mit einem Mindestabstand von 1 Meter vorbeigeführt werden. Kann dieser Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden, sind Sicherungen vorzusehen, die verhindern, dass Personen direkt auf den Verkehrsweg gelangen können. Solche Barrieren sind insbesondere vor den Ausgängen zu Sozialräumen anzubringen, hier sind Personen oft unaufmerksam.

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Lastendiagramm

 


Verkehrswege für Hubstapler – sie dienen nicht nur der Sicherheit

 

Für die Sicherheit im Umgang mit Staplern sind vorgezeichnete Verkehrswege wichtig. Sie sollten möglichst waagerecht und eben ausgeführt sein. Nur so dienen diese der besseren Übersicht und können sicherstellen, dass die unsichtbaren – aber durchaus spürbaren – Schwer- und Fliehkräfte des Staplers während der Fahrt stets beherrschbar sind und der Stapler mit Last zuverlässig die Spur hält. Unebenheiten und kleinere Hindernisse auf Fahrbahnen, können beim Überfahren Kräfte freisetzen, die den Stapler gefährlich ins Schwanken bringen. Schlimmsten Falls den Stapler zum Kippen bringen. Zügige Kurvenfahrten sind aufgrund – der auf den Stapler einwirkenden Kräfte – das größere Kipp-Risiko. Häufiger aber verrutscht die Last, beschädigt den Stapler oder die Regale. Nicht selten sind dabei Fahrer oder anderes Personal gefährdet.

 

Vorausschauend fahren

Es ist unmöglich, einen Stapler aus voller Fahrt zu stoppen. Trifft der Fahrer auf ein Hindernis, muss er reagieren, muss die Bremse betätigen. Selbst dann stoppt ein Stapler nicht abrupt, sondern braucht seinen Bremsweg. Ein Anhalteweg, der von verschiedenen Faktoren wie Geschwindigkeit, Bodenbeschaffenheit, Fahrzeuggewicht und Last, etc. abhängig ist.

Der Reaktionsweg liegt beim Fahrer, der Anhalteweg ist abhängig von der Geschwindigkeit und dem Gesamtgewicht des Staplers. Wobei sich letzteres bei einer Vollbremsung sekundenschnell reduzieren kann, wenn die Last von den Gabelzinken rutscht.

 

Bemerkenswert

Die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Staplers mit Last beträgt etwa 10 km/h, selbst bei dieser geringen Geschwindigkeit beträgt der gesamte Bremsweg etwa 4 Meter.

 

Das bedeutet für den Fahrer: Die Geschwindigkeit muss stets der Situation angepasst sein. Unübersichtliche Passagen sind vorsichtig und langsam zu fahren – bei Kurvenfahrten oder vor Kreuzungen ist die Geschwindigkeiten zu reduzieren. Fußgängern fordern immer besondere Rücksichtnahme.

 

Flächenbelastung

Jeder Verkehrsweg muss ausreichend tragfähig sein, die Tragfähigkeit auch bei Hitze oder Kälte halten.

Bei einem Stapler mit einer Tragfähigkeit von bis zu 4 t wird das Gesamtgewicht auf etwa 2 m² verteilt. Allerdings geht diese Schätzung von idealen Bedingungen aus, in der Praxis wirkt oft eine erheblich höhere Punktbelastung. Denn die Lastaufnahme verschiebt den Gesamtschwerpunkt des Staplers in die Nähe der Vorderachse.

Bei besonders schweren Lasten kann das Gesamtgewicht fast ausschließlich auf die Vorderachse wirken. Diese Kräfte werden durch Anheben oder Absenken einer Last noch verstärkt.

 

Sind Verkehrswege sicher

Betriebliche Verkehrswege sollen eben und tragfähig sein, die Beläge müssen stabil und abriebfest sein. Bei höherer Belastung dürfen keine Mängel auftreten. Es ist daher wichtig, die Verkehrswege regelmäßig zu warten, um Beschädigungen oder Verschleiß frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen.

 

Es liegt in der Verantwortung des Unternehmers, Verkehrswege festzulegen und so auszuführen, dass Gefährdungen von Personen vorgebeugt wird. Die Wegführung ist so anzulegen, dass möglichst kein oder wenig Begegnungsverkehr entsteht. Ist das nicht möglich, sollten die Wege die Breite haben, dass bei Gegenverkehr ausreichend Fahrbahn zur Verfügung steht.

 

Fußgänger und Lastverkehr sollten aus Sicherheitsgründen grundsätzlich getrennt werden. Große Tore sollten, wenn möglich, mit einem Personeneingang ausgestattet sein. An Türen, Treppen oder ähnlich kritischen Passagen mit Fußgängerverkehr müssen Fahrzeuge mit einem Mindestabstand von 1 Meter vorbeigeführt werden. Kann dieser Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden, sind Sicherungen vorzusehen, die verhindern, dass Personen direkt auf den Verkehrsweg gelangen können. Solche Barrieren sind insbesondere vor den Ausgängen zu Sozialräumen anzubringen, hier sind Personen oft unaufmerksam.

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Dieser Staplerschein ist ein Muss

wer einen Hubstapler bedient, benötigt den Staplerschein

Staplerschein Österreich

Dieser Staplerschein ist ein Muss –

wer einen Hubstapler bedient, benötigt den Staplerschein

 

Ohne Staplerschein – Hubstaplerführerausweis* – darf in Österreich kein selbstfahrender Hubstapler in Betrieb genommen werden.

 

Geltungsbereich

  • 1. Diese Verordnung gilt für die Beschäftigung von Arbeitnehmern/Arbeitnehmerinnen in Arbeitsstätten, auf Baustellen oder an auswärtigen Arbeitsstellen im Sinn des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes (ASchG).

 

Beschäftigung der Arbeitnehmer/innen mit Fachkenntnissen

  • 2. Mit nachfolgenden Arbeiten dürfen Arbeitgeber/innen nur Arbeitnehmer/innen beschäftigen, die die entsprechenden Fachkenntnisse durch ein Zeugnis gemäß § 4 nachweisen:
  • 1. Durchführung folgender Arbeiten mit besonderen Gefahren:
  1. b) Führen von Hubstaplern (§ 2 Abs. 9 AM-VO)

 

Ausbildung

Der Gesetzgeber schreibt eine Ausbildung von mindesten 20,5 Unterrichtseinheiten (UE) in Theorie und Praxis vor. Zu Zeiten der Corona-Pandemie gilt der Schein als systemrelevant, bei den Logistik-Unternehmen herrscht Hochbetrieb und Fachpersonal für die Hubstapler ist begehrt.

Arbeitnehmern, die in der Logistik tätig werden wollen, sollten sich schnellstmöglich um einen Staplerschein bemühen. Gut darauf vorbereitet und ein gutes zertifiziertes Ausbildungsunternehmen an der Seite, kann der Fachkenntnisnachweis (Staplerschein) für Hubstapler inklusive Kurs in zwei bis drei Tagen gemacht werden. Dabei bieten sich für den Stapler-Kurs die Orte Wien, Brunn am Gebirge, Gössendorf und Neukirch bei Lambach (Wels) an. Nach erfolgreicher Prüfung wird der Staplerschein ausgestellt.

 

Irrtum inbegriffen

Es ist ein Irrglaube, dass zur Bedienung des Hubstaplers keine umfassende Ausbildung notwendig ist. Ein Pkw- oder Lkw-Führerschein beinhaltet keine Stapler-Fahrerlaubnis. Staplerführen hat seine ureigenen Gesetzmäßigkeiten. Anspruchsvoll die Lenkung über die Hinterräder, die bedingt ein gänzlich anderes Fahrverhalten, das sich entscheidend vom Führen eines Straßen-Fahrzeugs unterscheidet. Einen Stapler zu bedienen, bedeutet hohe Verantwortung für das Material, für sich und Dritte zu übernehmen.

 

Voraussetzungen

Rechtlich geregelt sind die Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen, um Stapler fahren zu dürfen. Nachstehend die Eigenschaften, die der Bediener von Gabelstaplern zwingend mitbringen muss:

  • Mindestalter von 18 Jahren*
  • Eignung und Ausbildung für das selbstständige Führen – der Befähigungsnachweis (Staplerschein),
  • eine schriftliche oder mündliche Beauftragung des Unternehmens.

 

Quellen:

Zeugnisse zum Nachweis der Fachkenntnisse (Hubstaplerführerausweis)

  • 11. (1) Ausbildungseinrichtungen dürfen Zeugnisse zum Nachweis der Fachkenntnisse nur ausstellen, wenn sie dazu gemäß § 14 ermächtigt wurden,
  1. nach Durchführung einer den §§ 5 bis 9 sowie dem Anhang 1 bis 6 jeweils entsprechenden Ausbildung und erfolgreicher Ablegung einer Prüfung gemäß § 10 oder
  2. aufgrund einer entsprechenden Ausbildung im Ausland gemäß § 12.

 

Zeugnis gemäß § 11 Abs. 1, Z 1 der Fachkenntnisnachweis-Verordnung (FK-V), BGB 1.II Nr. 13/2007, mit welchem die für das Führen von Hubstaplern notwendigen Fachkenntnisse im Sinn des § 6 Z 2 FK-V nachgewiesen werden.

 

Quelle:

Langtitel: Verordnung über den Nachweis der Fachkenntnisse (Fachkenntnisnachweis-Verordnung – FK-V)

StF: BGBl. II Nr. 13/2007 [CELEX-Nr.: 31989L0391, 32005L0036]

 

Nachweis der Fachkenntnisse (Sonderregelung)

(4) Entspricht beim Führen von motorisch betriebenen selbstfahrenden Arbeitsmitteln mit wechselbarer Zusatzausrüstung zum Einsatz als Kran oder als Hubstapler (Kran-Stapler-Kombinationsgeräte, Teleskoplader etc.) der durchzuführende Arbeitsvorgang:

  1. dem Führen von Kranen, ist der Nachweis der Fachkenntnisse für das Führen von Kranen erforderlich,
  2. dem Führen von Hubstaplern, ist der Nachweis der Fachkenntnisse für das Führen von Hubstaplern erforderlich.

 

Finanzierung der Ausbildung

Um die anfallenden Kosten dieser Ausbildung zu finanzieren, gibt es mehrere Möglichkeiten und Förderungen der öffentlichen Hand. Ist der Staplerführerschein für eine aktuell ausgeübte Tätigkeit notwendig, ist meist der Arbeitgeber bereit, die Teilnahmegebühren zu übernehmen. Ist es in Ihrem Interesse den Staplerschein als zusätzliche Qualifikation zu besitzen, können Sie sich natürlich auch privat anmelden. Der Besitz des Staplerscheins kann Ihre Jobchancen am Arbeitsmarkt verbessern, oder auch zur Erhaltung Ihres derzeitigen Jobs beitragen. Mit dem Hubstaplerschein sind Sie für ein Unternehmen wesentlich besser und flexibler einzusetzen. In vielen Unternehmen steht die Schulung schon seit einiger Zeit für Auszubildende auf dem Lehrplan. Wer die Qualifikation erst im Anschluss an die Berufsausbildung erwerben möchte, ist herzlich eingeladen zur Teilnahme.

 

Informieren Sie sich jetzt, wie Sie Ihre Chancen mit Weiterbildung und Fachkenntnisnachweisen verbessern. Als ‚Staplerschein-Ausbildung’ Anbieter für Graz und Umgebung sind wir einer der ersten, qualifizierten Ansprechpartner für Sie!

 

Förderungen

Wer seine Chancen im Beruf verbessern will, wird belohnt. Förderprogramme gewähren beachtliche Zuschüsse zu den Kosten der Weiterbildung. Die Förderung beträgt bis zu maximal 50 % der anrechenbaren Projektkosten.

 

WICHTIG!

Sie müssen Ihr Förderungsansuchen unbedingt stets VOR dem Beginn der Schulungsmaßnahme bei der Förderungsstelle einreichen. Nachträglich eingereichte Förderungsansuchen können aufgrund der Gesetzeslage NICHT berücksichtigt werden.

 

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

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Türkisch Staplerschein

Staplerschein AMS –  Das AMS kann sich an den Kosten beteiligen

Staplerschein AMS –  Das AMS kann sich an den Kosten beteiligen

 

Oberstes Ziel dabei ist es, bestehende Arbeitsverhältnisse durch den Erhalt des Staplerscheins zu festigen oder Arbeitnehmern, die bisher erreichten Berufschancen zu erweitern, Jobs für Staplerfahrer zu stabilisieren.

 

Beruf Staplerfahrer

In der modernen Logistik führen Staplerfahrer eine wichtige Position aus. Ohne die wieselflinken, bulligen, schwergewichtigen Hubstapler wäre der innerbetriebliche Transport von Waren und Teilen zur laufenden Produktion nicht durchführbar. Auch schnelles Entladen und Beladen von Zulieferfahrzeugen wäre ohne Gabelstapler kaum möglich.

Doch Staplerfahrer allein ist kein Ausbildungsberuf, er ist „nur“ eine qualifizierende Zusatzausbildung. Der Staplerschein belegt das Können und Wissen, beweist die – durch die Prüfung abgeschlossene – Ausbildung.

 

Einsatzbereiche

Hubstaplerfahrer sind immer dann im Einsatz, wenn Waren und Güter schnell, sicher transportiert, ein- und ausgelagert oder auch nur umgelagert werden müssen. In erster Linie trifft das Unternehmen und Betriebe der Logistik, aber auch Speditionen, Handelsbetrieben und die produzierende Industrie.

 

Grundvoraussetzung

Staplerfahrer müssen das 18. Lebensjahr vollendet haben. Sie müssen körperlich und geistig geeignet sein. Hör- und Sehvermögen muss einwandfrei sein, die Augen-Hand-Koordination perfekt verlaufen. Staplerführen heißt – eine im Detail festgeschriebene theoretischen und praktischen Ausbildung durchlaufen und mit einer Prüfung abschließen. Die erforderlichen Kenntnisse sind durch den Staplerschein nachzuweisen.

 

Vorteilhaft

Erste Erfahrungen im Lagerwesen und ein gewisses Grundverständnis für technische, physikalische Zusammenhänge sind zwar nicht vorgeschrieben, für angehende Staplerfahrer aber vorteilhaft. Sie sollten sorgfältiges, präzises Arbeiten beherrschen und auch in Stresssituationen die Übersicht behalten.

 

Es reicht meist nicht mehr aus, dass der Stapler mit seinen Eigenheiten gut und Einsatz-genau geführt wird. Hinzu kommen auch Aufgaben aus dem IT-Bereich, denn zunehmend sind die Stapler mit digitaler Vernetzung und Display nur noch ein wichtiges Teil der vorhandenen Logistik-IT. Ein Grundverständnis für die betrieblichen Abläufe und ihre Einbindung in den Bereich IT wäre sinnvoll.

 

Ausbildung

Die „Ausbildung der Fahrer von Hubstaplern“ ist eine genau definierte Zusatzausbildung von mindestens 20,5   Unterrichtseinheiten (UE), die in der Regel zwischen zwei oder drei Tage verteilt wird. Die Ausbildung teilt sich auf in einen theoretischen und einen praktischen Teil und wird durch eine Prüfung abgeschlossen. Nach erfolgreichem Abschluss der Prüfung wird der „Staplerschein“ ausgehändigt.

 

LEHRINHALTE FÜR DEN STAPLERFÜHRERSCHEIN

Welche Inhalte die min. Ausbildung umfasst, ist exakt festgehalten. Es werden wichtige Kenntnisse zur Nutzung und Pflege von Hubstaplern vermittelt.

 

4 UStd.                   Grundbegriffe der Elektrotechnik und der Mechanik,

4 UStd.                   Funktionen eines Hubstaplers u. dessen mechanischer und elektrischer Ausrüstung,

4 UStd.                   Rechtliche Bedingungen wie Arbeitnehmerschutzvorschriften,

3,5 UStd.                Kenntnisse über Betrieb und Wartung,

2 UStd.                   Sicherheitseinrichtungen des Hubstaplers,

2 UStd.                   zur freien Verfügung,

1 UStd.                   Praxis.

 

Staplerschein 

Oberstes Ziel ist es, bestehende Arbeitsverhältnisse durch den Erhalt des Staplerscheins zu festigen oder Arbeitnehmern, die bisher erreichten Berufschancen zu erweitern, Jobs für Staplerfahrer zu stabilisieren.

 

Wichtig!

Es muss vorrangig berücksichtigt werden, dass ein Ansuchen nach einem Ausbildungskostenzuschuss rechtzeitig VOR Kursbeginn gestellt wird und bei AMS eintrifft. Eine Antragsstellung zu einem späteren Zeitpunkt hat der Gesetzgeber ohne Wenn und Aber ausgeschlossen. Ein zu spät gestellter Antrag bedeutet NULL Chance auf finanzielle Unterstützung durch das AMS.

 

Das AMS fordert und fördert

Das Förderbudget wurde aufgestockt – es bestehen gute Chancen auf Hilfe seitens AMS, wenn ein Arbeitnehmer sich von Berufswegen für einen Staplerfahrer-Ausbildungskurs entscheidet und beim AMS um Beihilfe ansucht.

 

AC Nautik e.U. – Staplerschein-Österreich

AC Nautik ist mit Staplerschein-Österreich der professionelle Partner an Ihrer Seite, geht es um den Staplerschein. Hier erhalten Sie Informationen und Beratung auch am Wochenende: Mo. bis Sa. von 9 bis 22 Uhr – sonntags 14 bis 22 Uhr.

BERATUNG VON PROFIS! – per Tel.: +436763074163 – per E-Mail: support@staplerschein-oesterreich.at –

oder Sie besuchen unsere Website:  www.staplerschein-oesterreich.at


Die tägliche Einsatzprüfung ist Teil des Sicherheitskonzeptes beim Einsatz von Hubstaplern

Staplerschein Österreich

 

Die tägliche Einsatzprüfung ist Teil des Sicherheitskonzeptes beim Einsatz von Hubstaplern

 

Hubstapler sind die „Arbeitsmulis“ in vielen Unternehmen mit innerbetrieblichem Lastenverkehr. Sie sind bullenstark und dabei wieselflink, zuverlässig heben und transportieren sie Lasten und sind fast ständig in Bewegung. In manchem Logistik-Unternehmen fast 360 Tagen im Jahr und das rund um die Uhr. Hoch sind die Beanspruchungen bei entsprechendem Einsatz, denen diese Kraftpakete ausgesetzt sind. Da muss das exakt abgestimmte Zusammenspiel von Antrieb, Lenkung, Elektrik, Elektronik, Mechanik und Hydraulik perfekt sein.

 

Um die Betriebssicherheit eines Hubstaplers zu gewährleisten, ist der Staplerfahrer verpflichtet, vor der täglichen Arbeitsaufnahme eine Sicht- und Funktionsprüfung seines Staplers durchzuführen.

 

Die Sichtprüfung

Bei der Sichtprüfung rund um den Stapler geht es zunächst einmal um den äußeren Zustand, um die Registrierung von Schäden, die nicht zu übersehen sind, z. B. Ölflecken unter dem Fahrzeug, nicht richtig gespannte Lastketten, undichte Leitungen oder offensichtlich verschmutzte Filter, danach erfolgt das genauere Hinschauen, der prüfende Blick:

  • Sind Beschädigungen an Karosserie oder Hubmast vorhanden?
  • Sind die Reifen in Ordnung, fallen Schäden oder Fremdkörper auf? Sind die Radmuttern perfekt angezogen?
  • Weisen die Gabelzinken Beschädigungen (Risse) auf, sind sie gesichert?
  • Ist eine Anhängevorrichtung eventuell beschädigt?
  • Sind die Lastketten gleichmäßig und ausreichend gespannt?
  • Entspricht das Fahrerschutzdach samt seiner Befestigung den Vorschriften?
  • Ist das Lastschutzgitter ok?
  • Entspricht der Füllstand des Hydrauliköls der Vorschrift? Nässt etwas oder tritt Öl aus?
  • Sind die Pedale griffig?
  • Ist die Batteriespannung in Ordnung?

 

Die Funktionsprüfung

Dies Prüfung soll sicherstellen, dass der Hubstapler imstande ist, die geforderte Funktionen zu erfüllen.

  • Sind Beleuchtung, Hupe und akustischer Rückfahrwarner funktionstüchtig?
  • Entspricht das Lenkungsspiel der Vorschrift?
  • Sind Betriebs- und Feststellbremse funktionstüchtig?
  • Ist die Führung des Lastaufnahmemittels in Ordnung oder treten Unregelmäßigkeiten beim Ausfahren bis Maximalstellung auf?
  • Tritt bei Neutralstellung des Hydrauliksystems kein Nachsenken auf?

 

„Stapler außer Betrieb“

Nur wenn keine Mängel festgestellt werden, darf der Stapler in Betrieb genommen werden. Mängel müssen unverzüglich dem Vorgesetzten gemeldet und sollten schriftlich in einem Protokoll festgehalten werden.

 

Ein nicht betriebsbereiter Stapler muss sicher abgestellt und mit einem Schild gekennzeichnet werden. Der Stapler ist entsprechend zu sichern. Maßnahmen müssen Kollegen daran hindern, versehentlich einen nicht betriebsbereiten Stapler zu führen.

 

Instandsetzung nur durch Fachpersonal

Nur autorisiertes Fachpersonal – aus eigener Instandhaltung oder Fremdservice – darf die Mängelbeseitigung vornehmen. Eine Wiederinbetriebnahme ist erst nach durchgeführter Mängelbeseitigung gestattet.

 

Die tägliche Zustandsprüfung könnte kompliziert und zeitraubend erscheinen. Die Praxis belegt, der Zeitaufwand ist gering, wobei die Sorgfalt nicht Opfer der Routine werden sollte. Der Gewinn an Sicherheit für Fahrer, für Kollegen und für das Unternehmen ist groß. Die tägliche Prüfung trägt dazu bei, Verschleißerscheinungen frühzeitig zu erkennen und durch Instandhaltung teure Ausfälle zu verhindern.

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Hubstapler vorausschauend, sicher fahren

Hubstapler vorausschauend, sicher fahren

 

Hubstaplerführen unterliegt seiner ureigenen Gesetzmäßigkeit. Die Fahrweise eines Staplers unterscheidet sich deutlich vom Führen eines Fahrzeugs im normalen Straßenverkehr. Der ständig wechselnde Rhythmus von Aufnehmen, Heben, Senken und Absetzen von Lasten und die Bewegung schwerer, oft unhandlicher Lasten von A nach B fordert permanente, erhöhte Aufmerksamkeit des Staplerführers.

 

Die landläufige Meinung, dass zum Führen eines Hubstaplers eine besondere Ausbildung nicht notwendig sei, dass ein Führerschein für Pkw oder Lkw automatisch auch eine Fahrerlaubnis für einen Stapler beinhaltet – diese Meinung ist nicht nur falsch, die Äußerung ist grob fahrlässig. Fahrpraxis im Straßenverkehr kann die gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung für die Flurförderzeuge nicht annähernd ersetzen.

 

Verantwortung übernehmen

Das Staplerführen hat eigenen Gesetzmäßigkeiten – sie bestehen nicht ausschließlich aus dem Aufnehmen, Heben, Senken und Absetzen von Lasten – bei dem Führen eines Staplers greifen gänzlich andere, gewaltige Kräfte (Schwer- und Fliehkräfte) als bei der herkömmlichen Fahrweise von Fahrzeugen im alltäglichen Straßenverkehr.

 

Wer einen Hubstapler führt, trägt eine große Verantwortung, nicht nur für den Stapler und das Transportgut, sondern auch für die Gesundheit und das Leben Dritter und natürlich auch für sich selbst. Ein Unternehmen, das Hubstapler einsetzt, sollte zwangsläufig auch über entsprechend gut ausgebildete Fahrer verfügen.

 

Grundvoraussetzung

Rechtlich geregelt sind die Voraussetzungen, die jemand erfüllen muss, um überhaupt für das Staplerfahren geeignet zu sein. Ein Fahrauftrag ist im Allgemeinen die Beauftragung eines Fahrzeugführers (w/m) sich mit seinem Fahrzeug an einen bestimmten Ort zu begeben. In großen Betrieben erhalten Staplerfahrer ihre Fahraufträge über Sprechfunk oder Terminals, die im Stapler eingebaut sind.

Zu bestimmten Arbeiten, die mit einer besonderen Gefahr für die damit Beschäftigten oder für andere Arbeitnehmer (m/w) verbunden sind, dürfen nur Arbeitnehmer (w/m) herangezogen werden, die über einen Nachweis der erforderlichen Fachkenntnisse verfügen (Befähigungsausweis/Staplerschein). Zu diesen Tätigkeiten zählt auch das Führen von Hubstaplern, ausgenommen sind Hubstapler, die ihre Last ausschließlich innerhalb der Radbasis aufnehmen und befördern bzw. deichselgeführte Stapler.

 

Schriftlicher Fahrauftrag/Fahrbewilligung für Hubstaplerfahrer

Der Fahrauftrag für Staplerfahrer ist gesetzlich geregelt, es heißt: Der Unternehmer darf mit dem selbständigen Steuern von Flurförderzeugen mit Fahrersitz oder Fahrerstand nur Personen beauftragen, die:

  • mindestens 18 Jahre alt sind
  • für diese Tätigkeit geeignet und ausgebildet sind –
  • Befähigung (Staplerschein) nachgewiesen haben und
  • eine genaue Einweisung/Unterweisung an dem Gerät erfolgt ist.

Der Auftrag sollte schriftlich erteilt werden.

 

Ausnahme:

Bei der Altersbeschränkung gibt es eine Ausnahme. Zu berufsbezogenen Ausbildungszwecken können auch junge Menschen unter 18 Jahren Flurförderzeuge selbständig steuern, wenn die Arbeitsaufgabe unter Aufsicht ausgeführt wird. Sie muss jeweils konkret vorgegeben und beschrieben werden. Zudem gibt es eine örtliche und zeitliche Begrenzung.

 

Die Verordnung

Die Verordnung über den Nachweis der Fachkenntnisse regelt, dass Arbeitnehmer für das Führen von Hubstaplern einen Fachkenntnisnachweis erbringen müssen. Im allgemeinen Sprachgebrauch auch Staplerschein genannt. Die Mindeststundenzahl der Schulung ist festgelegt. Der Gesetzgeber bleibt dabei mit 20,5 Stunden am unteren Limit.

Die vorgeschriebene Ausbildung schreibt die Vermittlung theoretischer Kenntnisse vor und einen Praxisteil von einer Stunde. Da im Ausbildungsplan 2 Stunden als frei gestaltbar festgelegt sind, bietet es sich besonders für ungeübte Fahrer an, diese zu Übungszwecken zu verwenden.

 

Lehrinhalte für den Staplerschein

Welche Inhalte die min. Ausbildung umfasst, ist exakt festgehalten. Es werden wichtige Kenntnisse zur Nutzung und Pflege von Hubstaplern vermittelt.

4 UE.             Grundbegriffe der Elektrotechnik und der Mechanik,

4 UE.             Funktionen eines Hubstaplers u. dessen mechanischer und elektrischer Ausrüstung,

4 UE.             rechtliche Bedingungen wie Arbeitnehmerschutzvorschriften etc.,

3,5 UE.          Kenntnisse über Betrieb und Wartung,

2 UE.             Sicherheitseinrichtungen des Hubstaplers,

2 UE.             zur freien Verfügung,

1 UE.             Praxis.

 

Eine UE. –  Unterrichtseinheit sollte mindestens 50 min. dauern.

 

Quelle: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20005222

Staplerschein Österreich

 

 


Staplerschein – Österreich

Fragen, die die Welt der Staplerfahrer widerspiegeln

 

Sie bemühen sich um einen Staplerschein, sind bereits Profi – Fragen stellen sich immer wieder und Antworten darauf werden auch gefunden.

 

Was gibt es für Stapler?

Hubmaststapler. Gabelstapler bewegen Logistik-Welten in Handel, Gewerbe oder Industrie. Gabelstapler sind zum unentbehrlichen Transportmittel in der Logistik geworden.

Containerstapler – Kommissionierstapler – Schlepper – Schubmaststapler – Schwerlaststapler – Geländestapler –Teleskopstapler, um einige zu nennen.

 

Wie hoch kann ein Stapler heben?

Bei den gängigsten Hubstaplern bewegt sich die Hubhöhe zwischen 3 Meter und 6 Meter. Es werden aber auch Hubhöhen erreicht, die sich im Bereich zwischen 12 und 16 Metern bewegen können.

 

Was versteht man allgemein unter dem Begriff Flurförderzeuge?

Als Flurförderzeug werden alle gleislosen, gleisgebundenen oder spurgeführten Fahrzeuge bezeichnet, die im innerbetrieblichen Warentransport verwendet werden.

 

Was macht ein Teleskoplader/Teleskopstapler?

Ein Teleskoplader kann schwere Lasten tragen und befördern. Er kann als Gabelstapler, Hubarbeitsbühne, Traktor, Radlader, Kompaktlader oder als Kran eingesetzt werden. Unterschiedliche Anbaugeräte ermöglichen verschiedene Arbeitsbereiche.

 

Welchen Führerschein brauche ich für einen Teleskopstapler?

Der Besitz eines Führerscheins mindestens der Klasse F ist für das Fahren eines Teleskopladers auf öffentlichen Straßen, Wegen und Verkehrsflächen erforderlich. Genauer definiert es der Gesetzgeber:

Demnach wird für Telelader bis 3,5 t ein Führerschein der Klasse B und für Telelader über 3,5 t ein Führerschein der Klasse C oder F verlangt.

 

Was ist ein Gegengewichtsstapler?

Gegengewichtsstapler gehören zu den motorisierten Flurförderzeugen. Ein Gegengewichtsstapler ist ein Stapler in freitragender Bauweise. Das als Gegengewicht ausgebildete Heck des Staplers sorgt für den benötigten Kräfteausgleich. Universell eingesetzt werden sie in Lagern zum Ein- und Ausstapeln von Gütern in und aus Regalen, aber auch zum Be- und Entladen von Zulieferfahrzeugen.

 

Was ist ein Hubmaststapler?

Hubmaststapler sind fast immer als Gegengewichtsstapler ausgelegt. Dabei entspricht der Stapler dem Prinzip einer Wippe, die Vorderachse stellt die Kippachse dar. Das Eigengewicht des Staplers bildet das Gegengewicht zu der Last, die angehoben und transportiert werden soll.

 

Warum ein Schubmaststapler?

Der Vorteil des Schubmaststaplers überwiegt in der Möglichkeit, schwere Lasten sicher in sehr große Höhen zu heben. Ein weiterer Vorteil ist die Wendigkeit, die erlaubt, lange und schwere Gegenstände durch schmale Gänge zu transportieren.

 

Wie viel kann ein Gabelstapler heben?

Gängig sind Hubhöhen bis zu sechs Meter. Es gibt auch weit größere Fahrzeuge; die Tragkraft von Gabelstaplern kann je nach Größe und Eigengewicht über 70 Tonnen betragen. Spezielle Hubgerüste können auf zwölf Meter und mehr ausgelegt sein, um Hochregale zu bedienen.

 

Wann ist ein Lastschutzgitter notwendig?

Das Lastschutzgitter bei Flurförderzeugen sorgt dafür, dass Lasten nicht nach hinten rutschen können, wenn der Lastträger angehoben wird. Ohne sicherndes Gitter könnten die Lasten theoretisch auf den Fahrer stürzen, wäre eventuell lebensbedrohlich. Flurförderzeuge mit Fahrersitz ab einer Hubhöhe von 2,5 Metern müssen laut Vorschrift ein Lastschutzgitter aufweisen.

 

Was muss vor Benutzung des Hubstaplers täglich erfolgen?

Täglich vor Arbeitsbeginn muss der Fahrer den Hubstapler einer Sicht- und Funktionsprüfung unterziehen. Erst wenn keine Mängel ersichtlich sind, die Hydraulik keine Leckverluste aufweist, darf der Stapler in Bewegung gesetzt werden.

 

Welchen Einfluss hat der Lastschwerpunkt auf die Tragfähigkeit des Gabelstaplers?

Die Tragfähigkeit des Staplers ist dabei vom Lastschwerpunkt abhängig: Je länger, höher und breiter eine Last ist, desto mehr beeinflusst diese den Schwerpunkt eines Staplers. Die Tragfähigkeit nimmt mit zunehmender Hubhöhe und Lastschwerpunktabstand ab.