Betriebsanweisung Hubstapler ‚Äď Sicherheitsregeln rundum

Betriebsanweisung Hubstapler ‚Äď Sicherheitsregeln rundum

In √Ėsterreich sind Betriebsanweisungen nur f√ľr eine ausgew√§hlte Gruppe von Arbeitsmitteln gesetzlich vorgeschrieben. Wichtige Vorteile sprechen jedoch daf√ľr, diese generell zu erstellen.

Es ist durchaus empfehlenswert ‚Äď auf freiwilliger Basis ‚Äď Betriebsanweisungen auch f√ľr Maschinen und andere Arbeitsmittel, f√ľr den Umgang mit gef√§hrlichen Stoffen und f√ľr Arbeitsprozesse generell zu erstellen.

In √Ėsterreich sind Betriebsanweisungen in der Arbeitsmittelverordnung BGBl. II 164/2000 i.¬†d.¬†g.¬†F. geregelt. Schriftliche Betriebsanweisungen sind ausschlie√ülich f√ľr folgende Ger√§te zu erstellen:

  • Krane (¬ß 19)
  • Selbstfahrende Arbeitsmittel (¬ß 23)
  • Ger√§te f√ľr autogenes Schwei√üen, Schneiden und verwandte Verfahren (¬ß 26)
  • Bolzensetzger√§te (¬ß 29)

Die vorgeschriebenen Inhalte der Betriebsanweisung sind in den entsprechenden Paragrafen der Arbeitsmittelverordnung geregelt.

 

Experte f√ľr selbstfahrende Arbeitsmittel

Martin Fuchshofer ist Meister f√ľr Maschinen und Fertigungstechnik, Ausbildungsleiter der Bildungseinrichtung ‚ÄěAusbildung f√ľr das F√ľhren von Hubstaplern‚Äú ‚Äď Experte und Sachverst√§ndiger f√ľr den Bereich Hubstapler, der auch wei√ü, worauf es bei der Betriebsanweisung ankommt ‚Äď Staplerschein √Ėsterreich, G√∂ssendorf, Steiermark.

Ausbildungsleiter Mst Fuchshofer Martin

Stellt sich die Frage: Was ist eine Betriebsanweisung?

W√§hrend eine Betriebsanleitung nur Herstellerinformationen √ľber den richtigen Umgang, die richtige Verwendung eines Arbeitsmittels gibt ‚Äď regelt die Betriebsanweisung die Verwendung und den Sicherheitsanspruch im konkreten betrieblichen Umfeld. Basierend auf den Angaben des Herstellers zeigt eine Betriebsanweisung m√∂gliche Gefahren auf, die von einem Arbeitsmittel oder einem Arbeitsstoff ausgehen k√∂nnen und definiert entsprechende Schutzma√ünahmen im Umgang mit dem Arbeitsmittel bzw. -stoff.

 

Vorteile einer Betriebsanweisung

Betriebsanleitungen und/oder Sicherheitsdatenbl√§tter haben h√§ufig den Nachteil: Sie sind umfangreich, sind schwierig zu lesen und meist auch un√ľbersichtlich. Soll hei√üen, die Herstellerangaben sind f√ľr den Arbeitsplatz selbst nur bedingt brauchbar.

Eine gut verfasste Betriebsanweisung ist eine kompakte, √ľbersichtliche und gut lesbare Vorlage, bietet zugleich Hilfestellung, welche sicherheitsrelevanten Aspekte beachten werden m√ľssen und wie mit einem bestimmten Arbeitsmittel oder -stoff umzugehen ist. Der Inhalt der Betriebsanweisung ist kompaktes Wissen, der Umfang sollte zwei Seiten nicht √ľberschreiten.

Selbstfahrende Arbeitsmittel, Ladevorrichtungen

  • 23. (1) Durch geeignete Ma√ünahmen ist f√ľr eine sichere Abwicklung des innerbetrieblichen Verkehrs mit selbstfahrenden Arbeitsmitteln zu sorgen. Insbesondere sind geeignete Ma√ünahmen festzulegen und durchzuf√ľhren, um eine Gef√§hrdung der ArbeitnehmerInnen durch Umkippen, √úberrollen, Wegrollen oder Ansto√üen des Arbeitsmittels oder durch einen Zusammensto√ü von Arbeitsmitteln und einen Gefahr bringenden Kontakt von ArbeitnehmerInnen mit dem Arbeitsmittel zu verhindern.

(2) F√ľr die Benutzung von selbstfahrenden Arbeitsmitteln sind unter Ber√ľcksichtigung der betrieblichen Gegebenheiten schriftliche Betriebsanweisungen zu erstellen. F√ľr die Einhaltung der Betriebsanweisungen ist zu sorgen. Durch diese Betriebsanweisungen sind die notwendigen Ma√ünahmen im Sinne des Abs. 1 festzulegen, insbesondere Sicherheits- und Verkehrsregeln.

  1. f√ľr das Aufnehmen, die Sicherung, den Transport und das Absetzen von Lasten,
  2. f√ľr das Be- und Entladen des Arbeitsmittels,
  3. gegebenenfalls f√ľr den Transport von Personen,
  4. gegen die Inbetriebnahme des Arbeitsmittels durch Unbefugte,
  5. f√ľr den Fahrbetrieb,
  6. f√ľr die In- und Au√üerbetriebnahme.

 

(3) Wird ein selbstfahrendes Arbeitsmittel auch f√ľr das Heben von Lasten eingesetzt, so ist in der Betriebsanweisung nach Abs. 2 auch auf die Anforderungen nach ¬ß 18 Abs. 2 bis 8 Bedacht zu nehmen.

(5) Der Sicherheit dienende Vorrichtungen von Fahrzeugen, wie Bremsen, Beleuchtung und Warneinrichtungen, sind t√§glich bei der erstmaligen Inbetriebnahme durch die LenkerInnen zu √ľberpr√ľfen.

(6) ArbeitnehmerInnen d√ľrfen nur auf sicheren und f√ľr diesen Zweck ausger√ľsteten Pl√§tzen bef√∂rdert werden.

(7) Soweit sich aus ¬ß 35 Abs. 1 Z 2 ASchG in Verbindung mit der Bedienungsanleitung nicht etwas anderes ergibt, darf die Fahrgeschwindigkeit 2,5 m/s nicht √ľberschreiten, wenn ArbeitnehmerInnen Arbeiten von selbstfahrenden Arbeitsmitteln aus durchf√ľhren m√ľssen.

(8) Besteht die Gefahr eines Brandes durch selbstfahrende Arbeitsmittel oder Ladungen, sind die Arbeitsmittel mit entsprechenden Brandbek√§mpfungseinrichtungen auszur√ľsten. Dies gilt nicht, wenn am Einsatzort ausreichend nahe Brandbek√§mpfungseinrichtungen vorhanden sind.

 

(9) F√ľr die Verwendung von Ladevorrichtungen, wie Gleitschienen, Gleitpfosten oder Ladebr√ľcken, gilt Folgendes:

  1. Sie d√ľrfen nur verwendet werden, wenn sie gen√ľgend tragf√§hig sind.
  2. Sie sind gegen Abrutschen, unzulässiges Durchbiegen, unbeabsichtigtes Verschieben und Umkanten zu sichern.
  3. Es d√ľrfen nur Ladebr√ľcken verwendet werden, von denen Fl√ľssigkeiten leicht abflie√üen k√∂nnen.
  4. Bereiche unter Ladevorrichtungen sowie Bereiche zwischen Gleitschienen und Gleitpfosten d√ľrfen w√§hrend des Transportes von Lasten nicht betreten werden.

Betriebsanweisung und Unterweisung

Eine gute Betriebsanweisung kann zugleich eine gute Unterlage und Grundlage f√ľr die Unterweisung der Arbeitnehmer werden. Wird anhand der Betriebsanweisung unterwiesen, ist dies auch gleich der Nachweis √ľber die Inhalte der Unterweisung.

Quelle:

https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20000727


Be- und Entladen von Fahrzeugen mit dem Stapler

Staplerschein √Ėsterreich

Be- und Entladen von Fahrzeugen mit dem Stapler

Es ist eine vertraute Feststellung, dass Staplerfahrer mit ihrem Arbeitsger√§t G√ľter von B nach A transportieren. Hinzu kommt, dass Stapler immer h√§ufiger zum Be- und Entladen von Fahrzeugen aller Art eingespannt werden.

Das Unfallrisiko ist ohnehin st√§ndiger Begleiter der Staplerfahrer, geht es aber um das Be- bzw. Entladen von Kraftfahrzeugen, erh√∂ht sich dieses Unfallrisiko wesentlich. Um Paletten auf einem LKW aufzunehmen oder abzusetzen, muss der Stapler √ľber Laderampen oder -br√ľcken fahren und hier sollte der Staplerfahrer wissen, was genauestens zu beachten ist.

Zwar √ľbertr√§gt der Gesetzgeber dem Unternehmer die Verantwortung daf√ľr, dass Rampen, Br√ľcken oder Ladebordw√§nde in einem betriebssicheren Zustand sind, der Staplerfahrer aber steht im unkalkulierbarem Risiko.

Im t√§glichen Umgang mit Be- und Entladen von Fahrzeugen ist Planung und Einrichtung der wichtigsten Hilfsmittel, urs√§chliche Bedingung f√ľr einen reibungslosen Ablauf.

Laderampen, Ladeplattformen und fahrbare Rampen

Laderampen sind Einrichtungen, die dem Be- und Entladen von Fahrzeugen dienen. Sollen diese u.¬†a. auch f√ľr Hubstapler nutzbar sein, ist eine Mindestbreite von 2,20 m vorgeschrieben (1,20 m Fahrbahn-Breite + 2 x 0,50 m beidseitiger Sicherheitsabstand).

Die Rampen sollten keinen gr√∂√üeren Steigungswinkel als 7 Grad aufweisen. Geeignete Ma√ünahmen, um ein Abst√ľrzen des Staplers von der Rampenkante zu verhindern sind Leitplankensegmente oder vergleichbare Konstruktionen, die mindestens so breit sein sollten, wie die auf der Laderampe fahrenden Fahrzeuge. Ideal ist es, wenn die Laderampe √ľberdacht ist, das erh√∂ht die Gleitsicherheit des Hubstaplers. Rampen fordern zu jederzeit die volle Aufmerksamkeit des Staplerfahrers.

Ladeplattformen, die z.¬†B. vor Laderampen oder seitlichen Toren f√ľr das stirnseitige Be- und Entladen von Sattelaufliegern oder Containern installiert werden, sollten zus√§tzlich mit einer Absturzsicherung f√ľr Stapler versehen werden, z.¬†B. in Form eines an der Plattformkante angebrachten Radabweisers. Die H√∂he des Abweisers sollte mindestens dem gr√∂√üten Rad-Durchmesser entsprechen, das auf der Plattform eingesetzt wird.

Fahrbare Rampen sind im Gegensatz zu festen Laderampen oder Ladeplattformen ortsver√§nderlich. An sie gelten in Bezug auf die Mindestbreite die gleichen Anforderungen wie f√ľr ortsfeste Rampen. Die Rampen sollten keinen gr√∂√üeren Steigungswinkel als 7 Grad aufweisen. Die ungesicherte Rampenkanten sind durch gelb-schwarze Schr√§gstreifen (Mindestbreite 10 cm) zu kennzeichnen, um diesen Gefahrenbereich weithin sichtbar zu markieren.

 

Sicheres Be- und Entladen von Fahrzeugen

Zeitdruck, ungen√ľgende Absprachen und Missverst√§ndnisse f√ľhren h√§ufig zu Unf√§llen bei Be- und Entlade-Vorg√§ngen

Unternehmerin bzw. Unternehmer sollten vorab Zust√§ndigkeiten und Verantwortlichkeiten kl√§ren und diese dann schriftlich festlegen z. B. Weisungsbefugnisse, Nutzung und Instandhaltung von Arbeitsmitteln (Hubstapler, Hebeb√ľhnen), Ladungssicherung.

Besch√§ftigte d√ľrfen Gabelstapler nur f√ľhren, wenn sie einen Staplerschein besitzen, geeignet und darin unterwiesen sind sowie durch die Unternehmerin oder den Unternehmer schriftlich beauftragt worden sind.

Sich √ľber betriebsspezifische Regelungen und Gegebenheiten zu informieren kann √Ąrger ersparen z.¬†B.: muss die pers√∂nliche Schutzausr√ľstung benutzt werden ‚Äď wo soll das Fahrzeug abgestellt werden ‚Äď herrscht im Betrieb ein generelles Rauchverbot.

Vor Ort klare und unmissverst√§ndliche Absprachen treffen. Fahrzeuge sind durch Bet√§tigen der Feststellbremsen (auch am Anh√§nger oder Auflieger) sowie Anlegen von Unterlegkeilen gegen Wegrollen zu sichern ‚Äď die Be- bzw. Entladeposition f√ľr das Fahrzeug zuweisen lassen ‚Äď keine Verkehrswege oder Notausg√§nge zustellen ‚Äď klappbare oder versenkbare Gel√§nder, Haltegriffe, Laufstege, Stand- und Arbeitsfl√§chen f√ľr das Begehen der Arbeitspl√§tze auf Fahrzeugen nutzen ‚Äď pers√∂nliche Schutzausr√ľstung oder Warnkleidung zur besseren Sichtbarkeit tragen.

 

Aufenthalt im Gefahrenbereich

Besch√§ftigte d√ľrfen sich beim Be- und Entladen nicht in Gefahrenbereichen aufhalten. Dazu geh√∂ren z.¬†B.: abrutschende Ladung, sich absenkenden Aufbauten, ungesicherten Fahrzeugteile in ge√∂ffneter oder angehobener Stellung.

Immer daran denken, dass der Staplerfahrer durch die Ladung und den Hubmast eine erheblich eingeschränkte Sicht hat.

Mehr dazu auch unter:

http://www.staplerschein-oesterreich.at

Mst. Ausbildungsleiter Fuchshofer Martin

 

 


Staplerschein Kurs

Sicherheitsvorschriften beim Einsatz von Hubstaplern

Sicherheitsvorschriften beim Einsatz von Hubstaplern

Bei dem Einsatz von Hubstaplern sind eine Anzahl von Vorschriften zu beachten. Unterschieden werden diese nach technischen Vorschriften, den Stapler betreffend und solchen, die allein den Staplerfahrer betreffen. Die wichtigsten und grundlegenden Regelungen sind.

  • ohne Staplerschein geht gar nichts und
  • Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr d√ľrfen selbstfahrende Arbeitsmittel, wie z.¬†B. Hubstapler, grunds√§tzlich nicht betreiben.
  • Arbeitgeber d√ľrfen ausschlie√ülich nur solche Arbeitnehmer (w/m) mit der F√ľhrung von Hubstaplern beauftragen, die entsprechende Fachkenntnisse durch ein Zeugnis (‚ÄěStaplerschein‚Äú) nachweisen k√∂nnen.
  • ¬†

Hubstapler

Hubstapler sind in der Regel selbstfahrende Arbeitsmittel mit einem Hubmast, die mittels Gabeln,

Plattformen o.¬†√Ą., Lasten heben, absetzen oder stapeln k√∂nnen.

Arbeitsmittel, die vergleichbar eingesetzt werden können und keinen Hubmast besitzen, sind keine Hubstapler im herkömmlichen Sinn (z. B. Radlader mit Gabeln zum Heben oder Stapeln von Lasten).

Gefahren

Arbeiten mit oder auf Hubstaplern bergen Risiken ‚Äď dar√ľber muss sich der Fahrer jederzeit im Klaren sein. Der Hubstapler kann ‚Äď ohne sichtbare Kraftanstrengung durch den Fahrer ‚Äď Lasten von einer Tonne und mehr in verschiedene Richtungen bewegen, das fordert Vorausschauen und die st√§ndige Aufmerksamkeit des Fahrers. Erh√∂hte Aufmerksamkeit vermeidet Sch√§den an anderen Fahrzeugen, Personen, G√ľtern oder der Lagereinrichtung.

Ein Stapler ist aber nur dann sicher zu beherrschen, wenn das Ger√§t allzeit einwandfrei funktioniert. Hubstapler m√ľssen daher mindestens einmal pro Jahr zur wiederkehrenden Pr√ľfung.

 

Wiederkehrende Pr√ľfung

Diese j√§hrliche wiederkehrende Pr√ľfung umfasst den Zustand der Verschlei√üteile, die Einstellung und Funktionspr√ľfung sicherheitsrelevanter Bauteile. Diese Pr√ľfungen d√ľrfen akkreditierte Pr√ľfstellen, Technische B√ľros einschl√§giger Fachrichtung, Ziviltechniker oder sonstige geeignete fachkundige Personen durchf√ľhren.

 

Innerbetriebliche Fahrbewilligung

Arbeitnehmer (w/m) ben√∂tigen generell ‚Äď unabh√§ngig vom Staplerschein zum F√ľhren von Hubstaplern auch eine innerbetriebliche Fahrbewilligung des Arbeitgebers. Vor ihrer Erteilung ist der betroffene Staplerfahrer (w/m) speziell im Umgang mit dem zu fahrenden Hubstapler zu unterweisen.

 

Mit dem F√ľhren und Lenken von selbstfahrenden Arbeitsmitteln (Hubstapler), in Arbeitsst√§tten, auf Baustellen und auf ausw√§rtigen Arbeitsstellen, auf denen die StVO nicht gilt, d√ľrfen nur Arbeitnehmer (w/m) besch√§ftigt werden, die √ľber eine Fahrbewilligung des Arbeitgebers (w/m) verf√ľgen. Die Fahrbewilligung f√ľr das F√ľhren von Staplern darf nur erteilt werden, wenn der Nachweis der erforderlichen Fachkenntnisse (Staplerpr√ľfung, Staplerschein o. √Ą.) vorliegt.

 

Hinweis:

Die Fahrbewilligung ist f√ľr alle selbstfahrenden Arbeitsmittel erforderlich, also z.¬†B. auch f√ľr motorisch angetriebene deichselgef√ľhrte Stapler, Portalstapler oder Teleskopstapler.

F√ľr die Fahrbewilligung k√∂nnen Vordrucke verwendet werden oder Sie k√∂nnen formlos ausgestellt werden.

 

Beachten!

F√ľr Arbeitsk√∂rbe bzw. f√ľr Hubstapler mit Arbeitsk√∂rben zum Anheben von Personen gelten strengere Bestimmungen f√ľr Abnahme und wiederkehrende Pr√ľfung.

 

√Ėffentlicher Verkehrsfl√§chen

In nachfolgenden F√§llen sind das Kraftfahrgesetz (KFG ‚Äď betrifft insbesondere technische Bau- und Ausstattungsvorschriften sowie die Zulassung zum Verkehr) und das F√ľhrerscheingesetz

(FSG) nicht anzuwenden:

  • √∂ffentliche Verkehrsfl√§chen werden mit dem Stapler nur √ľberquert oder auf ganz

  kurzen Strecken oder auf gekennzeichneten Baustellen befahren, oder

  • der Stapler besitzt eine Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 10 km/h (Kennzeichnung hinten mit wei√üer Tafel mit Aufschrift ‚Äě10 km‚Äú).

 

Andernfalls sind das Kraftfahrgesetz und das F√ľhrerscheingesetz zu beachten.

Mehr dazu auch unter:

Haftung beim Einsatz von Arbeitnehmern ohne Staplerschein

Informationen und Rechtsvorschriften

Weitergehende praktische Hinweise f√ľr den Betrieb von Staplern finden Sie in folgenden Gesetzestexten oder Merkbl√§ttern:

  • Stapler mit Fahrersitz

                www.auva.at/cdscontent/?contentid=10007.756395

www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20005222

  • Verordnung √ľber Besch√§ftigungsverbote f√ľr Jugendliche

www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10009096

  • Arbeitsmittelverordnung

www. ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20000727

  • Kraftfahrgesetz 1967

www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10011384&Sho

  • F√ľhrerscheingesetz

https://ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10012723

 


Staplerschein Kurs

Be- und Entladen von LKW mit dem Hubstapler

Fahrzeuge unterschiedlichster Bauart mit dem Hubstapler Be- oder Entladen z√§hlt zu den gef√§hrlichen Aufgaben. Jahr f√ľr Jahr verungl√ľcken bei dieser Arbeit Staplerfahrer und Ladepersonal t√∂dlich oder sie ziehen sich schwerste Verletzungen zu. H√§ufigste Unfallursachen sind St√ľrze von Fahrzeugen, bei der Arbeit angefahren oder gar √ľberrollt werden und Kollisionen mit mangelhaft gesicherter Ladung.

Absprachen

Ungen√ľgende Absprachen und Missverst√§ndnisse √ľber die Arbeitsabl√§ufe beim Be- und Entladen von Fahrzeugen f√ľhren h√§ufig zu Unf√§llen.¬† Es ist die Aufgabe des zust√§ndigen Unternehmers vorab Zust√§ndigkeiten und Verantwortungen zu kl√§ren und diese schriftlich festzulegen. Das betrifft in erster Linie die Nutzung und Instandhaltung der einzusetzenden Betriebsmittel, der Ladungssicherung und nat√ľrlich die Weisungsbefugnisse. Vom Fahrer vor Ort werden klare und unmissverst√§ndliche Absprachen erwartet.

Ladestege und Ladeschienen

Ladestege √§hneln zwar in ihrem Aufbau den fahrbaren Rampen, sind jedoch deutlich leichter ausgef√ľhrt, daher in keiner Weise geeignet, mit dem Hubstapler befahren zu werden. Sie sind nur f√ľr handbet√§tigte und handgef√ľhrte Ger√§te geeignet.

Ladeschienen werden paarweise eingesetzt, sind ortsver√§nderliche Einrichtungen. √úblicherweise werden diese verwendet, um Fahrzeuge wie Bagger oder Radlader auf einen LKW zu verladen, sie sind vollkommen ungeeignet f√ľr Eins√§tze mit Hubstaplern.

Ladebr√ľcken

Ladebr√ľcken sind meist fest installierte technische Einrichtungen an Laderampen, mit denen der Abstand zwischen Fahrzeug und Ladezone √ľberbr√ľckt wird. Ausreichende Tragf√§higkeit ist Grundvoraussetzung, sie sollten au√üerdem ausreichend ausgeleuchtet und sicher zu befahren sein.

Sicherheitseinrichtungen der Ladebr√ľcke sind vor jedem Befahren oder Begehen in Funktionsstellung zu bringen und gegen das unabsichtliche L√∂sen zu sichern. Die Sicherung muss von der Rampe in den LKW als auch vom LKW auf die Rampe wirken. Wird die Sicherung nicht ordnungsgem√§√ü eingestellt, kann der Stapler auf der Ladebr√ľcke abrutschen. Selbstt√§tig sichernde Ladebr√ľcken zu bevorzugen.

Die Ladebr√ľcken-Steigung sollten von 12,5 Prozent nicht √ľberschreiten, dabei m√∂glichst waagerecht an die Fahrzeugbodenkante anschlie√üen.

Regelm√§√üige Pr√ľfungen

Fest verbundene Ladebr√ľcken und separat stehende Laderampen, fahrbare Rampen oder Ladebordw√§nde und auch Hubladeb√ľhnen unterliegen der regelm√§√üigen Pr√ľfung, d.¬†h. mindestens einmal im Jahr m√ľssen sie durch eine bef√§higte Person oder einen Sachkundigen auf ihren betriebssicheren Zustand √ľberpr√ľft werden.

Die Pr√ľfung einer an einem LKW festverbundenen Hubladeb√ľhne erfolgt im Rahmen der wiederkehrende Begutachtung. Dies ist nur eine Pr√ľfung auf Augenschein und Funktionsf√§higkeit der Steuerung und Warnleuchten. Daher muss eine weitergehende j√§hrliche Pr√ľfung auf sicherheitsrelevante Aspekte zus√§tzlich erfolgen und nachgewiesen werden.

Vergleichbare Regelungen gelten auch f√ľr Ladeplattformen, Ladestege, Ladeschienen und freibewegliche Ladebr√ľcken: Diese m√ľssen ebenfalls regelm√§√üig ‚Äď mindestens einmal im Jahr ‚Äď fachkundig gepr√ľft und freigegeben werden.

Fallen beim Betrieb Sicherheitsm√§ngel oder Besch√§digungen auf ‚Äď die geeignet sind ‚Äď die Arbeitssicherheit zu gef√§hrden, muss das sofort an den Vorgesetzten gemeldet werden. Der ist daf√ľr verantwortlich, dass die Ger√§te stillgelegt werden, bis die M√§ngel beseitigt sind und die Betriebssicherheit hergestellt ist.¬†

 


Staplerschein

Besondere Gefahrenstellen f√ľr Hubstapler-Fahrer

Besondere Gefahrenstellen f√ľr Hubstapler-Fahrer

√úberall, wo sich Hubstapler und Fu√üg√§nger die Verkehrsfl√§chen im Unternehmen teilen, herrscht erh√∂htes Gefahrenpotenzial. Immer mehr Betriebe gehen aus diesem Grund dazu √ľber, die Verkehrsfl√§chen f√ľr Fu√üg√§nger und Stapler zu trennen bzw. entsprechend zu markieren. Nicht immer lassen die R√§umlichkeiten das zu, au√üerdem funktioniert eine solche Regelung nur dann, wenn sich alle Beteiligten daran halten.

 

Vorsicht

Kreuzungen und Verzweigungen sind typische Gefahrenpunkte. Regale, Maschinen und Abgestelltes schr√§nken die Sicht ein, der Staplerfahrer kann nicht sehen, wer oder was ihn erwartet, ihm entgegenkommt ‚Äď vielleicht ist es ein Stapler. Hier hei√üt es besonders umsichtig handeln, die Fahrgeschwindigkeit so weit drosseln, dass ein Unfall ausgeschlossen werden kann.

 

Von Fu√üg√§ngern erfordern erw√§hnte Stellen nicht nur erh√∂hte Aufmerksamkeit, keinesfalls sollten sie gedankenlos oder gar im Gespr√§ch vertieft in eine Kreuzung oder Einm√ľndung eintreten. Sich nur auf das Geh√∂r zu verlassen ‚Äď ist gef√§hrlich, Elektrohubstapler sind heute sehr leise und ihre akustische Wahrnehmbarkeit stark eingeschr√§nkt ‚Äď dies ist vor allem der Fall, wenn Geh√∂rschutz tragen Pflicht ist.

 

Aufmerksamkeit

Bei Lade- und Stapelt√§tigkeiten ist der Fahrer voll auf die Arbeitsabl√§ufe konzentriert, hat dabei vor allem die Ladung im Auge ‚Äď f√ľr Fu√üg√§nger stellt dies eine potenzielle Gef√§hrdung dar. Den Stapler sollten sie erst passieren, wenn der Fahrer sie zur Kenntnis genommen hat. Blickkontakt zum Fahrer entspannt die Situation, zumal stets mit Rangierbewegungen des Staplers zu rechnen ist.

Das befreit den Staplerfahrer nicht, sein Umfeld im Auge zu halten und anstehende Man√∂ver nur durchzuf√ľhren, wenn keine Personen im Aktionsradius sind.

 

Vorausschauend

Herk√∂mmliche Begriffe aus dem Stra√üenverkehr wie angepasste Geschwindigkeit und Sicherheitsabstand sind auch f√ľr den Hubstaplerfahrer von Bedeutung und sind zu beachten. Eine abrupte Bremsung macht deutlich, dass sich Reaktionsweg und Bremsweg zum Anhalteweg addieren und starke Bremsung die Zuladung gef√§hrden kann.

 

Hell, dunkel, vergilbt

Speziell f√ľr ein- oder ausfahrende Hubstapler bilden Hallen Tore eine Gefahrenquelle, denn eine Begegnung mit einem anderen Fahrzeug oder Fu√üg√§ngern ist nie auszuschlie√üen. Kein Grund, den Ort der Gefahr m√∂glichst schnell zu verlassen, die Geschwindigkeit absenken ist der bessere Rat. Gro√üe Helligkeitsunterschiede sind bei Toren eine weitere Gefahr, denn die Augen brauchen Zeit sich an die jeweilige Helligkeit anzupassen.

 

Lamellenvorh√§nge sch√ľtzen zwar gegen Zugluft, aber h√§ufig sind sie verschmutzt oder total vergilbt. Das einst glasklare Material ist tr√ľb geworden und verzerrt zus√§tzlich die Sicht, bleibt nur erh√∂hte Vorsicht bei Ann√§herung an diese Tore.

 

Ideal ist es, wenn an exponierten Stellen ‚Äď Hallentoren ‚Äď die Verkehrsbereiche voneinander getrennt sind. Fu√üg√§nger verringern die Gefahr, wenn sie die markierten Bereiche benutzen, nie an einem Tor den Verkehrsweg kreuzen.

Im Außenbereich ist Aufmerksamkeit angesagt, wenn Stapler, Fußgänger oder Radfahrer an der Toraußenseite zu dicht den Fahrweg kreuzen. Hier kann es blitzschnell zu brenzligen Gefahrensituation kommen.

 

Abseits

Weitere Gefahrenstellen warten im Außenbereich auf den Staplerfahrer. Dort wo Bodenunebenheiten wie ungedeckte Abflussrinnen, Gullys oder Bodenwellen die Fahrt erschweren. Langsames Überfahren und möglichst im rechten Winkel kann das Problem lösen. Obwohl der Staplerverkehr im Außenbereich Vorfahrt hat, muss der Fahrer immer damit rechnen, dass sich andere Verkehrsteilnehmer nicht an diese Vorschrift halten.

Gefahrenstellen f√ľr Hubstapler gibt es genug. Kein Staplerfahrer sollte eine Gefahrensituation dadurch schaffen, dass er seinen Stapler abstellt und Verkehrswege blockiert. Gefahrentr√§chtig ist es, wenn der Stapler nicht gegen Wegrollen bzw. unbefugte Benutzung gesichert ist.

www.staplerschein-oesterreich.at


Kurzarbeit - Staplerschein

Ohne Staplerschein wird es gefährlich

Staplerschein √Ėsterreich

 

Ohne Staplerschein wird es gefährlich

 

Ohne Schein geht nichts

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass gelegentlich im Betrieb auch mal ohne Staplerschein ein Stapler aushilfsweise bewegt werden darf. Generell schreibt der Gesetzgeber vor, dass der Fahrer eines Hubstaplers das 18. Lebensjahr vollendet haben muss und im Besitz eines Zeugnisses zum Nachweis der Fachkenntnisse (Staplerschein) sein muss.

 

Diese Regelung wird vom Gesetzgeber und auch von angerufenen Gerichten sehr eng ausgelegt, sodass Zuwiderhandlungen sich schnell zu einer Strafsache auswachsen können.

 

Die Vorschriften zum Nachlesen

Wichtige Ausz√ľge aus der Rechtsvorschrift f√ľr die Fachkenntnisnachweis-Verordnung, Fassung vom 12.08.2020

Geltungsbereich

Diese Verordnung gilt f√ľr die Besch√§ftigung von Arbeitnehmern/Arbeitnehmerinnen in Arbeitsst√§tten, auf Baustellen oder an ausw√§rtigen Arbeitsstellen im Sinn des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes (ASchG).

Beschäftigung der Arbeitnehmer/innen mit Fachkenntnissen

  • 2. Mit nachfolgenden Arbeiten d√ľrfen Arbeitgeber/innen nur Arbeitnehmer/innen besch√§ftigen, die die entsprechenden Fachkenntnisse durch ein Zeugnis gem√§√ü ¬ß 4 nachweisen:
  1. b) F√ľhren von Hubstaplern (¬ß 2 Abs. 9 AM-VO).

Ausnahmen vom Fachkenntnisnachweis

  • 3. (1) ¬ß 2 Z 1 gilt nicht f√ľr die Besch√§ftigung der Arbeitnehmer/innen mit der Durchf√ľhrung folgender Arbeiten:
  1. F√ľhren von Hubstaplern, die ihre Last ausschlie√ülich innerhalb der Radbasis aufnehmen und bef√∂rdern oder die mittels Deichsel gef√ľhrt werden.

Nachweis der Fachkenntnisse

  • 4. (1) Der Nachweis der f√ľr die Durchf√ľhrung von Arbeiten gem√§√ü ¬ß 2 erforderlichen Fachkenntnisse im Sinn des ¬ß 62 Abs. 1 Z 2 i.¬†V.¬†m. Abs. 2 und 4 ASchG gilt als erbracht, wenn
  1. der erfolgreiche Abschluss einer Ausbildung, die die Voraussetzungen nach dieser Verordnung erf√ľllt, durch ein Zeugnis gem√§√ü ¬ß 11 best√§tigt wird,

(4) Entspricht beim F√ľhren von motorisch betriebenen selbstfahrenden Arbeitsmitteln mit wechselbarer Zusatzausr√ľstung zum Einsatz als Kran oder als Hubstapler (Kran-Stapler-Kombinationsger√§te) der durchzuf√ľhrende Arbeitsvorgang

  1. dem F√ľhren von Kranen, ist der Nachweis der Fachkenntnisse f√ľr das F√ľhren von Kranen erforderlich,
  2. dem F√ľhren von Hubstaplern, ist der Nachweis der Fachkenntnisse f√ľr das F√ľhren von Hubstaplern erforderlich.

Ausbildung zum Erwerb von Fachkenntnissen

  • 5. (1) Eine Ausbildung zum Erwerb von Fachkenntnissen nach dieser Verordnung muss die notwendigen theoretischen Kenntnisse und praktischen F√§higkeiten auf den in ¬ß 6 angef√ľhrten Gebieten vermitteln. Sie hat den/die Auszubildende/n in die Lage zu versetzen,
  1. Arbeiten mit besonderen Gefahren gem√§√ü ¬ß 2 Z 1 sicher durchzuf√ľhren.

(2) Die Ausbildung muss die in ¬ß 6 angef√ľhrte Mindestgesamtzahl an Unterrichtseinheiten des Ausbildungsgebiets sowie Ausbildungsinhalte und Mindestanzahl verbindlich vorgesehener und frei gestaltbarer Unterrichtseinheiten und praktischer √úbungen laut Anhang umfassen.

 

(3) Eine theoretische Unterrichtseinheit muss mindestens 50 Minuten betragen. Frei gestaltbare Unterrichtseinheiten sind von der Ausbildungseinrichtung im Sinn der Ausbildungsziele inhaltlich und didaktisch zu gestalten. Praktische √úbungen sind mindestens in dem im Anhang angef√ľhrten Ausma√ü als Praxis√ľbung pro Ausbildungsteilnehmer/in durchzuf√ľhren, soweit nicht ausdr√ľcklich gemeinsame Vorf√ľhrungen zul√§ssig sind.

Fachkenntnisausbildungsgebiete

  • 6. Die Ausbildung muss je nach Ausbildungsgebiet mindestens die nachfolgend angef√ľhrte Gesamtzahl an Unterrichtseinheiten (einschlie√ülich praktischer √úbungen) umfassen:
  1. F√ľhren von Hubstaplern: mindestens 20,5 Unterrichtseinheiten (Anhang 2).

Ausbildungsgebiet gem√§√ü ¬ß 6 Z 2 das F√ľhren von Hubstaplern.

 

Ausbildungsinhalte                                                                                        Unterrichtseinheiten

 

  1. Grundbegriffe der Mechanik und Elektrotechnik 4 UE
  2. Aufbau und Arbeitsweise von Hubstaplern, mechanische

und elektrische Ausr√ľstung von Hubstaplern ¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† 4 UE

  1. Sicherheitseinrichtungen von Hubstaplern 2 UE
  2. Betrieb und Wartung von Hubstaplern 3,5 UE
  3. Abeitnehmerschutzvorschriften, sonstige Rechtsvorschriften,

Normen und Richtlinien zum sicheren F√ľhren von Hubstaplern 4 UE

 

Mindestanzahl an UE Theorie                                                                   17,5 UE

 

Frei gestaltbare                                                                                               2 UE

praktische Übungen                                                                                      1 UE

 

Gesamtzahl an UE                                                                                          20,5 UE

                                                                                                                              =======

Durchf√ľhrung der Ausbildung

  • 9. (1) Die Ausbildungseinrichtung muss eine Person bestellen, die f√ľr die organisatorische Kursbetreuung zust√§ndig ist (Ausbildungsleiter/in). Diese Person muss zumindest auf einem Teilgebiet der Ausbildung √ľber fachliche Kenntnisse verf√ľgen und F√§higkeiten in organisatorischer und p√§dagogischer Hinsicht besitzen.

(2) Die Ausbildungseinrichtung muss √ľber das f√ľr die Vermittlung der theoretischen und praktischen Lehrinhalte erforderliche fachlich qualifizierte Lehrpersonal verf√ľgen.

 

  1. Zur Vermittlung der erforderlichen praktischen Fähigkeiten darf die Ausbildungseinrichtung nur Lehrpersonal einsetzen, das eine mindestens zweijährige einschlägige Tätigkeit nachweisen kann.

(3) Die Ausbildungseinrichtung muss √ľber die f√ľr die Vermittlung der Lehrinhalte erforderlichen R√§umlichkeiten und √úbungspl√§tze, Einrichtungen und Lehrmittel verf√ľgen sowie √ľber die f√ľr den praktischen Teil der Ausbildung erforderlichen technischen Einrichtungen und Ger√§te.

(4) Die Ausbildungseinrichtung hat den Kursteilnehmern/Kursteilnehmerinnen Unterlagen zur Verf√ľgung zu stellen, in denen insbesondere die ma√ügeblichen gesetzlichen Vorschriften sowie der aktuelle Stand der Richtlinien und Normen Ber√ľcksichtigung finden. Die Ausbildungseinrichtung hat geeignetes Lehrmaterial (wie Skripten, CD-ROM, Video) f√ľr das Selbststudium zur Verf√ľgung zu stellen.

 

Unzertrennlich Staplerschein und Fahrbewilligung

Wer auch immer beabsichtigt, einen Hubstapler im Betrieb zu f√ľhren, der sollte im Besitz eines Staplerscheins und einer innerbetrieblichen Fahrbewilligung sein.

 

Die innerbetriebliche Fahrbewilligung

Sie gehören zusammen, der Staplerschein und die innerbetriebliche Fahrgenehmigung. Erst wenn ein Staplerfahrer im Besitz beider Papiere ist, darf er einen Hubstapler bewegen, kann er seine Arbeit mit dem selbstfahrenden Hubstapler aufnehmen. Die Vorgaben dazu wurden vom Gesetzgeber genau definiert.

 

Selbstfahrende Arbeitsmittel

Zu dieser Kategorie gehören neben den Hubstaplern auch Bagger, Radlader und Muldenkipper.

Diese Arbeitsger√§te d√ľrfen nur eingesetzt werden, wenn die wiederkehrenden Pr√ľfungen

erfolgreich durchgef√ľhrt wurden. Au√üerdem ist streng darauf zu achten, dass zum F√ľhren eines Hubstaplers nur Personen herangezogen werden d√ľrfen, die im Besitz eines g√ľltigen Staplerscheins sind.

F√ľr die sichere Handhabung und f√ľr das Beladen des Staplers sind innerbetriebliche Betriebsanweisungen zu erstellen, in denen die Besonderheiten der selbstfahrenden Arbeitsger√§te gezielt ber√ľcksichtigt werden:

  • Lasthandhabung (Aufnehmen, Be- und Entladen, Hochheben, Absetzen, Ladungssicherung, Transport etc.),
  • Personentransport (wenn beabsichtigt),
  • Fahrzeugsicherung vor unbefugter Inbetriebnahme,
  • allgemeiner Fahrbetrieb STVO und innerbetriebliche Verkehrsregeln, Verkehrsschilder,
  • In- und Au√üerbetriebnahme des Arbeitsger√§ts.

 

Schutzmaßnahmen und allgemeiner Fahrbetrieb

Da der Fahrbetrieb eines Hubstaplers nicht ohne gewisse Gefahrenmomente abläuft, sei es durch Wegrollen, Umkippen, Überrollen, An-, Um- oder Zusammenstoßen ist es vorrangig Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Das geschieht durch die innerbetriebliche Unterweisung anhand der Betriebsanweisung:

  • t√§glich vom Fahrer zu pr√ľfen ist die ordentliche Funktion der Bremsen, der Beleuchtung und der Warneinrichtungen,
  • Personen d√ľrfen nur auf ‚Äď speziell f√ľr diesen Zweck ausger√ľsteten ‚Äď sicheren Pl√§tzen bef√∂rdert werden,
  • bei bestehender Brandgefahr (am Fahrzeug oder dessen Ladung) ist das Arbeitsmittel mit einem Feuerl√∂scher auszur√ľsten.

 

Arbeitnehmern (w/m) ist die Arbeit mit selbstfahrenden Arbeitsmitteln nur mit ausdr√ľcklicher Fahrbewilligung (m√ľndlich oder schriftlich) des Arbeitgebers erlaubt. F√ľr alle Eventualit√§ten ist die schriftliche Form der Fahrbewilligung zu bevorzugen.

  • ausgestellt werden darf die Fahrbewilligung erst nach einer besonders abgestimmten Unterweisung.
  • die Unterweisung muss den Inhalt der innerbetrieblichen Betriebsanweisung gem√§√ü ¬ß 23 Abs. 2 der AM-VO umfassen.

 

Bei Verstößen und ungeeigneten Personen ist die Fahrbewilligung umgehend wieder zu entziehen.

 

AC Nautik und der Staplerschein

Wer von vorstehenden Ausf√ľhrungen direkt oder indirekt betroffen ist, sollte schnellstm√∂glich nachholen, was er bisher auf die lange Bank geschoben hat ‚Äď den Staplerschein machen. Der beste Ansprechpartner ist Staplerschein √Ėsterreich, ein Unternehmen von AC Nautik in G√∂ssendorf (s√ľdl. Graz). Staplerschein √Ėsterreich f√ľhrt an mehreren Orten in √Ėsterreich erfolgreich Stapler-Ausbildungs-Kurse durch. Es ist der sichere Weg zum Erfolg ‚Äď Kontakt hier.

Stand: 14.08.2020 alle Angaben ohne Gewähr


Den Staplerschein jetzt in Wien machen

Den Staplerschein jetzt in Wien machen

Immer mehr Aufgaben werden von der Seite der Hersteller zu den Logistikunternehmen verlagert.

Halbfertigprodukte der Zuliefer-Industrie werden auf Stra√üe oder Schiene und Wasserstra√üen in den Umlauf gebracht. Das ist f√ľr die Logistiker eine enorme Herausforderung, denn die Zulieferteile m√ľssen auf die Stunden- oder den Tag genau, termingerecht angeliefert werden. Ob zur schnelleren Abwicklung der Auftr√§ge im Lager oder zum pr√§zisen Be- und Entladen der LKW, immer mehr Hubstapler kommen zum Einsatz.

 

Chancen nutzen

Nutzen Sie Ihre Chance machen Sie noch heuer den Staplerschein direkt in Wien 1130 Wien, St. Veit-Gasse 25. Bei den st√§ndig steigenden beruflichen Anforderungen und der starken Nachfrage am Arbeitsmarkt erh√∂ht der Besitz des Staplerscheins den Erhalt und die Sicherung des Arbeitsplatzes. F√ľr die Erlangung des Staplerf√ľhrerscheins gelten strenge Vorschriften.

 

Fachkenntnisnachweis f√ľr Hubstapler

Die Verordnung √ľber den Nachweis der Fachkenntnisse BGBl. II Nr. 13/2007 ¬ß 2 regelt, dass Arbeitnehmer f√ľr das F√ľhren von Hubstaplern einen Fachkenntnisnachweis erbringen m√ľssen. Im allgemeinen Sprachgebrauch auch Staplerschein genannt. Der Anhang 2 legt die Mindeststundenzahl der Schulung fest. Der Gesetzgeber bleibt dabei mit 20,5 Stunden am unteren Limit. Die vorgeschriebene Ausbildung schreibt die Vermittlung theoretischer Kenntnisse vor und einen Praxisteil von 1 Stunde. Da im Ausbildungsplan 2 Stunden als frei gestaltbar festgelegt sind, bietet es sich besonders f√ľr unge√ľbte Fahrer an, diese zu √úbungszwecken zu verwenden.

 

Quelle: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20005222

 

 

Lehrinhalte f√ľr den Staplerf√ľhrerschein

Es werden wichtige Kenntnisse zur Nutzung und Pflege von Hubstaplern vermittelt. Welche Inhalte die min. Ausbildung umfasst, ist exakt festgehalten:

 

  • 4 UE. Grundbegriffe der Elektrotechnik und der Mechanik,
  • 4 UE. Funktionen eines Hubstaplers u. dessen mechanischer und elektrischer Ausr√ľstung,
  • 4 UE. rechtliche Bedingungen wie Arbeitnehmerschutzvorschriften,
  • 3,5 UE. Kenntnisse √ľber Betrieb und Wartung,
  • 2 UE. Sicherheitseinrichtungen des Hubstaplers,
  • 2 UE. zur freien Verf√ľgung,
  • 1 UE.

 

1 UE sollte mindestens 50 Minuten Unterrichtsstoff enthalten.

 

 

Ein Preis ‚Äď der munter macht

Es entspricht voll und ganz unseren Zielvorstellungen ‚Äď wir bieten Top-Qualit√§ten zu fairen Preisen. Versteckte oder nachtr√§gliche Kosten ‚Äď nicht bei uns! Ein zweit√§giger Intensivkurs f√ľr 279 ‚ā¨

 

Unser Unternehmen bietet einen kompletten Service. Dieser beginnt mit dem kostenlosen Support, √ľber den Vorbereitungskurs bis hin zur Pr√ľfung. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf ‚Äď Staplerschein-√Ėsterreich.¬† Ein Unternehmen des AC Nautik e. U. in 8077 G√∂ssendorf, Anton-Hubmann-Platz 1

 

Förderungen

Arbeitnehmer, die ihre Chancen im Beruf verbessern wollen, werden belohnt. F√∂rderprogramme gew√§hren beachtliche Zusch√ľsse zu den Kosten der Weiterbildung. Die F√∂rderung betr√§gt bis zu maximal 50 % der anrechenbaren Projektkosten.

 

WICHTIG!

Sie m√ľssen Ihr F√∂rderungsansuchen unbedingt stets VOR dem Beginn der Schulungsma√ünahme bei der F√∂rderungsstelle einreichen. Nachtr√§glich eingereichte F√∂rderungsansuchen k√∂nnen aufgrund der Gesetzeslage NICHT ber√ľcksichtigt werden.

Mehr Informationen zu den Förderaktionen auf der Website vom AMS oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Sollten Sie Fragen zu AC Nautik oder unseren Dienstleistungen haben, freuen wir uns √ľber Ihre Nachricht.

 

TERMINE WIEN

direkt in Wien

JULI

27.-29.07.2020

AUGUST

17.-19.08.2020

SEPTEMBER

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Staplerschein-√Ėsterreich

Staplerschein-√Ėsterreich

Staplerfahrer arbeiten in Grenzbereichen

Ungewohntes akzeptieren

Gemessen an den Vorschriften und Bedienungsanleitungen, ist die Bedienung eines Hubstaplers doch eigentlich recht einfach und unkompliziert. Die Fahrfunktionen gleichen denen eines normalen Pkw, werden ausgef√ľhrt √ľber ein Lenkrad und √ľber ein oder zwei Pedale. Das G√§nge schalten entf√§llt, die meisten Hubstapler haben ein automatisches Getriebe, ein Hebel steuert die Vorw√§rts- oder R√ľckw√§rtsfahrt. Ein Fahrpedal (r) steuert die Geschwindigkeit und das Bremspedal (l) verz√∂gert oder stoppt die Fahrt. Je nach Modell verf√ľgt ein Stapler auch √ľber einen kompletten Beleuchtungssatz, eine Hupe und f√ľr den sicheren Stand √ľber eine Feststellbremse.

 

√úber einen Handhebel erfolgen die Steuerbefehle der eigentlichen Staplerfunktionen Heben oder Senken des Gabeltr√§gers und f√ľr das Vor- und Zur√ľckneigen des Hubger√ľstes. Es sind neuere Hubstaplermodelle auf dem Markt, da sucht man vergebens nach Lenkrad und Handhebel, ein Joystick √ľbernimmt bei diesen Modellen alle Steuerungsfunktionen.

 

Theorie und Praxis

Staplerf√ľhren ist in der Theorie scheinbar eine leichtere Aufgabe. Im Arbeitsalltag wird diese Aufgabe h√§ufiger zu einer t√ľckischen Herausforderung. Die hinten liegende Lenkachse macht den Stapler extrem wendig, erm√∂glicht fast eine Drehung um die eigene Achse. Diese Eigenschaft erm√∂glicht das Rangieren und Arbeiten in den engen Regalreihen oder anderen engen R√§umen.

Mit Last auf den Gabeln k√∂nnen diese ‚Äď mit bulliger Kraft ausgef√ľhrten Bewegungen ‚Äď schnell zur Gefahr f√ľr andere Fahrzeuge werden oder zur Bedrohung von Fu√üg√§ngern, die solche Bewegungsabl√§ufe nicht erahnen k√∂nnen.

 

Dadurch, dass die Last vorn auf den Gabeln ruht, kann sehr schnell eine weitere Herausforderung entstehen. Durch die Lastaufnahme verlagert sich der Schwerpunkt gravierend, bei schwereren Lasten kann es passieren, dass der Stapler nach vorn kippt, besonders gefährlich ist die Situation, wenn die Last angehoben transportiert wird. Kippen ist beim Staplerfahren eine allgegenwärtige Gefahr, sei es, dass der Lenkeinschlag beim Rangieren zu stark ist, oder dass eine Kurve zu schnell gefahren wird.

 

Eine weitere Herausforderung ist die Kombination aus Last und Sicht. Generell kann die Last die Sicht des Staplerfahrers nach vorn einschr√§nken, in solchen F√§llen kann es angebracht sein, den Stapler r√ľckw√§rtszufahren. Ein Angebot, was die Schwierigkeiten nur verlagert, den jetzt muss der Fahrer Transportgut und seine Fahrtrichtung gleichzeitig im Auge behalten.

 

Stapler fordern Aufmerksamkeit

Das F√ľhren eines Hubstaplers erfordert absolute Aufmerksamkeit unendlich viele Details wollen beachtet werden.

  • Das selbstfahrende Arbeitsger√§t ‚Äď der Stapler ‚Äď ist t√§glich vor dem Einsatz auf seinen technischen Zustand zu √ľberpr√ľfen. Bei M√§ngeln ist eine Weiterverwendung untersagt.
  • Lastdiagramme sind zu beachtet, um den Stapler nicht zu √ľberlasten.
  • Das richtige Aufnehmen und Absetzen von Lasten haben Vorgaben.
  • Die Arbeit in engen G√§ngen erfordert volle Konzentration, besonders dann, wenn mit Gefahrgut umgegangen wird.
  • Eine gute Ausbildung, Umsicht und Praxiserfahrung sind die besten Grundlagen f√ľr das sichere F√ľhren eines Staplers.

Fehler, die unbedingt vermieden werden m√ľssen

Die meisten Unf√§lle mit Staplern geschehen beim Be- und Entladen und beim Umsetzen von Lasten. Der Umgang mit diesen selbstfahrenden Arbeitsger√§ten birgt Gefahren und erhebliche Risiken, sowohl f√ľr den Fahrer als auch f√ľr unbeteiligte Dritte.

Nachstehen einige gef√§hrlichen Situationen, die in aller Regel beim Staplerfahren immer wieder vorkommen, die zu Unf√§llen f√ľhren und verhindert werden m√ľssen:

Zu schnelles fahren

Der offensichtliche Zeitdruck im Bereich der Logistik verleitet Staplerfahrer zum zu schnellen Fahren. Staplerfahrer aber m√ľssen die Fahrgeschwindigkeiten ihrer Stapler immer an die jeweiligen Verh√§ltnisse vor Ort anpassen und vorausschauend fahren. Es ist besser etwas langsamer, daf√ľr aber sicherer unterwegs zu sein und keinen Unfall riskieren!

 

R√ľckw√§rts ‚Äď erst schauen, dann fahren

Beim Transport von hohen Paletten ist oft der Blick nach vorne zugestellt. F√ľr den Staplerfahrer hei√üt die Option ‚Äď r√ľckw√§rtsfahren. Dazu muss der Fahrer das Lenken r√ľckw√§rtsfahrender Stapler beherrschen und die ganze Zeit √ľber die Fahrtrichtung im Blick haben.

Lasten bodennahe transportieren

Die Last ‚Äď im angehobenen Zustand ‚Äď ver√§ndert die Schwerpunktlage des Hubstaplers erheblich. Je schwerer die Last und je h√∂her sie gehoben ist, umso st√§rker steigt das Kipprisiko des Staplers.

Lasten m√ľssen immer bodennah transportiert werden, dabei wird die Gabel nur leicht angehoben. Diese Regel gilt auch f√ľr kurze Rangierfahrten. Bei Kurvenfahrten mit Last muss zus√§tzlich auch die Geschwindigkeit angepasst werden. Nur so kann verhindert werden, dass die erh√∂hten Fliehkr√§fte den Stapler zum Kippen bringen.

 

Gabeln auch bei Leerfahrten absenken

Fu√üg√§nger sind im Staplerbereich immer gef√§hrdet. Sie sind ungesch√ľtzt und wesentlich langsamer als jeder Stapler. Besondere R√ľcksichtnahme bei Fu√üg√§ngern ist gefordert. Um das Unfallrisiko zu mindern, m√ľssen Staplerfahrer immer aufmerksam und vorausschauend fahren, dabei besonders auf die Gabelzinken achten. Um das Gef√§hrdungspotential zu begrenzen, m√ľssen die Gabeln auch bei Leerfahrten stets auf Bodenn√§he abgesenkt werden!

 

Schl√ľssel abziehen

Der Staplerfahrer √ľbernimmt auch die Verantwortung f√ľr sein Arbeitsger√§t. Das schlie√üt auch die Pausen und den Feierabend ein. Stellt er seinen Stapler ab, muss er sicherstellen, dass eine Nutzung durch Unbefugte unm√∂glich wird. Bei jedem Verlassen des Staplers muss der Schl√ľssel oder die ID-Card abgezogen und mitgenommen werden. Nur so kann verhindert werden, dass ein Dritter den abgestellten Stapler unbefugt nutzt. L√§sst der Fahrer den Schl√ľssel beim Stapler, handelt er grob fahrl√§ssig und kann bei einem Unfall in Haftung genommen werden.


Grundlagen der Standsicherheit

Standsicherheit ‚Äď Kippsicherheit ‚Äď nur eine Frage der Balance?

Grundlagen der Standsicherheit

Mit Hubstaplern lassen sich auch schwere Lasten sicher transportieren, vorausgesetzt seine Standsicherheit ist ausreichend.

Sollen sich Gabelstapler mit oder ohne Lasten sicher bewegen und keinerlei Sch√§den am Fahrzeug, Fahrer oder Transportgut auftreten ‚Äď dann muss die Stand- bzw. Kippsicherheit stimmig sein, muss die Standsicherheit die Kippsicherheit st√ľtzen.

Statische Standsicherheit

Die Kippachse eines Staplers liegt exakt auf Höhe der Vorderachse. Das Gewicht des leeren Staplers liegt in etwa unter dem Fahrersitz. Solange der Gesamtschwerpunkt weit genug von der Kippachse entfernt liegt, ist die statische Standsicherheit gegeben. Je näher der Gesamtschwerpunkt an der Kippachse liegt, desto instabiler wird das ganze System: Der Stapler kann nach vorn kippen.

Last und Schwerpunkt

Bei der Aufnahme einer Last ist es wichtig, dass diese so nahe wie m√∂glich am Gabelr√ľcken anliegt. Eine Palette muss so aufgenommen werden, dass der Schwerpunkt der Last m√∂glichst weit hinten liegt. 

Bei einer symmetrischen Last aus einheitlichem Material kann vorausgesetzt werden, dass ihr Schwerpunkt im Mittelpunkt liegt. Bei unsymmetrischer Last kann der Schwerpunkt nicht ohne weiteres festgestellt werden, hier ist es sinnvoll, den Lastschwerpunkt zu markieren. Auch die Ansatzpunkte f√ľr die Gabelzinken sollten gekennzeichnet sein.

Vor Fahrtbeginn ist die Last unbedingt abzusenken. Denn auch durch das Anheben der Last verschiebt sich der Gesamtschwerpunkt und die Kippgefahr steigt.

Hinweis

Anbaugeräte können den Gesamtschwerpunkt eines Staplers nach vorne verschieben und die Tragfähigkeit des Staplers negativ beeinflussen.

Die beschriebene statische Standsicherheit eines Staplers unterscheidet sich von der dynamischen Standsicherheit.

Dynamische Standsicherheit

Durch jede Bewegung: Beschleunigen, Abbremsen, Befahren von Schr√§gen oder auch durch Bodenunebenheiten wird die Standsicherheit beeintr√§chtigt. Deshalb muss stets vorausschauend und mit angepasster Geschwindigkeit gefahren werden. An Rampenfahrten, die Last immer bergseitig f√ľhren.

Seitliche Kippachsen

Jeder Stapler hat neben der Kippachse in H√∂he der Vorderachse noch zwei weitere seitliche Kippachsen. Solange der Schwerpunkt innerhalb des Standsicherheitsdreiecks liegt, ist alles in Ordnung. Dies greift auch bei Staplern mit vier R√§dern, die zur Lenkung an einer Pendelachse gef√ľhrt werden.

Auch bei den seitlichen Kippachsen kommt es auf die dynamische Standsicherheit an. Beim Kurven fahren und Rangieren ist besondere Vorsicht erforderlich. Geschwindigkeit und Kurvenradius sind zu ber√ľcksichtigen. Pl√∂tzliche starke Lenkbewegungen k√∂nnen den Stapler seitlich zum Kippen bringen.

Unfallhäufigkeit

Hubstapler sind stark, schnell, wendig und wichtige, schier unentbehrliche Helfer im Bereich der Logistik. Diese Fahrzeuge befahren oft ‚Äď fast rund um die Uhr ‚Äď jeden Winkel eines Betriebes. Leider z√§hlen Hubstapler aber auch zu den Unfallquellen mit hohem Gef√§hrdungspotenzial.

Anfahrunfälle

Von den j√§hrlich erfassten Staplerunf√§llen in den Betrieben, sind die h√§ufigsten Unf√§lle, F√§lle bei denen Fu√üg√§nger zu Schaden kommen. Sie werden vom Stapler erfasst, angefahren, √ľberfahren oder gequetscht. Meist entstehen solche Unf√§lle beim R√ľckw√§rtsfahren oder Zur√ľcksetzen. Mit 29 Prozent aller Unfallgeschehen nehmen Anfahrunf√§lle die Spitzenposition ein.

Ladegutunfälle

Ein Staplerfahrer verletzt beim Be- und Entladen mit seinem Hubstapler eine Person. Als Ursachen z√§hlen hier: Einklemmen, Rei√üen, Quetschen oder auch Herabfallen ungesicherten Ladegutes, was meist zu schweren Unf√§llen f√ľhrt. Immerhin fallen 27 Prozent aller erfassten Unf√§lle in diese Kategorie.

Kippunfälle

Diese Unfallgeschehen wird mit 25 Prozent am Gesamtunfallgeschehen und wohl als folgenschwerste Unfallursache eingestuft. Fordert diese Unfallart doch immer wieder Todesopfer.

Diese Unfallart wird deshalb immer wieder genauer untersucht und die Auslösemomente näher betrachtet. Die Ursachen bei Kippunfällen werden zugeordnet:

‚ÄĘ zentrifugalkraftbedingt ‚Äď hierbei kippt der Hubstapler durch zu schnelle Kurvenfahrt auch ohne Last und bei abgesenkter Gabel (11).

‚ÄĘ fahrbahnbedingt ‚Äď eine Seite des Gabelstaplers ger√§t bei Geradeausfahrt oder auch bei Kurvenfahrt in eine Bodensenke, auf eine Bodenerhebung oder die R√§der versinken in unbefestigtem Erdbereich (13).

‚ÄĘ lastbedingt ‚Äď hierbei kippt der Gabelstapler infolge des hohen Gesamtschwerpunktes bei angehobener Gabel mit oder ohne Last (11).

‚ÄĘ absturzbedingt ‚Äď durch √úberfahren einer Rampen- oder Schachtkante st√ľrzt der Gabelstapler ab (6).

‚ÄĘ kollisionsbedingt ‚Äď hierbei kippt der Gabelstapler infolge des Zusammensto√ües mit einem anderen Flurf√∂rderzeug (2).

Die in Klammern () stehenden Zahlen nennen die Anzahl der Todesopfer in dem Zeitraum von 1992 bis 1998 f√ľr das jeweilige Unfallgeschehen. Die Studie erschreckt und stimmt nachdenklich zugleich besonders der nachstehende Gedanke sollte Einfluss in die Ausbildung der Staplerfahrer finden.

‚ÄěDie Erh√∂hung der Sicherheit von Gabelstaplern stellt nach wie vor eine technische Herausforderung an die Hersteller dar. Verbesserungen der seitlichen Kippstabilit√§t durch konstruktive Ma√ünahmen, die die Ergebnisse theoretischer Untersuchungen konsequent umsetzen sind nur noch in einem sehr begrenzten Rahmen m√∂glich, ohne andererseits wichtige Merkmale und Funktionalit√§ten erheblich zu verschlechtern.

Ein neuer Ansatz zur L√∂sung der Sicherheitsprobleme scheint in der Entwicklung und Einf√ľhrung elektronischer fahrdynamischer Sicherheitssysteme zu liegen, √§hnlich dem ESP im PKW‚Äú.

Quelle:

Die vorstehenden Informationen √ľber die Kippunf√§lle wurden der Studie ‚ÄěDYNAMISCHE KIPPTESTE ‚Äď Sicherheitsnachweis f√ľr Stapler‚Äú der Universit√§t der Bundeswehr Hamburg, Prof. Dr. -Ing. Rainer Bruns entnommen.