Staplerschein

Welche Voraussetzung benötigt ein Hubstaplerfahrer?

Staplerfahrer haben wichtige Funktionen in der Logistik. Ohne Hubstapler wären Be- und Entladevorgänge sowie das innerbetriebliche Transportieren von Waren und Gütern kaum machbar. Dennoch ist Staplerfahrer kein Lehrberuf, sondern eine Zusatzqualifikation, die durch den sogenannten Staplerschein nachgewiesen wird.

 

Zum Stapler-Fahren benötigst man einen Staplerschein – das Mindestalter beträgt: 18 Jahre.

Wer einen Hubstapler führen will, muss zunächst im Rahmen einer Ausbildung die erforderlichen theoretischen und praktischen Kenntnisse nachweisen

 

Ausnahme:

Im Rahmen einer Berufsausbildung können unter bestimmten Bedingungen auch Jugendliche unter 18 Jahren Flurförderfahrzeuge unter Aufsicht selbstständig steuern.

 

Ein Pkw-Führerschein ist keine Voraussetzung zum Hubstapler-Fahren.

 

Körperliche Eignung: Hubstapelfit?

Dabei stehen z. B. im Fokus:

  • Sehschärfe (Fern- & Nahsehen) – Farbensehen – Dämmerungssehen – räumliches Sehen –

seitliches Sehfeld – Blendungsempfindlichkeit

  • Hörvermögen
  • Beweglichkeit der Gliedmaßen
  • Reaktionsfähigkeit

 

Weitere Voraussetzungen zum Hubstapler-Fahren:

  • Ein Vorteil kann sein: Erfahrungen am Arbeitsplatz in der Logistik bzw. im Lager, z. B. als Lagerist, Kommissionierer oder Helfer im Lager
  • Interesse an technischen, mechanischen, elektrischen und hydraulischen Zusammenhängen, um die Funktionsweise des Staplers zu verstehen
  • Sorgfalt, Präzision & Geschick für ein optimales Handling der Lasten
  • Verständnis für Sicherheitsaspekte & Interesse an Gefahrenvermeidung in Betrieb & Lager
  • Verantwortungsbewusstsein
  • auch in Stresssituationen ruhig bleiben und den Überblick bewahren.

 

Da zunehmend nicht nur der Hubstapler bedient werden muss, sondern auch Tätigkeiten in und mit der IT vom Staplerfahrer absolviert werden, ist überdies ein Grundverständnis für die betrieblichen Prozesse und ihre Abbildung in der IT sinnvoll und notwendig. Das erforderliche Fachwissen wird jedoch in der Regel im Rahmen der betrieblichen Einarbeitung durch einen Vorgesetzten vermittelt.

 

Branchen und Unternehmen die Hubstaplerfahrer beschäftigten

Hubstaplerfahrer transportieren und lagern Waren mithilfe von Hubstaplern oder anderen Flurförderzeugen. Staplerfahrer werden überall dort eingesetzt, wo Waren schnell und sicher transportiert, aus-, ein- oder umgelagert werden müssen. Das sind meist Unternehmen und Betriebe aus den Bereichen Logistik, Spedition sowie Handel, auch in den produzierenden Unternehmen sind Staplerfahrer im Einsatz.

 

Wer übernimmt die Ausbildung?

Die „Ausbildung und Beauftragung der Fahrer von Flurförderzeugen mit Fahrersitz und Fahrerstand“ ist eine Zusatzausbildung, die in der Regel zwischen zwei und drei Tagen dauert. Die Ausbildung teilt sich auf in einen theoretischen und einen praktischen Teil und wird jeweils durch eine entsprechende Prüfung abgeschlossen.

AC Nautik, Staplerschein Österreich, Gössendorf südl. Graz, Steiermark.


Kurs Staplerschein Graz

Einsatzprüfung

Einsatzprüfung

Man darf nur der eigenen täglichen Einsatzprüfung vertrauen

 

Hubstapler sind die Maultiere der modernen Logistik. Diese energiegeladenen Mulis machen es möglich, schwere Lasten schnell, sicher und besonders flexibel zu transportieren und umzuschlagen.

 

Hubstapler sind immer auf Trab

Hubstapler müssen immer zuverlässig und funktionstüchtig sein, da sie fast ständig in Bewegung und im Einsatz sind. In einigen Unternehmen sind die Hubstapler rund um die Uhr und das fast 360 Tage im Jahr in Bewegung. Hoch ist die Beanspruchung, der Hubstapler permanent ausgesetzt sind. Da ist es besonders wichtig, dass das Zusammenspiel von Antrieb, Lenkung, Elektrik, Elektronik, Mechanik und Hydraulik perfekt gewartet und voll funktionsfähig ist.

 

Voraussetzung ist die tägliche Sicht- und Funktionsprüfung

Die Durchführung der täglichen Sicht- und Funktionsprüfung des Staplers gewährleistet die Betriebssicherheit eines Hubstaplers. Es gehört zu den Pflichten des zuständigen Staplerfahrers, täglich vor der Arbeitsaufnahme eine Sicht- und Funktionsprüfung des Staplers durchzuführen.

 

Die Sichtprüfung

Es geht zunächst – bei der täglichen Sichtprüfung rund um den Hubstapler – nur um seinen äußeren Zustand:

 

  • Gibt es sichtbare Beschädigungen an Karosserie oder Hubmast?
  • Ist die Bereifung in Ordnung? Gibt es Schäden an oder Fremdkörper in den Reifen? Sind die Radmuttern fest angezogen? Stimmt der Druck bei Luftreifen?
  • Weisen die Gabelzinken Beschädigungen auf und sind sie ordnungsgemäß gesichert?
  • Ist eine vorhandene Anhängevorrichtung beschädigt oder unbrauchbar?
  • Ist die Spannung der Lastketten gleichmäßig und ausreichend?
  • Sind das Fahrerschutzdach und seine Befestigung in Ordnung?
  • Ist das Lastschutzgitter ordnungsgemäß?
  • Hat das Hydrauliköl den richtigen Füllstand? Tropft es oder tritt Hydrauliköl aus?
  • Sind die Pedale griffig und sauber?
  • Sind – je nach Antriebsart – die Füllstände von Kühlwasser und Motoröl richtig bzw. ist die Batteriespannung in Ordnung?
  • Sind – bei Verbrennungsmotoren – die Luftfilter sauber?
  • Sind bei Staplern mit Gasabtrieb die Flaschen richtig befestigt und die Anschlüsse fest?

 

Die Funktionsprüfung

Bei der täglichen Funktionsprüfung des Hubstaplers geht es um die perfekte Funktion des fahrbaren Arbeitsmittels:

 

  • Sind Beleuchtung, Hupe und ggf. akustischer Rückfahrwarner funktionstüchtig?
  • Ist das Lenkungsspiel maximal zwei Finger breit?
  • Funktionieren Betriebs- und Feststellbremse?
  • Ist die Führung des Lastaufnahmemittels in Ordnung? Gibt es Unregelmäßigkeiten der Führung beim Ausfahren bis Maximalstellung?
  • Ist die Abgasanlage dicht?
  • Tritt bei Neutralstellung des Hydrauliksystems kein Nachsenken auf?

 

Mängel versetzen den Hubstapler in „außer Betrieb“

Der geprüfte Hubstapler darf nur in Betrieb gestellt werden, wenn keinerlei Mängel festgestellt wurden.

So ist es unerlässlich, dass festgestellte Mängel umgehend vom Staplerfahrer seinem Vorgesetzten gemeldet werden. Es ist auch sinnvoll, wenn festgestellte Mängel schriftlich in einem Protokoll festgehalten werden.

Ein nicht betriebsbereiter Stapler sollte an einem geeigneten Ort abgestellt und mit einem Schild „Außer Betrieb“ gekennzeichnet werden. Selbstverständlich sollte es sein, dass der Stapler durch Abziehen des Startschlüssels, Anziehen der Feststellbremse und ggf. durch Unterlegen von Keilen gesichert wird. Diese Maßnahmen hindern Kollegen daran, einen nicht betriebsbereiten Hubstapler zu bewegen.

Nur Fachpersonal für die Instandsetzung

Nur autorisiertes Fachpersonal darf die Mängelbeseitigung vornehmen – weder der Staplerfahrer selbst noch ein anderer Kollege haben die Befugnis. Eine Wiederinbetriebnahme ist erst nach durchgeführter Mängelbeseitigung erlaubt.

 

Die tägliche Zustandsprüfung kann kompliziert und zeitraubend erscheinen. Praktisch ist der Zeitaufwand jedoch eher gering. Groß aber ist der Gewinn an Sicherheit. Das gilt für Fahrer, seine Kollegen und natürlich auch für den Unternehmer.

 

Außerdem trägt die tägliche Prüfung dazu bei, Verschleißerscheinungen frühzeitig zu erkennen, durch vorbeugende Instandhaltung Totalausfälle des Staplers zu verhindern und hohe anfallende Kosten zu vermeiden.