Haftung bei einem Arbeitsunfall mit Hubstapler

Haftung bei einem Arbeitsunfall mit Hubstapler

Im Wesentlichen gibt es ArbeitsunfĂ€lle beim Fahren nur im innerbetrieblichen Bereich. Dabei unterliegt der verursachende Fahrer einer HaftungsbeschrĂ€nkung. Wird dabei ein weiterer Arbeitnehmer verletzt, haftet der verursachende Arbeitsnehmer nur bei Vorsatz, wobei Schmerzensgeld gezahlt werden muss, sollte das Gerichtsurteil diese verlangen. Hier greift die Berufsgenossenschaft ein. Sie trĂ€gt die Kosten fĂŒr die EntschĂ€digung des verletzten Mitarbeiters. Sind beide Beteiligte beispielsweise Arbeitnehmer eines Unternehmens, wird der Arbeitgeber entlastet. Nur bei SachschĂ€den muss der verursachende Arbeiternehmer fĂŒr den Schaden aufkommen.

Ein rechtlich relevantes Problem fĂŒr alle beteiligten Vorgesetzten und Arbeitnehmer entsteht, wenn der Arbeitsunfall durch einen Staplerfahrer ohne Schein verursacht worden ist. Die SchadensersatzansprĂŒche, die der verletzte Arbeitnehmer oder die externe Person gegen den Staplerfahrer in Form von RegressansprĂŒchen durchsetzen kann, werden zwar in den meisten FĂ€llen erst von der Berufsgenossenschaft ĂŒbernommen. SpĂ€ter muss der ohne Schein gefahrene Staplerfahrer diese BetrĂ€ge der Berufsgenossenschaft erstatten. Ferner wird gegen den Staplerfahrer eine Strafanzeige gestellt. Wird festgestellt, dass der Vorgesetzte und der Sicherheitsbeauftragte von dem Vorgang wussten oder die Erlaubnis trotz des fehlenden Scheins gegeben hat, bevor sich der Unfall ereignet hat, so ist hier auch eine Inanspruchnahme und Strafanzeige möglich.