Staplerschein – Österreich

Wie viel Gewicht kann ein Hubstapler heben? – oder – Wie darf

der Gabelstapler gewichtsmäßig belastet werden?

 

FAUSTREGEL

Faustregeln dienen der unverbindlichen Übersichtsbeschaffung (Pi x Daumen), auf die man sich nie verlassen sollte. Nachstehendes Beispiel ist typisches dafür:  

In der Regel wiegt ein Gabelstapler mit einer zulässigen Traglast von bis zu 2 t etwa das 1,5- bis 2-fache der zulässigen Last, also bis zu 2 x 2 t = 4 t. Ist die Tragfähigkeit höher, wird das Eigengewicht des Staplers erhöht, um die Standsicherheit sicherzustellen. Werden die Vorgaben unter die Lupe genommen, veranlassen diese erwähnte Tragfähigkeit bestenfalls ein Rätselraten – geht es schlussendlich doch um die Standsicherheit und die Tragfähigkeit.

 

TRAGLASTDIAGRAMME

Jeder Staplerfahrer sollte sie kennen – jene kleinen Aufkleber oder Metallschildchen, die an allen Gabelstaplern gut sichtbar befestigt sind. Wer täglich mit ihnen arbeitet, hat diese zwischenzeitlich verinnerlicht. Trotzdem kostet das „Studium der Traglastdiagramme“ bei jedem neuen Einsatz Zeit, viel Zeit. Für Neulinge im Berufsleben – oder Fahrern, die nur gelegentlich den Stapler bedienen – sind diese Traglastdiagramme einfach nur Schilder mit rätselhaften Angaben und Zeichnungen.

Lastendiagramm

Doch auf den Punkt gebracht, ist es Physik für Einsteiger – und mit etwas Durchblick ein Kinderspiel. Denn was sich hier abspielt, ist Altvertrautes aus Kinderzeiten. Ein Balken als Wippe, der durch Gewichtsverlagerung mal zur einen mal zu anderer Seite ausschlägt, häufig genug reicht es, nur den Oberkörper ein wenig vor oder zurückzunehmen und die Hebelwirkung verlagert sich.

Lastendiagramm

Bei Staplerfahrern und ihren Lasten wird aus dem Kinderspiel echte, harte Arbeit. Hier darf nie etwas kippen, muss das Fahrzeug mit dem Fahrer immer schwerer sein als die Seite mit der Last. Die Vorderräder sind Dreh- und Angelpunkt der Wippe. Wird die Last auf der Gabel bewegt – ändert sich der Lastschwerpunkt – entfernt sich vom Schwerpunkt des Fahrzeugs. Rückt die Last auf der gedachten Wippe nach außen, könnte das Ganze an einem bestimmten Punkt kippen.

Lastendiagramm

Hier greift das jedem Stapler eigene Traglastdiagramm. Richtig gewertet und angewandt, ist immer ausreichend Gewicht auf der Fahrzeug-/Fahrerseite. Die „Wippe“ bleibt auf der richtigen Seite am Boden und der Stapler verhält sich stabil.

EIN TRAGLASTDIAGRAMM UND SO WIRD ES GELESEN

Im Traglastdiagramm geht es vorrangig um die Traglast. Nur wird sie notwendigerweise mit zwei weiteren „Werten“, der Hubhöhe und dem Lastschwerpunkt, in Verbindung gebracht. Das Praktische eines Traglastdiagramms – sind zwei der Größen bekannt, kann die dritte problemlos und einfach im Diagramm abgelesen werden.

 

ZAHLEN, WERTE UND …

Die Werte für Traglast werden in Kilogramm und Hubhöhe in Millimetern angegeben. Der Lastschwerpunkt sollte im Zentrum einer Last liegen, wenn diese eine gleichmäßige Gewichtsverteilung hat, was selten vorkommt. Bei einer geschlossenen Kiste, die einseitig mit schwerem Material gefüllt ist, verschiebt sich der Schwerpunkt entsprechend nach außen. Hier kommt die untere Achse des Traglastdiagramms ins Spiel. An dieser wird sichtbar, wie weit der angenommene Lastschwerpunkt vom Gabelrücken des Staplers entfernt ist. Hier ist die gleiche Hebelwirkung im Spiel wie bei der Wippe: Rückt der Schwerpunkt nach außen, vergrößert sich der Hebel. Die mögliche Traglast und Hubhöhe, mit der man im sicheren Bereich unterwegs ist, werden dann entsprechend kleiner.

 

DIAGRAMMAUFBAU

Im konkreten Diagramm: Links stehen die zugelassenen Traglasten für den jeweiligen Stapler, rechts die Hubhöhen. Links steigen die Zahlen, rechts fallen sie. Das ist auch logisch – denn je größer das Gewicht, desto schwerer ist es, es anzuheben. Der Faktor Schwerpunkt kommt auf der unteren Achse ins Spiel. An den fallenden Linien erkennt man, dass die mögliche Traglast stetig abnimmt, wenn auf der unteren Achse die Abstände zwischen Lastschwerpunkt und Gabelrücken größer werden.

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Präzises Arbeiten mit dem Stapler – Luft im Hydrauliköl

Präzises Arbeiten mit dem Stapler – Luft im Hydrauliköl

 

Hydraulik

Mit hydraulischen Systemen kann Bewegung erzeugt werden – z. B. der Hubmast beim Stapler. Die Hydraulik verwendet Hydrauliköle, nutzt ihr gleichmäßiges Strömungsverhalten. Flüssigkeiten – Hydrauliköle dehnen sich immer gleichmäßig aus. Kraft und Bewegung werden mit dem Öl erzeugt, das mithilfe einer Pumpe unter Druck gesetzt wird. Wird durch Kolben Druck erzeugt und in Strömungsenergie umgewandelt, wird es möglich, schwere Lasten zu heben oder zu bewegen.

 

Vorteile und Nachteile

Vorteile der Hydraulik sind: enorm große Kräfte – präzise Steuerung– hohe Leistung auf kleinem Raum –

große Sicherheit – Langlebigkeit des robusten Systems.

Nachteile der Hydraulik sind: der Preis, Hydraulikanlagen und deren Flüssigkeit sind teuer – komplexe Anlagen – Umweltfaktor: austretende Öle – Geschwindigkeit: hydraulischen Prozesse sind keine schnellen Bewegungen.

 

Luft in Hydraulikölen

Wenn ein exaktes Steuern und Positionieren nicht mehr gelingt oder machbar ist, kann ein erhöhter Anteil von gelöster Luft im Hydrauliköl der Hydraulik verantwortlich sein, kann zum Nachfedern der Ölfüllung führen.

Im Bereich der  Hydraulikpumpe, herrschen die höchsten Temperaturen, gelöste Luft wird abgeschieden. Sie ist die gefürchtete Ursache für Kavitation* von Hydraulikpumpen. Auch verursachen die Luftblasen im Öl im fortgeschrittenen Stadium oft mit einer Dunkelfärbung des Öls. Die Luft bleibt nicht mehr im Öl gelöst. Sie steigt in kleinen Blasen auf.

Diese bilden sich besonders an den heißen Teilen des Systems und sprudeln an diesen Stellen geradezu aus dem Öl heraus. Da in Hydrauliksystemen schnelle – auch hohe – Druckschwankungen auftreten, kommt es aufgrund der dabei entstehenden Verdichtungstemperaturen zwischen dem Sauerstoff aus diesen Luftblasen und den umgebenden Kohlenwasserstoffen des Öls zu kleinen, explosionsartigen Verbrennungen, ähnlich der Verbrennung im Dieselmotor. Da die Luftbläschen, die Ursache für den „Dieseleffekt” sind, nur wenige Sauerstoffmoleküle enthalten, erfolgt die Verbrennung unvollständig mit der Bildung von Rußflöckchen, die das Öl oder auch Filtereinsätze schwarz färben können. Der „Dieseleffekt” hat meist keine Auswirkungen auf die Schmierfähigkeit des Öls. Da der Effekt aber auch im Bereich von Dichtlippen auftreten kann, sollten Dichtungen, besonders wenn das Öl ein schlechtes LAV ** aufweist, in Bezug auf Grübchen artigen Materialabtrag kontrolliert werden.

 

* Kavitation

Als Kavitation wird das Bilden und schlagartige Zusammenfallen von mit Dampf gefüllten Blasen bezeichnet. Dieser Prozess findet an den Stellen innerhalb der Pumpe statt, an denen der Druck unter den Dampfdruck des Fördermediums absinkt.

 

** Das Luftabscheidevermögen (LAV)

Das Luftabscheidevermögen eines Öls gibt die Zeitspanne in Minuten an, die benötigt wird, um Luft, die unter definierten Bedingungen in das Öl geblasen wird, wieder bis auf einen Wert von 0,2 Vol.-% des Ausgangswertes ausgasen zu lassen. Der LAV-Wert gibt nicht den absoluten Luftgehalt des untersuchten Öls an. Er informiert über die Fähigkeit des Öls, die eingeblasene oder dispergierte Luft wieder abzuscheiden.

 

Das Luftabscheidevermögen eines Öls kann, im Gegensatz zum Schaumverhalten, nicht durch die Zugabe von Additiven verbessert, sondern eher nur verschlechtert werden.

Der tatsächliche Luftgehalt im Öl, der zwischen 7 und 10 Vol.-% liegt, hängt von der Art und Additivierung des Grundöls, dem Alter der Ölfüllung, einer Vermischung mit artfremden Substanzen sowie der Konstruktion der Anlage ab.

 

Im Gegensatz zum Schaum, der sich häufig an der Oberfläche des Öls sammelt, ist die im Öl gelöste Luft nicht immer gleich zu erkennen. Manchmal ist eine leichte Trübung ein zielführender Hinweis.

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Verkehrswege für Hubstapler – sie dienen nicht nur der Sicherheit

Für die Sicherheit im Umgang mit Staplern sind vorgezeichnete Verkehrswege wichtig. Sie sollten möglichst waagerecht und eben ausgeführt sein. Nur so dienen diese der besseren Übersicht und können sicherstellen, dass die unsichtbaren – aber durchaus spürbaren – Schwer- und Fliehkräfte des Staplers während der Fahrt stets beherrschbar sind und der Stapler mit Last zuverlässig die Spur hält. Unebenheiten und kleinere Hindernisse auf Fahrbahnen, können beim Überfahren Kräfte freisetzen, die den Stapler gefährlich ins Schwanken bringen. Schlimmsten Falls den Stapler zum Kippen bringen. Zügige Kurvenfahrten sind aufgrund – der auf den Stapler einwirkenden Kräfte – das größere Kipp-Risiko. Häufiger aber verrutscht die Last, beschädigt den Stapler oder die Regale. Nicht selten sind dabei Fahrer oder anderes Personal gefährdet.

 

Vorausschauend fahren

Es ist unmöglich, einen Stapler aus voller Fahrt zu stoppen. Trifft der Fahrer auf ein Hindernis, muss er reagieren, muss die Bremse betätigen. Selbst dann stoppt ein Stapler nicht abrupt, sondern braucht seinen Bremsweg. Ein Anhalteweg, der von verschiedenen Faktoren wie Geschwindigkeit, Bodenbeschaffenheit, Fahrzeuggewicht und Last, etc. abhängig ist.

Der Reaktionsweg liegt beim Fahrer, der Anhalteweg ist abhängig von der Geschwindigkeit und dem Gesamtgewicht des Staplers. Wobei sich letzteres bei einer Vollbremsung sekundenschnell reduzieren kann, wenn die Last von den Gabelzinken rutscht.

 

Bemerkenswert

Die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Staplers mit Last beträgt etwa 10 km/h, selbst bei dieser geringen Geschwindigkeit beträgt der gesamte Bremsweg etwa 4 Meter.

 

Das bedeutet für den Fahrer: Die Geschwindigkeit muss stets der Situation angepasst sein. Unübersichtliche Passagen sind vorsichtig und langsam zu fahren – bei Kurvenfahrten oder vor Kreuzungen ist die Geschwindigkeiten zu reduzieren. Fußgängern fordern immer besondere Rücksichtnahme.

 

Flächenbelastung

Jeder Verkehrsweg muss ausreichend tragfähig sein, die Tragfähigkeit auch bei Hitze oder Kälte halten.

Bei einem Stapler mit einer Tragfähigkeit von bis zu 4 t wird das Gesamtgewicht auf etwa 2 m² verteilt. Allerdings geht diese Schätzung von idealen Bedingungen aus, in der Praxis wirkt oft eine erheblich höhere Punktbelastung. Denn die Lastaufnahme verschiebt den Gesamtschwerpunkt des Staplers in die Nähe der Vorderachse.

Bei besonders schweren Lasten kann das Gesamtgewicht fast ausschließlich auf die Vorderachse wirken. Diese Kräfte werden durch Anheben oder Absenken einer Last noch verstärkt.

 

Sind Verkehrswege sicher

Betriebliche Verkehrswege sollen eben und tragfähig sein, die Beläge müssen stabil und abriebfest sein. Bei höherer Belastung dürfen keine Mängel auftreten. Es ist daher wichtig, die Verkehrswege regelmäßig zu warten, um Beschädigungen oder Verschleiß frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen.

 

Es liegt in der Verantwortung des Unternehmers, Verkehrswege festzulegen und so auszuführen, dass Gefährdungen von Personen vorgebeugt wird. Die Wegführung ist so anzulegen, dass möglichst kein oder wenig Begegnungsverkehr entsteht. Ist das nicht möglich, sollten die Wege die Breite haben, dass bei Gegenverkehr ausreichend Fahrbahn zur Verfügung steht.

 

Fußgänger und Lastverkehr sollten aus Sicherheitsgründen grundsätzlich getrennt werden. Große Tore sollten, wenn möglich, mit einem Personeneingang ausgestattet sein. An Türen, Treppen oder ähnlich kritischen Passagen mit Fußgängerverkehr müssen Fahrzeuge mit einem Mindestabstand von 1 Meter vorbeigeführt werden. Kann dieser Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden, sind Sicherungen vorzusehen, die verhindern, dass Personen direkt auf den Verkehrsweg gelangen können. Solche Barrieren sind insbesondere vor den Ausgängen zu Sozialräumen anzubringen, hier sind Personen oft unaufmerksam.

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Lastendiagramm

 


Die tägliche Einsatzprüfung ist Teil des Sicherheitskonzeptes beim Einsatz von Hubstaplern

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Die tägliche Einsatzprüfung ist Teil des Sicherheitskonzeptes beim Einsatz von Hubstaplern

 

Hubstapler sind die „Arbeitsmulis“ in vielen Unternehmen mit innerbetrieblichem Lastenverkehr. Sie sind bullenstark und dabei wieselflink, zuverlässig heben und transportieren sie Lasten und sind fast ständig in Bewegung. In manchem Logistik-Unternehmen fast 360 Tagen im Jahr und das rund um die Uhr. Hoch sind die Beanspruchungen bei entsprechendem Einsatz, denen diese Kraftpakete ausgesetzt sind. Da muss das exakt abgestimmte Zusammenspiel von Antrieb, Lenkung, Elektrik, Elektronik, Mechanik und Hydraulik perfekt sein.

 

Um die Betriebssicherheit eines Hubstaplers zu gewährleisten, ist der Staplerfahrer verpflichtet, vor der täglichen Arbeitsaufnahme eine Sicht- und Funktionsprüfung seines Staplers durchzuführen.

 

Die Sichtprüfung

Bei der Sichtprüfung rund um den Stapler geht es zunächst einmal um den äußeren Zustand, um die Registrierung von Schäden, die nicht zu übersehen sind, z. B. Ölflecken unter dem Fahrzeug, nicht richtig gespannte Lastketten, undichte Leitungen oder offensichtlich verschmutzte Filter, danach erfolgt das genauere Hinschauen, der prüfende Blick:

  • Sind Beschädigungen an Karosserie oder Hubmast vorhanden?
  • Sind die Reifen in Ordnung, fallen Schäden oder Fremdkörper auf? Sind die Radmuttern perfekt angezogen?
  • Weisen die Gabelzinken Beschädigungen (Risse) auf, sind sie gesichert?
  • Ist eine Anhängevorrichtung eventuell beschädigt?
  • Sind die Lastketten gleichmäßig und ausreichend gespannt?
  • Entspricht das Fahrerschutzdach samt seiner Befestigung den Vorschriften?
  • Ist das Lastschutzgitter ok?
  • Entspricht der Füllstand des Hydrauliköls der Vorschrift? Nässt etwas oder tritt Öl aus?
  • Sind die Pedale griffig?
  • Ist die Batteriespannung in Ordnung?

 

Die Funktionsprüfung

Dies Prüfung soll sicherstellen, dass der Hubstapler imstande ist, die geforderte Funktionen zu erfüllen.

  • Sind Beleuchtung, Hupe und akustischer Rückfahrwarner funktionstüchtig?
  • Entspricht das Lenkungsspiel der Vorschrift?
  • Sind Betriebs- und Feststellbremse funktionstüchtig?
  • Ist die Führung des Lastaufnahmemittels in Ordnung oder treten Unregelmäßigkeiten beim Ausfahren bis Maximalstellung auf?
  • Tritt bei Neutralstellung des Hydrauliksystems kein Nachsenken auf?

 

„Stapler außer Betrieb“

Nur wenn keine Mängel festgestellt werden, darf der Stapler in Betrieb genommen werden. Mängel müssen unverzüglich dem Vorgesetzten gemeldet und sollten schriftlich in einem Protokoll festgehalten werden.

 

Ein nicht betriebsbereiter Stapler muss sicher abgestellt und mit einem Schild gekennzeichnet werden. Der Stapler ist entsprechend zu sichern. Maßnahmen müssen Kollegen daran hindern, versehentlich einen nicht betriebsbereiten Stapler zu führen.

 

Instandsetzung nur durch Fachpersonal

Nur autorisiertes Fachpersonal – aus eigener Instandhaltung oder Fremdservice – darf die Mängelbeseitigung vornehmen. Eine Wiederinbetriebnahme ist erst nach durchgeführter Mängelbeseitigung gestattet.

 

Die tägliche Zustandsprüfung könnte kompliziert und zeitraubend erscheinen. Die Praxis belegt, der Zeitaufwand ist gering, wobei die Sorgfalt nicht Opfer der Routine werden sollte. Der Gewinn an Sicherheit für Fahrer, für Kollegen und für das Unternehmen ist groß. Die tägliche Prüfung trägt dazu bei, Verschleißerscheinungen frühzeitig zu erkennen und durch Instandhaltung teure Ausfälle zu verhindern.

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Staplerschein Österreich

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Obligatorisch:

Betriebsanweisung – Bedienungsanleitung – Staplerschein

 

Betriebsanweisung Hubstapler

Rechtsgrundlage

Die Verpflichtung zur Erstellung von Betriebsanweisungen ist gesetzlich geregelt“.

Für die Benutzung von selbst fahrenden Arbeitsmitteln sind unter Berücksichtigung der betrieblichen Gegebenheiten schriftliche Betriebsanweisungen zu erstellen. Für die Einhaltung der Betriebsanweisungen ist zu sorgen.

Durch diese Betriebsanweisungen sind die notwendigen Maßnahmen für die sichere Abwicklung des innerbetrieblichen Verkehrs festzulegen, insbesondere Sicherheits- und Verkehrsregeln.

  • für das Aufnehmen, die Sicherung, den Transport und das Absetzen von Lasten,
  • für das Be- und Entladen des Arbeitsmittels,
  • gegebenenfalls für den Transport von Personen
  • gegen die Inbetriebnahme des Arbeitsmittels durch Unbefugte,
  • für den Fahrbetrieb,
  • für die In- und Außerbetriebnahme.

 

Weiters dürfen Arbeitsmittel nur verwendet werden, wenn die wiederkehrenden Prüfungen durchgeführt wurden. Besteht eine Prüfpflicht nach dem Kraftfahrgesetz (KFG), so gilt diese.

 

Das Lenken von selbst fahrenden Arbeitsmitteln auf dem Betriebsgelände ist für Jugendliche verboten. Für das Führen von Staplern muss eine besondere Fachkenntnis (Staplerschein) nachgewiesen werden. Die Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln der Bedienungsanleitung sind als Ergänzung zu den Angaben der Betriebsanweisung zu sehen. Die Inhalte der Betriebsanweisung als auch der Bedienungsanleitung müssen entsprechend vermittelt und deren Einhaltung kontrolliert werden.

 

Inhalt der Betriebsanweisung

  1. Allgemeine Grundlagen

Mit dem Führen eines selbst fahrenden Arbeitsmittels dürfen nur Personen beschäftigt werden, die über eine Fahrbewilligung verfügen und besonders unterwiesen wurden. Bei Einsatz von betriebsfremden Arbeitnehmern muss zusätzlich zur Fahrbewilligung des Arbeitgebers auch eine Fahrbewilligung des für die Arbeitsstätte verantwortlichen Arbeitgebers vorhanden sein. Das heißt, für das Fahren mit Gabelstaplern braucht man einen Staplerschein und eine Fahrbewilligung. Die Fahrbewilligung darf natürlich nur erteilt werden, wenn auch ein Staplerschein vorhanden ist. Der Fahrer eines Staplers muss in jedem Falle einen Staplerschein und eine Fahrbewilligung haben. Nach der Arbeitsmittelverordnung müssen, je nach Arbeitsmittel und Tätigkeit, noch folgende Paragrafen beachtet und eingehalten werden:

  • Benutzung von Arbeitsmitteln zum Heben von Lasten (§ 18)
  • Heben von Arbeitnehmern (§ 21)
  • Arbeitskörbe (§ 22)
  • Beschaffenheit von Arbeitsmitteln zum Heben von Lasten oder Arbeitnehmern (§ 52)
  • Beschaffenheit von selbst fahrenden Arbeitsmitteln (§ 53)

Grundsätzlich muss auch die Bedienungsanleitung des jeweiligen Staplers für den richtigen Umgang mit dem Gerät herangezogen werden!

  1. Gefahren für Mensch und Umwelt
  • Eine Benutzung von Staplern durch unbefugte Personen muss verhindert werden – Schlüssel bei Verlassen des Staplers nie stecken lassen
  • Unbeabsichtigtes Ingangsetzung des Staplers z. B. durch Anziehen der Handbremse verhindern
  • Rampen und Ladezonen umsichtig und richtig befahren, Achtung auf Umstürzen und Herunterfallen des Staplers
  • Umkippen, Überrollen, Wegrollen, Zusammenstoßen und sonstige Gefahr bringende Kontakte müssen durch dementsprechende Fahrweise vermeiden. Hierüber erfolgen regelmäßige Kontrollen.
  • Transportgut immer gut gegen Herunterfallen sichern; für bestimmte Güter Transportkisten verwenden, Ladungen sichern
  • Verletzungen von Personen oder Beschädigungen z.B. an Lagereinrichtungen durch umsichtige Fahrweise vermeiden
  • Die Stapler müssen mit Feuerlöschern ausgestattet sein, außer wenn am Einsatzort ausreichend nahe Löscheinrichtungen zur Verfügung stehen.

 

Die Betriebsanweisung muss auch entsprechende Angaben darüber enthalten, auf welche Weise Faktoren wie übersichtliche Wegführung, Sicherung von Fußgängern vor allem im Bereich von Ausgängen, Anbringen von Spiegeln oder Kennzeichnung von Verkehrswegen und Lagerflächen bedacht sind. Verkehrswege, Ausgänge und Lagerflächen bedürfen besondere Aufmerksamkeit.

 

  1. Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln
  • Stapler dürfen nur von ausgebildeten und beauftragten Personen benutzt werden
  • Betriebsanleitung des Stapler-Herstellers beachten
  • Vor jedem Einsatz sind zu überprüfen: Fuß- und Handbremse, Gabel, Lenkung, Hydraulik, Beleuchtung und Warneinrichtung.
  • Bei der Lastaufnahme auf freie Sicht achten, den Stapler nicht überladen und die Ladung sichern
  • Rückhaltesysteme immer verwenden, auch bei kurzen Fahrten
  • Beim Transport auf die Tragfähigkeit der Fahrbahn achten, die Ladung in tiefster Stellung und bergseitig transportieren und mit angemessener Geschwindigkeit fahren.
  • Personen dürfen nur auf dem Beifahrersitz mitgenommen werden.
  • Beim Abstellen des Staplers darauf achten, dass die Verkehrswege frei bleiben, die Gabel abgesenkt, die Handbremse angezogen und der Schlüssel abgezogen wird.
  • Die innerbetrieblichen Verkehrsregeln beachten und einhalten
  • Bei Verwendung eines Arbeitskorbes diesen an der Gabel befestigen. Personen dürfen nur gehoben und gesenkte werden, kein Fahren! Fahrerplatz nicht verlassen.

 

  1. Störungen, Unfälle, Instandhaltung
  • Bei Defekten an sicherheitsrelevanten Teilen (z. B. Bremsen, Gabel, Hydraulik, Lenkung, Beleuchtung) Stapler sofort abzustellen und den Vorgesetzten informieren
  • Mängel nur von Experten beseitigen lassen.
  • Bei Unfall: Gabelstapler abschalten, Unfallstelle sichern
  • Verletzten aus Gefahrenbereich retten und Erste Hilfe leisten
  • Setzen Sie einen Hausnotruf ab (Tel.)
  • Notarzt verständigen und einweisen (Name)
  • Vorgesetzten informieren (Name)

 

Instandhaltung und Betreuung des Staplers

Für die Durchführung der täglichen Kurzprüfung, die Veranlassung der jährlichen Überprüfung durch einen Fachkundigen und für die Wartung des Gerätes ist (Name) zuständig.

Meldung von Unfällen, Beinahe-Unfälle und Störungen beim Staplerbetrieb sollen bei (Name) gemeldet werden.

 

Bedienungsanleitung

Anleitung, Handbuch, Manual, Instruktionen – dient als erstes Hilfsmittel des neuen Nutzers bei der Bedienung des jeweiligen Produkts. Vereinfacht gesagt: In der deutschen Bedienungsanleitung sind alle wichtigen Informationen enthalten (einschließlich dessen, wo man einen Reparateur findet, wie das Gerät ein- und ausgeschaltet wird, wenn jemand spezifische Ansprüche hat, u. ä.)

In dieser Bedienungsanleitung wird die Sicherheit, Betrieb, Transport, Schmierung, grundlegende Struktur, Wartung beschrieben. Vor der Arbeit mit dem Gabelstapler müssen Fahrer, Wartungspersonal und Systemadministratoren die Anleitung sorgfältig durchlesen.

Eine Bedienungsanleitung oder auch Gebrauchsanleitung besteht aus einer Sammlung von Informationen für den Benutzer, um einen sicheren und bestimmungsgemäßen Umgang mit dem Produkt zu ermöglichen. Der Inhalt kann stark variieren. Es können Informationen über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg enthalten sein (z. B. Produktbeschreibung, Funktionsbeschreibung, Informationen zu Transport, Montage, Inbetriebnahme, Konfiguration, Wartung, Pflege, Störungsbeseitigung sowie technische Daten). Immer häufiger wird eine Gebrauchsanleitung nicht im Printformat mitgeliefert, sondern ausschließlich als Datei auf einem Datenträger oder zum Herunterladen im Web. zur Verfügung gestellt.

 

Rechtsgrundlagen

Der Hersteller eines technischen Produktes hat eine Instruktionspflicht gegenüber dem Kunden, die er mit der Übergabe einer Gebrauchsanleitung erfüllt; diese ist Bestandteil des Produkts. Eine fehlerhafte, unvollständige oder unverständliche Gebrauchsanleitung ist ein Sachmangel – genauso wie ein Fehler am Produkt selbst – und kann zu Problemen führen. Im Rahmen der Produkthaftung kann eine fehlerhafte Gebrauchsanweisung bei Sach- oder Personenschäden zu einem finanziellen Haftungsrisiko werden. Aus Normen, Richtlinien und Gesetzen ergeben sich rechtlich relevante Anforderungen an Form und Inhalte einer Gebrauchsanleitung.

Inhalt einer Bedienungsanleitung

  • Nutzungsbedingungen
  • Bezeichnung der Komponenten des Gabelstaplers – Instrumente – Kontrolle und Schalter – Karosserie und Sonstiges
  • Sicherheitsanweisungen
  • Pflege und Wartung – Tägliche Wartung – Wöchentliche Wartung – Monatliche Wartung – Halbjährliche Wartung – Jährliche Wartung – Sonstiges
  • Aufbau und Stabilität des Gabelstaplers – Betrieb – Start – Fahren – Lastaufnahme – Stapeln von Lasten – Abholen von Lasten – Abstellen – Tägliches Abstellen
  • Wartung Plan für die regelmäßige Wartung – Tabelle für das Anzugsmoment des allgemeinen Bolzens – Regelmäßiger Austausch sicherheitsrelevanter Teile ­–Tabelle mit dem beim Gabelstapler verwendeten Öle
  • Zeichnung des Schmiersystems – Etikett
  • Transport, Anheben und Abschleppen des Gabelstaplers
  • Bedeutungen der Modelle
  • Die wichtigsten technischen Leistungsparameter
  • Kabine und Fahrerschutzdach
  • Ankündigung bei der Verwendung von Gasstapler
  • Verwendungs- und Wartungsmethode der Blei-Säure-Batterie
  • Verwendung-, Einbau- und Sicherheitsvorschriften des Anbaugerätes
  • OPS(Bedieneranwesenheitserfassung) Systembeschreibung
  • Relevante Sicherheitsrichtlinien und Normen
  • Tabelle für die tägliche Prüfung und Wartung des Gabelstaplers

 

Staplerschein

Fachkenntnisnachweis für Hubstapler so ist der offizielle Name des Staplerscheins. Eine Verordnung regelt die Ausbildung zum Erwerb des Staplerscheins.

 

Verordnung

„Die Verordnung über den Nachweis der Fachkenntnisse BGBl. II Nr. 13/2007 § 2 regelt, dass Arbeitnehmer für das Führen von Hubstaplern einen Fachkenntnisnachweis erbringen müssen. Im allgemeinen Sprachgebrauch auch Staplerschein genannt. Der Anhang 2 legt die Mindeststundenzahl der Schulung fest. Der Gesetzgeber bleibt dabei mit 20,5 Stunden am unteren Limit. Die vorgeschriebene Ausbildung schreibt die Vermittlung theoretischer Kenntnisse vor und einen Praxisteil von 1 Stunde. Da im Ausbildungsplan 2 Stunden als frei gestaltbar festgelegt sind, bietet es sich besonders für ungeübte Fahrer an, diese zu Übungszwecken zu verwenden“.

Folglich umfasst die Ausbildung zum Staplerfahrer, nachstehende Positionen:

 

Lehrinhalte für den Staplerführerschein

Welche Inhalte die Ausbildung mindestens umfassen muss, ist exakt vorgeschrieben. Wichtige Kenntnisse zur Nutzung und Pflege von Hubstaplern werden während der 2/3-tägigen Ausbildung in Theorie und Praxis vermittelt:

 

  • Grundbegriffe der Elektrotechnik und der Mechanik                4 UE.
  • Funktionen eines Hubstaplers u. dessen mechanischer und elektrischer Ausrüstung 4 UE.
  • rechtliche Bedingungen wie Arbeitnehmerschutzvorschriften 4 UE.
  • Kenntnisse über Betrieb und Wartung 3,5 UE.
  • Sicherheitseinrichtungen des Hubstaplers 2 UE.
  • zur freien Verfügung 2 UE
  • Praxis 1 UE

 

Am Kursende folgt die abschließende Prüfung in Theorie und Praxis. Wird diese erfolgreich abgeschlossen, erfolgt die Aushändigung des Staplerscheins.

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Kraftfahrzeuge mit einer Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 10 km/h – (Verkehrsrechtliche Bestimmungen)

Kraftfahrzeuge mit einer Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 10 km/h – (Verkehrsrechtliche Bestimmungen)

Kraftfahrzeuge mit einer Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 10 km/h sind weitgehend vom Kraftfahrgesetz (KFG) ausgenommen.

Die Verwendung dieser Kfz ohne Zulassung zum Verkehr – ohne Kennzeichen – ist im öffentlichem Straßenverkehr erlaubt. Zudem dürfen diese Fahrzeuge auch nicht zum Verkehr zugelassene Anhänger ziehen.

Rechtlicher Bestimmungen

Die meisten KFG-Bestimmungen gelten für 10 km/h-Fahrzeuge nicht. Einige Vorschriften des KFG müssen einschließlich der Kraftfahrzeug-Durchführungsverordnung (KDV) beachtet werden. Geregelt werden folgende Aspekte:

  • Anbringung der Fahrgestell- und Motornummer,
  • technische Anforderungen an das Fahrzeug (Abmessungen, Bremsanlage, Beleuchtung, Rückstrahler, 10 km-Tafel, weiß),
  • höchstzulässiger Lärmpegel,
  • Bescheinigung über die Feststellung der Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 10 km/h und das Mitführen dieser Bescheinigung auf Fahrten.

Zur Umsetzung vorstehender Anforderungen empfiehlt es sich, mit dem Hersteller oder Lieferanten des betreffenden Kraftfahrzeugs, Kontakt aufzunehmen. Der könnte die notwendige Bestätigung über Bauartgeschwindigkeit und Lärmpegel beschaffen.

Die Behörden, die Exekutivorgane sind berechtigt, die Einhaltung dieser Vorschriften zu kontrollieren. Bei Verstößen drohen Verwaltungsstrafen.

Schwerer trifft diese Problematik die Versicherungsfrage. Stellt sich bei einem Unfall im öffentlichen Verkehr mit einem nicht zum Verkehr zugelassenen Kfz heraus, dass die bestehenden Vorschriften nicht eingehalten wurden (das Kfz konnte schneller fahren als 10 km/h), kann es passieren, dass sich die Betriebshaftpflichtversicherung für leistungsfrei erklärt. In diesem Fall wäre eine Kfz-Haftpflichtversicherung erforderlich gewesen.

Stapler

Verhaltensvorschriften

10 km/h-Fahrzeugen haben die Verkehrsvorschriften einzuhalten. Fahrzeuge mit einer Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 10 km/h gelten allgemein als Kfz, der Gesetzgeber behandelt diese Fahrzeuge jedoch lediglich mit den Verhaltensvorschriften für Fuhrwerke. Ein 10 km/h-Fahrzeug kann aber auch als Lastfahrzeug im Sinne der Straßenverkehrsordnung (StVO) gelten.

Personenbeförderung

Wenn auf einem Fuhrwerk Personen befördert, muss der Lenker dafür Sorge tragen, dass diese sicher untergebracht sind und gefahrlos befördert werden können. Nicht beeinträchtige werden darf der sichere Betrieb des Fuhrwerkes und die Verkehrssicherheit.

Abmessungen

Die Abmessungen betreffend, gibt der Gesetzgeber sowohl in der KDV als auch in der StVO Grenzen vor. Grundsätzlich gilt für 10 km/h-Fahrzeuge bzw. Fuhrwerke maximal eine Länge von 10 Meter und eine Breite für Möbelwagen von 2,40 Meter, bei sonstigen Fuhrwerken dürfen 2,20 Meter nicht überschritten werden. Die maximale Höhe über alles (inkl. Ladung) darf nicht mehr als 3,80 Meter betragen.

Gewicht

Das Gesamtgewicht darf maximal 10 t betragen. Das Gesamtgewicht bezieht sich auf das Gewicht des stillstehenden, fahrbereiten Fahrzeuges (Anhängers) samt Ladung, dem Lenker und den gleichzeitig beförderten Personen.

Staplerschein_Regeln_

Staplerschein_Regeln_

Mindestalter

Kfz mit einer Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 10 km/h sind vom Führerscheingesetzes (FSG) weitgehend ausgenommen. Einzelne führerscheinrechtliche Bestimmungen sind noch relevant, sie legen fest, dass für das Lenken der Fahrzeuge keine Lenkberechtigung erforderlich ist, aber der Lenker das 16. Lebensjahr vollendet haben muss.

Quelle: Kraftfahrzeuggesetz (KFG) und Kraftfahrzeug-Durchführungsverordnung (KDV)

Diese Informationen dienen nur als Zusätzliche Informationsquelle.

Fragen Sie immer auch direkt bei Ihren Fachbetrieb für Hubstapler nach.

Die Verwendung von Staplern und sonstigen Kraftfahrzeugen auf öffentlichen Verkehrsflächen ist nur zulässig, wenn eine der nachfolgenden Bestimmungen zutrifft bzw. eingehalten wird:

1) Wenn das Fahrzeug genehmigt und zugelassen ist (Kennzeichentafel).

2) KFZ mit einer Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 10 km/h. § 96 Bescheinigung muss vorhanden sein (Bescheinigung der Behörde), sonst nur

3) wenn mit Transportkarren (z.B. Stapler) oder Selbstfahrende Arbeitsmaschinen (z.B. Hoflader) Straßen mit öffentlichem Verkehr nur überquert oder auf ganz kurze Strecken befahren werden.

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Hubstapler – besondere Gefahrenpunkte

Hubstapler – besondere Gefahrenpunkte

 

Überall dort, wo sich Hubstapler und Fußgänger Verkehrsflächen teilen müssen, entstehen erhöhte Gefahrenpotenziale. Immer mehr Betriebe trennen die Verkehrsflächen für Fußgänger und Stapler durch und entsprechende Markierungen. Oft lassen die räumlichen Gegebenheiten dies nicht zu, obendrein funktionieren diese Regelungen nur dann, wenn sich alle Beteiligten daran halten.

 

Gefordert ist gegenseitige Aufmerksamkeit

Lade- und Stapeltätigkeiten fordert vom Staplerfahrer die ganze Konzentration auf die Abläufe und auf die Ladung. Diese Situation stellt für Fußgänger eine nicht zu unterschätzende Gefährdung dar. Passieren sollten sie den Stapler erst, wenn der Fahrer sie offensichtlich bemerkt hat. Sicherer ist es, wenn Blickkontakt zum Fahrer gehalten wird. Stets muss mit Rangierbewegungen des Staplers gerechnet werden. Der Staplerfahrer seinerseits ist verpflichtet, das Umfeld im Auge zu halten, Manöver mit Stapler und Ladung nur durchzuführen, wenn keine Personen oder Gegenstände im Aktionsbereich sind.

 

Vorausschauend und umsichtig fahren

Angepasste Geschwindigkeiten und Sicherheitsabstände zu einem vorausfahrenden Stapler gellten auch beim alltäglichen Staplerfahren. Diese Reglungen sind unbedingt einzuhalten. Es kommen immer wieder Situationen vor, die eine abrupte Bremsung erforderlich machen. Stapler verhalten sich nicht anders als ein Pkw – mit Reaktions- und Bremsweg, die sich zum Anhalteweg summieren. Zudem beansprucht eine starke Bremsung die Sicherung der Ladung.

 

Gefahrenpunkt Hallentor

Eine der typischen Gefahren sind Hallentore. Ein- und ausfahrende Stapler können hier aufeinander treffen und mit Fußgängern kann eine mögliche Gefahrensituation hinzukommen. Ums Eck schauen kann keiner. An diesen Stellen schneller zu fahren ist verhängnisvoll, besser ist die Geschwindigkeit zu drosseln. Fährt ein Stapler aus der häufig dunkleren Halle – nach draußen ins Tageslicht, wird die Sicht des Fahrers für einen kurzen Augenblick gemindert, bis sich die Augen an die Helligkeit angepasst haben, gilt auch beim Hineinfahren in eine Halle. Hallentore werden oft mit Lamellenvorhängen gegen Zugluft geschützt. Die vergilben oder verschmutzen gern und erschweren oder verzerren die Sicht.

 

Ideal ist es, wenn an Hallentoren die Verkehrsbereiche voneinander getrennt. Fußgänger sollten die markierten Bereiche benutzen und nie unmittelbar an einem Tor den Verkehrsweg kreuzen. Erhöhte Aufmerksamkeit ist angesagt, wenn Stapler, Fußgänger oder Radfahrer an der Toraußenseite zu dicht den Fahrweg kreuzen. Hier kann es blitzschnell zu einer Gefahrensituation kommen.

 

Das Kreuz mit den Kreuzungen

Ebenfalls typische Gefahrenquellen sind Abzweigungen und Kreuzungen. Meist ist die Sicht eingeschränkt und der Staplerfahrer sieht nicht, wer oder was hinter der nächsten Ecke auf ihn wartet oder ihm entgegenkommt. An diesen Stellen muss besonders umsichtig gehandelt werden, die Fahrgeschwindigkeit des Staplers so weit reduzieren werden, dass ein Unfall ausgeschlossen werden kann.

 

Von Fußgängern wird an diesen Passagen erhöhte Aufmerksamkeit eingefordert. Sie sollten keinesfalls, irgendwie abgelenkt plötzlich in eine Kreuzung oder Einmündung treten. Auf das Gehör können sich dabei nicht verlassen, Elektrostapler sind sehr leise, ihre akustische Wahrnehmbarkeit reduziert sein. Sie ist vor allem dann kritisch, wenn in lauten Betriebsumgebungen das Tragen von Gehörschutz Pflicht ist.

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Staplerprüfung

Stapler Österreich – Wissen ist Macht – garantiert weniger Unfälle

Stapler – Wissen ist Macht – garantiert weniger Unfälle

Staplerprüfung, Unterweisung und Co

Jährlich werden zahlreiche Staplerunfälle gemeldet, darunter sind viele schwere Unfälle auch mehrere mit Todesfolge. Um die Anzahl der Unfälle – die durch die eingesetzte Technik bedingt sind – zu reduzieren, ist die jährliche Staplerprüfung Pflicht. Darüber hinaus sind die Arbeitgeber in der Pflicht, können viel dazu beitragen, dass die technische Ausstattung immer dem Sicherheitsstandard entspricht, bei der Festlegung und vor allem der Einhaltung von Vorschriften für die Nutzung mobiler Arbeitsmittel größte Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. Selbstverständlich sollten eine gute, umfassende Unterweisung und die volle Durchsetzung der betrieblichen und gesetzlichen Vorschriften

sein.

Wiederkehrende Staplerprüfung

Die jährliche Staplerprüfung ist Pflicht bei Hubstaplern. Ein Sachkundiger begutachtet z. B. den Zustand der Bauteile oder die Wirksamkeit und Vollständigkeit der Sicherheitseinrichtungen. Auch zwischen zwei Prüfungen sollten Unternehmen die Sicherheit ihrer Stapler stets begutachten. So können sie die Gefahr von Staplerunfällen zu reduzieren.

Stapler dürfen nur für den vorgesehenen Zweck genutzt werden. Um sich in dieser Hinsicht zu orientieren ist es wichtig, dass die Arbeitnehmer problemlosen Zugang zu Betriebs- und Bedienungsanleitungen und Betriebsvorschriften haben.

Maschine und Mensch

Hubstapler sind starke und schier unentbehrliche Helfer in Lagerbereichen und beim Be- Und Entladen von Fahrzeugen. Hubstapler sind gleichzeitig willige Helfer – wenn auch mit hohem Gefährdungspotenzial. Jährlich ereignen sich viele Staplerunfälle, bei denen die meisten Opfer angefahrene Fußgänger – oft mit dramatischen Folgen sind. Die Unfallursachen sind vielfältig und es gibt geeignete präventive Maßnahmen. Bei den meisten Unfällen ist es nicht der Stapler, der Schwachstellen aufweist oder der Unfallursache ist. Es ist immer häufiger der Staplerfahrer, der den Unfall auslöst.

Die meisten Hubstaplerunfälle, bei denen im Betrieb Fußgänger beteiligt sind, verlaufen fast immer gleich: angefahren, überfahren und/oder eingequetscht. Unfalldokumente belegen die harten Tatsachen und verdeutlichen das ernst zu nehmende Thema: die Prävention von Hubstaplerunfällen.

Stapler und Fußgänger

Um die häufigen Unfälle zwischen Fußgängern und Hubstaplern zu vermeiden, sollte das betriebliche Umfeld organisatorisch und technisch so ausgerichtet sein, dass Fußgänger und Stapler möglichst wenig aufeinandertreffen. Ideal sind getrennte Verkehrswege für Stapler und Fußgänger. Diese Reglung ist in den meisten Betrieben – aus bautechnischen Gründen nicht oder nur bedingt durchsetzbar. Wenn aber getrennte Verkehrswege nicht möglich sind, sollten Gabelstaplerfahrer und die Fußgänger regelmäßig über sicheres Arbeiten und Verhalten im Betrieb informiert und werden.

Nur so lassen sich einschleichende Betriebsblindheit und gefährliche Routinehandlungen verhindern.

Viel zu oft achten innerbetriebliche Fußgänger nicht auf die betrieblich vorgeschriebenen Regeln, bringen sich dadurch in unmittelbare Gefahr.

Unfälle und Gefährdungsbeurteilung

Unfalluntersuchungen zeigen detailliert, dass die Ursachen für die Unfälle oft eine mangelhafte betriebliche Organisation ist und/oder das Fehlverhalten des Staplerfahrers. Häufig fehlt auch die vom Gesetzgeber im ArbeitsnehmerInnenschutzgesetz vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung,

für deren Durchführung der/die ArbeitgeberIn rechtlich verpflichtet ist. Unfall- und Gesundheits-Gefahren müssen erkannt und beseitigt werden bzw. müssen eigene, betriebsspezifische Schutzmaßnahmen konzipiert werden, sie helfen, die Arbeit und Arbeitsplätze zu verbessern, besser zu regeln und zu organisieren.

Im Falle eines schwereren Unfalls, fragt der Staatsanwalt zuerst nach der „Gefährdungsbeurteilung“. Da führt kein Weg daran vorbei. Arbeitgeber und Verantwortliche stehen schlecht da, wenn sie nichts vorweisen können.

Bei der Erstellung und Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen ist wichtig, dass diese nicht nur vom Arbeitgeber – meistens mit Unterstützung durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit gemacht wird. Von großer Bedeutung ist auch, dass betrieblichen Führungskräfte, die Mitarbeiter und die Sicherheitsbeauftragten sowie der Betriebsrat umfassend informiert und eingebunden sind.

 

Die Gefährdungsbeurteilung muss für den Betrieb von Hubstaplern erstellt und immer auf den neuesten Stand gebracht werden. Dabei müssen die aktuellen Sichtverhältnisse des Staplerfahrers eingehend betrachtet und beurteilt werden. Als Konsequenz daraus werden für den alltäglichen Betrieb entsprechende Maßnahmen festgelegt.

Natürlich sollten/müssen diese Maßnahmen und das Thema „Gabelstaplerunfälle“ den Mitarbeitern bekannt sein. Am sinnvollsten (auch um rechtlich auf der sichereren Seite zu sein) wird dies von den Vorgesetzten mit den Sicherheitsbeauftragten den betrieblichen Mitarbeitern in klar verständlicher Weise vermittelt. Bei diesem Treffen können Vorgesetzte auch mitteilen, ob bzw. welche Sanktionsmaßnahmen es gibt, wenn die Arbeitsschutzregeln missachtet werden, egal ob von Staplerfahrern oder von betrieblichen Fußgängern.

Sicherheit unterweisen

Die umfassende Unterweisung hilft Staplerunfälle zu vermeiden. Das sichere Verhalten Ihrer Mitarbeiter beim Umgang mit mobilen Arbeitsmitteln bedarf bester Schulung.

  • Der Staplerfahrer soll bei längeren Halten Unterlegkeile nutzen und die Feststellbremse einsetzen.
  • Rückwärtsfahren oder Rangieren – wenn möglich – vermeiden. Wenn es doch sein muss, unbedingt nur mit einem Einweiser, der sich ständig in Sichtweite des Fahrers befindet.
  • Personen sollten sich niemals unterhalb angehobener Lasten aufhalten.
  • Pendelnde Lasten sind mit einem Halteseil oder einer Haltestange zu sichern.
  • Fehlverhalten gefährdet den Fahrer selbst und andere.
  • Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen für mobile Arbeitsmittel sollten Sie konsequent mit schriftlichen Er- und Abmahnungen ahnden.

Unbefugte Inbetriebnahme verhindern

Für den innerbetrieblichen Verkehr sollten Betriebsanweisungen existieren und es sollte klar sein, wer die mobilen Arbeitsmittel bewegen darf. Unbefugte dürfen keinen Zutritt zu mobilen Arbeitsmitteln haben. Schlüssel oder Codes müssen sicher verwahrt werden.

Zu guter Letzt

Es ereignen sich immer wieder schlimme Unfälle mit Hubstaplern, die wirklich unnötig sind. Entweder:

  • werden Stapler unachtsam gefahren oder
  • die Fahrer sind in der Hektik des Betriebsalltag gefangen oder
  • vergessen mal soeben, was sie wissen und können oder
  • Personen, die sich in der Nähe des Hubstaplers aufhalten, sich in trügerischer Sicherheit wiegen.

Wie es den Anschein hat, führt der sichere Umgang mit Gabelstaplern bei einigen Führungskräften ein Schattendasein und ist schlecht organisiert. Alle, die mit Gabelstaplern arbeiten oder sich in deren Nähe befinden, sollten und müssen über den sicheren Umgang mit Gabelstaplern Bescheid wissen. Lieber einmal mehr auf sicheres Verhalten hinweisen, als einmal zu wenig.