Staplerschein Österreich

Staplerschein Österreich

 

Obligatorisch:

Betriebsanweisung – Bedienungsanleitung – Staplerschein

 

Betriebsanweisung Hubstapler

Rechtsgrundlage

Die Verpflichtung zur Erstellung von Betriebsanweisungen ist gesetzlich geregelt“.

Für die Benutzung von selbst fahrenden Arbeitsmitteln sind unter Berücksichtigung der betrieblichen Gegebenheiten schriftliche Betriebsanweisungen zu erstellen. Für die Einhaltung der Betriebsanweisungen ist zu sorgen.

Durch diese Betriebsanweisungen sind die notwendigen Maßnahmen für die sichere Abwicklung des innerbetrieblichen Verkehrs festzulegen, insbesondere Sicherheits- und Verkehrsregeln.

  • für das Aufnehmen, die Sicherung, den Transport und das Absetzen von Lasten,
  • für das Be- und Entladen des Arbeitsmittels,
  • gegebenenfalls für den Transport von Personen
  • gegen die Inbetriebnahme des Arbeitsmittels durch Unbefugte,
  • für den Fahrbetrieb,
  • für die In- und Außerbetriebnahme.

 

Weiters dürfen Arbeitsmittel nur verwendet werden, wenn die wiederkehrenden Prüfungen durchgeführt wurden. Besteht eine Prüfpflicht nach dem Kraftfahrgesetz (KFG), so gilt diese.

 

Das Lenken von selbst fahrenden Arbeitsmitteln auf dem Betriebsgelände ist für Jugendliche verboten. Für das Führen von Staplern muss eine besondere Fachkenntnis (Staplerschein) nachgewiesen werden. Die Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln der Bedienungsanleitung sind als Ergänzung zu den Angaben der Betriebsanweisung zu sehen. Die Inhalte der Betriebsanweisung als auch der Bedienungsanleitung müssen entsprechend vermittelt und deren Einhaltung kontrolliert werden.

 

Inhalt der Betriebsanweisung

  1. Allgemeine Grundlagen

Mit dem Führen eines selbst fahrenden Arbeitsmittels dürfen nur Personen beschäftigt werden, die über eine Fahrbewilligung verfügen und besonders unterwiesen wurden. Bei Einsatz von betriebsfremden Arbeitnehmern muss zusätzlich zur Fahrbewilligung des Arbeitgebers auch eine Fahrbewilligung des für die Arbeitsstätte verantwortlichen Arbeitgebers vorhanden sein. Das heißt, für das Fahren mit Gabelstaplern braucht man einen Staplerschein und eine Fahrbewilligung. Die Fahrbewilligung darf natürlich nur erteilt werden, wenn auch ein Staplerschein vorhanden ist. Der Fahrer eines Staplers muss in jedem Falle einen Staplerschein und eine Fahrbewilligung haben. Nach der Arbeitsmittelverordnung müssen, je nach Arbeitsmittel und Tätigkeit, noch folgende Paragrafen beachtet und eingehalten werden:

  • Benutzung von Arbeitsmitteln zum Heben von Lasten (§ 18)
  • Heben von Arbeitnehmern (§ 21)
  • Arbeitskörbe (§ 22)
  • Beschaffenheit von Arbeitsmitteln zum Heben von Lasten oder Arbeitnehmern (§ 52)
  • Beschaffenheit von selbst fahrenden Arbeitsmitteln (§ 53)

Grundsätzlich muss auch die Bedienungsanleitung des jeweiligen Staplers für den richtigen Umgang mit dem Gerät herangezogen werden!

  1. Gefahren für Mensch und Umwelt
  • Eine Benutzung von Staplern durch unbefugte Personen muss verhindert werden – Schlüssel bei Verlassen des Staplers nie stecken lassen
  • Unbeabsichtigtes Ingangsetzung des Staplers z. B. durch Anziehen der Handbremse verhindern
  • Rampen und Ladezonen umsichtig und richtig befahren, Achtung auf Umstürzen und Herunterfallen des Staplers
  • Umkippen, Überrollen, Wegrollen, Zusammenstoßen und sonstige Gefahr bringende Kontakte müssen durch dementsprechende Fahrweise vermeiden. Hierüber erfolgen regelmäßige Kontrollen.
  • Transportgut immer gut gegen Herunterfallen sichern; für bestimmte Güter Transportkisten verwenden, Ladungen sichern
  • Verletzungen von Personen oder Beschädigungen z.B. an Lagereinrichtungen durch umsichtige Fahrweise vermeiden
  • Die Stapler müssen mit Feuerlöschern ausgestattet sein, außer wenn am Einsatzort ausreichend nahe Löscheinrichtungen zur Verfügung stehen.

 

Die Betriebsanweisung muss auch entsprechende Angaben darüber enthalten, auf welche Weise Faktoren wie übersichtliche Wegführung, Sicherung von Fußgängern vor allem im Bereich von Ausgängen, Anbringen von Spiegeln oder Kennzeichnung von Verkehrswegen und Lagerflächen bedacht sind. Verkehrswege, Ausgänge und Lagerflächen bedürfen besondere Aufmerksamkeit.

 

  1. Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln
  • Stapler dürfen nur von ausgebildeten und beauftragten Personen benutzt werden
  • Betriebsanleitung des Stapler-Herstellers beachten
  • Vor jedem Einsatz sind zu überprüfen: Fuß- und Handbremse, Gabel, Lenkung, Hydraulik, Beleuchtung und Warneinrichtung.
  • Bei der Lastaufnahme auf freie Sicht achten, den Stapler nicht überladen und die Ladung sichern
  • Rückhaltesysteme immer verwenden, auch bei kurzen Fahrten
  • Beim Transport auf die Tragfähigkeit der Fahrbahn achten, die Ladung in tiefster Stellung und bergseitig transportieren und mit angemessener Geschwindigkeit fahren.
  • Personen dürfen nur auf dem Beifahrersitz mitgenommen werden.
  • Beim Abstellen des Staplers darauf achten, dass die Verkehrswege frei bleiben, die Gabel abgesenkt, die Handbremse angezogen und der Schlüssel abgezogen wird.
  • Die innerbetrieblichen Verkehrsregeln beachten und einhalten
  • Bei Verwendung eines Arbeitskorbes diesen an der Gabel befestigen. Personen dürfen nur gehoben und gesenkte werden, kein Fahren! Fahrerplatz nicht verlassen.

 

  1. Störungen, Unfälle, Instandhaltung
  • Bei Defekten an sicherheitsrelevanten Teilen (z. B. Bremsen, Gabel, Hydraulik, Lenkung, Beleuchtung) Stapler sofort abzustellen und den Vorgesetzten informieren
  • Mängel nur von Experten beseitigen lassen.
  • Bei Unfall: Gabelstapler abschalten, Unfallstelle sichern
  • Verletzten aus Gefahrenbereich retten und Erste Hilfe leisten
  • Setzen Sie einen Hausnotruf ab (Tel.)
  • Notarzt verständigen und einweisen (Name)
  • Vorgesetzten informieren (Name)

 

Instandhaltung und Betreuung des Staplers

Für die Durchführung der täglichen Kurzprüfung, die Veranlassung der jährlichen Überprüfung durch einen Fachkundigen und für die Wartung des Gerätes ist (Name) zuständig.

Meldung von Unfällen, Beinahe-Unfälle und Störungen beim Staplerbetrieb sollen bei (Name) gemeldet werden.

 

Bedienungsanleitung

Anleitung, Handbuch, Manual, Instruktionen – dient als erstes Hilfsmittel des neuen Nutzers bei der Bedienung des jeweiligen Produkts. Vereinfacht gesagt: In der deutschen Bedienungsanleitung sind alle wichtigen Informationen enthalten (einschließlich dessen, wo man einen Reparateur findet, wie das Gerät ein- und ausgeschaltet wird, wenn jemand spezifische Ansprüche hat, u. ä.)

In dieser Bedienungsanleitung wird die Sicherheit, Betrieb, Transport, Schmierung, grundlegende Struktur, Wartung beschrieben. Vor der Arbeit mit dem Gabelstapler müssen Fahrer, Wartungspersonal und Systemadministratoren die Anleitung sorgfältig durchlesen.

Eine Bedienungsanleitung oder auch Gebrauchsanleitung besteht aus einer Sammlung von Informationen für den Benutzer, um einen sicheren und bestimmungsgemäßen Umgang mit dem Produkt zu ermöglichen. Der Inhalt kann stark variieren. Es können Informationen über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg enthalten sein (z. B. Produktbeschreibung, Funktionsbeschreibung, Informationen zu Transport, Montage, Inbetriebnahme, Konfiguration, Wartung, Pflege, Störungsbeseitigung sowie technische Daten). Immer häufiger wird eine Gebrauchsanleitung nicht im Printformat mitgeliefert, sondern ausschließlich als Datei auf einem Datenträger oder zum Herunterladen im Web. zur Verfügung gestellt.

 

Rechtsgrundlagen

Der Hersteller eines technischen Produktes hat eine Instruktionspflicht gegenüber dem Kunden, die er mit der Übergabe einer Gebrauchsanleitung erfüllt; diese ist Bestandteil des Produkts. Eine fehlerhafte, unvollständige oder unverständliche Gebrauchsanleitung ist ein Sachmangel – genauso wie ein Fehler am Produkt selbst – und kann zu Problemen führen. Im Rahmen der Produkthaftung kann eine fehlerhafte Gebrauchsanweisung bei Sach- oder Personenschäden zu einem finanziellen Haftungsrisiko werden. Aus Normen, Richtlinien und Gesetzen ergeben sich rechtlich relevante Anforderungen an Form und Inhalte einer Gebrauchsanleitung.

Inhalt einer Bedienungsanleitung

  • Nutzungsbedingungen
  • Bezeichnung der Komponenten des Gabelstaplers – Instrumente – Kontrolle und Schalter – Karosserie und Sonstiges
  • Sicherheitsanweisungen
  • Pflege und Wartung – Tägliche Wartung – Wöchentliche Wartung – Monatliche Wartung – Halbjährliche Wartung – Jährliche Wartung – Sonstiges
  • Aufbau und Stabilität des Gabelstaplers – Betrieb – Start – Fahren – Lastaufnahme – Stapeln von Lasten – Abholen von Lasten – Abstellen – Tägliches Abstellen
  • Wartung Plan für die regelmäßige Wartung – Tabelle für das Anzugsmoment des allgemeinen Bolzens – Regelmäßiger Austausch sicherheitsrelevanter Teile ­–Tabelle mit dem beim Gabelstapler verwendeten Öle
  • Zeichnung des Schmiersystems – Etikett
  • Transport, Anheben und Abschleppen des Gabelstaplers
  • Bedeutungen der Modelle
  • Die wichtigsten technischen Leistungsparameter
  • Kabine und Fahrerschutzdach
  • Ankündigung bei der Verwendung von Gasstapler
  • Verwendungs- und Wartungsmethode der Blei-Säure-Batterie
  • Verwendung-, Einbau- und Sicherheitsvorschriften des Anbaugerätes
  • OPS(Bedieneranwesenheitserfassung) Systembeschreibung
  • Relevante Sicherheitsrichtlinien und Normen
  • Tabelle für die tägliche Prüfung und Wartung des Gabelstaplers

 

Staplerschein

Fachkenntnisnachweis für Hubstapler so ist der offizielle Name des Staplerscheins. Eine Verordnung regelt die Ausbildung zum Erwerb des Staplerscheins.

 

Verordnung

„Die Verordnung über den Nachweis der Fachkenntnisse BGBl. II Nr. 13/2007 § 2 regelt, dass Arbeitnehmer für das Führen von Hubstaplern einen Fachkenntnisnachweis erbringen müssen. Im allgemeinen Sprachgebrauch auch Staplerschein genannt. Der Anhang 2 legt die Mindeststundenzahl der Schulung fest. Der Gesetzgeber bleibt dabei mit 20,5 Stunden am unteren Limit. Die vorgeschriebene Ausbildung schreibt die Vermittlung theoretischer Kenntnisse vor und einen Praxisteil von 1 Stunde. Da im Ausbildungsplan 2 Stunden als frei gestaltbar festgelegt sind, bietet es sich besonders für ungeübte Fahrer an, diese zu Übungszwecken zu verwenden“.

Folglich umfasst die Ausbildung zum Staplerfahrer, nachstehende Positionen:

 

Lehrinhalte für den Staplerführerschein

Welche Inhalte die Ausbildung mindestens umfassen muss, ist exakt vorgeschrieben. Wichtige Kenntnisse zur Nutzung und Pflege von Hubstaplern werden während der 2/3-tägigen Ausbildung in Theorie und Praxis vermittelt:

 

  • Grundbegriffe der Elektrotechnik und der Mechanik                4 UE.
  • Funktionen eines Hubstaplers u. dessen mechanischer und elektrischer Ausrüstung 4 UE.
  • rechtliche Bedingungen wie Arbeitnehmerschutzvorschriften 4 UE.
  • Kenntnisse über Betrieb und Wartung 3,5 UE.
  • Sicherheitseinrichtungen des Hubstaplers 2 UE.
  • zur freien Verfügung 2 UE
  • Praxis 1 UE

 

Am Kursende folgt die abschließende Prüfung in Theorie und Praxis. Wird diese erfolgreich abgeschlossen, erfolgt die Aushändigung des Staplerscheins.

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Türkisch Staplerschein

Kraftfahrzeuge mit einer Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 10 km/h – (Verkehrsrechtliche Bestimmungen)

Kraftfahrzeuge mit einer Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 10 km/h – (Verkehrsrechtliche Bestimmungen)

Kraftfahrzeuge mit einer Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 10 km/h sind weitgehend vom Kraftfahrgesetz (KFG) ausgenommen.

Die Verwendung dieser Kfz ohne Zulassung zum Verkehr – ohne Kennzeichen – ist im öffentlichem Straßenverkehr erlaubt. Zudem dürfen diese Fahrzeuge auch nicht zum Verkehr zugelassene Anhänger ziehen.

Rechtlicher Bestimmungen

Die meisten KFG-Bestimmungen gelten für 10 km/h-Fahrzeuge nicht. Einige Vorschriften des KFG müssen einschließlich der Kraftfahrzeug-Durchführungsverordnung (KDV) beachtet werden. Geregelt werden folgende Aspekte:

  • Anbringung der Fahrgestell- und Motornummer,
  • technische Anforderungen an das Fahrzeug (Abmessungen, Bremsanlage, Beleuchtung, Rückstrahler, 10 km-Tafel, weiß),
  • höchstzulässiger Lärmpegel,
  • Bescheinigung über die Feststellung der Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 10 km/h und das Mitführen dieser Bescheinigung auf Fahrten.

Zur Umsetzung vorstehender Anforderungen empfiehlt es sich, mit dem Hersteller oder Lieferanten des betreffenden Kraftfahrzeugs, Kontakt aufzunehmen. Der könnte die notwendige Bestätigung über Bauartgeschwindigkeit und Lärmpegel beschaffen.

Die Behörden, die Exekutivorgane sind berechtigt, die Einhaltung dieser Vorschriften zu kontrollieren. Bei Verstößen drohen Verwaltungsstrafen.

Schwerer trifft diese Problematik die Versicherungsfrage. Stellt sich bei einem Unfall im öffentlichen Verkehr mit einem nicht zum Verkehr zugelassenen Kfz heraus, dass die bestehenden Vorschriften nicht eingehalten wurden (das Kfz konnte schneller fahren als 10 km/h), kann es passieren, dass sich die Betriebshaftpflichtversicherung für leistungsfrei erklärt. In diesem Fall wäre eine Kfz-Haftpflichtversicherung erforderlich gewesen.

Stapler

Verhaltensvorschriften

10 km/h-Fahrzeugen haben die Verkehrsvorschriften einzuhalten. Fahrzeuge mit einer Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 10 km/h gelten allgemein als Kfz, der Gesetzgeber behandelt diese Fahrzeuge jedoch lediglich mit den Verhaltensvorschriften für Fuhrwerke. Ein 10 km/h-Fahrzeug kann aber auch als Lastfahrzeug im Sinne der Straßenverkehrsordnung (StVO) gelten.

Personenbeförderung

Wenn auf einem Fuhrwerk Personen befördert, muss der Lenker dafür Sorge tragen, dass diese sicher untergebracht sind und gefahrlos befördert werden können. Nicht beeinträchtige werden darf der sichere Betrieb des Fuhrwerkes und die Verkehrssicherheit.

Abmessungen

Die Abmessungen betreffend, gibt der Gesetzgeber sowohl in der KDV als auch in der StVO Grenzen vor. Grundsätzlich gilt für 10 km/h-Fahrzeuge bzw. Fuhrwerke maximal eine Länge von 10 Meter und eine Breite für Möbelwagen von 2,40 Meter, bei sonstigen Fuhrwerken dürfen 2,20 Meter nicht überschritten werden. Die maximale Höhe über alles (inkl. Ladung) darf nicht mehr als 3,80 Meter betragen.

Gewicht

Das Gesamtgewicht darf maximal 10 t betragen. Das Gesamtgewicht bezieht sich auf das Gewicht des stillstehenden, fahrbereiten Fahrzeuges (Anhängers) samt Ladung, dem Lenker und den gleichzeitig beförderten Personen.

Staplerschein_Regeln_

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Mindestalter

Kfz mit einer Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 10 km/h sind vom Führerscheingesetzes (FSG) weitgehend ausgenommen. Einzelne führerscheinrechtliche Bestimmungen sind noch relevant, sie legen fest, dass für das Lenken der Fahrzeuge keine Lenkberechtigung erforderlich ist, aber der Lenker das 16. Lebensjahr vollendet haben muss.

Quelle: Kraftfahrzeuggesetz (KFG) und Kraftfahrzeug-Durchführungsverordnung (KDV)

Diese Informationen dienen nur als Zusätzliche Informationsquelle.

Fragen Sie immer auch direkt bei Ihren Fachbetrieb für Hubstapler nach.

Die Verwendung von Staplern und sonstigen Kraftfahrzeugen auf öffentlichen Verkehrsflächen ist nur zulässig, wenn eine der nachfolgenden Bestimmungen zutrifft bzw. eingehalten wird:

1) Wenn das Fahrzeug genehmigt und zugelassen ist (Kennzeichentafel).

2) KFZ mit einer Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 10 km/h. § 96 Bescheinigung muss vorhanden sein (Bescheinigung der Behörde), sonst nur

3) wenn mit Transportkarren (z.B. Stapler) oder Selbstfahrende Arbeitsmaschinen (z.B. Hoflader) Straßen mit öffentlichem Verkehr nur überquert oder auf ganz kurze Strecken befahren werden.

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Staplerschein Kurs

Hubstapler – besondere Gefahrenpunkte

Hubstapler – besondere Gefahrenpunkte

 

Überall dort, wo sich Hubstapler und Fußgänger Verkehrsflächen teilen müssen, entstehen erhöhte Gefahrenpotenziale. Immer mehr Betriebe trennen die Verkehrsflächen für Fußgänger und Stapler durch und entsprechende Markierungen. Oft lassen die räumlichen Gegebenheiten dies nicht zu, obendrein funktionieren diese Regelungen nur dann, wenn sich alle Beteiligten daran halten.

 

Gefordert ist gegenseitige Aufmerksamkeit

Lade- und Stapeltätigkeiten fordert vom Staplerfahrer die ganze Konzentration auf die Abläufe und auf die Ladung. Diese Situation stellt für Fußgänger eine nicht zu unterschätzende Gefährdung dar. Passieren sollten sie den Stapler erst, wenn der Fahrer sie offensichtlich bemerkt hat. Sicherer ist es, wenn Blickkontakt zum Fahrer gehalten wird. Stets muss mit Rangierbewegungen des Staplers gerechnet werden. Der Staplerfahrer seinerseits ist verpflichtet, das Umfeld im Auge zu halten, Manöver mit Stapler und Ladung nur durchzuführen, wenn keine Personen oder Gegenstände im Aktionsbereich sind.

 

Vorausschauend und umsichtig fahren

Angepasste Geschwindigkeiten und Sicherheitsabstände zu einem vorausfahrenden Stapler gellten auch beim alltäglichen Staplerfahren. Diese Reglungen sind unbedingt einzuhalten. Es kommen immer wieder Situationen vor, die eine abrupte Bremsung erforderlich machen. Stapler verhalten sich nicht anders als ein Pkw – mit Reaktions- und Bremsweg, die sich zum Anhalteweg summieren. Zudem beansprucht eine starke Bremsung die Sicherung der Ladung.

 

Gefahrenpunkt Hallentor

Eine der typischen Gefahren sind Hallentore. Ein- und ausfahrende Stapler können hier aufeinander treffen und mit Fußgängern kann eine mögliche Gefahrensituation hinzukommen. Ums Eck schauen kann keiner. An diesen Stellen schneller zu fahren ist verhängnisvoll, besser ist die Geschwindigkeit zu drosseln. Fährt ein Stapler aus der häufig dunkleren Halle – nach draußen ins Tageslicht, wird die Sicht des Fahrers für einen kurzen Augenblick gemindert, bis sich die Augen an die Helligkeit angepasst haben, gilt auch beim Hineinfahren in eine Halle. Hallentore werden oft mit Lamellenvorhängen gegen Zugluft geschützt. Die vergilben oder verschmutzen gern und erschweren oder verzerren die Sicht.

 

Ideal ist es, wenn an Hallentoren die Verkehrsbereiche voneinander getrennt. Fußgänger sollten die markierten Bereiche benutzen und nie unmittelbar an einem Tor den Verkehrsweg kreuzen. Erhöhte Aufmerksamkeit ist angesagt, wenn Stapler, Fußgänger oder Radfahrer an der Toraußenseite zu dicht den Fahrweg kreuzen. Hier kann es blitzschnell zu einer Gefahrensituation kommen.

 

Das Kreuz mit den Kreuzungen

Ebenfalls typische Gefahrenquellen sind Abzweigungen und Kreuzungen. Meist ist die Sicht eingeschränkt und der Staplerfahrer sieht nicht, wer oder was hinter der nächsten Ecke auf ihn wartet oder ihm entgegenkommt. An diesen Stellen muss besonders umsichtig gehandelt werden, die Fahrgeschwindigkeit des Staplers so weit reduzieren werden, dass ein Unfall ausgeschlossen werden kann.

 

Von Fußgängern wird an diesen Passagen erhöhte Aufmerksamkeit eingefordert. Sie sollten keinesfalls, irgendwie abgelenkt plötzlich in eine Kreuzung oder Einmündung treten. Auf das Gehör können sich dabei nicht verlassen, Elektrostapler sind sehr leise, ihre akustische Wahrnehmbarkeit reduziert sein. Sie ist vor allem dann kritisch, wenn in lauten Betriebsumgebungen das Tragen von Gehörschutz Pflicht ist.

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Staplerprüfung

Stapler Österreich – Wissen ist Macht – garantiert weniger Unfälle

Stapler – Wissen ist Macht – garantiert weniger Unfälle

Staplerprüfung, Unterweisung und Co

Jährlich werden zahlreiche Staplerunfälle gemeldet, darunter sind viele schwere Unfälle auch mehrere mit Todesfolge. Um die Anzahl der Unfälle – die durch die eingesetzte Technik bedingt sind – zu reduzieren, ist die jährliche Staplerprüfung Pflicht. Darüber hinaus sind die Arbeitgeber in der Pflicht, können viel dazu beitragen, dass die technische Ausstattung immer dem Sicherheitsstandard entspricht, bei der Festlegung und vor allem der Einhaltung von Vorschriften für die Nutzung mobiler Arbeitsmittel größte Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. Selbstverständlich sollten eine gute, umfassende Unterweisung und die volle Durchsetzung der betrieblichen und gesetzlichen Vorschriften

sein.

Wiederkehrende Staplerprüfung

Die jährliche Staplerprüfung ist Pflicht bei Hubstaplern. Ein Sachkundiger begutachtet z. B. den Zustand der Bauteile oder die Wirksamkeit und Vollständigkeit der Sicherheitseinrichtungen. Auch zwischen zwei Prüfungen sollten Unternehmen die Sicherheit ihrer Stapler stets begutachten. So können sie die Gefahr von Staplerunfällen zu reduzieren.

Stapler dürfen nur für den vorgesehenen Zweck genutzt werden. Um sich in dieser Hinsicht zu orientieren ist es wichtig, dass die Arbeitnehmer problemlosen Zugang zu Betriebs- und Bedienungsanleitungen und Betriebsvorschriften haben.

Maschine und Mensch

Hubstapler sind starke und schier unentbehrliche Helfer in Lagerbereichen und beim Be- Und Entladen von Fahrzeugen. Hubstapler sind gleichzeitig willige Helfer – wenn auch mit hohem Gefährdungspotenzial. Jährlich ereignen sich viele Staplerunfälle, bei denen die meisten Opfer angefahrene Fußgänger – oft mit dramatischen Folgen sind. Die Unfallursachen sind vielfältig und es gibt geeignete präventive Maßnahmen. Bei den meisten Unfällen ist es nicht der Stapler, der Schwachstellen aufweist oder der Unfallursache ist. Es ist immer häufiger der Staplerfahrer, der den Unfall auslöst.

Die meisten Hubstaplerunfälle, bei denen im Betrieb Fußgänger beteiligt sind, verlaufen fast immer gleich: angefahren, überfahren und/oder eingequetscht. Unfalldokumente belegen die harten Tatsachen und verdeutlichen das ernst zu nehmende Thema: die Prävention von Hubstaplerunfällen.

Stapler und Fußgänger

Um die häufigen Unfälle zwischen Fußgängern und Hubstaplern zu vermeiden, sollte das betriebliche Umfeld organisatorisch und technisch so ausgerichtet sein, dass Fußgänger und Stapler möglichst wenig aufeinandertreffen. Ideal sind getrennte Verkehrswege für Stapler und Fußgänger. Diese Reglung ist in den meisten Betrieben – aus bautechnischen Gründen nicht oder nur bedingt durchsetzbar. Wenn aber getrennte Verkehrswege nicht möglich sind, sollten Gabelstaplerfahrer und die Fußgänger regelmäßig über sicheres Arbeiten und Verhalten im Betrieb informiert und werden.

Nur so lassen sich einschleichende Betriebsblindheit und gefährliche Routinehandlungen verhindern.

Viel zu oft achten innerbetriebliche Fußgänger nicht auf die betrieblich vorgeschriebenen Regeln, bringen sich dadurch in unmittelbare Gefahr.

Unfälle und Gefährdungsbeurteilung

Unfalluntersuchungen zeigen detailliert, dass die Ursachen für die Unfälle oft eine mangelhafte betriebliche Organisation ist und/oder das Fehlverhalten des Staplerfahrers. Häufig fehlt auch die vom Gesetzgeber im ArbeitsnehmerInnenschutzgesetz vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung,

für deren Durchführung der/die ArbeitgeberIn rechtlich verpflichtet ist. Unfall- und Gesundheits-Gefahren müssen erkannt und beseitigt werden bzw. müssen eigene, betriebsspezifische Schutzmaßnahmen konzipiert werden, sie helfen, die Arbeit und Arbeitsplätze zu verbessern, besser zu regeln und zu organisieren.

Im Falle eines schwereren Unfalls, fragt der Staatsanwalt zuerst nach der „Gefährdungsbeurteilung“. Da führt kein Weg daran vorbei. Arbeitgeber und Verantwortliche stehen schlecht da, wenn sie nichts vorweisen können.

Bei der Erstellung und Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen ist wichtig, dass diese nicht nur vom Arbeitgeber – meistens mit Unterstützung durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit gemacht wird. Von großer Bedeutung ist auch, dass betrieblichen Führungskräfte, die Mitarbeiter und die Sicherheitsbeauftragten sowie der Betriebsrat umfassend informiert und eingebunden sind.

 

Die Gefährdungsbeurteilung muss für den Betrieb von Hubstaplern erstellt und immer auf den neuesten Stand gebracht werden. Dabei müssen die aktuellen Sichtverhältnisse des Staplerfahrers eingehend betrachtet und beurteilt werden. Als Konsequenz daraus werden für den alltäglichen Betrieb entsprechende Maßnahmen festgelegt.

Natürlich sollten/müssen diese Maßnahmen und das Thema „Gabelstaplerunfälle“ den Mitarbeitern bekannt sein. Am sinnvollsten (auch um rechtlich auf der sichereren Seite zu sein) wird dies von den Vorgesetzten mit den Sicherheitsbeauftragten den betrieblichen Mitarbeitern in klar verständlicher Weise vermittelt. Bei diesem Treffen können Vorgesetzte auch mitteilen, ob bzw. welche Sanktionsmaßnahmen es gibt, wenn die Arbeitsschutzregeln missachtet werden, egal ob von Staplerfahrern oder von betrieblichen Fußgängern.

Sicherheit unterweisen

Die umfassende Unterweisung hilft Staplerunfälle zu vermeiden. Das sichere Verhalten Ihrer Mitarbeiter beim Umgang mit mobilen Arbeitsmitteln bedarf bester Schulung.

  • Der Staplerfahrer soll bei längeren Halten Unterlegkeile nutzen und die Feststellbremse einsetzen.
  • Rückwärtsfahren oder Rangieren – wenn möglich – vermeiden. Wenn es doch sein muss, unbedingt nur mit einem Einweiser, der sich ständig in Sichtweite des Fahrers befindet.
  • Personen sollten sich niemals unterhalb angehobener Lasten aufhalten.
  • Pendelnde Lasten sind mit einem Halteseil oder einer Haltestange zu sichern.
  • Fehlverhalten gefährdet den Fahrer selbst und andere.
  • Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen für mobile Arbeitsmittel sollten Sie konsequent mit schriftlichen Er- und Abmahnungen ahnden.

Unbefugte Inbetriebnahme verhindern

Für den innerbetrieblichen Verkehr sollten Betriebsanweisungen existieren und es sollte klar sein, wer die mobilen Arbeitsmittel bewegen darf. Unbefugte dürfen keinen Zutritt zu mobilen Arbeitsmitteln haben. Schlüssel oder Codes müssen sicher verwahrt werden.

Zu guter Letzt

Es ereignen sich immer wieder schlimme Unfälle mit Hubstaplern, die wirklich unnötig sind. Entweder:

  • werden Stapler unachtsam gefahren oder
  • die Fahrer sind in der Hektik des Betriebsalltag gefangen oder
  • vergessen mal soeben, was sie wissen und können oder
  • Personen, die sich in der Nähe des Hubstaplers aufhalten, sich in trügerischer Sicherheit wiegen.

Wie es den Anschein hat, führt der sichere Umgang mit Gabelstaplern bei einigen Führungskräften ein Schattendasein und ist schlecht organisiert. Alle, die mit Gabelstaplern arbeiten oder sich in deren Nähe befinden, sollten und müssen über den sicheren Umgang mit Gabelstaplern Bescheid wissen. Lieber einmal mehr auf sicheres Verhalten hinweisen, als einmal zu wenig.


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Unterweisung für Staplerfahrer

Unterweisung für Staplerfahrer

 

Unterweisung und Information der ArbeitnehmerInnen

Eine jährliche Unterweisung fordert der Gesetzgeber für ArbeitnehmerInnen, die Hubstapler oder andere Flurförderzeuge bedienen. Der Arbeitgeber muss in diesen Unterweisungen über mögliche Gefahren/Gefährdungen der Sicherheit und der Gesundheit am Arbeitsplatz aufklären, muss die Mitarbeiter darüber informieren, wie sie sich zu verhalten haben, um Unfall- und Verletzungsrisiken zu minimieren.

 

Allgemein und im Besonderen

 

Das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz gilt ganz allgemein. Die besonderen Ergänzungen dieser allgemeinen Inhalte sind auch in den Verordnungen zum ArbeitnehmerInnenschutzgesetz zu finden (z. B. Arbeitsmittelverordnung)

Die Information soll allgemeines Wissen über die Gefahrenverhütung v ermitteln und sich auf die gesamte Arbeitsstätte beziehen. Sie soll die Weiterentwicklung des Arbeitnehmerschutzes auf betrieblicher Ebene fördern.

 

§ 12 ASchG

Die Unterweisung ist als Schulung zu sehen und bezieht sich im Gegensatz zur Information auf den konkreten Arbeitsplatz und Aufgabenbereich einzelner ArbeitnehmerInnen.

 

§ 14 ASchG – Unterweisung

Im Gegensatz zur Information kann die Unterweisung nicht stellvertretend (Sicherheitsvertrauensperson, Betriebsrat) durchgeführt werden. Dies ergibt sich allein schon daraus, dass die Unterweisung auf den Arbeitsplatz und die Erfahrung und den Wissensstand der ArbeitnehmerInnen angepasst sein muss.

 

Die Unterweisung hat

  • während der Arbeitszeit,
  • vor Aufnahme der Tätigkeit,
  • bei einer Versetzung oder Veränderung des Aufgabenbereiches,
  • bei Einführung oder Änderung von Maschinen,
  • bei Einführung neuer Arbeitsstoffe,
  • bei Einführung oder Änderung von Arbeitsverfahren,
  • nach Unfällen oder Ereignissen, die beinahe zu einem Unfall geführt hätten, (sofern dies zur Verhütung weiterer Unfälle nützlich erscheint),
  • mündlich oder schriftlich und nachweislich zu erfolgen.

 

Die Unterweisung ist erforderlichenfalls in regelmäßigen Abständen zu wiederholen (z. B. entsprechend der Festlegung in der Evaluierung oder wenn dies in einer Verordnung zum ArbeitnehmerInnenschutzgesetz gefordert wird).

 

Unterweisung – elektronische Unterweisung für wiederkehrende allgemeine Unterweisungen

 

Die Unterweisung muss

  • auf den Arbeitsplatz und Aufgabenbereich ausgerichtet,
    dem Erfahrungsstand angepasst sein und
  • in verständlicher Form, eventuell in Muttersprache, erfolgen.

Die Unterweisung kann auch unter Heranziehung geeigneter Fachleute erfolgen. Jedenfalls hat der/die ArbeitgeberIn sich zu vergewissern, dass die Unterweisung von den ArbeitnehmerInnen verstanden wurde.

Die Unterweisung muss an die Entwicklung der Gefahrenmomente und an die Entstehung neuer Gefahren angepasst sein, dabei müssen auch die zu treffenden Maßnahmen bei absehbaren Betriebsstörungen eingeschlossen sein.

Erforderlichenfalls sind den ArbeitnehmerInnen schriftliche Betriebsanweisungen (z. B. entsprechend der Arbeitsmittelverordnung) und sonstige Anweisungen (wenn notwendig in Muttersprache) zur Verfügung zu stellen.

 

AUVA Merkblatt M 070 „Unterweisung“ – Information

Die Information

  • hat während der Arbeitszeit,
  • vor Aufnahme der Tätigkeit und
  • in verständlicher Form, eventuell in Muttersprache, zu erfolgen.

Die Information ist regelmäßig zu wiederholen, insbesondere

  • bei Änderung der betrieblichen Gegebenheiten,
  • bei Änderung maßgeblicher Arbeitnehmerschutzvorschriften und
  • bei neuen Erkenntnissen auf dem Gebiet der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes.

 

Erforderlichenfalls sind den ArbeitnehmerInnen zur Information geeignete Unterlagen zur Verfügung zu stellen. Den betroffenen ArbeitnehmerInnen sind jedenfalls Bedienungsanleitungen betreffend Arbeitsmittel sowie Beipacktexte, Gebrauchsanweisungen und Sicherheitsdatenblätter für Arbeitsstoffe zur Verfügung zu stellen. Diese Unterlagen sind, wenn notwendig, am Arbeitsplatz auszuhängen.

Die ArbeitgeberInnen haben sich zu vergewissern, dass die Information von den ArbeitnehmerInnen verstanden wurde.

 

Die Information von ArbeitnehmerInnen kann entfallen, wenn Sicherheitsvertrauenspersonen bestellt sind oder ein Betriebsrat eingerichtet ist und diese ausreichend informiert werden.

Sollte eine Situation eintreten, die unmittelbar zu einer Gesundheitsgefahr von ArbeitnehmerInnen führen kann, so sind die betroffenen ArbeitnehmerInnen unverzüglich über diese Gefahren und die erforderlichen Schutzmaßnahmen zu informieren. Eine Information der Sicherheitsvertrauenspersonen bzw. des Betriebsrates reicht in diesem Falle nicht aus.

Sind weder Sicherheitsvertrauenspersonen bestellt noch ein Betriebsrat eingerichtet, so ergeben sich weitere Informationspflichten (z. B. über die Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokumente, Vorschreibungen der Behörde, die den Arbeitnehmerschutz betreffen usw.)

 

Die Unterweisung ist unumgänglich

Eine Unterweisung muss nachgeholt werden, wenn ein anderer Termin die Teilnahme des Mitarbeiters an der Unterweisung verhindert?

Die Verpflichtung zur regelmäßigen Unterweisung aller Beschäftigten bleibt auch dann bestehen, wenn ein Mitarbeiter wegen einer Krankheit oder aus anderen Gründen an einem geplanten Unterweisungstermin nicht teilnehmen konnte. Der Arbeitgeber muss einen neuen Termin zur Unterweisung ansetzen – und das, nötigenfalls so oft, bis der Mitarbeiter tatsächlich persönlich unterwiesen wurde.

 

Mehr dazu unter:

https://www.arbeitsinspektion.gv.at/inspektorat/Maschinen_Werkzeuge/selbstfahrende_Arbeitsmittel/

 

 


Staplerprüfung

Staplerschein – Prüfung – durchgefallen

Staplerschein – Prüfung – durchgefallen

 

Für Staplerfahrer ist der Besitz eines Staplerscheines (Fachkenntisnachweis) zwingend vorgeschrieben. Der Weg führt über eine Ausbildungsschulung an deren Ende sich eine Prüfung anschließt.

 

Gefordertes Wissen

Angehende Staplerführer sollten sich ein möglichst breites Basiswissen aneignen. Sie müssen über technische, physikalische und rechtliche Zusammenhänge Bescheid wissen. Neben rechtlichen Grundlagen auch Kenntnisse über die Funktionsweise der Stapler und deren technischer Aufbau. Wichtige Kapitel sind die Arbeitssicherheit und die Verkehrsregeln sowie der Umgang mit Lasten. In der theoretischen Schulung wird dies erforderliche Wissen vermittelt.

Der praktische Teil der Schulung bietet die Möglichkeit, sich mit den Fahr-Eigenschaften eines Staplers vertraut zu machen. Praxisnah selbst zu fahren und sich im Heben und Absetzen von Gütern zu üben oder einen – mit Hindernissen gespickten – Parcours zu durchfahren. Dabei lernt man schnell die Tücken eines Staplers kennen, wenn mit oder ohne Landung gefahren wird, eine Rampe rückwärtsgefahren werden muss. Ein Stapler verhält sich grundsätzlich anders als es ein gewohnter PKW.

 

Die Prüfung

Die Prüfung ist zweigeteilt und besteht aus einer theoretischen und einer praktischen Prüfung. In der theoretischen Prüfung werden zu allen relevanten Themen fachspezifische Fragen gestellt, die beantwortet werden müssen, das kann bis zu 45 Minuten dauern.

Ist die Theorie erfolgreich abgeschlossen, folgt die praktische Prüfung mit einer Dauer von etwa 10 Minuten.

Jetzt muss der Prüfling sein fahrerisches Können in unterschiedlichen, praxisnahen Übungen unter Beweis stellen. Der Fahrer muss typische Situationen wie das Fahren mit und ohne Last, das Rangieren oder den Umgang mit der Last meistern.

 

Entspannend wirken sollte, dass beide Prüfungen nicht vollkommen fehlerfrei absolviert werden müssen. Wenige falsche Antworten oder Fehlreaktionen lassen nicht gleich die gesamte Prüfung als nicht bestanden gelten.

Staplerprüfung

Staplerprüfung

 

Groß erscheint das Dilemma, wenn die Prüfung nicht bestanden wurde. Im Grunde ist es aber nur ein Zeitverlust mit eventuell zusätzlichem Kostenfaktor. Denn diese Prüfung lässt sich mehr oder weniger oft wiederholen.

Viele Anbieter geben sogar die Möglichkeit, den nicht bestandenen Prüfungsteil bei nächster Gelegenheit nochmals zu probieren, oft sogar ohne zusätzliche Kosten.

Wer also nur aufgrund von Prüfungsangst durchfällt, kann es danach immer wieder probieren, bis die Prüfung erfolgreich absolviert ist.

 

Der Faktor Prüfungsangst

Fast jeder Mensch ist vor Prüfungen mehr oder weniger nervös. Prüfungsangst aber ist viel mehr als normale Nervosität. Bei bestehender Prüfungsangst kann häufig vorhandenes Wissen nicht mehr abgerufen werden. Es gibt viele Menschen, die vor Prüfungen Angst haben und die empfinden Prüfungssituationen als absoluten Stress. Es kommt schlimmstenfalls sogar zu körperlichen Angstsymptomen, Panikattacken oder zum totalen Blackout und in Folge zum Nichtbestehen wichtiger beruflicher Prüfungen.

Das gilt natürlich auch für die beiden Stapler-Prüfungen, die, um den Staplerschein zu erhalten, als Einheit bestanden werden muss.

 

Die Gültigkeit des Staplerscheins (Fachkenntisnachweis)

Der Staplerschein (Fachkenntisnachweis) ist in Österreich derzeit defacto ein Leben lang gültig. Wer die Prüfung erfolgreich bestanden hat, kann sein gesamtes Berufsleben lang einen Stapler zu führen. Mindestens einmal im Jahr muss allerdings eine Unterweisung erfolgen, um im Betrieb Stapler fahren zu dürfen. Diese Unterweisung ist unabhängig davon, wann der Staplerschein erworben wurde, sie muss unbedingt schriftlich dokumentiert werden.

 

 

 

 

 

 

 


Diese ‚10 Goldenen Regeln für Staplerfahrer‘ bilden die Basis für Staplerfahrer.

Alle Fahrer, die einen Stapler führen, sollten nachstehende Regeln kennen und vor allem beachten:

 

Diese ‚10 Goldenen Regeln für Staplerfahrer‘ bilden die Basis für Staplerfahrer.

 

Punkte, die ein Staplerfahrer immer vor Augen haben sollte, die ihn selbst und andere Personen schützen:

1.)   Wie schwer ist meine Last?

2.)   Wie groß ist der Lastschwerpunktabstand?

3.)   Lastendiagramm / Tragfähigkeitsdiagramm verstehen!

4.)   Typenschild / Wie schwer ist mein Stapler?

5.)   Immer beim Außer-Betrieb setzen: Gabelzinken absenken (Bodenkontakt), Schlüssel abziehen, Handbremse anziehen.

6.)   Niemals vor Notausgänge etc. parken.

7.)   Lasten immer gegen Verrutschen sichern.

8.)   Niemals mit angehobener Last fahren (Normal Max 15 cm vom Boden die Last anheben).

9.)   Nur qualifizierte Arbeitnehmer mit dem Fachkenntnis-Nachweis / umgangssprachlich Staplerschein fahren lassen.

10.) Unfallverhütungsvorschriften / Betriebsanweisungen / Wiederkehrende Prüfung vom Stapler beachten.

 

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Die Guten-Morgen-Stapler REGELN:

 

1.) Reifen und Felgen überprüfen,

2.) Beschädigungen am Stapler,

3.) Lenkungsspiel,

4.) Bremsen / Bremsweg,

5.) Schutzvorrichtungen alle okay,

6.) bei schlechter Sicht (Beleuchtung okay),

7.) Gabelzinken keine Risse / Verbiegungen / max. 10 % verschließen,

8.) ergonomische Sitzeinstellung,

9.) Wiederkehrende Prüfung vom Stapler noch okay,

10.) Lastendiagramm / Typenschild / Tragfähigkeitsdiagramm,

 

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Die „15 Niemals-Sicherheitsregeln“

 

1.) Niemals schwerere Lasten heben als im Lastendiagramm erlaubt / Tragfähigkeitsdiagramm –

2.) Niemals ohne geprüften, zugelassenen Arbeitskorb (oder z. b. Beifahrersitz) Personen aufnehmen –

3.) Niemals unter Drogen- oder Alkohol-Einfluss fahren –

4.) Niemals mit „angehobener Last“ fahren und oder ohne Last mit „angehobenen Gabelzinken fahren“ (max. 15 cm vom Boden in der Regel) –

5.) Niemals vergessen die Last gegen Verrutschen zu sichern –

6.) Niemals Personen als Beschwerungsgewicht verwenden –

7.) Niemals ohne entsprechende Einweisung und ohne Staplerschein fahren –

8.) Niemals den Stapler bei Notausgängen etc. parken –

9.) Niemals einen gasbetriebenen Stapler in Kellern und Kelleraufgängen verwenden und abstellen –

10.) Niemals bei gasbetriebenen Staplern die falsche Gasflasche nehmen (Unterschied, ob das Gas flüssig oder gasförmig aus der Gasflasche entnommen wird) –

11.) Niemals mit einem ungeprüften Stapler fahren –

12.) Niemals den Stapler abstellen, ohne dass die Gabelzinken (oder Palette) Bodenkontakt haben.

13.) Niemals ohne Sicht fahren (vorausschauendes Fahren muss zu jeder Zeit gegeben sein) –

14.) Niemals Reparaturen als nicht Fachkundiger am Stapler durchführen –

15.) Niemals Sicherheitseinrichtungen am Stapler entfernen (Gurt) –

 

 


Kurs Staplerschein Graz

Hubstaplerfahren – Hohe Verantwortung prägt das Berufsbild

Hubstaplerfahren – Hohe Verantwortung prägt das Berufsbild

Ständiger Wandel

Das Berufsbild des Hubstaplerfahrers wandelt sich zusehends vom Fahrer, der zuständig ist für den zügigen Transport von Paletten mit Industrieprodukten oder für das schnelle Be- und Entladen von LKWs, zu einem vollwertigen Mitarbeiter der Lagerverwaltung. Vielfältig sind die zusätzlichen Aufgaben, Staplerfahrer

 

  • erfassen Daten am Funkterminal,
  • drucken Belege für Versandpaletten aus und
  • wickeln Paletten vor dem Versand in Folie.

 

Die Digitalisierung generell und rasant zunehmende Vernetzung in den einzelnen Unternehmen und global auch mit anderen Unternehmen bindet auch den Staplerfahrer immer intensiver in die IT-Prozesse ein. Es ist ein Muss für ihn, diese Aufgaben – zusätzlich zu seiner sonstigen Arbeit – korrekt umzusetzen.

 

Ein Mehr an Aufgaben – auch ein Mehr an Sicherheit?

Trotz aller zusätzlichen Aufgaben ist der Fahrer auch weiterhin dafür verantwortlich, dass Güter zuverlässig und pünktlich von A nach B transportiert werden. Oberste Priorität haben dabei:

 

  • keine Beschädigungen,
  • keine Zeitverzögerung und
  • keine Personenschäden

 

Es klingt fast wie Hohn, wenn es da heißt – bei allen technischen Optimierungen sollte immer auch der Mensch, sprich Hubstaplerfahrer, betrachtet werden. Ihm soll diese Technik von Nutzen sein.

 

Automatisierung könnte eine Lösung heißen

Erst, wenn die Transport- und Logistikkette vollständig automatisch abläuft – fahrerlose Transportsysteme – Fördertechnik – Verladeroboter – ist der erfolgskritische Risikofaktor Mensch außen vor. Doch das wird dauern und kosten und ob es sich gesamtwirtschaftlich rechnet, bleibt dahingestellt.

 

Improvisation – des Menschen Zauberwort

Gerade im Transport- und Logistikwesen kommt es immer wieder zu Hängern oder zeitraubenden Zwischenfällen. Da kommt es dann auf den Menschen und sein Improvisationspotential an. Er kann auch unter Zeitdruck schnell und sicher reagieren, schier Unmögliches zum positiven Abschluss führen.

 

Die Kabine als Arbeitsplatz

Der Arbeitsplatz des Hubstaplerfahrers ist die Kabine des Staplers. Sie sollte so groß ausgelegt sein,

dass die Bedienelemente ohne Verdrehungen verwechslungsfrei und schnell erreicht und genutzt werden können.

 

Besonderes Augenmerk sollte dabei auf nachträglich eingebaute Geräte (z. B. Scanner, Funkterminal oder Drucker) gerichtet werden. Sie sollten für den Staplerfahrer gut erreichbar sein, ihn aber in keiner Situation behindern.

 

Gesundheit ist ein hohes Gut

Fällt ein Hubstapler wegen eines Defekts aus, behebt ein Monteur den Schaden und das Gerät ist schnell wieder einsatzbereit. Fällt der Staplerfahrer aufgrund einer Verletzung aus, lässt sich das Problem meist nicht so schnell lösen.

 

Vermeidbare Belastungen für den Fahrer sollten möglich reduziert oder, wenn möglich, ganz ausgeschlossen werden. Unter bestimmten Umständen kann die stundenlange Arbeit in der Kabine des Hubstaplers stark belasten aber auch krank machen. Mangelhafte Ergonomie kann den Nacken- und Rückenbereich belasten und zu größeren Problemen Anlass geben.

 

Bedienelemente, die an die Körpermaße des Staplerfahrers angepasst werden können, sind optimal.

Der Fahrersitz in der Staplerkabine sollte generell in Höhe und Abstand verstellbar sein und über eine angemessene Polsterung und ausreichende, schwingungsdämpfende Federung verfügen. Sie fängt Stöße ab und sorgt für die Schonung der Bandscheiben. Gleichzeitig wird ein möglichst ermüdungsfreies Arbeiten über Stunden erreicht. Staplerfahrer, die nicht nur in der Kabine sitzen, sondern diese während der Arbeitszeit regelmäßig verlassen müssen, sollte der Ein- und Ausstieg ebenfalls möglichst einfach und bequem gemacht werden. Ein Handgriff oder ein rutschfester Tritt sorgen für mehr Komfort und Sicherheit.

 

Arbeitssicherheit erhöhen

Ein Hubstapler, insbesondere mit Zuladung, verfügt über gewaltige Kräfte. Treffen diese – aus welchen Gründen auch immer – gegen eine Regalzeile oder ein anderes Hindernis, entsteht erheblicher Sachschaden, im schlimmsten Fall auch Personenschaden.

Die Verantwortung, die ein Staplerfahrer trägt, ist sehr groß. Es ist daher unumgänglich, dass der Fahrer beim Einsatz durch bestmögliche Technik unterstützt wird, um unfallfrei und sicher zu fahren. Ein guter Fahrer ist aufmerksam, hellwach und äußerst konzentriert, fährt vorausschauend und überlegt. Sorgt dafür, dass er den Überblick behält, die Staplerkabine ihm freie Sicht nach allen Seiten ermöglicht. Ist häufiges Rückwärtsfahren angesagt, wäre ein drehbarer Fahrersitz ideal. Vom – in Fahrtrichtung gedrehten – Fahrersitz lässt sich der Hubstapler überlegen manövrieren. Ein gutes Gefühl.