StaplerprĂŒfung

Stapler Österreich – Wissen ist Macht – garantiert weniger UnfĂ€lle

Stapler – Wissen ist Macht – garantiert weniger UnfĂ€lle

StaplerprĂŒfung, Unterweisung und Co

JĂ€hrlich werden zahlreiche StaplerunfĂ€lle gemeldet, darunter sind viele schwere UnfĂ€lle auch mehrere mit Todesfolge. Um die Anzahl der UnfĂ€lle – die durch die eingesetzte Technik bedingt sind – zu reduzieren, ist die jĂ€hrliche StaplerprĂŒfung Pflicht. DarĂŒber hinaus sind die Arbeitgeber in der Pflicht, können viel dazu beitragen, dass die technische Ausstattung immer dem Sicherheitsstandard entspricht, bei der Festlegung und vor allem der Einhaltung von Vorschriften fĂŒr die Nutzung mobiler Arbeitsmittel grĂ¶ĂŸte Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. SelbstverstĂ€ndlich sollten eine gute, umfassende Unterweisung und die volle Durchsetzung der betrieblichen und gesetzlichen Vorschriften

sein.

Wiederkehrende StaplerprĂŒfung

Die jĂ€hrliche StaplerprĂŒfung ist Pflicht bei Hubstaplern. Ein Sachkundiger begutachtet z. B. den Zustand der Bauteile oder die Wirksamkeit und VollstĂ€ndigkeit der Sicherheitseinrichtungen. Auch zwischen zwei PrĂŒfungen sollten Unternehmen die Sicherheit ihrer Stapler stets begutachten. So können sie die Gefahr von StaplerunfĂ€llen zu reduzieren.

Stapler dĂŒrfen nur fĂŒr den vorgesehenen Zweck genutzt werden. Um sich in dieser Hinsicht zu orientieren ist es wichtig, dass die Arbeitnehmer problemlosen Zugang zu Betriebs- und Bedienungsanleitungen und Betriebsvorschriften haben.

Maschine und Mensch

Hubstapler sind starke und schier unentbehrliche Helfer in Lagerbereichen und beim Be- Und Entladen von Fahrzeugen. Hubstapler sind gleichzeitig willige Helfer – wenn auch mit hohem GefĂ€hrdungspotenzial. JĂ€hrlich ereignen sich viele StaplerunfĂ€lle, bei denen die meisten Opfer angefahrene FußgĂ€nger – oft mit dramatischen Folgen sind. Die Unfallursachen sind vielfĂ€ltig und es gibt geeignete prĂ€ventive Maßnahmen. Bei den meisten UnfĂ€llen ist es nicht der Stapler, der Schwachstellen aufweist oder der Unfallursache ist. Es ist immer hĂ€ufiger der Staplerfahrer, der den Unfall auslöst.

Die meisten HubstaplerunfĂ€lle, bei denen im Betrieb FußgĂ€nger beteiligt sind, verlaufen fast immer gleich: angefahren, ĂŒberfahren und/oder eingequetscht. Unfalldokumente belegen die harten Tatsachen und verdeutlichen das ernst zu nehmende Thema: die PrĂ€vention von HubstaplerunfĂ€llen.

Stapler und FußgĂ€nger

Um die hĂ€ufigen UnfĂ€lle zwischen FußgĂ€ngern und Hubstaplern zu vermeiden, sollte das betriebliche Umfeld organisatorisch und technisch so ausgerichtet sein, dass FußgĂ€nger und Stapler möglichst wenig aufeinandertreffen. Ideal sind getrennte Verkehrswege fĂŒr Stapler und FußgĂ€nger. Diese Reglung ist in den meisten Betrieben – aus bautechnischen GrĂŒnden nicht oder nur bedingt durchsetzbar. Wenn aber getrennte Verkehrswege nicht möglich sind, sollten Gabelstaplerfahrer und die FußgĂ€nger regelmĂ€ĂŸig ĂŒber sicheres Arbeiten und Verhalten im Betrieb informiert und werden.

Nur so lassen sich einschleichende Betriebsblindheit und gefÀhrliche Routinehandlungen verhindern.

Viel zu oft achten innerbetriebliche FußgĂ€nger nicht auf die betrieblich vorgeschriebenen Regeln, bringen sich dadurch in unmittelbare Gefahr.

UnfÀlle und GefÀhrdungsbeurteilung

Unfalluntersuchungen zeigen detailliert, dass die Ursachen fĂŒr die UnfĂ€lle oft eine mangelhafte betriebliche Organisation ist und/oder das Fehlverhalten des Staplerfahrers. HĂ€ufig fehlt auch die vom Gesetzgeber im ArbeitsnehmerInnenschutzgesetz vorgeschriebene GefĂ€hrdungsbeurteilung,

fĂŒr deren DurchfĂŒhrung der/die ArbeitgeberIn rechtlich verpflichtet ist. Unfall- und Gesundheits-Gefahren mĂŒssen erkannt und beseitigt werden bzw. mĂŒssen eigene, betriebsspezifische Schutzmaßnahmen konzipiert werden, sie helfen, die Arbeit und ArbeitsplĂ€tze zu verbessern, besser zu regeln und zu organisieren.

Im Falle eines schwereren Unfalls, fragt der Staatsanwalt zuerst nach der „GefĂ€hrdungsbeurteilung“. Da fĂŒhrt kein Weg daran vorbei. Arbeitgeber und Verantwortliche stehen schlecht da, wenn sie nichts vorweisen können.

Bei der Erstellung und DurchfĂŒhrung von GefĂ€hrdungsbeurteilungen ist wichtig, dass diese nicht nur vom Arbeitgeber – meistens mit UnterstĂŒtzung durch eine Fachkraft fĂŒr Arbeitssicherheit gemacht wird. Von großer Bedeutung ist auch, dass betrieblichen FĂŒhrungskrĂ€fte, die Mitarbeiter und die Sicherheitsbeauftragten sowie der Betriebsrat umfassend informiert und eingebunden sind.

 

Die GefĂ€hrdungsbeurteilung muss fĂŒr den Betrieb von Hubstaplern erstellt und immer auf den neuesten Stand gebracht werden. Dabei mĂŒssen die aktuellen SichtverhĂ€ltnisse des Staplerfahrers eingehend betrachtet und beurteilt werden. Als Konsequenz daraus werden fĂŒr den alltĂ€glichen Betrieb entsprechende Maßnahmen festgelegt.

NatĂŒrlich sollten/mĂŒssen diese Maßnahmen und das Thema „GabelstaplerunfĂ€lle“ den Mitarbeitern bekannt sein. Am sinnvollsten (auch um rechtlich auf der sichereren Seite zu sein) wird dies von den Vorgesetzten mit den Sicherheitsbeauftragten den betrieblichen Mitarbeitern in klar verstĂ€ndlicher Weise vermittelt. Bei diesem Treffen können Vorgesetzte auch mitteilen, ob bzw. welche Sanktionsmaßnahmen es gibt, wenn die Arbeitsschutzregeln missachtet werden, egal ob von Staplerfahrern oder von betrieblichen FußgĂ€ngern.

Sicherheit unterweisen

Die umfassende Unterweisung hilft StaplerunfÀlle zu vermeiden. Das sichere Verhalten Ihrer Mitarbeiter beim Umgang mit mobilen Arbeitsmitteln bedarf bester Schulung.

  • Der Staplerfahrer soll bei lĂ€ngeren Halten Unterlegkeile nutzen und die Feststellbremse einsetzen.
  • RĂŒckwĂ€rtsfahren oder Rangieren – wenn möglich – vermeiden. Wenn es doch sein muss, unbedingt nur mit einem Einweiser, der sich stĂ€ndig in Sichtweite des Fahrers befindet.
  • Personen sollten sich niemals unterhalb angehobener Lasten aufhalten.
  • Pendelnde Lasten sind mit einem Halteseil oder einer Haltestange zu sichern.
  • Fehlverhalten gefĂ€hrdet den Fahrer selbst und andere.
  • VerstĂ¶ĂŸe gegen Sicherheitsbestimmungen fĂŒr mobile Arbeitsmittel sollten Sie konsequent mit schriftlichen Er- und Abmahnungen ahnden.

Unbefugte Inbetriebnahme verhindern

FĂŒr den innerbetrieblichen Verkehr sollten Betriebsanweisungen existieren und es sollte klar sein, wer die mobilen Arbeitsmittel bewegen darf. Unbefugte dĂŒrfen keinen Zutritt zu mobilen Arbeitsmitteln haben. SchlĂŒssel oder Codes mĂŒssen sicher verwahrt werden.

Zu guter Letzt

Es ereignen sich immer wieder schlimme UnfÀlle mit Hubstaplern, die wirklich unnötig sind. Entweder:

  • werden Stapler unachtsam gefahren oder
  • die Fahrer sind in der Hektik des Betriebsalltag gefangen oder
  • vergessen mal soeben, was sie wissen und können oder
  • Personen, die sich in der NĂ€he des Hubstaplers aufhalten, sich in trĂŒgerischer Sicherheit wiegen.

Wie es den Anschein hat, fĂŒhrt der sichere Umgang mit Gabelstaplern bei einigen FĂŒhrungskrĂ€ften ein Schattendasein und ist schlecht organisiert. Alle, die mit Gabelstaplern arbeiten oder sich in deren NĂ€he befinden, sollten und mĂŒssen ĂŒber den sicheren Umgang mit Gabelstaplern Bescheid wissen. Lieber einmal mehr auf sicheres Verhalten hinweisen, als einmal zu wenig.


Staplerschein ÖSterreich

Unterweisung fĂŒr Staplerfahrer

Unterweisung fĂŒr Staplerfahrer

 

Unterweisung und Information der ArbeitnehmerInnen

Eine jĂ€hrliche Unterweisung fordert der Gesetzgeber fĂŒr ArbeitnehmerInnen, die Hubstapler oder andere Flurförderzeuge bedienen. Der Arbeitgeber muss in diesen Unterweisungen ĂŒber mögliche Gefahren/GefĂ€hrdungen der Sicherheit und der Gesundheit am Arbeitsplatz aufklĂ€ren, muss die Mitarbeiter darĂŒber informieren, wie sie sich zu verhalten haben, um Unfall- und Verletzungsrisiken zu minimieren.

 

Allgemein und im Besonderen

 

Das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz gilt ganz allgemein. Die besonderen ErgÀnzungen dieser allgemeinen Inhalte sind auch in den Verordnungen zum ArbeitnehmerInnenschutzgesetz zu finden (z. B. Arbeitsmittelverordnung)

Die Information soll allgemeines Wissen ĂŒber die GefahrenverhĂŒtung v ermitteln und sich auf die gesamte ArbeitsstĂ€tte beziehen. Sie soll die Weiterentwicklung des Arbeitnehmerschutzes auf betrieblicher Ebene fördern.

 

§ 12 ASchG

Die Unterweisung ist als Schulung zu sehen und bezieht sich im Gegensatz zur Information auf den konkreten Arbeitsplatz und Aufgabenbereich einzelner ArbeitnehmerInnen.

 

§ 14 ASchG – Unterweisung

Im Gegensatz zur Information kann die Unterweisung nicht stellvertretend (Sicherheitsvertrauensperson, Betriebsrat) durchgefĂŒhrt werden. Dies ergibt sich allein schon daraus, dass die Unterweisung auf den Arbeitsplatz und die Erfahrung und den Wissensstand der ArbeitnehmerInnen angepasst sein muss.

 

Die Unterweisung hat

  • wĂ€hrend der Arbeitszeit,
  • vor Aufnahme der TĂ€tigkeit,
  • bei einer Versetzung oder VerĂ€nderung des Aufgabenbereiches,
  • bei EinfĂŒhrung oder Änderung von Maschinen,
  • bei EinfĂŒhrung neuer Arbeitsstoffe,
  • bei EinfĂŒhrung oder Änderung von Arbeitsverfahren,
  • nach UnfĂ€llen oder Ereignissen, die beinahe zu einem Unfall gefĂŒhrt hĂ€tten, (sofern dies zur VerhĂŒtung weiterer UnfĂ€lle nĂŒtzlich erscheint),
  • mĂŒndlich oder schriftlich und nachweislich zu erfolgen.

 

Die Unterweisung ist erforderlichenfalls in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden zu wiederholen (z. B. entsprechend der Festlegung in der Evaluierung oder wenn dies in einer Verordnung zum ArbeitnehmerInnenschutzgesetz gefordert wird).

 

Unterweisung – elektronische Unterweisung fĂŒr wiederkehrende allgemeine Unterweisungen

 

Die Unterweisung muss

  • auf den Arbeitsplatz und Aufgabenbereich ausgerichtet,
    dem Erfahrungsstand angepasst sein und
  • in verstĂ€ndlicher Form, eventuell in Muttersprache, erfolgen.

Die Unterweisung kann auch unter Heranziehung geeigneter Fachleute erfolgen. Jedenfalls hat der/die ArbeitgeberIn sich zu vergewissern, dass die Unterweisung von den ArbeitnehmerInnen verstanden wurde.

Die Unterweisung muss an die Entwicklung der Gefahrenmomente und an die Entstehung neuer Gefahren angepasst sein, dabei mĂŒssen auch die zu treffenden Maßnahmen bei absehbaren Betriebsstörungen eingeschlossen sein.

Erforderlichenfalls sind den ArbeitnehmerInnen schriftliche Betriebsanweisungen (z. B. entsprechend der Arbeitsmittelverordnung) und sonstige Anweisungen (wenn notwendig in Muttersprache) zur VerfĂŒgung zu stellen.

 

AUVA Merkblatt M 070 „Unterweisung“ – Information

Die Information

  • hat wĂ€hrend der Arbeitszeit,
  • vor Aufnahme der TĂ€tigkeit und
  • in verstĂ€ndlicher Form, eventuell in Muttersprache, zu erfolgen.

Die Information ist regelmĂ€ĂŸig zu wiederholen, insbesondere

  • bei Änderung der betrieblichen Gegebenheiten,
  • bei Änderung maßgeblicher Arbeitnehmerschutzvorschriften und
  • bei neuen Erkenntnissen auf dem Gebiet der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes.

 

Erforderlichenfalls sind den ArbeitnehmerInnen zur Information geeignete Unterlagen zur VerfĂŒgung zu stellen. Den betroffenen ArbeitnehmerInnen sind jedenfalls Bedienungsanleitungen betreffend Arbeitsmittel sowie Beipacktexte, Gebrauchsanweisungen und SicherheitsdatenblĂ€tter fĂŒr Arbeitsstoffe zur VerfĂŒgung zu stellen. Diese Unterlagen sind, wenn notwendig, am Arbeitsplatz auszuhĂ€ngen.

Die ArbeitgeberInnen haben sich zu vergewissern, dass die Information von den ArbeitnehmerInnen verstanden wurde.

 

Die Information von ArbeitnehmerInnen kann entfallen, wenn Sicherheitsvertrauenspersonen bestellt sind oder ein Betriebsrat eingerichtet ist und diese ausreichend informiert werden.

Sollte eine Situation eintreten, die unmittelbar zu einer Gesundheitsgefahr von ArbeitnehmerInnen fĂŒhren kann, so sind die betroffenen ArbeitnehmerInnen unverzĂŒglich ĂŒber diese Gefahren und die erforderlichen Schutzmaßnahmen zu informieren. Eine Information der Sicherheitsvertrauenspersonen bzw. des Betriebsrates reicht in diesem Falle nicht aus.

Sind weder Sicherheitsvertrauenspersonen bestellt noch ein Betriebsrat eingerichtet, so ergeben sich weitere Informationspflichten (z. B. ĂŒber die Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokumente, Vorschreibungen der Behörde, die den Arbeitnehmerschutz betreffen usw.)

 

Die Unterweisung ist unumgÀnglich

Eine Unterweisung muss nachgeholt werden, wenn ein anderer Termin die Teilnahme des Mitarbeiters an der Unterweisung verhindert?

Die Verpflichtung zur regelmĂ€ĂŸigen Unterweisung aller BeschĂ€ftigten bleibt auch dann bestehen, wenn ein Mitarbeiter wegen einer Krankheit oder aus anderen GrĂŒnden an einem geplanten Unterweisungstermin nicht teilnehmen konnte. Der Arbeitgeber muss einen neuen Termin zur Unterweisung ansetzen – und das, nötigenfalls so oft, bis der Mitarbeiter tatsĂ€chlich persönlich unterwiesen wurde.

 

Mehr dazu unter:

https://www.arbeitsinspektion.gv.at/inspektorat/Maschinen_Werkzeuge/selbstfahrende_Arbeitsmittel/

 

 


StaplerprĂŒfung

Staplerschein – PrĂŒfung – durchgefallen

Staplerschein – PrĂŒfung – durchgefallen

 

FĂŒr Staplerfahrer ist der Besitz eines Staplerscheines (Fachkenntisnachweis) zwingend vorgeschrieben. Der Weg fĂŒhrt ĂŒber eine Ausbildungsschulung an deren Ende sich eine PrĂŒfung anschließt.

 

Gefordertes Wissen

Angehende StaplerfĂŒhrer sollten sich ein möglichst breites Basiswissen aneignen. Sie mĂŒssen ĂŒber technische, physikalische und rechtliche ZusammenhĂ€nge Bescheid wissen. Neben rechtlichen Grundlagen auch Kenntnisse ĂŒber die Funktionsweise der Stapler und deren technischer Aufbau. Wichtige Kapitel sind die Arbeitssicherheit und die Verkehrsregeln sowie der Umgang mit Lasten. In der theoretischen Schulung wird dies erforderliche Wissen vermittelt.

Der praktische Teil der Schulung bietet die Möglichkeit, sich mit den Fahr-Eigenschaften eines Staplers vertraut zu machen. Praxisnah selbst zu fahren und sich im Heben und Absetzen von GĂŒtern zu ĂŒben oder einen – mit Hindernissen gespickten – Parcours zu durchfahren. Dabei lernt man schnell die TĂŒcken eines Staplers kennen, wenn mit oder ohne Landung gefahren wird, eine Rampe rĂŒckwĂ€rtsgefahren werden muss. Ein Stapler verhĂ€lt sich grundsĂ€tzlich anders als es ein gewohnter PKW.

 

Die PrĂŒfung

Die PrĂŒfung ist zweigeteilt und besteht aus einer theoretischen und einer praktischen PrĂŒfung. In der theoretischen PrĂŒfung werden zu allen relevanten Themen fachspezifische Fragen gestellt, die beantwortet werden mĂŒssen, das kann bis zu 45 Minuten dauern.

Ist die Theorie erfolgreich abgeschlossen, folgt die praktische PrĂŒfung mit einer Dauer von etwa 10 Minuten.

Jetzt muss der PrĂŒfling sein fahrerisches Können in unterschiedlichen, praxisnahen Übungen unter Beweis stellen. Der Fahrer muss typische Situationen wie das Fahren mit und ohne Last, das Rangieren oder den Umgang mit der Last meistern.

 

Entspannend wirken sollte, dass beide PrĂŒfungen nicht vollkommen fehlerfrei absolviert werden mĂŒssen. Wenige falsche Antworten oder Fehlreaktionen lassen nicht gleich die gesamte PrĂŒfung als nicht bestanden gelten.

StaplerprĂŒfung

StaplerprĂŒfung

 

Groß erscheint das Dilemma, wenn die PrĂŒfung nicht bestanden wurde. Im Grunde ist es aber nur ein Zeitverlust mit eventuell zusĂ€tzlichem Kostenfaktor. Denn diese PrĂŒfung lĂ€sst sich mehr oder weniger oft wiederholen.

Viele Anbieter geben sogar die Möglichkeit, den nicht bestandenen PrĂŒfungsteil bei nĂ€chster Gelegenheit nochmals zu probieren, oft sogar ohne zusĂ€tzliche Kosten.

Wer also nur aufgrund von PrĂŒfungsangst durchfĂ€llt, kann es danach immer wieder probieren, bis die PrĂŒfung erfolgreich absolviert ist.

 

Der Faktor PrĂŒfungsangst

Fast jeder Mensch ist vor PrĂŒfungen mehr oder weniger nervös. PrĂŒfungsangst aber ist viel mehr als normale NervositĂ€t. Bei bestehender PrĂŒfungsangst kann hĂ€ufig vorhandenes Wissen nicht mehr abgerufen werden. Es gibt viele Menschen, die vor PrĂŒfungen Angst haben und die empfinden PrĂŒfungssituationen als absoluten Stress. Es kommt schlimmstenfalls sogar zu körperlichen Angstsymptomen, Panikattacken oder zum totalen Blackout und in Folge zum Nichtbestehen wichtiger beruflicher PrĂŒfungen.

Das gilt natĂŒrlich auch fĂŒr die beiden Stapler-PrĂŒfungen, die, um den Staplerschein zu erhalten, als Einheit bestanden werden muss.

 

Die GĂŒltigkeit des Staplerscheins (Fachkenntisnachweis)

Der Staplerschein (Fachkenntisnachweis) ist in Österreich derzeit defacto ein Leben lang gĂŒltig. Wer die PrĂŒfung erfolgreich bestanden hat, kann sein gesamtes Berufsleben lang einen Stapler zu fĂŒhren. Mindestens einmal im Jahr muss allerdings eine Unterweisung erfolgen, um im Betrieb Stapler fahren zu dĂŒrfen. Diese Unterweisung ist unabhĂ€ngig davon, wann der Staplerschein erworben wurde, sie muss unbedingt schriftlich dokumentiert werden.

 

 

 

 

 

 

 


Diese ‚10 Goldenen Regeln fĂŒr Staplerfahrer‘ bilden die Basis fĂŒr Staplerfahrer.

Alle Fahrer, die einen Stapler fĂŒhren, sollten nachstehende Regeln kennen und vor allem beachten:

 

Diese ‚10 Goldenen Regeln fĂŒr Staplerfahrer‘ bilden die Basis fĂŒr Staplerfahrer.

 

Punkte, die ein Staplerfahrer immer vor Augen haben sollte, die ihn selbst und andere Personen schĂŒtzen:

1.)   Wie schwer ist meine Last?

2.)   Wie groß ist der Lastschwerpunktabstand?

3.)   Lastendiagramm / TragfÀhigkeitsdiagramm verstehen!

4.)   Typenschild / Wie schwer ist mein Stapler?

5.)   Immer beim Außer-Betrieb setzen: Gabelzinken absenken (Bodenkontakt), SchlĂŒssel abziehen, Handbremse anziehen.

6.)   Niemals vor NotausgÀnge etc. parken.

7.)   Lasten immer gegen Verrutschen sichern.

8.)   Niemals mit angehobener Last fahren (Normal Max 15 cm vom Boden die Last anheben).

9.)   Nur qualifizierte Arbeitnehmer mit dem Fachkenntnis-Nachweis / umgangssprachlich Staplerschein fahren lassen.

10.) UnfallverhĂŒtungsvorschriften / Betriebsanweisungen / Wiederkehrende PrĂŒfung vom Stapler beachten.

 

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Die Guten-Morgen-Stapler REGELN:

 

1.) Reifen und Felgen ĂŒberprĂŒfen,

2.) BeschÀdigungen am Stapler,

3.) Lenkungsspiel,

4.) Bremsen / Bremsweg,

5.) Schutzvorrichtungen alle okay,

6.) bei schlechter Sicht (Beleuchtung okay),

7.) Gabelzinken keine Risse / Verbiegungen / max. 10 % verschließen,

8.) ergonomische Sitzeinstellung,

9.) Wiederkehrende PrĂŒfung vom Stapler noch okay,

10.) Lastendiagramm / Typenschild / TragfÀhigkeitsdiagramm,

 

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Die „15 Niemals-Sicherheitsregeln“

 

1.) Niemals schwerere Lasten heben als im Lastendiagramm erlaubt / TragfĂ€higkeitsdiagramm –

2.) Niemals ohne geprĂŒften, zugelassenen Arbeitskorb (oder z. b. Beifahrersitz) Personen aufnehmen –

3.) Niemals unter Drogen- oder Alkohol-Einfluss fahren –

4.) Niemals mit „angehobener Last“ fahren und oder ohne Last mit „angehobenen Gabelzinken fahren“ (max. 15 cm vom Boden in der Regel) –

5.) Niemals vergessen die Last gegen Verrutschen zu sichern –

6.) Niemals Personen als Beschwerungsgewicht verwenden –

7.) Niemals ohne entsprechende Einweisung und ohne Staplerschein fahren –

8.) Niemals den Stapler bei NotausgĂ€ngen etc. parken –

9.) Niemals einen gasbetriebenen Stapler in Kellern und KelleraufgĂ€ngen verwenden und abstellen –

10.) Niemals bei gasbetriebenen Staplern die falsche Gasflasche nehmen (Unterschied, ob das Gas flĂŒssig oder gasförmig aus der Gasflasche entnommen wird) –

11.) Niemals mit einem ungeprĂŒften Stapler fahren –

12.) Niemals den Stapler abstellen, ohne dass die Gabelzinken (oder Palette) Bodenkontakt haben.

13.) Niemals ohne Sicht fahren (vorausschauendes Fahren muss zu jeder Zeit gegeben sein) –

14.) Niemals Reparaturen als nicht Fachkundiger am Stapler durchfĂŒhren –

15.) Niemals Sicherheitseinrichtungen am Stapler entfernen (Gurt) –

 

 


Kurs Staplerschein Graz

Hubstaplerfahren – Hohe Verantwortung prĂ€gt das Berufsbild

Hubstaplerfahren – Hohe Verantwortung prĂ€gt das Berufsbild

StÀndiger Wandel

Das Berufsbild des Hubstaplerfahrers wandelt sich zusehends vom Fahrer, der zustĂ€ndig ist fĂŒr den zĂŒgigen Transport von Paletten mit Industrieprodukten oder fĂŒr das schnelle Be- und Entladen von LKWs, zu einem vollwertigen Mitarbeiter der Lagerverwaltung. VielfĂ€ltig sind die zusĂ€tzlichen Aufgaben, Staplerfahrer

 

  • erfassen Daten am Funkterminal,
  • drucken Belege fĂŒr Versandpaletten aus und
  • wickeln Paletten vor dem Versand in Folie.

 

Die Digitalisierung generell und rasant zunehmende Vernetzung in den einzelnen Unternehmen und global auch mit anderen Unternehmen bindet auch den Staplerfahrer immer intensiver in die IT-Prozesse ein. Es ist ein Muss fĂŒr ihn, diese Aufgaben – zusĂ€tzlich zu seiner sonstigen Arbeit – korrekt umzusetzen.

 

Ein Mehr an Aufgaben – auch ein Mehr an Sicherheit?

Trotz aller zusĂ€tzlichen Aufgaben ist der Fahrer auch weiterhin dafĂŒr verantwortlich, dass GĂŒter zuverlĂ€ssig und pĂŒnktlich von A nach B transportiert werden. Oberste PrioritĂ€t haben dabei:

 

  • keine BeschĂ€digungen,
  • keine Zeitverzögerung und
  • keine PersonenschĂ€den

 

Es klingt fast wie Hohn, wenn es da heißt – bei allen technischen Optimierungen sollte immer auch der Mensch, sprich Hubstaplerfahrer, betrachtet werden. Ihm soll diese Technik von Nutzen sein.

 

Automatisierung könnte eine Lösung heißen

Erst, wenn die Transport- und Logistikkette vollstĂ€ndig automatisch ablĂ€uft – fahrerlose Transportsysteme – Fördertechnik – Verladeroboter – ist der erfolgskritische Risikofaktor Mensch außen vor. Doch das wird dauern und kosten und ob es sich gesamtwirtschaftlich rechnet, bleibt dahingestellt.

 

Improvisation – des Menschen Zauberwort

Gerade im Transport- und Logistikwesen kommt es immer wieder zu HĂ€ngern oder zeitraubenden ZwischenfĂ€llen. Da kommt es dann auf den Menschen und sein Improvisationspotential an. Er kann auch unter Zeitdruck schnell und sicher reagieren, schier Unmögliches zum positiven Abschluss fĂŒhren.

 

Die Kabine als Arbeitsplatz

Der Arbeitsplatz des Hubstaplerfahrers ist die Kabine des Staplers. Sie sollte so groß ausgelegt sein,

dass die Bedienelemente ohne Verdrehungen verwechslungsfrei und schnell erreicht und genutzt werden können.

 

Besonderes Augenmerk sollte dabei auf nachtrĂ€glich eingebaute GerĂ€te (z. B. Scanner, Funkterminal oder Drucker) gerichtet werden. Sie sollten fĂŒr den Staplerfahrer gut erreichbar sein, ihn aber in keiner Situation behindern.

 

Gesundheit ist ein hohes Gut

FÀllt ein Hubstapler wegen eines Defekts aus, behebt ein Monteur den Schaden und das GerÀt ist schnell wieder einsatzbereit. FÀllt der Staplerfahrer aufgrund einer Verletzung aus, lÀsst sich das Problem meist nicht so schnell lösen.

 

Vermeidbare Belastungen fĂŒr den Fahrer sollten möglich reduziert oder, wenn möglich, ganz ausgeschlossen werden. Unter bestimmten UmstĂ€nden kann die stundenlange Arbeit in der Kabine des Hubstaplers stark belasten aber auch krank machen. Mangelhafte Ergonomie kann den Nacken- und RĂŒckenbereich belasten und zu grĂ¶ĂŸeren Problemen Anlass geben.

 

Bedienelemente, die an die Körpermaße des Staplerfahrers angepasst werden können, sind optimal.

Der Fahrersitz in der Staplerkabine sollte generell in Höhe und Abstand verstellbar sein und ĂŒber eine angemessene Polsterung und ausreichende, schwingungsdĂ€mpfende Federung verfĂŒgen. Sie fĂ€ngt StĂ¶ĂŸe ab und sorgt fĂŒr die Schonung der Bandscheiben. Gleichzeitig wird ein möglichst ermĂŒdungsfreies Arbeiten ĂŒber Stunden erreicht. Staplerfahrer, die nicht nur in der Kabine sitzen, sondern diese wĂ€hrend der Arbeitszeit regelmĂ€ĂŸig verlassen mĂŒssen, sollte der Ein- und Ausstieg ebenfalls möglichst einfach und bequem gemacht werden. Ein Handgriff oder ein rutschfester Tritt sorgen fĂŒr mehr Komfort und Sicherheit.

 

Arbeitssicherheit erhöhen

Ein Hubstapler, insbesondere mit Zuladung, verfĂŒgt ĂŒber gewaltige KrĂ€fte. Treffen diese – aus welchen GrĂŒnden auch immer – gegen eine Regalzeile oder ein anderes Hindernis, entsteht erheblicher Sachschaden, im schlimmsten Fall auch Personenschaden.

Die Verantwortung, die ein Staplerfahrer trĂ€gt, ist sehr groß. Es ist daher unumgĂ€nglich, dass der Fahrer beim Einsatz durch bestmögliche Technik unterstĂŒtzt wird, um unfallfrei und sicher zu fahren. Ein guter Fahrer ist aufmerksam, hellwach und Ă€ußerst konzentriert, fĂ€hrt vorausschauend und ĂŒberlegt. Sorgt dafĂŒr, dass er den Überblick behĂ€lt, die Staplerkabine ihm freie Sicht nach allen Seiten ermöglicht. Ist hĂ€ufiges RĂŒckwĂ€rtsfahren angesagt, wĂ€re ein drehbarer Fahrersitz ideal. Vom – in Fahrtrichtung gedrehten – Fahrersitz lĂ€sst sich der Hubstapler ĂŒberlegen manövrieren. Ein gutes GefĂŒhl.


Bringen Sie Ihr Leben auf die Überholspur!

Bringen Sie Ihr Leben auf die Überholspur!

Eine durchaus hohe Anzahl an Betrieben haben heutzutage einen erhöhten logistischen Aufwand und benötigen möglichst flexible Mitarbeiter, welche in der Lage sind auch personelle EngpĂ€sse abzudecken. Egal ob Einzel- oder Großhandel, Möbelhaus oder Spedition in nahezu allen Firmen werden Waren in Großgebinden angeliefert welche einen bewegten Weg durch das Lager finden bis sie schlussendlich fĂŒr den Kunden greifbar sind. In den meisten modernen Betrieben haben die alten Deichselstapler ausgedient, da diese wenig entlasten und nach wie vor den anstrengenden körperlichen Einsatz der Mitarbeiter fordern. Hier kommen immer mehr Hubstapler zum Einsatz. Um einen Hubstapler bedienen zu dĂŒrfen benötigt man in Österreich eine Fahrerlaubnis, den StaplerfĂŒhrerschein. Erhöhen Sie mit dieser Lenkberechtigung Ihre Jobchancen, sichern Sie Ihren Beruf und werden Sie zum unverzichtbaren Allrounder fĂŒr Ihren Dienstgeber! Alle wichtigen Infos dazu auf unserer Homepage www.staplerschein-oesterreich.at .

 


Staplerschein

Stapler im Unternehmen – welche Voraussetzungen und Haftungsbestimmungen zu beachten sind

Stapler im Unternehmen – welche Voraussetzungen und Haftungsbestimmungen zu beachten sind

Von der Möbel-Fertigungshalle, ĂŒber einen Lagerbetrieb, bis zum GetrĂ€nkemarkt. Die Einsatzbereiche sind different, in denen Stapler die alltĂ€gliche Arbeit modernisieren und das Arbeitstempo erhöhen. Das FĂŒhren eines Staplers im Unternehmen unterliegt speziellen Vorschriften. Besonders bei der Haftung oder dem Fahren eines Hubstaplers ohne den entsprechenden Schein und einem anschließenden Unfall gilt es, die Rechtslage zu kennen.

Das Arbeitsmittel „Hubstapler“

Bevor die einzelnen Voraussetzungen fĂŒr die Verwendung von Hubstaplern im Unternehmen erlĂ€utert werden, soll der Begriff „Hubstapler“ zunĂ€chst geklĂ€rt werden.
GrundsĂ€tzlich ist ein Hubstapler ein selbstfahrendes Arbeitsmittel, das mithilfe von einer Plattform, Gabeln oder Ă€hnlichem Lastobjekte anheben und ĂŒbereinanderstapeln kann. Eine notwendige Voraussetzung fĂŒr Hubstapler ist jedoch, dass sie ĂŒber einen Hubmast verfĂŒgen mĂŒssen. Ein Radlader, der ebenfalls Lasten bewegen und stapeln kann, zĂ€hlt nicht zu den Hubstaplern. Auch Teleskoplader sind keine Hubstapler.

Voraussetzungen fĂŒr das Fahren von Staplern

FĂŒr das FĂŒhren eines Hubstaplers ist ein spezieller Staplerschein erforderlich. Es dĂŒrfen im Unternehmen nur Arbeitnehmer mit dem BetĂ€tigen eines Hubstaplers beauftragt werden, die ein solches Zeugnis vorweisen können. GrundsĂ€tzlich dĂŒrfen Heranwachsende keine selbstfahrenden Arbeitsmittel bedienen, bis sie das 18. Lebensjahr vollendet haben.
FĂŒr das Fahren eines Hubstaplers im innerbetrieblichen Bereich wird kein FĂŒhrerschein nach dem FĂŒhrerscheingesetz vorausgesetzt.
Das FĂŒhren eines Teleskopladers kann je nach Arbeitsmittelart und Verwendungszweck einen Fachkundennachweis verlangen. Treten bei der Verwendung eines Teleskopladers Ă€hnliche Gefahren wie beim Fahren eines Hubladers auf, so ist auch beim FĂŒhren des Teleskopstaplers der Fachkenntnisnachweis in Form eines Staplerscheins notwendig. Besagte Gefahren entstehen durch die Staplerarbeit in schmalen und unĂŒbersichtlichen Bereichen oder potenziell schnelles Kippen des Arbeitsmittels aufgrund der schmalen Bauweise und dem hochgelegenen Schwerpunkt. Durch die typischen Baueigenschaften eines Teleskopladers treten diese Gefahren jedoch nur selten auf und ein Staplerschein ist entsprechend nicht notwendig.
Übersteigt die TragfĂ€higkeit des Teleskopstaplers 50 kN oder es besteht ein Lastmoment von mehr als 100 kNm, dann ist ein Kranschein fĂŒr das FĂŒhren des Fahrzeugs vonnöten.

Ausnahmen

In zwei AusnahmefĂ€llen ist fĂŒr das Betreiben eines Hubstaplers durch Arbeitnehmer kein Staplerschein erforderlich. Beim horizontalen Transport von Lasten auf Höhe der Radbasis, wie zum Beispiel bei Portalstaplern, oder bei der Bedienung eines deichselgefĂŒhrten Hubstaplers, kann dies ohne das entsprechende Zeugnis geschehen.
Einzelunternehmer und GeschĂ€ftsfĂŒhrer mit einer mindestens 25%igen Beteiligung am Unternehmen mit einer SperrminoritĂ€t fallen laut Arbeitsschutzgesetz nicht unter die Kategorie des Arbeitnehmers. Daher ist fĂŒr diese Personen beim FĂŒhren eines Hubstaplers der Staplerschein nicht relevant.

Fahrbewilligung fĂŒr den innerbetrieblichen Bereich

Zum Besitz eines Staplerscheins kommt fĂŒr den Arbeitnehmer eine Fahrbewilligung hinzu, die nötig ist, um einen Hubstapler zu betreiben. Diese Fahrbewilligung kann innerbetrieblich sein. Sie muss durch den Arbeitgeber ausgestellt werden und setzt eine Einweisung des bewilligten Arbeitnehmers in den Umgang mit dem selbstfahrenden Arbeitsmittel voraus.
Die Fahrbewilligung muss fĂŒr jedes selbstfahrende Arbeitsmittel und fĂŒr KrĂ€ne erteilt werden. Sie gilt damit nicht nur fĂŒr Hubstapler, sondern unter anderem auch fĂŒr Portalstapler, deichselgefĂŒhrte Stapler und Teleskoplader.

SicherheitsprĂŒfungen

FĂŒr Hubstapler ist eine kalenderjĂ€hrlich wiederholte PrĂŒfung verordnet, um verschleißgefĂ€hrdete und fĂŒr die Bediensicherheit verantwortliche Bauteile zu kontrollieren. Der maximale Zeitabstand fĂŒr zwei PrĂŒfungen betrĂ€gt 15 Monate. FĂŒr eine solche PrĂŒfung zustĂ€ndig sind Fachkundige, wie zum Beispiel technische BĂŒros dieses Fachgebiets beziehungsweise IngenieurbĂŒros, dafĂŒr zugelassene PrĂŒfstellen nach Gewerbeordnung, Inspektionsstellen fĂŒr Hebeanlagen oder entsprechende Techniker. Weitere PrĂŒfbestimmungen bestehen nur fĂŒr Hubstapler mit Korbvorrichtungen zum Heben von Personen. ZusĂ€tzliche PrĂŒfungen des Staplers fallen dann an, wenn Ereignisse vorgefallen sind, die sich auf die Sicherheit des Arbeitsmittels ausgewirkt haben können.

Hubstapler auf öffentlichen Straßen

Werden mit einem Hubstapler öffentliche VerkehrsflĂ€chen befahren, so treten das Kraftfahrgesetz und das FĂŒhrerscheingesetz in Kraft. Demnach wird fĂŒr Stapler bis 3,5 t ein FĂŒhrerschein der Klasse B und fĂŒr Stapler ĂŒber 3,5 t ein FĂŒhrerschein der Klasse C oder F verlangt, wenn öffentliche VerkehrsflĂ€chen mit dem Arbeitsmittel befahren werden. Der Hubstapler muss in diesem Fall auch ĂŒber technische Ausstattungen verfĂŒgen, die die Verkehrstauglichkeit garantieren. Dazu gehören zum Beispiel Blinker, Abblendlicht, Bremslicht usw.
Es gilt im öffentlichen als auch im innerbetrieblichen Verkehr, dass Hubstapler unter Alkohol-, Drogen- oder Medikamenteneinfluss nicht gefahren werden dĂŒrfen.
Laut der Straßenverkehrsordnung besteht weiterhin eine Winterreifenpflicht fĂŒr den Hubstapler auf öffentlichen VerkehrsflĂ€chen, sowie die Kennzeichenpflicht nach dem Kraftfahrgesetz. FĂŒr das Ziehen von AnhĂ€ngern sind die Herstellerangaben zum Stapler und die Bremsleistung zu beachten. Wichtig ist, dass die Last im öffentlichen Verkehr, als auch im innerbetrieblichen Verkehr gesichert ist. Dazu zĂ€hlt auch die Lastsicherung auf der Palette. Bei Lastaufnahme oder Entladen der Last sind die Vorgaben nach § 62 der Straßenverkehrsordnung zu beachten.
Das Kraftfahrzeuggesetz und das FĂŒhrerscheingesetz finden beim Befahren öffentlicher StraßenflĂ€chen in zwei AusnahmefĂ€llen keine Anwendung. Erstens, wenn diese nur ĂŒberquert werden, beziehungsweise der Stapler kurze oder gekennzeichnete Baustellenabschnitte befĂ€hrt. Und zweitens, wenn der Stapler aufgrund seiner Bauart eine maximale Geschwindigkeit von 10 km/h erreichen kann und dies auch hinten am Stapler gekennzeichnet ist.

Haftung bei BetriebsunfÀllen

Bei innerbetrieblichen ArbeitsunfĂ€llen, die durch das Fahren eines Staplers verursacht werden, unterliegt der Fahrer des Staplers einer HaftungsbeschrĂ€nkung nach den §§ 104 und 105 des Sozialgesetzbuches VII. Verursacht ein Arbeitnehmer einen Betriebsunfall und verletzt dabei einen zweiten Arbeitnehmer des Betriebs, so haftet der Unfallverursacher nur bei VorsĂ€tzlichkeit der Handlung. Es können SchmerzensgeldansprĂŒche geltend gemacht werden. In anderen FĂ€llen tritt die Berufsgenossenschaft fĂŒr die Haftung gegenĂŒber dem GeschĂ€digten ein. Handelt es sich bei den Beteiligten des Arbeitsunfalls ausschließlich um innerbetriebliche Arbeitnehmer, so wird auch der Arbeitgeber beim Schadensausgleich entlastet. Er ist im Gegenzug verantwortlich fĂŒr den Unfallversicherungsschutz, nach welchem der GeschĂ€digte Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung erhĂ€lt. Ein Schadensersatz durch den Unfallverursacher muss nur bei einem entstandenen Sachschaden erfolgen. Diese Regelungen zu innerbetrieblichen ArbeitsunfĂ€llen gelten nur fĂŒr UnfĂ€lle auf dem BetriebsgelĂ€nde.
Wird innerbetrieblich ein Arbeitsunfall durch einen Staplerfahrer verursacht, der keinen Staplerschein hat, so kann bei Körperverletzung gegen den Fahrer eine Strafanzeige gestellt werden. Die Berufsgenossenschaft kann in diesem Fall zwar vorerst die SchadenersatzansprĂŒche des geschĂ€digten Arbeitnehmers ĂŒbernehmen, wird diese jedoch durch RegressansprĂŒche zurĂŒckfordern. Hat der Unfallverursacher ohne Staplerschein das Arbeitsmittel auch ohne schriftliche Fahrbewilligung und Einweisung durch den Arbeitgeber beziehungsweise Vorgesetzten bedient, so ist er fĂŒr den Schadensersatz gegenĂŒber dem GeschĂ€digten verantwortlich. Wurde der unfallverursachende Arbeitnehmer ohne Staplerschein durch seinen Vorgesetzten zum BetĂ€tigen des Arbeitsmittels bewilligt, so sind auch der Vorgesetzte und der Sicherheitsbeauftragte von der Haftung gegenĂŒber dem Unfallopfer nicht ausgeschlossen.


Staplerschein

Staplerkurs 19.03.2018 – 23.03.2018

Staplerkurs 19.03.2018 – 23.03.2018

AC Nautik: Erste Kandidaten haben PrĂŒfung zum Staplerschein absolviert

Gössendorf – Das Unternehmen AC Nautik hat seine ersten PrĂŒfungskandidaten erfolgreich durch die PrĂŒfung zum FĂŒhren von Flurförderzeugen begleitet. Im Zeitraum von Montag, 19.03.2018 bis Freitag, 23.03.2018 fand der erste Kurs statt, der am Freitagnachmittag mit der anschließenden Sachkunde- und FahrprĂŒfung der Kursteilnehmer endete. Alle Teilnehmer haben die PrĂŒfung in Theorie und Praxis erfolgreich bestanden. Das benötigte Trainingsareal sowie die Fahrzeuge stellte freundlicherweise die Fa. Hubmann Bau GmbH in Gössendorf zur VerfĂŒgung. Die Fa. Hubmann Bau GmbH und ihre GeschĂ€ftsfĂŒhrerin Frau Baumeisterin und Bautechnische SachverstĂ€ndige Marianne Dobler-Hubmann MSc hat die Wichtigkeit einer guten Ausbildung des Personals erkannt und deshalb auch gleich zwei PrĂŒfungskandidaten aus den Reihen der eigenen Mitarbeiter ins Rennen geschickt. Mit der Ausbildung haben sĂ€mtliche Teilnehmer ihre Qualifikationen wesentlich erweitert, damit ihre Position im beruflichen Umfeld gestĂ€rkt und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt deutlich verbessert.

AC Nautik, bisher auf Segeltörns und den Erwerb von BootsfĂŒhrerscheinen zum FĂŒhren von Segel- und Motorbooten in österreichischen und kroatischen GewĂ€ssern spezialisiert, hat kĂŒrzlich sein Produktportfolio erweitert und bietet ab sofort auch den Erwerb der Erlaubnis zum FĂŒhren von Flurförderzeugen an. FĂŒr das FĂŒhren eines solchen Fahrzeugs mĂŒssen ArbeitskrĂ€fte einen entsprechenden Fachkenntnisnachweis erbringen. Dieser Nachweis der Fachkenntnisse, der landlĂ€ufig auch „Staplerschein“ genannt wird, ist im österreichischen BGBl. II Nr. 13/2007 § 2 geregelt. Die insgesamt 20,5 Stunden dauernde Ausbildung bei AC Nautik bringt den SchĂŒlern sĂ€mtliche Kenntnisse bei, die fĂŒr das sichere FĂŒhren eines Flurförderzeugs notwendig und erforderlich sind. Die Ausbildungszeiten sind dabei gut mit einer eventuellen weiteren beruflichen TĂ€tigkeit kombinierbar: es handelt sich bei der Ausbildung um Nachmittagskurse, die von Montag bis Donnerstag jeweils um 17 Uhr starten. Nur am Freitag wird aufgrund der direkt anschließenden PrĂŒfung mit 15 Uhr etwas frĂŒher gestartet. Innerhalb der LĂ€nder der EU ist auch eine amtliche Umschreibung der Fahrerlaubnis möglich, falls dies vom Zielland gefordert wird.

Nach erfolgreich abgelegter PrĂŒfung ging es fĂŒr die Teilnehmer zur Feier des Tages in das ebenfalls in Gössendorf gelegene Bar- und Grillrestaurant „Joe’s New Orleans Bar & Grill“, wo das freudige Ereignis in geselliger AtmosphĂ€re zusammen mit dem Inhaber Joe Schreiner mit einem (selbstverstĂ€ndlich alkoholfreien) Drink zĂŒnftig begossen wurde. Auch das leckere Steak, welches der Veranstalter AC Nautik all jenen Teilnehmern, welche die PrĂŒfung mit einem „Sehr gut“ absolviert haben, auf seine Kosten spendiert hat, hat den PrĂŒflingen sichtlich gemundet. Die Teilnehmer waren am Ende des Tages somit nicht nur glĂŒcklich ĂŒber ihren neuen FĂŒhrerschein, sondern auch ob der LokalitĂ€t mit ihren köstlichen SpezialitĂ€ten voll des Lobes. AC Nautik dankt dem Barbetreiber Joe Schreiner und seinem freundlichen Team und hat aufgrund der positiven Erfahrungen beschlossen, kĂŒnftig fĂŒr die Abschlussfeiern mit den PrĂŒfungsteilnehmern fĂŒr den Staplerschein regelmĂ€ĂŸig das „Joe’s New Orleans Bar & Grill“ aufzusuchen.

 

 

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