Kurzarbeit - Staplerschein

Ohne Staplerschein wird es gefährlich

Staplerschein √Ėsterreich

 

Ohne Staplerschein wird es gefährlich

 

Ohne Schein geht nichts

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass gelegentlich im Betrieb auch mal ohne Staplerschein ein Stapler aushilfsweise bewegt werden darf. Generell schreibt der Gesetzgeber vor, dass der Fahrer eines Hubstaplers das 18. Lebensjahr vollendet haben muss und im Besitz eines Zeugnisses zum Nachweis der Fachkenntnisse (Staplerschein) sein muss.

 

Diese Regelung wird vom Gesetzgeber und auch von angerufenen Gerichten sehr eng ausgelegt, sodass Zuwiderhandlungen sich schnell zu einer Strafsache auswachsen können.

 

Die Vorschriften zum Nachlesen

Wichtige Ausz√ľge aus der Rechtsvorschrift f√ľr die Fachkenntnisnachweis-Verordnung, Fassung vom 12.08.2020

Geltungsbereich

Diese Verordnung gilt f√ľr die Besch√§ftigung von Arbeitnehmern/Arbeitnehmerinnen in Arbeitsst√§tten, auf Baustellen oder an ausw√§rtigen Arbeitsstellen im Sinn des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes (ASchG).

Beschäftigung der Arbeitnehmer/innen mit Fachkenntnissen

  • 2. Mit nachfolgenden Arbeiten d√ľrfen Arbeitgeber/innen nur Arbeitnehmer/innen besch√§ftigen, die die entsprechenden Fachkenntnisse durch ein Zeugnis gem√§√ü ¬ß 4 nachweisen:
  1. b) F√ľhren von Hubstaplern (¬ß 2 Abs. 9 AM-VO).

Ausnahmen vom Fachkenntnisnachweis

  • 3. (1) ¬ß 2 Z 1 gilt nicht f√ľr die Besch√§ftigung der Arbeitnehmer/innen mit der Durchf√ľhrung folgender Arbeiten:
  1. F√ľhren von Hubstaplern, die ihre Last ausschlie√ülich innerhalb der Radbasis aufnehmen und bef√∂rdern oder die mittels Deichsel gef√ľhrt werden.

Nachweis der Fachkenntnisse

  • 4. (1) Der Nachweis der f√ľr die Durchf√ľhrung von Arbeiten gem√§√ü ¬ß 2 erforderlichen Fachkenntnisse im Sinn des ¬ß 62 Abs. 1 Z 2 i.¬†V.¬†m. Abs. 2 und 4 ASchG gilt als erbracht, wenn
  1. der erfolgreiche Abschluss einer Ausbildung, die die Voraussetzungen nach dieser Verordnung erf√ľllt, durch ein Zeugnis gem√§√ü ¬ß 11 best√§tigt wird,

(4) Entspricht beim F√ľhren von motorisch betriebenen selbstfahrenden Arbeitsmitteln mit wechselbarer Zusatzausr√ľstung zum Einsatz als Kran oder als Hubstapler (Kran-Stapler-Kombinationsger√§te) der durchzuf√ľhrende Arbeitsvorgang

  1. dem F√ľhren von Kranen, ist der Nachweis der Fachkenntnisse f√ľr das F√ľhren von Kranen erforderlich,
  2. dem F√ľhren von Hubstaplern, ist der Nachweis der Fachkenntnisse f√ľr das F√ľhren von Hubstaplern erforderlich.

Ausbildung zum Erwerb von Fachkenntnissen

  • 5. (1) Eine Ausbildung zum Erwerb von Fachkenntnissen nach dieser Verordnung muss die notwendigen theoretischen Kenntnisse und praktischen F√§higkeiten auf den in ¬ß 6 angef√ľhrten Gebieten vermitteln. Sie hat den/die Auszubildende/n in die Lage zu versetzen,
  1. Arbeiten mit besonderen Gefahren gem√§√ü ¬ß 2 Z 1 sicher durchzuf√ľhren.

(2) Die Ausbildung muss die in ¬ß 6 angef√ľhrte Mindestgesamtzahl an Unterrichtseinheiten des Ausbildungsgebiets sowie Ausbildungsinhalte und Mindestanzahl verbindlich vorgesehener und frei gestaltbarer Unterrichtseinheiten und praktischer √úbungen laut Anhang umfassen.

 

(3) Eine theoretische Unterrichtseinheit muss mindestens 50 Minuten betragen. Frei gestaltbare Unterrichtseinheiten sind von der Ausbildungseinrichtung im Sinn der Ausbildungsziele inhaltlich und didaktisch zu gestalten. Praktische √úbungen sind mindestens in dem im Anhang angef√ľhrten Ausma√ü als Praxis√ľbung pro Ausbildungsteilnehmer/in durchzuf√ľhren, soweit nicht ausdr√ľcklich gemeinsame Vorf√ľhrungen zul√§ssig sind.

Fachkenntnisausbildungsgebiete

  • 6. Die Ausbildung muss je nach Ausbildungsgebiet mindestens die nachfolgend angef√ľhrte Gesamtzahl an Unterrichtseinheiten (einschlie√ülich praktischer √úbungen) umfassen:
  1. F√ľhren von Hubstaplern: mindestens 20,5 Unterrichtseinheiten (Anhang 2).

Ausbildungsgebiet gem√§√ü ¬ß 6 Z 2 das F√ľhren von Hubstaplern.

 

Ausbildungsinhalte                                                                                        Unterrichtseinheiten

 

  1. Grundbegriffe der Mechanik und Elektrotechnik 4 UE
  2. Aufbau und Arbeitsweise von Hubstaplern, mechanische

und elektrische Ausr√ľstung von Hubstaplern ¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† 4 UE

  1. Sicherheitseinrichtungen von Hubstaplern 2 UE
  2. Betrieb und Wartung von Hubstaplern 3,5 UE
  3. Abeitnehmerschutzvorschriften, sonstige Rechtsvorschriften,

Normen und Richtlinien zum sicheren F√ľhren von Hubstaplern 4 UE

 

Mindestanzahl an UE Theorie                                                                   17,5 UE

 

Frei gestaltbare                                                                                               2 UE

praktische Übungen                                                                                      1 UE

 

Gesamtzahl an UE                                                                                          20,5 UE

                                                                                                                              =======

Durchf√ľhrung der Ausbildung

  • 9. (1) Die Ausbildungseinrichtung muss eine Person bestellen, die f√ľr die organisatorische Kursbetreuung zust√§ndig ist (Ausbildungsleiter/in). Diese Person muss zumindest auf einem Teilgebiet der Ausbildung √ľber fachliche Kenntnisse verf√ľgen und F√§higkeiten in organisatorischer und p√§dagogischer Hinsicht besitzen.

(2) Die Ausbildungseinrichtung muss √ľber das f√ľr die Vermittlung der theoretischen und praktischen Lehrinhalte erforderliche fachlich qualifizierte Lehrpersonal verf√ľgen.

 

  1. Zur Vermittlung der erforderlichen praktischen Fähigkeiten darf die Ausbildungseinrichtung nur Lehrpersonal einsetzen, das eine mindestens zweijährige einschlägige Tätigkeit nachweisen kann.

(3) Die Ausbildungseinrichtung muss √ľber die f√ľr die Vermittlung der Lehrinhalte erforderlichen R√§umlichkeiten und √úbungspl√§tze, Einrichtungen und Lehrmittel verf√ľgen sowie √ľber die f√ľr den praktischen Teil der Ausbildung erforderlichen technischen Einrichtungen und Ger√§te.

(4) Die Ausbildungseinrichtung hat den Kursteilnehmern/Kursteilnehmerinnen Unterlagen zur Verf√ľgung zu stellen, in denen insbesondere die ma√ügeblichen gesetzlichen Vorschriften sowie der aktuelle Stand der Richtlinien und Normen Ber√ľcksichtigung finden. Die Ausbildungseinrichtung hat geeignetes Lehrmaterial (wie Skripten, CD-ROM, Video) f√ľr das Selbststudium zur Verf√ľgung zu stellen.

 

Unzertrennlich Staplerschein und Fahrbewilligung

Wer auch immer beabsichtigt, einen Hubstapler im Betrieb zu f√ľhren, der sollte im Besitz eines Staplerscheins und einer innerbetrieblichen Fahrbewilligung sein.

 

Die innerbetriebliche Fahrbewilligung

Sie gehören zusammen, der Staplerschein und die innerbetriebliche Fahrgenehmigung. Erst wenn ein Staplerfahrer im Besitz beider Papiere ist, darf er einen Hubstapler bewegen, kann er seine Arbeit mit dem selbstfahrenden Hubstapler aufnehmen. Die Vorgaben dazu wurden vom Gesetzgeber genau definiert.

 

Selbstfahrende Arbeitsmittel

Zu dieser Kategorie gehören neben den Hubstaplern auch Bagger, Radlader und Muldenkipper.

Diese Arbeitsger√§te d√ľrfen nur eingesetzt werden, wenn die wiederkehrenden Pr√ľfungen

erfolgreich durchgef√ľhrt wurden. Au√üerdem ist streng darauf zu achten, dass zum F√ľhren eines Hubstaplers nur Personen herangezogen werden d√ľrfen, die im Besitz eines g√ľltigen Staplerscheins sind.

F√ľr die sichere Handhabung und f√ľr das Beladen des Staplers sind innerbetriebliche Betriebsanweisungen zu erstellen, in denen die Besonderheiten der selbstfahrenden Arbeitsger√§te gezielt ber√ľcksichtigt werden:

  • Lasthandhabung (Aufnehmen, Be- und Entladen, Hochheben, Absetzen, Ladungssicherung, Transport etc.),
  • Personentransport (wenn beabsichtigt),
  • Fahrzeugsicherung vor unbefugter Inbetriebnahme,
  • allgemeiner Fahrbetrieb STVO und innerbetriebliche Verkehrsregeln, Verkehrsschilder,
  • In- und Au√üerbetriebnahme des Arbeitsger√§ts.

 

Schutzmaßnahmen und allgemeiner Fahrbetrieb

Da der Fahrbetrieb eines Hubstaplers nicht ohne gewisse Gefahrenmomente abläuft, sei es durch Wegrollen, Umkippen, Überrollen, An-, Um- oder Zusammenstoßen ist es vorrangig Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Das geschieht durch die innerbetriebliche Unterweisung anhand der Betriebsanweisung:

  • t√§glich vom Fahrer zu pr√ľfen ist die ordentliche Funktion der Bremsen, der Beleuchtung und der Warneinrichtungen,
  • Personen d√ľrfen nur auf ‚Äď speziell f√ľr diesen Zweck ausger√ľsteten ‚Äď sicheren Pl√§tzen bef√∂rdert werden,
  • bei bestehender Brandgefahr (am Fahrzeug oder dessen Ladung) ist das Arbeitsmittel mit einem Feuerl√∂scher auszur√ľsten.

 

Arbeitnehmern (w/m) ist die Arbeit mit selbstfahrenden Arbeitsmitteln nur mit ausdr√ľcklicher Fahrbewilligung (m√ľndlich oder schriftlich) des Arbeitgebers erlaubt. F√ľr alle Eventualit√§ten ist die schriftliche Form der Fahrbewilligung zu bevorzugen.

  • ausgestellt werden darf die Fahrbewilligung erst nach einer besonders abgestimmten Unterweisung.
  • die Unterweisung muss den Inhalt der innerbetrieblichen Betriebsanweisung gem√§√ü ¬ß 23 Abs. 2 der AM-VO umfassen.

 

Bei Verstößen und ungeeigneten Personen ist die Fahrbewilligung umgehend wieder zu entziehen.

 

AC Nautik und der Staplerschein

Wer von vorstehenden Ausf√ľhrungen direkt oder indirekt betroffen ist, sollte schnellstm√∂glich nachholen, was er bisher auf die lange Bank geschoben hat ‚Äď den Staplerschein machen. Der beste Ansprechpartner ist Staplerschein √Ėsterreich, ein Unternehmen von AC Nautik in G√∂ssendorf (s√ľdl. Graz). Staplerschein √Ėsterreich f√ľhrt an mehreren Orten in √Ėsterreich erfolgreich Stapler-Ausbildungs-Kurse durch. Es ist der sichere Weg zum Erfolg ‚Äď Kontakt hier.

Stand: 14.08.2020 alle Angaben ohne Gewähr